Niedersachsen 

Niedersachsen: Junge Frau aus Schöningen in der Weser versenkt – Ermittler gehen ungewöhnlichen Schritt

Andrea Korzen aus Schöningen ist das Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Ihre Leiche wurde in der Weser in Niedersachsen gefunden.
Andrea Korzen aus Schöningen ist das Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Ihre Leiche wurde in der Weser in Niedersachsen gefunden.
Foto: Polizei Nienburg

Schöningen/Balge. Nach dem mutmaßlichen Mord einer Frau aus Schöningen (Kreis Helmstedt) gehen die Ermittler jetzt in die Offensive. Polizei und Staatsanwaltschaft aus Niedersachsen haben die Identität des Opfers zweifelsfrei klären können und am Donnerstag auch einen Namen genannt.

Demnach handelt es sich bei der Toten um die erst 19 Jahre alte Andrea Korzen aus Schöningen in Niedersachsen. Ihre Leiche war am 28. April im Wasser des Weser-Schleusenkanals nahe Balge von Binnenschiffern entdeckt worden.

Niedersachsen: Andrea Korzen aus Schöningen wurde ermordet

Die inzwischen 25-köpfige Mordkommission „Anker“ der zuständigen Polizei Nienburg ist sich sicher, dass Andrea Korzen einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist – „aufgrund der Auffindesituation“, heißt es.

Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, dass die Frau mit auf dem Rücken gefesselten Händen und mit Betonplatten beschwert ins Wasser geworfen wurde – und dabei noch gelebt haben könnte. Die Staatsanwaltschaft Verden und die Polizei wollten dies auf Anfrage nicht kommentieren.

+++ Frau (19) mit Betonplatte an den Füßen in Weser versenkt +++

Nienburg: Mordkommission zeigt Fotos des Weser-Opfers

Die Ermittler haben am Donnerstag aber nicht nur die Identität des Opfers preisgegeben, sondern auch zwei Fotos von Andrea Korzen veröffentlicht. Damit erhoffen sie sich weitere Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Mordkommision fragt: Wer hat Beobachtungen im Zeitraum von Ende März bis Mitte April im Bereich der Schleuse in Balge gemacht, möglicherweise Personen beobachtet, die sich im Bereich an der Schleuse aufhielten beziehungsweise dort ein Fahrzeug parkten?

Wer kann Angaben zu Andrea Korzens Aufenthaltsort ab Mitte März machen? Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass sie sich in diesem Zeitraum zeitweise in Nordenham und auch in Nienburg beziehungsweise Drakenburg aufgehalten hat.

Mordfall Andrea Korzen: 19-Jährige hatte auffälliges Tattoo am Hals

Andrea Korzen hatte ein Tattoo am Hals, ein fünf mal fünf Zentimeter großes religiöses Kreuz, daneben ist in Schreibsschrift der Buchstabe P zu lesen. Wem ist dieses Tattoo bekannt beziehungsweise wem ist diese Tätowierung im Zeitraum Ende März bis Mitte April aufgefallen?

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Weil auch sämtliche persönlichen Gegenstände der 19-Jährigen aus Schöningen fehlen, fragt die Polizei außerdem: Wer hat weibliche Bekleidung zwischen Ende März bis Mitte April aufgefunden, die augenscheinlich entsorgt oder achtlos weggeworfen wurde und die sich nicht zweifelsfrei einer Spende zuordnen lässt?

Niedersachsen: Junges Opfer im Rotlichtmilieu aktiv?

Die Ermittler haben Hinweise, dass Andrea Korzen möglichweise Kontakte zum Rotlichtmilieu in Hannover und im Bremer Umland hatte.

Personen, die in den zurückliegenden Monaten Kontakt zu Andrea Korzen hatten oder Angaben zu ihren konkreten Aufenthaltsorten und auch Kontaktpersonen machen können, werden gebeten, sich mit der Mordkommission in Nienburg/Schaumburg oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Bei der Mordkommission wurde dafür ein Hinweistelefon eingerichtet, Telefon: 00172/2628714. Es besteht die Möglichkeit, Hinweise auch vertraulich entgegenzunehmen. (ck)