Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Urlaub an der Ostsee – App verrät dir, welche Strände noch frei sind

Corona-Warn-App: "Kleiner Schritt für jeden, großer Schritt für Kampf gegen Pandemie"

Die deutsche Corona-Warn-App steht nach wochenlangen Verzögerungen jetzt zum Download bereit, Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) zeigt sich bei der Präsentation in Berlin optimistisch.

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  • Hier erfährst du alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie

Niedersachsen. Die Corona-Pandemie hat das öffentliche Leben in Niedersachsen lange Zeit lahm gelegt. Langsam lockert sich das Land. Aber: Das Virus ist noch nicht besiegt! Immerhin hat das stabil niedrige Infektionsgeschehen in Niedersachsen inzwischen in vielen Bereichen eine Rückkehr des gesellschaftlichen Lebens in die neue Normalität ermöglicht.

Dennoch steht Niedersachsen weiter vor der Herausforderung, dem Coronavirus keinen Raum zu geben und Infektionsketten möglichst schnell zu kappen. Daher bleibt es für uns alle Pflicht und Verantwortung, Abstände und Hygieneregeln einzuhalten und beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Die Gefahr scheint erst gebannt, sobald ein sicherer Impfstoff gegen das gefährliche Virus entwickelt ist. Damit rechnen Experten jedoch frühstens im Sommer 2021.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Die aktuellen Fallzahlen zum Virus hast du mit unserer Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

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Donnerstag, 2. Juli

07.34 Uhr: App Strandticker verrät dir, welche Strände noch frei sind

Um zu verhindern, dass einige Strände zu überlaufen sind, geht heute die App Strandticker an den Start. Tagestouristen können sich informieren, wie voll die Strände in Scharbeutz und anderen Orten der Lübecker Bucht sind. Der „Strandticker“ ist ein Projekt der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (Talb) und soll helfen, die Gästeströme besser zu lenken. Eine Ampel solle anzeigen, welche Strandabschnitte bereits überfüllt seien und wo es noch freie Kapazitäten gebe, sagte der Geschäftsführer der Talb, André Rosinski, am Mittwoch. Die umstrittene „Strand-App“, über die Tagesgäste einen Platz am Strand buchen sollten, sei damit zunächst vom Tisch.

Die Informationen im „Strandticker“ sollen den Angaben zufolge zunächst auf Mitteilungen der Strandkorbvermieter basieren und viermal täglich aktualisiert werden. In einer geplanten zweiten Stufe sollten dann Sensoren an einigen Strandzugängen die Badegäste zählen und automatisch signalisieren, wenn der Strand zu voll sei, sagte Rosinski. Der Strandticker gilt für die Ostseebäder Scharbeutz mit dem Ortsteil Haffkrug sowie für Sierksdorf, Pelzerhaken und Rettin.

Mittwoch, 1. Juli

15.21 Uhr: Beamten droht Gehaltsverlust nach Urlaub in Risikogebiet

Beamte, die ihren Urlaub in einem Corona-Risikogebiet im Ausland verbringen und danach in Quarantäne müssen, müssen für diese Zeit mit einem Gehaltsverlust rechnen. Darauf hat das niedersächsische Innenministerium Mitte Juni die obersten Landesbehörden und die kommunalen Spitzenverbände hingewiesen.

Die Regelung gilt auch für Lehrer und nicht verbeamtete Angestellte des Landes, wie die zuständigen Ministerien am Mittwoch bestätigten. Zuerst hatte die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ darüber berichtet.

15.02 Uhr: Die aktuellen Zahlen für Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es aktuell 13.548 bestätigte Corona-Fälle, das sind 28 mehr im Vergleich zum Vortag. 632 Menschen sind verstorben.

Die Fälle im Überblick:

  • Landkreis Gifhorn: 164
  • Landkreis Goslar: 261
  • Landkreis Helmstedt: 141
  • Landkreis Peine: 161
  • Landkreis Wolfenbüttel: 190
  • Region Hannover: 2784
  • Stadt Braunschweig: 337
  • Stadt Salzgitter: 156
  • Stadt Wolfsburg: 370

10.08 Uhr: Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit nehmen im Juni weiter zu

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise haben die Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit in Niedersachsen im Juni noch einmal steigen lassen. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) meldete am Mittwoch knapp 264 900 Menschen im Land ohne Job. Mit einem Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat fiel die Zunahme schon spürbar geringer aus als vom April auf Mai (6 Prozent). Die Quote verharrte bei 6,0 Prozent, war damit aber um 1,1 Punkte höher als im Juni 2019.

