Niedersachsen 

Niedersachsen: Terroropfer aus Hildesheim nach Anschlag schwerverletzt – darum zahlt ihm die Versicherung keinen Cent

Ein mann aus Niedersachsen wurde beim Anschlag in Ansbach 2016 verletzt. Doch jetzt entschied das Gericht, dass...
Ein mann aus Niedersachsen wurde beim Anschlag in Ansbach 2016 verletzt. Doch jetzt entschied das Gericht, dass...
Foto: dpa

Hildesheim. Ein Mann aus Niedersachsen ist bei dem Terror-Anschlag in Ansbach 2016 verletzt worden. Seitdem streitet er sich mit der Berufsgenossenschaft darüber, ob die Verletzungen als Arbeitsunfall anerkannt werden – bis vor Gericht.

Und das hat nun eine Entscheidung gefällt!

Niedersachsen: Mann bei Anschlag verletzt – deshalb zieht er vor Gericht

Der 62-jährige Mann aus Hildesheim in Niedersachsen war wegen eines beruflichen Seminars im Juli 2016 nach Ansbach gereist und hatte abends in einem Restaurant in der Innenstadt zu Abend gegessen. Dann passierte es.

Ein 27-jähriger mutmaßlicher IS-Terrorist zündete vor dem Restaurant eine Rucksackbombe, verletzte damit 15 Personen und kam selbst ums Leben.

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Auch der Mann aus Hildesheim wurde schwer verletzt: Er erlitt Verbrennungen am Rücken, Schürfwunden und ihm wurde später eine posttraumatische Belastungsstörung attestiert, berichtet die Bild-Zeitung.

Der Hildesheimer sah darin einen Arbeitsunfall, weil er sich dienstlich in Ansbach befunden habe. Diese Sicht vertrat die Berufsgenossenschaft jedoch nicht.

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Daraufhin klagte der 62-Jährige vor Gericht. Doch das Landessozialgericht Niedersachsen/Bremen in Celle hat die Klage nun abgewiesen.

Aus diesem Grund.

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Klage abgewiesen: „eigenwirtschaftliche Verrichtung“

Der Hildesheimer habe sich zwar auf Dienstreise befunden, sein privater Besuch der Gaststätte sei aber keine konkrete Verrichtung gewesen, die im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit gestanden habe, urteilte das Landessozialgericht laut des Berichts der Bild-Zeitung.

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Die Nahrungs- und Trinkaufnahme falle in diesem Fall unter „eigenwirtschaftliche Verrichtung“ und stehe nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Ohne die Anerkennung als Arbeitsunfall kann der Hildesheimer keine eventuellen Leistungen der Berufsgenossenschaft, wie etwa Unfallrente, erwarten. (fno)