Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Land kündigt weitere Lockerungen an ++ Gruppenveranstaltungen sollen wieder erlaubt sein ++

Verschwörungstheorien - warum sie in Krisen so viele Menschen anziehen

5G-Netze, Bill Gates, ein Laborunfall in Wuhan: Um den Ursprung von Covid-19 ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien. Für Experten ist das keine Überraschung. In Krisen geben sie einigen Menschen demnach zumindest ein Gefühl von Kontrolle zurück.

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  • Alle aktuellen Entwicklungen zu Corona in Niedersachsen erfährst du hier im Newsblog

Niedersachsen. In Niedersachsen wird das öffentliche Leben weiterhin von der Corona-Pandemie bestimmt. Auch wenn die Corona-Maßnahmen und Verbote langsam wieder gelockert werden, ist Niedersachsen noch lange nicht über die Corona-Pandemie hinweg. Immer wieder kommt es zu weiteren Infektionen – aktuell ist in Niedersachsen kaum etwas so, wie es vor der Corona-Krise war.

Ein Fünf-Stufen-Plan soll die Rückkehr zur Normalität ermöglichen (Hier mehr dazu!). Damit du die Übersicht behältst, erfährst du hier, was du wieder darfst!

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

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Mittwoch, 3. Juni

21.31 Uhr: Gericht: Corona-Pandemie kein Grund für Kontaktverbot zum Kind

Die Corona-Pandemie darf grundsätzlich nicht zu einem Umgangsverbot für ein Elternteil zu seinem Kind führen. Das entschied der Familiensenat des Oberlandesgerichts (OLG) Braunschweig, wie die Justizbehörde am Mittwoch mitteilte.

Der Umgang mit dem Vater diene dem Kindeswohl, hieß es zu Begründung. Die Mutter sei nicht berechtigt, die Kontakte wegen des Coronavirus zu verweigern. Die Pandemie biete weder einen Anlass, bestehende Regeln abzuändern, noch den Umgang auszusetzen.

Etwas Anderes gelte nur dann, wenn der Kontakt etwa wegen einer Quarantäne, einer Ausgangssperre oder einer Infektion des Elternteils nicht möglich sei. Sollte das Kind selbst erkranken, stehe einem Umgang nicht entgegen.

Die Mutter eines fünfjährigen Mädchens hatte beim OLG Beschwerde gegen eine Regelung des Familiengerichts der Stadt eingelegt. Dieses hatte dem Vater Wochenendbesuche seiner Tochter auch mit Übernachtungen zugesprochen.

19.22 Uhr: 105 Infizierte nach Familienfeiern in Göttingen

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus-Ausbruch in Göttingen ist die Zahl der Infizierten auf 105 Personen gestiegen, berichtet der NDR. Die Infektionen waren im Zuge von Familienfeiern ausgebrochen.

Die Stadt schließt deswegen bis einschließlich Sonntag alle Schulen. Weitere Lockerungen wurden zurückgenommen: Mannschafts- und Kontaktsport in Vereinen ist für vorerst zwei Wochen verboten, außerdem wird ein Schwimmbad geschlossen.

16 Uhr: Grüne fordern präventive Corona-Tests bei Pflegepersonal

Im Kampf gegen Corona in der Pflege fordern die Grünen in Niedersachsen präventive Tests für medizinisches und pflegerisches Personal. Von der bisherigen Strategie, nur bei einem konkreten Infektionsverdacht zu testen, müsse abgerückt werden, sagte die Grünen-Abgeordnete Meta Janssen-Kucz am Mittwoch.

„Die Corona-Krise ist leider noch längst nicht ausgestanden.“ Eine zweite Welle müsse unbedingt verhindert werden. „Dazu sind engmaschige Kontrollen in Risikobereichen von ganz entscheidender Bedeutung, auch und insbesondere im Gesundheits- und Pflegesystem.“

Mitte Mai hatte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) bereits eine teilweise Anpassung der Teststrategie im Pflegebereich angekündigt. Seitdem werden sowohl Bewohner als auch Personal bereits bei den leichtesten Symptomen einer Covid-19-Erkrankung getestet. Bestätigt sich eine Infektion, werden alle übrigen Bewohner und Beschäftigten sowie Kontaktpersonen ebenfalls getestet. Reihenuntersuchungen des gesamten medizinischen Personals in kurzen Zeitabständen hatte Reimann allerdings eine Absage erteilt, da sie diese für nicht hilfreich hält.

