Niedersachsen 

Unwetter-Bilanz für Niedersachsen: Mega-Hagelkörner fallen vom Himmel ++ viele Feuerwehr-Einsätze in Braunschweig

Foto: Maria Schlächter / imago images / Montage: News38

Das Wetter in Niedersachsen zeigt sich am Wochenende von seiner gefährlichen Seite. Am Samstag fegte bereits ein Unwetter über die Region hinweg – auch am Sonntag blieben zahlreiche Gemeinden und Städte nicht verschont.

Der Deutsche Wetterdienst hatte mehrere Unwetterwarnung für Niedersachsen herausgegeben. Erst in der Nacht zu Sonntag Entwarnung: Vorerst ist keine neue Gewitterfront in Sicht.

Wetter in Niedersachsen: Mega-Hagelkörner fallen vom Himmel

Samstagabend zog bereits ein heftiges Unwetter mit Gewitter und Starkregen über die Region. Der Regen war zeitweise so stark, dass das Autofahren unmöglich war.

Auch am Sonntag schien die Gefahr noch nicht gebannt. Zwischen Groppendorf und Hakenstedt im Landkreis Börde kamen etwa zwei Zentimeter dicke Hagelkörner vom Himmel. Doch laut Feuerwehr kam es zu keinen größeren Schäden.

Später am Abend meldete die Feuerwehr in Braunschweig, dass es zu mehreren Einsätzen gekommen sei. Über die Stadt zog ein kurzes aber intensives Unwetter hinweg. Keller waren überflutet, einzelne Äste brachen ab. Das Regenwasser drückte in manchen Häusern durch die überfüllte Kanalisation ein. Die Rettungskräfte waren mit Tauchpumpen und Wassersaugern im Einsatz.

„High over low“ heißt die Wetter-Lage, die sich in den kommenden Tagen auch in Niedersachsen einstellt. Dabei drehen sich die normalen Druckverhältnisse um: Während sich über Skandinavien ein Hochdruckgebiet etabliert, herrscht über Süd-/Südwesteuropa eher tiefer Luftdruck.

Unwetter rollt über die Region

In der Region gab es bereits am Samstagabend heftige Unwetter, die über weite Teile von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt hinwegzogen. Ein Blitz schlug in einem Haus in Gutenswegen im Landkreis Börde ein. Der Bewohner stand gerade unter der Dusche, als er es krachen hörte. „Ich habe mich gerade geduscht, da hat es furchtbar gescheppert", erzählt Siegfried Stakelies aus Gutenswegen.

Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort und bekämpft die Flammen.

„Der Regen war nicht ohne“, sagte ein Polizeisprecher in Salzgitter über das Wetter nachmittags zwischen Peine und Salzgitter. Es sei aber nach ersten Erkenntnissen nichts Außergewöhnliches passiert.

Auch nördlich von Osnabrück gewitterte es kurz, aber heftig. Es habe einige Sekunden lang gehagelt, sagte eine Polizeisprecherin in Bersenbrück.

Auch für die Nacht und für Sonntag wurde im Nordwesten noch mit Gewitterschauern gerechnet. Die Temperatur sollte am Sonntag von 18 auf bis zu 24 Grad steigen.

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Wetter in Niedersachsen: Starkregen und Gewitter möglich!

Am Samstag wurde es bereits brenzlig: Die Temperaturen gelangten sogar knapp bis zur 30-Grad-Marke. Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits am Freitag und Samstag eine Unwetterwarnung rausgegeben. Es drohten in der Region38 und anderen Orten in Niedersachsen kräftige Gewitter und Starkregen.

Betroffen waren:

  • Braunschweig
  • Wolfsburg
  • Salzgitter
  • Gifhorn
  • Peine
  • Helmstedt
  • Celle
  • Hildesheim
  • Goslar

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Gewitter in Zahlen:

  • Im Durchschnitt sind auf der Erde etwa 1.600 Gewitter gleichzeitig aktiv
  • Sie finden auf über 0,3 Prozent der Erdoberfläche statt
  • In Deutschland gibt es 20 bis 35 Gewittertage im Jahr
  • Hier siehst du eine Live-Karte, die alle Blitze aufzeichnet

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Am Montag beruhigt sich das Wetter dann wieder. Die kommende Woche soll wechselhaft und warm werden. (ck, js, fno, mb)