Niedersachsen 

Markus Lanz (ZDF): Biologe aus Braunschweig mit dieser bitteren Corona-Prognose – „Müssen lernen, ...“

Foto: Screenshot ZDF

Das Coronavirus ist auch in der Sendung von Markus Lanz immer wieder Thema. So auch am Dienstagabend. Dort war Michael Meyer-Hermann, Systembiologe am Helmholtz-Institut in Braunschweig, mit von der Partie.

Dabei wollte Markus Lanz von dem Experten wissen, ob wir in Zukunft wieder ein ganz normales Leben führen können. Der Braunschweiger Systembiologe macht dabei zwar Hoffnung, zeichnet aber gleichermaßen eine düstere Prognose.

Markus Lanz: Experte in Braunschweig mit düsterer Prognose

Um überhaupt an einer Normalität ohne beispielsweise Kontaktbeschränkungen arbeiten zu können, müsse man zunächst die Fallzahlen runterbringen – so „dass wir nur so wenige Fälle übrig haben, dass wir sie kontrollieren können.“

+++Wetter in Niedersachsen: Düstere Prognose für das lange Wochenende+++

„Kontrollierbar“ seien demnach 300 neue Fälle am Tag, derzeit würden sich allerdings noch zwischen 2000 und 3000 Menschen pro Tag anstecken.

---------------------

Die weiteren Gäste bei Markus Lanz am Dienstag:

  • Ralph Brinkhaus (Unions-Fraktionschef)
  • Prof. Christiane Woopen (Vorsitzende des Europäischen Ethikrats)
  • Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer von Borussia Dortmund)

---------------------

+++ Corona: Niedersachsen hat DIESEN Plan für mehr Lockerungen +++

Um die Zahl zu reduzieren, könne Tracing, also die Kontaktnachverfolgung, der richtige Weg sein. Durch diese Maßnahme könnten Infektionsketten leichter nachvollzogen und somit die Ausbreitung des Virus weiter verhindert werden.

>> Alle aktuellen Entwicklungen zu Corona in Niedersachsen erfährst du HIER!

Experte hält an Quarantäne und Kontaktbeschränkung fest

Außerdem seien Quarantänemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen weiterhin unvermeidbar. „Die infizierten Leute müssen konsequent isoliert werden. Wir müssen das Testing ohne Ende ausweiten und optimieren, um die Fallzahlen zu beherrschen.“

Dazu Lanz hoffnungsvoll: „Wenn wir das erreicht haben, ist dann wieder ein normales Leben möglich?“

-------------------------------

Mehr Themen

--------------------------------

Experte mahnt vor Schnellschüssen

Doch anstatt eine blühende Zukunft auszumalen, mahnt der Experte. „Das kann ich ihnen nicht garantieren.“ Zunächst müsse man bei den eher restriktiven Maßnahmen bleiben: „Wichtig ist, Infektionsketten zu unterbinden. Dann haben wir ein langsameres und kontrollierbareres Wachstum.“

Laut Meyer-Herrmann gibt es nur einen Weg, um das Virus in den Griff zu bekommen und einen normalen Alltag wiederherzustellen: „Wir müssen lernen, Strukturen aufzubauen, um mit diesem Virus normal zu leben.“ (vh)