BA-Regionalchef Johannes Pfeiffer sprach in Hannover von einer wieder leicht anziehenden Nachfrage nach Arbeitskräften und leichten Belebung der Wirtschaft. „Noch immer verlieren jedoch mehr Menschen ihre Beschäftigung, als dass Arbeitslose wieder fündig werden“, schränkte er ein. Die Kurzarbeit wuchs im Juni ebenfalls: Weitere 1836 Unternehmen zeigten eine Verringerung des Arbeitsvolumens an, seit März trifft dies landesweit auf inzwischen 79 804 Betriebe zu.

08.56 Uhr: Entspannung in Alters- und Pflegeheimen

Die Corona-Lage in niedersächsischen Alters- und Pflegeheimen hat sich entspannt. Nach einer Auswertung des Gesundheitsministeriums sind derzeit rund 60 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 21 Pflegeheimen infiziert. Die Zahlen seien im Vergleich zu den Vormonaten deutlich gesunken, sagte eine Ministeriumssprecherin. Dennoch ist das Virus für Menschen in Pflegeeinrichtungen eine besondere Gefahr, wie die Statistik zeigt. Fast die Hälfte der rund 630 bislang mit dem Virus in Niedersachsen gestorbenen Menschen lebte in einem Pflegeheim.

06.31 Uhr: Überblick verloren?

Die aktuellen Corona-Bestimmungen für Niedersachsen kurz zusammengefasst:

  • Gruppen von bis zu 10 Personen dürfen sich treffen - sind es Angehörige oder Mitglieder zweier Haushalte, dürfen es auch mehr sein.
  • Die Kitas sind in einem eingeschränkten Betrieb wieder für alle Kinder geöffnet. Alle Jahrgänge haben wieder Unterricht in den Schulen.
  • Messen sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Für private Feiern zum Beispiel in einem Restaurant gelten die Kontaktbestimmungen mit der Obergrenze von zehn Personen, sofern es sich nicht ausschließlich um Angehörige oder die Mitglieder zweier Haushalte handelt.
  • Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze sind geöffnet.
  • Demonstrationen unter freiem Himmel können ohne Ausnahmegenehmigung stattfinden.

Dienstag, 30. Juni

22.31 Uhr: Corona-Folgen bestimmen Arbeitsmarkt auch im Juni

Bei der Arbeitsmarkt-Bilanz für den Juni dürften morgen erneut die Folgen der Corona-Krise im Vordergrund stehen. Im Mai hatte sich die Lage für die Beschäftigten in Niedersachsen noch einmal deutlich verschärft.

Mit knapp 261.600 Menschen waren sechs Prozent mehr ohne Job als im April. Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) meldete einen Anstieg der Quote um 0,3 Punkte auf 6,0 Prozent.

Üblicherweise nimmt die Beschäftigung im Frühling nach den Wintermonaten wieder zu - in diesem Jahr bewirkten die Schließungen und Produktionsausfälle während des Covid-19-Lockdowns das Gegenteil.

16.14 Uhr: Neue Corona-Verordnung verzögert sich

Niedersachsen unternimmt einen zweiten Anlauf, um seine Corona-Verordnung in eine kompaktere und verständlichere Form zu bringen. Weil der Entwurf der Neufassung, die zum 6. Juli in Kraft treten sollte, immer noch 34 Seiten umfasst, werde das Regelwerk noch einmal überarbeitet, heißt es aus der Staatskanzlei.

Die neue Verordnung verzögere sich damit um eine Woche. Am Freitag werde zunächst eine Zwischenverordnung zur Überbrückung vorgelegt, die kaum Veränderungen beinhalte. Am 13. Juli soll dann eine kompakte und besser lesbare Verordnung in Kraft treten.

15.56 Uhr: Neuer Corona-Reihentest in Friedland gestartet

Im Grenzdurchgangslager Friedland im Landkreis Göttingen läuft seit dem Morgen ein weiterer Reihentest auf das Coronavirus. „Bis in die Abendstunden sind 400 Tests geplant“, so die Landesaufnahmebehörde (LAB) Niedersachsen.