14.30 Uhr: Niedersachsen bereitet weitere Lockerung zum 8.Juni vor

Niedersachsens Landesregierung bereitet zum 8.Juni eine Reihe weiterer Lockerungen der Corona-Auflagen vor. So sieht der Entwurf vor, dass Veranstaltungen im Freien mit bis zu 250 Teilnehmern unter Auflagen wieder erlaubt werden könnten. Das gilt auch für Kulturangebot – Kinos und Theatren bleiben weiterhin geschlossen.

Außerdem sollen Hotels ab kommender Woche mit einer Auslastung von 80 Prozent rechnen können. Auch Bars sollen wieder öffnen dürfen.

Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen könnten mit 50 statt nur 20 Teilnehmern stattfinden.

Die neue Verordnung soll bis zum 1. Juli gehen und wäre die vierte Stufe im fünfstelligen Lockerungsplan.

10.05 Uhr: Mehr Arbeitslose durch Corona-Folgen

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Niedersachsen hat sich im Mai durch die Corona-Krise deutlich verschärft. Im Gegensatz zum April waren sechs Prozent mehr Menschen ohne Job – insgesamt gibt es in Niedersachsen 261 000 Arbeitslose.

Laut Bundesagentur für Arbeit stieg damit die Arbeitslosenquote von 0,3 Punkt auf insgesamt sechs Prozent. Normalerweise nimmt die Beschäftigung im Frühjahr nach den Wintermonaten wieder zu – durch die Corona-Pandemie passierte das Gegenteil. Agenturchefin Bärbel Höltzen-Schoh: „Der pandemiebedingte Einbruch der Wirtschaft schlägt auf den Arbeitsmarkt durch.“

07.13 Uhr: Massen-Tests in Wohnkomplex in Göttingen

Nach Corona-Ausbrüchen durch private Feiern zum Zuckerfest will die Stadt Göttingen alle Bewohner einer Wohnanlage auf das Virus testen lassen – das sind rund 700 Personen. OB Rolf-Georg Köhler hatte am Dienstag erklärt: „Die Testung wird zur Zeit vorbereitet in einer Arbeitsgruppe.“

Aktuell sind mehrere Hundert Menschen in Quarantäne. Dabei handelt es sich um 230 Personen in Stadt und Landkreis Göttingen, sowie 140 im restlichen Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen. Zuletzt lag die Zahl der Infizierten bei 80 Personen – dieser Wert könnte sich aber erhöhen, da noch Testergebnisse ausstehen, so Petra Broistedt, Leiterin des Krisenstabs in Göttingen.

06.00 Uhr: Alle Schulen in Göttingen geschlossen

Alle Schulen in Göttingen werden wegen des Corona-Ausbruch nach einer privaten Familienfeier bis auf Weiteres geschlossen. Die präventierenden Schulschließungen gelten bis zum Wochenende, teilte die Stadtverwaltung mit. Auch fünf Kitas und Schulen im Umfeld von Göttingen bis zum Wochenende geschlossen.

Dienstag, 2. Juni

18.05 Uhr: Braunschweig will verstärkt Shisha-Bars kontrollieren

Die Stadt Braunschweig reagiert auf den Corona-Ausbruch in Göttingen. Warum die Stadt jetzt vor allem Shisha-Bars ins Visier nimmt, liest du hier.

15.40 Uhr: Krisenstab droht Quarantäne-Brechern mit Einweisung

Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen mit knapp 70 Infizierten hat der Krisenstab der Landesregierung möglichen Quarantäne-Brechern mit einer Einweisung gedroht. Wer sich nicht an eine Quarantäne-Auflage halte, begehe eine Straftat und könne vom Gericht in eine geschlossene Einrichtung überstellt werden, sagte die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs, Claudia Schröder, am Dienstag in Hannover.

Weil Dutzende mögliche Betroffene in Göttingen über das Pfingstwochenende zunächst nicht freiwillig zu einem Test erschienen seien, sei das Gesundheitsamt mit Unterstützung der Polizei bei den Menschen vorstellig geworden. „Das läuft jetzt auch“, meinte Schröder zum Erfolg des „robusten Zugehens“ auf die Betroffenen.

