Niedersachsen 

Hannover: Blitzer erwischt fast 1000 Raser – darum wollen ihn auch andere Bundesländer

Der Blitzer „Section Control“ hat sich fast 1000 Raser geschnappt.
Der Blitzer „Section Control“ hat sich fast 1000 Raser geschnappt.
Foto: dpa

Hannover. Nach nur einem halben Jahr im Einsatz hat der Blitzer „Section Control“ bei Hannover schon 874 Raser erwischt. Es gibt einen eklatanten Unterschied zu anderen Blitzern.

Die Anlage an der Bundesstraße 6 bei Laatzen in der Region Hannover misst das Tempo nicht an einer einzelnen Stelle, sondern ermittelt die Durchschnittsgeschwindigkeit auf einem gut zwei Kilometer langen Abschnitt.

Neuer Blitzer schnappt sich fast 1000 Raser bei Hannover

Dafür werden die Kennzeichen aller vorbeifahrenden Autos unabhängig von ihrem Tempo erfasst und kurzfristig und anonymisiert gespeichert. Ähnliche Anlagen gibt es beispielsweise in Österreich.

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Das Überwachungssystem war im vergangenen Jahr zeitweise wegen einer Klage abgeschaltet worden. Ein Rechtsanwalt hatte datenschutzrechtliche Bedenken angemeldet. Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg wies die Klage Mitte November ab, die Anlage ging wieder in Betrieb.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) sagte, die Entwicklung werde weiter genau beobachtet. Er wolle das Projekt im Herbst der Innenministerkonferenz vorstellen - aus anderen Bundesländern sei Interesse signalisiert worden.

Andere Bundesländer haben Interesse an Blitzer

„Aus meiner Sicht kann "Section Control" definitiv für ganz Deutschland ein sinnvoller Ansatz für mehr Verkehrssicherheit sein“, sagte Pistorius. „Im Gegensatz zum punktuellen Blitzen ist es auch fairer, weil es nicht nur an einem Punkt, sondern über eine längere Strecke die Geschwindigkeit misst.“ (fb/dpa)