Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Extrem wenige Neu-Infektionen ++ Lehrer-Verband fordert freiwillige Reihentests

Der Lehrer-Verband in Niedersachsen fordert beim Schulstart freiwillige Corona-Reihentests. (Symbolbild)
Der Lehrer-Verband in Niedersachsen fordert beim Schulstart freiwillige Corona-Reihentests. (Symbolbild)
Foto: imago images / ZUMA Wire
  • Hier erfährst du alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie

Niedersachsen. Corona bestimmte die letzten Monate das öffentliche Leben in Niedersachsen. Nun werden immer mehr Regel-Lockerungen bekannt gegeben.

Niedersachsen steht weiter vor der Herausforderung, dem Coronavirus keinen Raum zu geben und Infektionsketten möglichst schnell zu kappen. Daher bleibt es für alle Pflicht und Verantwortung, Abstände und Hygieneregeln einzuhalten und beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Die Gefahr scheint erst gebannt, sobald ein sicherer Impfstoff gegen das gefährliche Virus entwickelt ist. Damit rechnen Experten jedoch frühestens im Sommer 2021.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Die aktuellen Fallzahlen zum Virus hast du mit unserer Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

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Donnerstag, 9. Juli

18.43 Uhr: Lehrer-Verband fordert freiwillige Reihentests

Die Gymnasiallehrer in Niedersachsen fordern für den geplanten Wiederanlauf des Präsenzunterrichtes nach den Sommerferien freiwillige und kostenlose Corona-Reihentests. Diese müssten im Rahmen der Fürsorgepflicht vorgenommen werden, heißt es in einer beschlossenen Resolution des Philologenverbands Niedersachsen.

Die vom Kultusministerium angekündigte Schulöffnung müsse mit Augenmaß und größter Vorsicht geschehen. Das Virus sei nicht aus der Welt.

„Weder stehen bisher wirksame Medikamente zur Verfügung, noch wird es in nächster Zeit vorbeugende Impfstoffe geben. Jederzeit kann es zu neuen Infektionsherden kommen, die sich explosionsartig ausbreiten können“, warnt der Verband.

Schulen könnten allein aufgrund ihrer Struktur schnell zu „Corona-Hotspots“ werden, zu Multiplikatoren einer Infektionswelle. Deshalb bedürfe es gerade dort ständiger Aufmerksamkeit und besonderer Vorsichtsmaßnahmen. Gefordert wird auch mehr Unterstützungspersonal für die Schulen.

17.09 Uhr: Online-Check-in am Klinikum Wolfsburg

Das Klinikum Wolfsburg ermöglicht Besuchern, Patienten und Dienstleistern ab sofort einen schnelleren Einlass. Um die Corona-bedingte Registrierung am Haupteingang zu beschleunigen, können sie jetzt schon vorab die erforderlichen persönlichen Daten digital speichern.

Die Informationen werden in einem Barcode hinterlegt, der am Klinikumseingang ganz unkompliziert elektronisch eingelesen werden kann - direkt von einem Smartphone oder ausgedruckt von Papier.

Die für die Registrierung notwendigen Daten können die Besucher über die extra eingerichtete Internetseite schon zu Hause oder von unterwegs eingeben. Nach erfolgreicher Speicherung, kommt der für den Zutritt benötigte Code per E-Mail.

Die hinterlegten Daten sind auf einem separaten Server gespeichert und werden entsprechend der Datenschutzgrundverordnung nach einer Frist von drei Wochen gelöscht.

16.25 Uhr: Neue Zahlen für Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es aktuell 13.733 bestätigte Corona-Infektionen. Das sind 19 mehr als gestern. 643 Menschen sind im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus verstorben, den einzigen neuen Todesfall meldet Osnabrück.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle/Tote):

  • Stadt Braunschweig: 351/18
  • Kreis Gifhorn: 169/4
  • Kreis Goslar: 261/25
  • Region Hannover: 2.795(+1/116)
  • Kreis Helmstedt: 141/1
  • Kreis Hildesheim: 418/8
  • Kreis Peine: 161/11
  • Stadt Salzgitter: 160/9
  • Kreis Wolfenbüttel: 190/14
  • Stadt Wolfsburg: 372/52

Als genesen schätzt das Gesundheitsministerium 12.566 Menschen ein, das sind 91,5 Prozent bezogen auf die bisherige Gesamtfallzahl.

15.00 Uhr: „School’s Out“ im Bürgerpark muss ausfallen

Die beliebte Feier „School’s Out“ im Bürgerpark Braunschweig zum Ende des Schuljahres muss in diesem Jahr leider ausfallen. Grund ist die Corona-Pandemie.

Aus Gründen des Infektionsschutzes könne eine solche Großveranstaltung allerdings – trotz aller bisherigen Lockerungen – in diesem Jahr gemäß Verordnungslage nicht stattfinden, so die Stadt Braunschweig.

Das Organisationsteam habe Alternativen durchgespielt, doch angesichts der Hygienevorgaben sei keine Option realistisch gewesen.

Kleiner Trost: Die Planungen für 2021 laufen bereits. Die Veranstalter hoffen auf eine schöne Feier im kommenden Jahr.

14.33 Uhr: Kampagne für die Corona-Regeln

Mit einer großangelegten Öffentlichkeitskampagne wirbt Niedersachsen für die Einhaltung der Corona-Regeln.