Nach mehreren privaten Familienfeiern waren in Göttingen 68 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Über das Pfingstwochenende seien 166 Menschen getestet worden, sagte Schröder. Es seien mehr als 300 Kontaktpersonen über den Großraum Göttingen hinaus auch in Thüringen und Nordrhein-Westfalen ermittelt worden.

10.03 Uhr: Corona-Ausbruch in Göttingen: Folgen für Schulen und andere Landkreise

Nachdem sich in Göttingen mehrere Menschen auf privaten Familienfeiern mit dem Coronavirus infiziert haben, hat der Ausbruch weitreichende Folgen. So führen die Spuren der infizierten Kontaktpersonen unter anderem auch nach Salzgitter und Eichsfeld. Auch für Schulen in der Gegend hat der Ausbruch folgen, wie du >>>hier im Artikel lesen kannst.

07.00 Uhr: Klare Absage an Abschlussfeste

Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat allen Abi- und Abschlussbällen in Niedersachsen eine klare Absage erteilt. „Für die Schulabgänger und Familien tut mir das sehr leid, weil diese Veranstaltungen häufig das Highlight der Schulzeit sind“, so Tonne gegenüber der dpa. Doch die Feiern fallen leider unter das bis Ende August geltende Veranstaltungsverbot.

Der SPD-Politiker schlägt vor, die Feiern gegebenenfalls nachzuholen.

Daneben arbeitet Niedersachsen aktuell an einem Konzept, um die Einschulungsfeiern für die kommenden Erstklässler möglich zu machen. Grant Hendrik Tonne: „Ich halte dieses emotionale Willkommenheißen für sehr wichtig, damit die Kinder einen guten Schulstart haben.“ Jedoch müsse auch dabei der Infektionsschutz gewährleistet sein.

Montag, 1. Juni

11.00 Uhr: Nur Niedersachsen offen für Sonntagöffnungen von Geschäften

Laut einer Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) plane aktuell kein Bundesland erweitere Sonntagsöffnungen von Geschäften, um die Konjunktur anzukurbeln. Nur Niedersachsen sei offen dafür. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Hannover sagte, dass Sonntagsöffnungen grundsätzlich ein geeignetes Instrument seien, den stationären Einzelhandel zu stärken. Dazu würde man aber eine breite gesellschaftliche Diskussion brauchen.

Sonntag, 31. Mai

17.51 Uhr: Corona-Ausbruch in Flüchtlingsheim

Nach einem Corona-Ausbruch in Göttingen wurde bekannt, dass sich in einer Flüchtlingsunterkunft in Ehra-Lessien ein Verdachtsfall auf eine Coronavirus-Infektion bestätigte. Nach einem Test von 24 Personen, die in direktem Kontakt mit dem Infizierten standen, seien sieben Personen ebenfalls positiv auf das Virus getestet worden, so der Landkreis.

15.16 Uhr: 160 Menschen in Quarantäne nach Corona-Ausbruch in Göttingen

Nach einem Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit mehreren Feiern in Göttingen arbeiten die Behörden mit Hochdruck daran, Kontaktpersonen ausfindig zu machen. Mit Stand Samstagabend befanden sich 160 Menschen in Quarantäne, darunter 57 Kinder und Jugendliche. Bislang sind 35 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Eine Person sei schwer erkrankt und befinde sich in stationärer Behandlung. NDR-Informationen zufolge muss die Person künstlich beatmet werden. Alle andere seien bislang symptomfrei.

Die Infektionen erfolgten bei oder nach mehreren größeren privaten Feiern. Nach Angaben der Göttinger Sozialdezernentin Petra Broistedt hatten sich Familienverbände mit überregionalem Bezug aus weiten Teilen Niedersachsens und NRW offensichtlich am vergangenen Wochenende getroffen. Dabei sei das Distanzgebot nicht eingehalten worden, so dass es bereits am Dienstag zu ersten Infektionen gekommen sei, sagte Broistedt dem NDR.

Die Gesundheitsbehörden in Stadt und Landkreis Göttingen müssen ihren Angaben zufolge nun etwa 140 bis 200 Kontaktpersonen ersten Grades ausfindig machen. Nach Informationen des „Göttinger Tageblatts“ kontaktierten Mitarbeiter des von Stadt und Landkreis gemeinsam betriebenen Gesundheitsamtes am Sonntagvormittag noch einmal knapp 75 Personen, die am Vortag trotz einer Aufforderung nicht zu einem Test erschienen waren.

