Niedersachsen 

Niedersachsen: Waren die Corona-Maßnahmen doch zu heftig? Das sagt Ministerpräsident Weil

Nach Ansicht des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil sind die Einschränkungen in der Corona-Krise nicht zu weit gegangen.
Nach Ansicht des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil sind die Einschränkungen in der Corona-Krise nicht zu weit gegangen.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Hannover. Die Corona-Pandemie schränkt unser Leben teilweise extrem ein. Immerhin wurden und werden auch in Niedersachsen einige Einschränkungen gelockert.

Dass die Corona-Maßnahmen zu scharf waren, findet Ministerpräsident Stephan Weil nicht. Im Gegenteil: „Man sieht, wenn man die Dinge laufen lässt, wird es noch schlimmer“, sagte der SPD-Politiker mit Blick auf die Lage in Italien, Großbritannien und anderen Ländern.

Coronavirus: Weil lobt die Disziplin der Niedersachsen

Im Gespräch mit dem Radiosender NDR 1 Niedersachsen lobte der Regierungschef die Disziplin der Bevölkerung in den sieben Wochen mit harten Einschränkungen: „Wir haben wirklich unglaublich viel geschafft gemeinsam.“ Deshalb seien Lockerungen möglich. „Die Grundlage dafür ist ein kontrolliertes Infektionsgeschehen.“

Niedersachsen lockert in fünf Stufen

Weil zeigte Verständnis für unterschiedliche Sichtweisen auf die Lockerungen. „Die einen machen sich unverändert große Sorgen“, andere seien dagegen voller Ungeduld. Die vorsichtigen Schritte in dem Fünf-Stufen-Plan der Landesregierung behielten beide Interessenlagen im Blick. „Die Sicht hat sich aufgeklart“, sagte er am Samstag.

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Für sich selbst sagte Weil, die vergangenen sieben Wochen seien die intensivsten seines Berufslebens gewesen. „Dagegen sind Wahlkämpfe gar nichts.“

In Niedersachsen dürfen ab Montag große Geschäfte und Restaurants unter Auflagen wieder öffnen, die Kita-Betreuung wird erweitert, bestimmte touristische Reisen werden wieder möglich. (dpa/ck)