Mit aussagekräftigen Resultaten sei nicht vor übermorgen zu rechnen. Bisher gelten insgesamt 48 Menschen im Grenzdurchgangslager als infiziert. Betroffen sind Flüchtlinge, Spätaussiedler und Mitarbeiter der Einrichtung.

Eine LAB-Sprecherin bestätigte heute, dass bei den Spätaussiedlern derzeit infizierte Bewohner und Gesunde nicht getrennt voneinander untergebracht werden können. Als Grund nannte sie, dass in den vergangenen zwei Woche drei Flugzeuge mit Neuankömmlinge gelandet seien.

Sollte die Zahl der Infektionen massiv steigen, würden die Grenzen der Einrichtung überschritten. Erst nach den neuen Testergebnissen könnte über Verlegungen betroffener Menschen nachgedacht werden.

13.50 Uhr: Aktuelle Zahlen für Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es aktuell 13.520 bestätigte Corona-Infektionen. Das sind 37 mehr als vor 24 Stunden (Stand 9 Uhr). In unserer Region gab es erneut so gut wie keinen neuen gemeldeten Covid-19-Fall.

Niedersachsen verzeichnet 629 Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuen Virus. Ein neuer Todesfall kam seit gestern nicht hinzu.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle/Tote):

  • Stadt Braunschweig: 337/18
  • Kreis Gifhorn: 161/4
  • Kreis Goslar: 260 (+2)/25
  • Region Hannover: 2.7776(+1/)116
  • Kreis Helmstedt: 141/1
  • Kreis Hildesheim: 418/6
  • Kreis Peine: 161/11
  • Stadt Salzgitter: 156/(+3)9
  • Kreis Wolfenbüttel: 190/14
  • Stadt Wolfsburg: 370/51

Als genesen schätzt das Ministerium 12.013 Menschen ein. Das sind 88,9 Prozent bezogen auf die bisherige Gesamtfallzahl.

13.44 Uhr: Flüchtlingsunterkunft bei Gifhorn Corona-frei

Aus der Flüchtlingsunterkunft in Ehra-Lessien gibt es gute Neuigkeiten. Abstriche bei der Person, die zuletzt noch positiv auf das Coronavirus getestet wurde und bei der Person, bei der das Testergebnis nicht ganz eindeutig gewesen ist, haben ergeben, dass beide Personen wieder gesund sind. Beide Abstriche waren negativ. Demzufolge gibt es aktuell keine Infektion mit dem Coronavirus mehr auf dem Gelände in Ehra-Lessien. Seit Sonntagabend, 28. Juni 2020, wurden damit alle Bewohnerinnen und Bewohner aus der Quarantäne entlassen.

Landrat Dr. Andreas Ebel äußerte sich zufrieden. „Die gute Arbeit meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort sowie der Einsatz aller beteiligter Organisationen hat sich ausgezahlt. Etwa einen Monat nach dem ersten positiven Corona-Testergebnis in dem Camp konnten wir die Ansteckung untereinander soweit minimieren, dass es jetzt keine infizierten Personen mehr auf dem Gelände gibt.“

6.30 Uhr: Landtag hält erste Sitzung ab

Der niedersächsische Landtag kommt am Dienstag um 9.00 Uhr erstmals seit Ausbruch der Corona-Epidemie wieder zu einer regulären, dreitägigen Sitzung zusammen. Zum Auftakt ist eine Regierungserklärung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zur Bewältigung der Folgen der Infektionswelle geplant. Weil möchte einen Ausblick auf den Kurs des Landes im zweiten Halbjahr geben.

Die Abgeordneten müssen sich an einen umgestalteten Sitzungssaal gewöhnen. Zum Infektionsschutz sind die Abgeordnetenplätze mit Sicherheitsglasscheiben versehen worden. Somit können wieder alle Parlamentarier im Saal sitzen und müssen nicht mehr zur Wahrung des Abstandes auf Plätze auf die Tribünen ausweichen.

Diese sind damit wieder für Besucher frei, die allerdings nur nach Voranmeldung wieder die Plenardebatten verfolgen können. Besuchergruppen sind noch nicht wieder zugelassen.

