Niedersachsen 

Hannover: Eklat um Leibniz-Professor nach Coronavirus–Aussagen – Uni distanziert sich! „Unerträglich“

Professor Stefan Homburg von der Leibniz Universität Hannover bei einer Anti-Corona-Demo in Stuttgart. (Archivbild)
Professor Stefan Homburg von der Leibniz Universität Hannover bei einer Anti-Corona-Demo in Stuttgart. (Archivbild)
Foto: imago images/

Ärger um Stefan Homburg aus Hannover! Der Finanz-Professor lehrt an der Leibniz-Universität in Hannover – und spricht fernab seiner Uni-Tätigkeiten bei sogenannten Anti-Corona-Demos.

Erst vor einigen Tagen sorgte sein Auftritt bei einer Demo in Stuttgart für Aufsehen. Dort hatte er die Corona-Krise mit dem Beginn des Dritten Reiches verglichen. Für die Universität Hannover sind diese Aussagen schlichtweg „unerträglich“

Hannover: Professor Homburg schockt mit Vergleich zum Dritten Reich

Professor Homburg trat bereits bei einer Demo in Hannover auf, auch bei einer Demo in Stuttgart war er als Redner zu Gast. Dort betonte er immer wieder, dass das, was derzeit passiere, ein „riesiger Skandal" sei. Die Bevölkerung sei mit einer „endlosen Serie von Fake-News“ konfrontiert worden.

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Er stellt die Maskenpflicht und auch alle anderen Maßnahmen infrage. Bezeichnet die Entscheidungen bezüglich dieser Maßnahmen als „Willkür" und stellt vor allem Angela Merkel, Jens Spahn und Horst Seehofer an den Pranger. „Es geht nicht mehr darum, Ihre Gesundheit zu schützen, das ist alles Panikmache und irre", betont Homburg in Stuttgart.

Die Leibniz-Universität Hannover hat sich nun in einer Stellungnahme von den Äußerungen Homburgs distanziert. Grundsätzlich, so heißt es, toleriere die Universität eine freie Meinungsäußerung sowie das Grundrecht der Freiheit von Forschung und Lehre. Doch die Universität möchte Abstand von Homburgs Äußerungen nehmen.

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Uni Hannover distanziert sich: „Unerträgliche Verharmlosung"

Vor allem von einem Vergleich zum Dritten Reich. Den hätte Homburg bei einer seiner Reden angestrebt. „Das Jahr 1933 war in Deutschland unter anderem durch die Machtübernahme durch die NSDAP mit einem Fackelzug durch das Brandenburger Tor, den Reichstagsbrand, die Einrichtung des ersten Konzentrationslagers in Dachau, Bücherverbrennungen sowie die Einführung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums geprägt", heißt es seitens der Universität.

Ein Vergleich zwischen der Corona-Krise und dem Dritten Reich zu ziehen, sei eine „unerträgliche Verharmlosung der Geschehnisse im Jahr 1933".

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Rechtlich sieht die Universität allerdings kaum Möglichkeiten, gegen Homburg vorzugehen. Diese seien derzeit noch von der Meinungsfreiheit gedeckelt. (abr)