14.46 Uhr: Die aktuellen Zahlen für Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es derzeit 11.999 bestätigte Corona-Fälle. Das sind 51 mehr als noch am Vortag. 596 Menschen sind verstorben. 10.334 Menschen gelten bereits als genesen.

Die Zahlen für die Region:

  • Landkreis Gifhorn: 128
  • Landkreis Goslar: 252
  • Landkreis Helmstedt: 141
  • Landkreis Peine: 146
  • Landkreis Wolfenbüttel: 190
  • Region Hannover: 2421
  • Stadt Braunschweig: 330
  • Stadt Salzgitter: 142
  • Stadt Wolfsburg: 307

In unserer Region sind die Fälle nur in Wolfsburg und in Hannover gestiegen. So gibt es 18 Fälle mehr im Vergleich zum Vortag in Hannover und vier neue Fälle in Wolfsburg.

10.23 Uhr: Corona-Ausbruch in Göttingen? Das hat Konsequenzen

Großfamilien hatten zusammen gefeiert. Das hat nun womöglich weitreichende Konsequenzen. Wie die „HNA" berichtet, ist nicht ausgeschlossen, dass Göttingen nun zu einem Corona-Hotspot in Niedersachen wird. Und das wiederum könnte dazu führen, dass es keine weiteren Lockerungen in der Stadt gibt. Das zumindest hat die Stadt in einer Mitteilung nicht mehr ausgeschlossen.

Bislang wurden im Zusammenhang mit den Partys 35 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

8.29 Uhr: Land will weitere Lockerungen prüfen

Weitere Lockerungen in Niedersachsen könnten für den 8. Juni geplant sein. Bis dahin möchte das Land einige Aspekte neu prüfen, so zum Beispiel die Schließung von Theatern, Opernhäusern und Kinos. Hier soll es eine neue Bewertung der Gefahrenlage geben.

Auch die Kontaktbeschränkungen sollen dann neu geprüft werden. Ebenso stehe eine erneute Auswertung des Übernachtungstourismus bevor. Bisher dürfen Hotels nämlich nur 60 Prozent der Plätze vergeben.

Samstag, 30. Mai

13.59 Uhr: Die aktuellen Fallzahlen

In Niedersachsen gibt es derzeit 11.948 bestätigte Corona-Fälle. Das sind 55 mehr als am Vortag. 596 Menschen sind verstorben, 10.306 Menschen gelten als genesen.

Die Zahlen für die Region:

  • Landkreis Gifhorn: 128
  • Landkreis Goslar: 252
  • Landkreis Helmstedt: 141
  • Landkreis Hildesheim: 395
  • Landkreis Peine: 146
  • Landkreis Wolfenbüttel: 190
  • Stadt Braunschweig: 330
  • Stadt Salzgitter: 142
  • Stadt Wolfsburg: 303
  • Region Hannover: 2403 (+20)

11.15 Uhr: Corona-Ausbruch nach Feiern in Göttingen

In Göttingen hat es mehrere private Feiern gegeben, bei denen sich mehrere Menschen mit Corona infiziert haben. Das berichtet „Focus". Demnach seien die Betroffenen hauptsächlich Mitglieder verschiedener Großfamilien aus Göttingen und Umgebung. Eine genaue Zahl der Infizierten ist nicht bekannt.

8.19 Uhr: Ärzte mit dringendem Appell an Raucher

Ärzte aus Niedersachsen appellieren an Raucher, jetzt in der Krise mit dem Rauchen aufzuhören. Denn die Sucht berge ein größeres Risiko für schwere Verläufe im Falle einer Covid-19-Erkrankung. „In Zeiten der Corona-Pandemie ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um mit dem Rauchen aufzuhören."

8.01 Uhr: Tausende Corona-Verstöße in Niedersachsen

Die Polizei hat in Niedersachsen zwischen dem 1. März und dem 24. Mai 2850 Verstöße nach dem Infektionsschutzgesetz registriert. Davon sind etwa 630 als Straftaten registriert, 2220 Verstöße sind als Ordnungswidrigkeiten registriert.