Montag, 29. Juni

19.55 Uhr: Zwei neue Fälle in Goslar

Der Landkreis Goslar meldet 260 Corona-Infektionen. Demnach sind am Wochenende zwei neue Infektionen registriert worden.

230 der Corona-Infizierten aus Goslar gelten als genesen. 25 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben.

Somit sind aktuell fünf Personen an dem Coronavirus erkrankt. 59 Krankheitsverdächtige befinden sich in häuslicher Isolation.

17.36 Uhr: Salzgitter meldet drei Neu-Infektionen

Die Zahl der Corona-Infizierten in Salzgitter erhöht sich um drei weitere Personen. Das meldet die Stadt.

Darunter befinde sich auch ein neunjähriges Kind. Die Schülerin der Grundschule Dürerring habe keinerlei Symptome gezeigt. Nach dem positiven Test sei dann alles in die Wege geleitet worden.

„Der betroffene Klassenverband und die drei Lehrkräfte, die die Klasse unterrichtet und betreut haben, befinden sich nun in häuslicher Quarantäne“, teilt die Stadt Salzgitter mit.

Morgen sollen die Lehrkräfte und die Schulkinder im Gesundheitsamt Salzgitter getestet werden.

15.33 Uhr: Niedersachsen hält nichts von Corona-Massentests ohne Anlass

Niedersachsen hält nichts von den in Bayern geplanten Corona-Massentests für alle Menschen auch ohne konkreten Anlass. „Wir erweitern seit dem Ausbruch des Virus die Tests in Niedersachsen kontinuierlich“, so Sozialministerin Carola Reimann (SPD). „Testungen müssen aber weiterhin immer gezielt und anlassbezogen eingesetzt werden.“

Die vorhandenen personellen und materiellen Ressourcen müssten dabei so effektiv wie möglich eingesetzt werden. Ein besonderer Fokus der niedersächsischen Teststrategie liege auf gefährdeten Gruppen wie Pflegebeschäftigten.

Zum bayerischen Konzept gehört, dass es für jeden mit Krankheitssymptomen eine Garantie auf ein Testergebnis innerhalb von 24 Stunden gibt. Auch jeder, der einfach unsicher sei, könne sich testen lassen. Dafür übernimmt das Land jene Kosten, die nicht von der Krankenkasse bezahlt werden.

14.50 Uhr: Neue Fallzahlen

In Niedersachsen gibt es aktuell 13.483 bestätigte Corona-Infektionen. Das sind 21 mehr als vor 24 Stunden (Stand 9 Uhr). In unserer Region gab es so gut wie keinen neuen gemeldeten Covid-19-Fall.

Niedersachsen verzeichnet 630 Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuen Virus. Ein neuer Todesfall kam seit gestern nicht hinzu.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle/Tote):

  • Stadt Braunschweig: 337/18
  • Kreis Gifhorn: 161/4
  • Kreis Goslar: 258/25
  • Region Hannover: 2.776(+2/)116
  • Kreis Helmstedt: 141/1
  • Kreis Hildesheim: 418/7
  • Kreis Peine: 161/11
  • Stadt Salzgitter: 153/9
  • Kreis Wolfenbüttel: 190/14
  • Stadt Wolfsburg: 370/51

Als genesen schätzt das Ministerium 11.986 Menschen ein. Das sind 88,9 Prozent bezogen auf die bisherige Gesamtfallzahl.

14.30 Uhr: Neue Corona-Verordnung wohl ohne weitere Lockerungen

Die Corona-Regeln in Niedersachsen bleiben bis zum 20. Juli voraussichtlich weitgehend unverändert. Das geht aus einem Entwurf der Landesregierung hervor, der dpa vorliegt. Bei dem 34-seitigen Papier handelt es sich um eine Fassung, die noch final abgestimmt werden soll, bevor sie zum 6. Juli in Kraft tritt. Änderungen sind also noch möglich.

Dem Entwurf zufolge bleiben viele Vorgaben aber bestehen, insbesondere der Appell, physische Kontakte auf das Notwendige zu beschränken, die Maskenpflicht beim Einkaufen und im Nahverkehr und das Verbot von Veranstaltungen mit mindestens 1.000 Teilnehmern. Clubs und Messen müssten zudem weiter warten, bis sie den Betrieb wieder aufnehmen dürfen.

