Niedersachsen 

Niedersachsen: Heftige Brände wüten an Bahnstrecke – „Super Puma“ verhindert unfreiwillige Dusche

Der „Super Puma“ der Bundespolizei kam in Niedersachsen zum Einsatz.
Der „Super Puma“ der Bundespolizei kam in Niedersachsen zum Einsatz.
Foto: imago images / photothek

Hannover. In Niedersachsen haben mehrere Böschungsbrände die Feuerwehr auf Trab gehalten. Die Brände an der Bahnstrecke im Landkreis Göttingen waren kaum unter Kontrolle zu bekommen, berichtet die Bundespolizei Hannover.

Die extreme Trockenheit sowie Windböen entfachten die Flammen am Samstagnachmittag immer wieder. Betroffen war der Bereich zwischen Staufenberg und Northeim im Süden von Niedersachsen.

Niedersachsen: Böschungsbrände an Bahnstrecke

Erst war völlig unklar, wer oder was die Böschungsbrände verursacht hat. Nach einer knappen Stunde hatte die Bundespolizei den Schuldigen gefunden: Ein zuvor durchgefahrener Güterzug hatte eine defekte Bremse. Das wiederum führte zu Funkenflug, der die Brände dann verursachte.

Zwei Bundespolizei-Hubschrauber sind im Einsatz

Am Boden bekämpften rund 120 Einsatzkräfte von sechs Ortsfeuerwehren die Glutnester – und aus der Luft unterstützte eine so genannte „Super-Puma“ der Bundespolizei aus Fuldatal die Löscharbeiten. Sie ist in der Lage, aus einem „Big-Pack“ knapp 2.000 Liter Löschwasser auf einen Brandpunkt oder über eine Brandfläche abzugeben.

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„Dieser Einsatz muss natürlich in enger Abstimmung mit den Kräften am Boden erfolgen, um eine unfreiwillige 'Dusche' zu vermeiden“, berichtet Bundespolizei-Sprecher Detlef Lenger. Zusätzlich war auch ein Beobachtungs-Hubschrauber der Landespolizei Niedersachsen im Einsatz.

Damit die Einsatzkräfte am Boden nicht gefährdet werden, musste die über den Gleisen verlaufende Oberleitung mit einer Spannung von bis zu 15.000 Volt abgeschaltet und geerdet werden. Der Einsatz dauerte bis in die frühen Abendstunden. Die Schadenshöhe ist derzeit noch nicht zu beziffern. (ck)