Niedersachsen 

Niedersachsen: Junge Frau aus Schöningen in der Weser versenkt! Bruder hat besonderen Wunsch – „damit sie unvergessen bleibt"

Die Polizei hat die Identität des Opfers öffentlich gemacht. Sie erhofft sich, Hinweise zum mutmaßlichen Mord an Andrea K. zu finden.
Die Polizei hat die Identität des Opfers öffentlich gemacht. Sie erhofft sich, Hinweise zum mutmaßlichen Mord an Andrea K. zu finden.
Foto: Polizei Nienburg

Dieser Fall aus Niedersachsen hat die ganze Region erschüttert!

Eine junge Frau aus Schöningen ist nahe Balge (Niedersachsen) vermutlich brutal umgebracht worden, indem sie in der Weser mit einem Betonblock an den Füßen versenkt worden ist. Die Polizei geht von einer Gewalttat aus, spricht von mutmaßlichem Mord.

Und während die inzwischen 25-köpfige Mordkommission "Anker" mit Hochdruck ermittelt, kümmert sich der Bruder des Opfers darum, seiner Schwester ein würdevolles Begräbnis zu ermöglichen. „Mit einem Grabstein, wo ihr Gesicht eingemeißelt ist, damit sie unvergessen bleibt", sagt ihr Bruder in einem Interview mit „Bild".

Niedersachsen: Grausam! Andrea wurde in der Weser versenkt

Doch das Geld sei knapp. Erst vor zwei Jahren mussten die Geschwister die Beerdigung des Vaters zahlen. Nun sammelt der Bruder Spenden über PayPal, 2.817 Euro sind in den vergangenen 16 Tagen zusammengekommen. Für seine Schwester Andrea wünscht er sich jetzt nur noch eins: „Möge Gott gut auf sie aufpassen und einen Platz im Paradies aufbewahren".

Am 28. April wurde die Leiche von Andrea aus Schöningen im Wasser des Weser-Schleusenkanals nahe Balge von Binnenschiffern entdeckt. Die „Bild" hatte berichtet, dass die 19-Jährige mit auf den Rücken gefesselten Händen und mit Betonplatten beschwert ins Wasser geworfen wurde – und dabei noch gelebt haben könnte. Die Staatsanwaltschaft Verden und die Polizei wollten dies auf Anfrage nicht kommentieren.

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Ungewöhnlicher Schritt: Ermittler machen Identität des Opfers öffentlich

In der vergangenen Woche sind die Ermittler dann einen ungewöhnlichen Schritt gegangen und haben die Identität des Opfers bekannt gegeben. Sie erhoffen sich dadurch, Hinweise zu bekommen, die auf den oder die möglichen Täter schließen lassen können.

Diese Fragen stehen im Raum:

  • Wer hat Beobachtungen im Zeitraum von Ende März bis Mitte April im Bereich der Schleuse in Balge gemacht, möglicherweise Personen beobachtet, die sich im Bereich an der Schleuse aufhielten beziehungsweise dort ein Fahrzeug parkten?
  • Wer kann Angaben zu Andreas Aufenthaltsort ab Mitte März machen? Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass sie sich in diesem Zeitraum zeitweise in Nordenham und auch in Nienburg beziehungsweise Drakenburg aufgehalten hat.
  • Wer hat weibliche Bekleidung zwischen Ende März bis Mitte April aufgefunden, die augenscheinlich entsorgt oder achtlos weggeworfen wurde und die sich nicht zweifelsfrei einer Spende zuordnen lässt?
  • Andrea hatte ein Tattoo am Hals, ein fünf mal fünf Zentimeter großes religiöses Kreuz, daneben ist in Schreibschrift der Buchstabe P zu lesen. Wem ist dieses Tattoo bekannt beziehungsweise wem ist diese Tätowierung im Zeitraum Ende März bis Mitte April aufgefallen?

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Außerdem haben die Ermittler Hinweise, dass Andrea möglicherweise Kontakte zum Rotlichtmilieu in Hannover und im Bremer Umland hatte. Wenn du Hinweise geben kannst, kannst du dich bei der Mordkommission melden: 00172/262-871-4. (red)