Freitag, 29. Mai

16.57 Uhr: Indoor-Spielplätze müssen weiter dicht bleiben

Die fortdauernde Schließung von Indoor-Spielplätzen wegen der Corona-Pandemie ist nach einem Spruch des Verwaltungsgerichts Braunschweig rechtlich gedeckt. Das Gericht wies nach einer Mitteilung vom Freitag die Klage der Betreiberin eines solchen Spielplatzes im Harz ab. Die Frau hatte argumentiert, dass Indoor-Spielplätze nicht anders behandelt werden dürften als Freibäder, Sportanlagen unter offenem Himmel oder Fitnesszentren. Diese dürfen in Niedersachsen wieder öffnen. (Az.: 4 B 184/20)

Das Gericht sah die Ungleichbehandlung als gerechtfertigt an. Von Erwachsenen und Jugendlichen könne eher als von Kindern erwartet werden, dass sie bei Indoor-Sport die Vorgaben des Infektionsschutzes einhalten. Kinder achteten beim Spielen nicht auf zwei Meter Abstand.

In der Pandemie sei die Sachlage an vielen Stellen noch nicht geklärt, trotzdem müssten die Behörden rasch Entscheidungen treffen. Es gebe einen Ermessensspielraum, das Risiko verschiedener Bereiche unterschiedlich zu bewerten und sie entsprechend probehalber zu öffnen oder geschlossen zu halten. Die Klägerin kann gegen den Spruch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg einlegen.

13.35 Uhr: Bundesweite Kontrollen in Schlachtbetrieben

Nachdem sich in Schlachthöfen anderer Bundesländer Fälle von Corona-Infektionen gehäuft haben, hat Brandenburg mit Kontrollen in fleischverarbeitenden Betrieben des Landes begonnen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Freitag überprüfte das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) in dieser Woche unangekündigt Unternehmen auf die Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften. In Brandenburg gibt es nur sehr wenige große Schlachtbetriebe.

Bundesweit sind bisher Betriebe in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Schleswig-Holstein betroffen. Begünstigt werden die Infektionen durch die Enge in Sammelunterkünften ausländischer Arbeiter und die fehlende Einhaltung von Hygieneregeln in der Corona-Krise.

Die Corona-Ausbrüche in deutschen Schlachthöfen hätten Missstände bei Arbeits- und Unterbringungsbedingungen ans Licht gebracht, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Dem müsse man auch in Brandenburg nachgehen. „Überall dort, wo viele Beschäftigte auf engem Raum leben und arbeiten müssen, sind sie einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt.“ Umso wichtiger sei es, dass Hygiene- und Arbeitsschutzstandards eingehalten würden.

Aktuell gibt es landesweit 138 behördlich zugelassene fleischverarbeitende Betriebe, von denen 47 mehr als 20 Beschäftigte haben; 32 Betriebe beschäftigen zwischen 20 und 49 Mitarbeiter, 6 haben zwischen 50 und 99 Beschäftigte. Weitere 6 Betriebe haben zwischen 100 und 249, 3 Betriebe zwischen 250 und 499 Mitarbeiter.

8 Uhr: Clubs und Bars bleiben dicht, aber gefeiert wird trotzdem

Die Clubs und Bars in Niedersachsen müssen weiterhin geschlossen bleiben wegen der zu hohen Infektionsgefahr mit dem Coronavirus. Doch die Partyszene hat mit mehreren DJs eine Livestream-Party geplant, berichtet die . Diese Party soll bereits nächste Woche stattfinden.

Donnerstag, 28.Mai

21.39 Uhr: Corona-Tests in mehreren Schlachthöfen negativ

Nach Corona-Infektionen in niedersächsischen Fleischbetrieben liegen die Ergebnisse weiterer Tests vor. Nach Angaben der Landkreise Osnabrück und Vechta sowie der Stadt Wilhelmshaven wurden in den nun untersuchten Schlachtbetrieben keine Infektionen festgestellt.

Das Ergebnis sei erfreulich, keiner der getesteten 158 Beschäftigten sei infiziert, teilte der Landkreis Osnabrück am Donnerstag über Tests in einem Schlachthof im Nordkreis mit. Im Kreis Osnabrück sollen sechs weitere Betriebe mit rund 700 Beschäftigten überprüft werden.