Bereits Mitte Juni hatte der Krisenstab des Landes angekündigt, dass es eine Rückkehr zum Alltagsleben ohne Corona-Einschränkungen wohl erst im Sommer 2021 geben werde. Selbst wenn es Ende 2020 oder Anfang 2021 einen Impfstoff gebe, benötigten die Produktion und die Impfung größerer Teile der Bevölkerung noch entsprechend Zeit, hieß es.

9.10 Uhr: Hilfsprogramm für Ausbildungsbetriebe kommt

Am 24. Juni 2020 hat die Bundesregierung ein Hilfsprogramm für kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe verabschiedet, das durch die Corona-Pandemie bedrohte Ausbildungsplätze sichern soll. Davon profitieren kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten. Die Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG) begrüßt die Maßnahme gemeinsam mit weiteren Vertretern aus Politik und Wirtschaft.

Oberbürgermeister Klaus Mohrs sagt: „Die Corona-Pandemie hat große Auswirkungen auf die Gesellschaft und natürlich auch auf die vielen kleinen und mittleren Unternehmen in unserer Stadt. Ausbildungsbetriebe erhalten über das Hilfspaket nun konkrete finanzielle Unterstützung, was für die lokalen Firmen von großer Bedeutung ist. Es ist ein weiterer Beitrag zum Erhalt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.“

Sonntag, 28. Juni

14.19 Uhr: Weitere Infektionen in niedersächsischem Schlachtbetrieb

In dem auf das Coronavirus untersuchten Schlachtbetrieb „Oldenburger Geflügelspezialitäten“ in Lohne (Niedersachsen) gibt es weitere nachgewiesene Infektionen mit dem Covid-19-Erreger. Wie der Landkreis Vechta am Sonntag berichtete, entfallen zwei von vier in der Kommune ermittelten Neuansteckungen auf den Betrieb.

Schon Anfang Juni war eine Beschäftigte dort im Zuge landesweiter Überprüfungen von Mitarbeitern der Fleischindustrie positiv getestet worden. Der Betrieb gehört zur Marke Wiesenhof - ebenso wie ein Schlachthof im nahe gelegenen Wildeshausen, in dem es zu etlichen Infektionen kam.

In Lohne hatten die Behörden mit Blick auf die Wildeshausener Fälle vorsorglich weiter getestet. Dort sind nach Angaben des Kreises Vechta insgesamt zehn Infizierte und 30 Kontaktpersonen in Quarantäne.

Samstag, 27. Juni

10.30 Uhr: Coronaausbruch in Niedersachsen veranlasst Söder zu Warnung

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt mit Blick auf die Ausbrüche in Gütersloh, Bremen und Niedersachsen vor einer zweiten Corona-Welle. „Wir müssen wirklich aufpassen“, sagte er in einer am Samstag veröffentlichten Videobotschaft.

„Wir dürfen nicht riskieren, dass wir sogar noch schneller als befürchtet, vor dem Herbst, eine zweite Welle bekommen, eine schleichende Welle, und überall regionale Lockdowns bekommen.“ In der vergangenen Woche sei „unglaublich viel passiert.“

Darum sei es unangebracht, darüber zu streiten, „ob diese Maßnahmen zuviel oder zu wenig sind“ - sondern man müsse „handeln und entscheiden“.

Freitag, 26. Juni

21.46 Uhr: Schlachthof in Wildeshausen fährt Betrieb runter

Der Schlachthof Geestland Putenspezialitäten (GPS) in Wildeshausen fährt schrittweise den Betrieb runter. Der Betrieb soll für zwei Wochen geschlossen werden. „Es werden keine Puten mehr zur Schlachtung angenommen“, hieß es am Freitag in einer Mitteilung des zur Wiesenhof-Gruppe gehörenden Unternehmens. Die Quarantäneverfügung wurde laut GPS am Freitag vom Kreis Oldenburg angeordnet.

Am Donnerstag waren im Rahmen von freiwilligen Corona-Tests von den insgesamt 1115 getesteten GPS-Beschäftigten 45 Tests positiv ausgefallen. Die betroffenen Beschäftigten und deren Kontaktpersonen seien umgehend ermittelt worden und bereits in Quarantäne.

