Niedersachsen 

Niedersachsen: Frau (19) mit Betonplatte an den Füßen in Weser versenkt – Tote soll aus Schöningen stammen

Rettungskräfte der DLRG haben die Leiche der jungen Frau geborgen. (Symbolbild)
Rettungskräfte der DLRG haben die Leiche der jungen Frau geborgen. (Symbolbild)
Foto: imago images/Patrick Scheiber

Balge . War es ein Mord nach Mafia-Methoden? Mitten in Niedersachsen?

Eine Woche nach dem Fund einer Frauenleiche in der Weser bei Balge im Kreis Nienburg sucht die Mordkommission weiterhin nach dem möglichen Täter.

Das Opfer sei mittlerweile identifiziert, sagte ein Polizeisprecher gegenüber news38.de. Unter Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen „und aus Rücksicht auf die Angehörigen der Toten“ wollte der Sprecher aus Verden in Niedersachsen keine Angaben zur Identität und zum Sachverhalt machen.

Die „Bild-Zeitung" hingegen berichtet, dass die Frau aus Schöningen stammt. Es soll sich um eine erst 19-jährige Mutter handeln.

Niedersachsen: Frau könnte lebendig versenkt worden sein

Nach Medienangaben handelt es sich bei der Toten um eine 19-Jährige. Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, dass die Frau noch gelebt haben könnte, als sie mit auf dem Rücken gefesselten Händen und mit Betonplatten beschwert ins Wasser geworfen wurde. Die Staatsanwaltschaft Verden und die Polizei wollten dies auf Anfrage nicht kommentieren.

Binnenschiffer entdecken Frauenleiche in der Weser

Die Leiche war am 28. April im Wasser des Schleusenkanals nahe Balge von Binnenschiffern entdeckt worden. Weil schnell klar war, dass die Frau das Opfer eines Gewaltverbrechens geworden war, bildete die Polizei die Mordkommission „Anker“.

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Unter anderem sei mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei zunächst das Weser-Ufer abgesucht worden, sagte der Sprecher. Seit Dienstag seien zudem ein Spezialboot und Polizeitaucher im Einsatz. Mit deren Hilfe werde im Schleusen-Kanal nach weiteren Spuren gesucht.

Ob die Ermittler bereits einen konkreten Verdacht habe, wer für die Tat verantwortlich ist, ist noch offen.

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Bruder des mutmaßlichen Opfers erzählt traurige Lebensgeschichte

Die „Bild" will indes mit dem Bruder des mutmaßlichen Opfers gesprochen haben. Die 19-Jährige soll im Heim aufgewachsen sein, weil ihre Mutter ins Gefängnis musste. Ihre zwei Kinder seien in Pflegeheimen untergebracht. Die junge Frau sei in die Prostitution abgerutscht, soll Drogen genommen haben. (dpa/ck)