Die Landesregierung hat angeordnet, dass alle Mitarbeiter von Schlacht- und Zerlegebetrieben, die mit Subunternehmern zusammenarbeiten, auf das neuartige Virus getestet werden.

19.10 Uhr: Bordelle bleiben in Niedersachsen zunächst geschlossen

Prostitution bleibt in Niedersachsen angesichts der Corona-Epidemie bis auf Weiteres verboten, obwohl das Gewerbe auf eine Teilöffnung mit dem Angebot von Massagen dringt.

Wie das Sozialministerium in Hannover am Donnerstag mitteilte, ist für die Öffnung von Bordellbetrieben und die Erlaubnis von Straßenprostitution noch kein Zeitpunkt ins Auge gefasst. Allerdings liege dem Land ein umfangreiches Hygienekonzept des in Hannover ansässigen Unternehmerverbands Erotikgewerbe Deutschland zu einem Teilstart des Gewerbes vor. Es sieht eine Wiedereröffnung der Bordellbetriebe unter Beschränkung auf erotische Massagen vor.

15.58 Uhr: Corona-Ausbruch bei UPS in Region Hannover

Beim Postdienstleister UPS in Langenhagen bei Hannover haben sich 72 Mitarbeiter des Verteilzentrums mit dem Coronavirus infiziert. Das teilten das Sozialministerium und die Region Hannover am Donnerstag mit. 55 Mitarbeiter, deren Test zunächst negativ ausfiel, sollten erneut getestet werden.

Auch Covid-19-Fälle in einer Kita und einer Schule in Hannover ständen im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen bei UPS, teilte die Region mit. Familien mit einem beruflichen Bezug zum Unternehmen wurden gebeten, wachsam auf eventuelle Krankheitssymptome zu achten. Nach derzeitigen Erkenntnissen sind Paketzusteller nicht betroffen. Postsendungen könnten daher risikolos in Empfang genommen werden.

7.05 Uhr: Land gibt am wenigsten Geld für Corona-Hilfe aus

Niedersachsen ist das Bundesland, das bisher am wenigsten Geld zur Abfederung der wirtschaftlichen Corona-Folgen ausgezahlt hat. IDurchschnittlich werden für jeden Bürger in Niedersachsen von der Landesregierung 175 Euro eingesetzt. Das berichtet „Nord24“ mit Bezug auf eine aktuelle Auflistung des Landesrechnungshofes Schleswig-Holstein.

Mittwoch, 27.Mai

20 Uhr: Stephan Weil mit düsterer Prognose

Niedersachsens Ministerpräsident Weil (SPD) hält am Corona-Stufenplan des Landes Niedersachsens fest. Nach dem Vorstoß des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, der den Corona-Lockdown ab Anfang Juni in Thüringen beenden möchte, hat Weil eine Prognose gegeben, wie es in Niedersachsen weitergehen soll.

Die Bevölkerung müsse sich darauf einstellen, noch ein Jahr lang Rücksicht zu nehmen und an Abstandsregeln und einer Maskenpflicht einzuhalten – um andere zu schützen, sagte er bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.

„Mit Einsicht und Umsicht kommen wir durch diese Zeit“, versprach Weil. Er kündigte außerdem den Start der Initiative „Niedersachsen hält zusammen“ an. Deren Ziel sei, einen Konsens in der Gesellschaft für das weitere Andauern der Pandemie sicherzustellen.

17.34 Uhr: Fußballspiel Halle gegen Braunschweig soll wie geplant stattfinden

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) geht davon aus, dass der Hallesche FC am 3. Juni sein erstes Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig absolvieren kann. Die Stadt sei im Kontakt mit dem Verein, sagte er am Mittwoch bei einer Video-Pressekonferenz. Zudem werde sich der Stadtrat mit dem Thema befassen.

Um die Abstands- und Hygieneregelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie einhalten zu können, sollen am Stadion in Halle zusätzlich Container für die Gastmannschaften aufgestellt werden. Die Einhaltung der Corona-Verordnungen werde vom Gesundheitsamt überprüft.

Die Dritte Liga nimmt an diesem Wochenende ihren Spielbetrieb wieder auf. Braunschweig empfängt am Samstag (14 Uhr) Viktoria Köln. Danach geht es für die Eintracht dann nach Halle.