17.52 Uhr: Appell an Touristen: „Jetzt nicht nachlässig werden“

Der Tourismusverband Niedersachsen hat zur anlaufenden Sommerferiensaison an Gäste und Gastgeber appelliert, alle geltenden Regeln zum Schutz vor dem Corona-Virus einzuhalten. „Jetzt nur nicht luschig werden und nachlassen. Mit ein bisschen Disziplin kann das ein guter und schöner Sommer werden“, sagte der Vorsitzende der Tourismusverbandes Niedersachsen, Sven Ambrosy, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Das gelte auch für die Küsten- und Strandorte.

„Wenn Abstands- oder Hygieneregeln nicht eingehalten werden, dann knallt uns das um die Ohren.“ Das Allerschlimmste, was der Tourismuswirtschaft passieren könne, wäre ein coronabedingter Lockdown aufgrund erhöhter Infektionszahlen, warnte Ambrosy, der auch Landrat des Kreises Friesland ist. „Das würden viele Betriebe nicht überleben.“ In Nordrhein-Westfalen war am Freitag letzter Schultag. In Niedersachsen und Bremen beginnen die Ferien am 16. Juli.

13.49 Uhr: Neuer Corona-Fall in Bad!

In einer Firma in Salzgitter-Bad hat es einen neuen Corona-Fall gegeben. Betroffen ist laut Stadt ein Lkw-Fahrer. Sowohl er als auch sechs weitere Kontaktpersonen stehen nun in ihren Wohnungen unter Quarantäne.

13.25 Uhr: Gericht signalisiert Abweisung der Corona-Klage

Die Klage eines Gastwirtes gegen das Land Niedersachsen auf Entschädigung wegen der coronabedingten Schließung seines Restaurants wird wohl abgeschmettert. In der mündlichen Verhandlung am Freitag im Landgericht Hannover erläuterte der Vorsitzende Richter, dass der Gesetzgeber keine Entschädigung für Gastronomen im Infektionsschutzgesetz vorgesehen habe.

Wenn der Bundestag dies gewollt hätte, hätte er es spätestens Ende März noch tun können, als Verdienstausfallregelungen für Eltern getroffen wurden, die aufgrund der Schul- und Kitaschließungen ihre Kinder zu Hause betreuen mussten.

„Wir alle haben Verständnis für Ihre Situation“, sagte der Richter zu dem Kläger Gerrit Schweer, der in Steinhude ein Restaurant betreibt. Dennoch müsse er damit rechnen, dass er vor dem Landgericht keinen „grandiosen Sieg“ einfahren werde. „Ich bin ernüchtert und enttäuscht“, sagte Schweer nach der Verhandlung. Das Urteil in dem Zivilprozess soll am 9. Juli verkündet werden.(Az.: 8 O 2/20)

12.45 Uhr: Urlaubsverbot für Warendorfer gilt weiter

Das Urlaubsverbot für Menschen aus dem nordrhein-westfälischen Kreis Warendorf hat in Niedersachsen auch nach der Unterschreitung des Grenzwerts von 50 Neuinfektionen noch Gültigkeit. Das bestätigte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Hannover am Freitag.

Das Beherbergungsverbot solle erst aufgehoben werden, wenn der nordrhein-westfälische Kreis den Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen zwei Wochen am Stück unterboten hat.

9.37 Uhr: Corona-Quarantäne in Göttingen beendet

Ende der Corona-Quarantäne eines Wohnblocks in Göttingen! Die Verpflichtung für die rund 700 Bewohner sei um Mitternacht ausgelaufen.

Der Zaun werde auf einer Seite derzeit abgebaut. An einer anderen Straße bleibt der Zaun allerdings noch stehen - dort finden Ein- und Auslasskontrollen statt, um sicherzustellen, dass einzelne Bewohner, für die noch eine Quarantäne-Pflicht gilt, das Gelände nicht verlassen. Bis Dienstag soll es zweimal täglich kostenlose Mahlzeiten geben.

Ziel der Quarantäne war, den Infektionsausbruch mit rund 120 nachgewiesenen Ansteckungen zu begrenzen.