Für das Spiel in Braunschweig hat sich die Eintracht etwas besonderes überlegt: Eintracht Braunschweig: Fans dürfen nicht zum Spiel – SO kannst du deine Mannschaft trotzdem unterstützen!

15.21 Uhr: Niedersachsen will schnellere Rückkehr zum Regelbetrieb der Kitas

Niedersachsen schneller als geplant zu einem eingeschränkten Regelbetrieb der Kindertagesstätten zurückkehren. „Ich strebe an, dass wir Mitte Juni die Eltern bei der Betreuung weiter entlasten und allen Kindern ein Angebot zum – wenn auch vom zeitlichen Umfang eingeschränkten – Besuch einer Kita machen können“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Mittwoch in Hannover.

„Jetzt ist es an der Zeit, die nächsten Schritte zu planen und den Übergang zum Regelbetrieb einzuleiten.“ Kurzfristig seien Gespräche mit den Trägern und kommunalen Spitzenverbänden geplant. Ursprünglich sollte der Regelbetrieb der Kitas erst zum 1. August wieder anlaufen.

13.47 Uhr: Aktuelle Zahlen für Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es derzeit 11.687 bestätigte Corona-Infizierte. 585 Menschen sind verstorben. 10.130 Menschen gelten bereits wieder als geheilt.

Die Zahlen für die Region im Überblick (Vortag/Todesfälle):

  • Landkreis Gifhorn: 128 (+2/4)
  • Landkreis Helmstedt: 140 (+2/1)
  • Landkreis Hildesheim: 394 (+2/5)
  • Landkreis Peine: 144 (/11)
  • Landkreis Wolfenbüttel: 187 (/13)
  • Region Hannover: 2281 (+20/104)
  • Stadt Braunschweig: 326 (/15)
  • Stadt Salzgitter: 142 (+1/8)
  • Stadt Wolfsburg: 297 (+3/51)

12.12 Uhr: Über 50 Prozent weniger Touristen in Niedersachsen

Laut Zahlen des Landesamtes für Statistik hat die Corona-Krise den Tourismus in Niedersachsen bereits im März hart getroffen. Rund 454.000 Gäste kamen in dem Monat, in dem noch kein Tourismus-Verbot galt, nach Niedersachsen – das ist ein Rückgang von 56,5 Prozent im Vergleich zum März 2019. Auch die Zahl der Übernachtungen ging um 48,2 Prozent zurück.

Es kamen auch weniger Gäste aus dem Ausland nach Niedersachsen. Im ersten Quartal 2020 (Januar-März) waren es mit 205.000 Gästen rund 21,9 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahresquartal. Für die restlichen und kommenden Monate 2020 werden diese Differenzen vermutlich noch ansteigen.

10.04 Uhr: Weil fordert neue Autokaufprämie

Ministerpräsident Stephan Weil fordert eine rasche Entscheidung für eine staatliche Autokaufprämie als Konjunturstütze in der Corona-Krise. Gerade für viele kleine und mittlere Firmen tickte die Uhr, so der SPD-Politiker. „Wenn nicht schnell die Nachfrage anspringt, werden viele bald die Bücher zuklappen und sagen: Sorry, aber das war's“, so Weil zum Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

8.00 Uhr: Niedersachsen will Kita-Öffnungen ausweiten

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne kann sich vorstellen, die Gruppengröße bei Kitas bald aufzustocken. „Bei einer weiteren Stabiliserung des Infektionsgeschehens kann ich mir gut vorstellen, die Notbetreuung auf mehr als 50 Prozent der Regelgruppengröße weiterhochzufahren oder auch die Einrichtungen mit einem reduzierten Betreuungsangebot frühzeitig wieder zu öffnen“, so der SPD-Politiker gegenüber der „Neue Osnabrücker Zeitung“.

Details dazu sollen in den nächsten Tagen mit den Kita-Trägern besprochen werden.

Dienstag, 26. Mai

15.08 Uhr: Gesundheitsministerin Reimann findet deutliche Worte

Nach dem Vorstoß aus Thüringen für ein Ende des landesweiten Corona-Lockdowns hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) vor vorschnellen Lockerungen gewarnt. „Ich denke, wir sind alle miteinander gut beraten, Schritt für Schritt in die Lockerungen zu gehen, denn das Coronavirus ist unbestritten weiter existent in Deutschland“, sagte Weil am Montag in Wunstorf bei Hannover. Diverse Ereignisse hätten gezeigt, dass man das Virus nicht unterschätzen dürfe. „Deswegen bleiben wir in Niedersachsen dabei, dass wir stufenweise vorgehen werden, dass wir den Bogen nicht überspannen werden“, sagte er.

Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) bestätigte diesen Plan: „Niedersachsen wird an den Abstandsregeln und an der Maskenpflicht festhalten – so lange, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht.“

14.26 Uhr: Lokal wegen Verstößen gegen Corona-Auflagen geschlossen

Eine Bar in der Innenstadt von Lüneburg wurde vorläufig von der Polizei dicht gemacht, weil dort massiv gegen die Corona-Auflagen verstoßen wurde. Dem Betreiber droht nun ein fünfstelliges Bußgeld.

Nachbarn hatten die Polizei alarmiert, die am Samstag vor und in der Gaststätte rund 100 Gäste zählte. Dazu seien Mindestabstände nicht eingehalten worden, außerdem wurde auch keine Gästeliste geführt. Die vorläufige Schließung gilt daher als „Gefahren abwehrende Maßnahme“, so ein Sprecher der Polizei Lüneburg.

Der Geschäftsführer der Bar wehrt sich gegen die Vorwürfe. „Wir haben extra jeden zweiten Tisch gesperrt, um die Abstände wahren zu können.“ Dazu habe man immer wieder versucht, die Gäste, die reinkamen, obwohl sie sich eigentlich draußen aufhielten, zu disziplinieren. Das war „nicht einfach“.

13.35 Uhr: Aktuelle Fallzahlen für Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es aktuell 11.620 bestätigte Corona-Fälle. Das sind 48 mehr als am Vortag. 580 Menschen sind verstorben, 10.075 Menschen gelten als genesen.

Die Zahlen im Überblick für die Region (Vortag/Todesfälle):

  • Landkreis Gifhorn: 126 (/4)
  • Landkreis Goslar: 250 (/23)
  • Landkreis Helmstedt: 138 (/1)
  • Landkreis Hildesheim: 392 (/5)
  • Landkreis Peine: 144 (+1/11)
  • Landkreis Wolfenbüttel: 187 (+1/13)
  • Region Hannover: 2261 (+3/101)
  • Stadt Braunschweig: 326 (/15)
  • Stadt Salzgitter: 141 (+1/8)
  • Stadt Wolfsburg: 294 (/52)

13.29 Uhr: Freibad-Saison startet wieder – mit Einschränkungen

Seit Montag dürfen Besucher in niedersächsischen Freibädern wieder ihre Bahnen ziehen. Bei kühlen Temperaturen machte in Braunschweig das Freibad Bürgerpark bereits um 6.30 Uhr den Anfang. Bis zum Mittag zählte es bereits 55 Gäste. Das sei eine gute Besucherzahl bei bewölktem Himmel, sagte Pressesprecher Fabian Neubert. Unter den Gästen seien bekannte Gesichter gewesen: „Die Frühschwimmer kommen oft mehrmals in der Woche.“


Wegen des neuartigen Coronavirus gelten strenge Hygiene- und Abstandsregeln. So muss in allen Bädern ein Mindestabstand von eineinhalb Metern zu Menschen aus anderen Haushalten gewahrt werden. Einige Bäder haben die Besucherzahl daher begrenzt. Im Braunschweiger Freibad Bürgerpark soll durch drei Zeitfenster ermöglicht werden, dass mehr Gäste zu unterschiedlichen Öffnungszeiten schwimmen können.

13.14 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Corona-Ausbruch

Auf einem Schlachthof in Dissen gab es einen Corona-Ausbruch. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Osnabrück. Sie will laut „NDR" prüfen, inwiefern auf dem Betrieb die Anordnungen des Infektionsschutzgesetzes missachtet wurden.

12.17 Uhr: Braunschweig startet Plakat-Kampagne

Die Stadt Braunschweig startet angesichts der weiteren Lockerungen eine Plakat-Kampagne. Darum will die Stadt nach eigenen Angaben auf die drei wichtigsten Corona-Regeln aufmerksam machen.

Mehr dazu liest du HIER.

(news38.de mit dpa)