8.39 Uhr: 7-Tage-Indiz im Kreis Warendorf knapp unter Marke von 50 gefallen

Im Kreis Warendorf ist die wichtige Kennziffer der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage unter die entscheidende Marke von 50 gefallen. Das geht aus den am Freitag veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Demnach sind es im Kreis Warendorf nun 47,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen nach zuvor 50,4.

6 Uhr: Corona-Lockerungen – doch es gibt Ausnahmen

Seit Beginn dieser Woche gibt es neue Lockerungen in Niedersachsen. Beispielsweise dürfen sich wieder bis zu zehn Personen zu Feiern drinnen und draußen treffen. Allerdings bleibt eine Freizeitaktivität von der Lockerung ausgeschlossen – Das Wattwagenfahren von Cuxhaven zur Insel Neuwerk.

Dort dürften noch immer nur vier Personen mitfahren, obwohl Platz für zehn ist. „Die Flugzeuge sind voll und fliegen nach Mallorca, Busse und Bahnen sind voll“, sagt Kutscher Kai Stelling. „Und wir sind an der frischen Luft und schaukeln mit nur vier Leuten durchs Watt. Das ist absurd.“

Donnerstag, 25. Juni

18.50 Uhr: Gastronom klagt gegen Land Niedersachsen

Für die finanziellen Einbußen aufgrund der coronabedingten Schließung seines Restaurants verlangt ein Gastronom aus Steinhude eine Entschädigung vom Land Niedersachsen.

Die Klage wird am Freitag vor dem Landgericht Hannover verhandelt. Es handele sich um die erste Schadenersatz-Klage wegen der im Zuge der Pandemie landesweit angeordneten Infektionsschutzmaßnahmen, teilte das Landgericht Hannover mit.

Der Kläger Gerrit Schweer (55) betreibt das „Schweers-Harms-Fischerhus“ in dem Ausflugsort am Steinhuder Meer. Der von einem Steuerberater attestierte Schaden belaufe sich auf rund 52.000 Euro, sagte Schweers Anwalt Matthias Wolf. Zunächst verlangt der 55-Jährige allerdings nur 10.000 Euro vom Land.

Infolge des erzwungenen Stillstandes habe er schon am 18. März für seine 17 Mitarbeiter Kurzarbeit anmelden müssen, argumentiert er. Unverschuldet sei sein Betrieb daraufhin in eine existenzielle Notlage geraten.

Das Land Niedersachsen sei zur Entschädigung verpflichtet, weil von seinem Restaurant keine virusbedingte Gefahr ausgegangen sei und er somit ein Sonderopfer geleistet habe.

17.37 Uhr: Abiturienten erhalten mehr Zeit für Uni-Bewerbung

Abiturienten erhalten nach der Verschiebung der Prüfungen wegen der Corona-Epidemie mehr Zeit für die Bewerbung an der Universität. Die Frist für örtlich zulassungsbeschränkte Fächer solle vom 15. Juli auf den 20. August verschoben werden, teilte das Wissenschaftsministerium am Donnerstag in Hannover mit.

Nach den um drei Wochen nach hinter verschobenen Prüfungen erhalten die Abiturienten ihre Zeugnisse zwischen dem 10. und 12. Juli. Bei einer Einschreibefrist für einen Teil der Fächer bis zum 15. Juli wären die jungen Leute arg in Zeitnot geraten. Ihre Noten zumindest erfahren die Abiturienten bereits in den kommenden Tagen.

13.38 Uhr: Mann erkrankt an Corona – schlimme Folgen!

Ein VW-Mitarbeiter aus Gifhorn ist am Coronavirus erkrankt. Sein Zustand verschlechterte sich rapide. Er überlebte zwar, doch die Folgen der Erkrankung sind schwerwiegend!

Hier die ganze Geschichte: Corona: VW-Mitarbeiter aus Gifhorn am Virus erkrankt – er verlor sein Gehör!

Das war im März dieses Jahres. Jetzt, Wochen später, hat er Corona überstanden. Doch sein Leben ist nicht mehr wie zuvor. Denn der VW-Mitarbeiter verlor durch die Erkrankung sein Gehör.

12.33 Uhr: Göttingen wieder knapp unter Grenzwert

In Göttingen ist die Ausbreitung des Coronavirus wieder knapp unter die Grenze für neue Schließmaßnahmen gesunken. Am Donnerstagmorgen wies die Übersicht der Landesregierung für Stadt und Kreis Göttingen 48,8 laborbestätigte neue Covid-19-Fälle auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen auf.

Nach Vereinbarung von Bund und Ländern sollen ab 50 Fällen in einem Landkreis Lockerungen zurückgenommen werden. Die Regierung in Hannover setzt den Wert für sich schon bei 30 bis 35 Fällen an.

11.15 Uhr: Wolfsburger Kneipenmeile droht Schließung

Bis zu 800 Partygänger haben sich am vergangenen Wochenende im Wolfsburger versammelt. „Abstands- und Hygieneregeln schienen dabei der Vergangenheit anzugehören“, berichten Stadt und Polizei. Am kommenden Wochenende droht der Parttymeile schlimmstenfalls die Schließung. >> Mehr dazu hier!

10.32 Uhr: Land erwägt Ausweitung von Corona-Tests bei Flüchtlingen

Das Land Niedersachsen zieht eine Ausweitung der Corona-Tests bei Flüchtlingen in Betracht. Ein entsprechendes Konzept werde derzeit erstellt, sei aber noch nicht abgestimmt und benötige noch die Zustimmung verschiedener Stellen wie dem Innenministerium, so eine Sprecherin der Landesaufnahmebehörde in Braunschweig.

Zu den Einzelheiten des Konzepts machte sie keine Angaben. Zuvor hatte der NDR berichtet, das Land wolle Geflüchtete künftig verdachtsunabhängig bei der Einreise testen. Bisher sei das nur bei Menschen mit Symptomen der Fall.

Der Landesaufnahmebehörde zufolge kommen derzeit täglich rund 20 Personen in Niedersachsen an. Insgesamt sind demnach 2.786 Menschen in den Einrichtungen der Behörde untergebracht.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass 21 Bewohner im Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

10.00 Uhr: Neue Fallzahlen

In Niedersachsen gibt es aktuell 13.372 bestätigte Corona-Infektionen. Das sind 41 mehr als vor 24 Stunden (Stand 9 Uhr). In unserer Region gibt es kaum neue Fälle.

Niedersachsen verzeichnet jetzt 626 Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuen Virus. Ein neuer Todesfall kam seit gestern hinzu, gemeldet wird er aus der Region Hannover.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle/Tote):

  • Stadt Braunschweig: 335/18
  • Kreis Gifhorn: 159/4
  • Kreis Goslar: 258/25
  • Region Hannover: 2.769(+6/)115
  • Kreis Helmstedt: 141/1
  • Kreis Hildesheim: 416/7
  • Kreis Peine: 161/11
  • Stadt Salzgitter: 150/9
  • Kreis Wolfenbüttel: 190/14
  • Stadt Wolfsburg: 368(+1)/51

Als genesen schätzt das Ministerium 11.798 Menschen ein. Das sind 88,2 Prozent bezogen auf die bisherige Gesamtfallzahl.

9.12 Uhr: Weil verteidigt Beschränkungen für Urlauber

Nach dem Corona-Ausbruch im Bereich Gütersloh in Nordrhein-Westfalen hat der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die beschlossenen Beschränkungen für Urlauber aus dieser Region verteidigt.

„Das sind schon Zahlen, die sprengen die sonstigen Verhältnisse deutlich“, sagte der Regierungschef über die hohen Infektionszahlen in den nordrhein-westfälischen Kreisen Gütersloh und Warendorf.

In Niedersachsen dürfen Touristen aus diesen Kreisen bald nur noch mit ärztlichem Attest in Hotels, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen übernachten. Sowohl in Gütersloh als auch in Warendorf wird der von Bund und Ländern vereinbarte Grenzwert von 50 Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner klar überschritten.

Mit den Beschränkungen folge Niedersachsen der Beurteilung der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Die Umstellung von einem allgemeinen Lockdown hin zu einer konzentrierten regionalen Bekämpfung habe sich aus seiner Sicht bewährt, sagte Weil.

>> Alle vorherigen Entwicklungen kannst du hier nachlesen!

(dpa mit News38)