Unter dem Motto „Wir sind stärker! Niedersachsen gegen Corona“ solle zunächst bis zum Oktober auf Plakatwänden, Flyern und in Anzeigen und den sozialen Medien für das Abstandhalten, Händewaschsen und Tragen von Masken geworben werden, so die Landesregierung. Man wolle mit einer Portion Humor und landestypischen Motiven an den Zusammenhalt appellieren.

Anlass der Kampagne seien die rückläufigen Infektionszahlen und die wachsende Sorglosigkeit der Bevölkerung, die zu einer Vernachlässigung der Regeln führe. Außerdem kämen während der Sommerferien viele Gäste nach Niedersachsen, die ebenfalls zum Einhalten der Regeln ermuntert werden sollen. Es sei davon auszugehen, dass die Zahl der Infektionen im Herbst wieder ansteige – davor möglicherweise schon in Folge der Urlaubsreisen der Niedersachsen in andere Länder und Regionen.

Die Kampagne könne im Fall von lokalen Infektionswellen auch flexibel angepasst werden und auch mögliche Ideen aus der Bevölkerung könnten in die Kampagne einfließen, sagte Dirk Popp von der Agentur Wildstyle Networks.

13.41 Uhr: Innenstädte wegen Corona in Not – Oberbürgermeister schlagen Alarm

Viele Einzelhändler in niedersächsischen Innenstädten sind wegen der Corona-Krise in Not –16 Oberbürgermeister haben deshalb Alarm geschlagen. Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet, haben sie sich in einem offenen Brief an Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) gewandt. Darin fordern die Verwaltungschefs das Land auf, zügig vier Sonntagsöffnungen bis zum Jahresende zu ermöglichen.

Das Infektionsrisiko sowie die damit verbundenen infektionsschützenden Maßnahmen wie die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung treffen den innerstädtischen Einzelhandel massiv, heißt es laut „HAZ“ in dem Schreiben. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem die Oberbürgermeister von Hannover, Oldenburg, Osnabrück, Lüneburg, Braunschweig, Wolfsburg, Celle und Hameln.

11.45 Uhr: Gericht schmettert Corona-Klage von Gastwirt ab

Das Landgericht Hannover hat die Klage eines Gastwirts auf Entschädigung wegen der coronabedingten Schließung seines Restaurants abgewiesen. Für die Klage gegen das Land Niedersachsen und einen Entschädigungsanspruch gebe es keine Rechtsgrundlage im Bundesinfektionsschutzgesetz, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag zu dem Zivilverfahren

Nach Ansicht des Richters habe der Gesetzgeber keine Entschädigung für Gastronomen in dem Gesetz vorgesehen. Hätte der Bundestag dies gewollt, dann hätte er es Ende März noch tun können, als Verdienstausfallregelungen für Eltern beschlossen wurden, die wegen der Schul- und Kitaschließungen ihre Kinder zu Hause betreuen mussten.

Kläger Gerrit Schweer betreibt ein Lokal im Ausflugsort Steinhude am Steinhuder Meer in der Region Hannover. Sein von einem Steuerberater attestierter Schaden beläuft sich auf rund 52.000 Euro. Der Gastronom verlangte 10.000 Euro Entschädigung vom Land.

Auch aus dem Landespolizeigesetz mit seinen Entschädigungsregelungen ergeben sich keine Ansprüche, wie der Sprecher erklärte. Bundesrecht gehe vor Landesrecht, ein Rückgriff auf ein Landesgesetz sei daher nicht möglich. Auch aus dem allgemeinen Staatshaftungsrecht ergeben sich demnach keine Ansprüche. Der Richter argumentierte zudem, er würde Richterrecht schaffen und einen Entschädigungsanspruch konstruieren, wenn er der Klage stattgeben würde - und der Gesetzgeber müsste zahlen. Das wiederum hätte drastische Folgen für die öffentlichen Haushalte.

9.00 Uhr: Gastwirt will Entschädigung wegen Corona-Verlusten – Urteil erwartet

Die Klage eines Gastwirtes gegen das Land Niedersachsen auf Entschädigung wegen der coronabedingten Schließung seines Restaurants wird vermutlich abgeschmettert. Gegen 10 Uhr will das Landgericht Hannover seine Entscheidung in dem Zivilverfahren verkünden.

Kläger Gerrit Schweer betreibt ein Lokal im Ausflugsort Steinhude am Steinhuder Meer in der Region Hannover. Sein von einem Steuerberater attestierter Schaden beläuft sich auf rund 52 000 Euro. Der Gastronom verlangt 10.000 Euro Entschädigung vom Land.

Mittwoch, 8. Juli

16.58 Uhr: Niedersachsen lässt Gütersloher doch von Samstag wieder ins Land

Das Land Niedersachsen lässt Urlauber aus dem Kreis Gütersloh nun doch schon von diesem Samstag (11. Juli) an wieder ins Land einreisen. Das sagte eine Regierungssprecherin am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

In NRW sind Schulferien. Viele Menschen von dort verbringen ihren Urlaub gerne an der Nordseeküste in Niedersachsen, Bettenwechsel in der Hochsaison ist in der Regel samstags. „Im Interesse der Menschen aus Gütersloh werden wir die Einreise nach Niedersachsen ab Samstag wieder ermöglichen“, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen.

Zuvor hatte sich Güterslohs Landrat Sven-Georg Adenauer bei Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) für die Aufhebung der Reisebeschränkungen für Menschen aus seiner Heimat eingesetzt. Die Gütersloher hätten „die Ausgrenzung und Stigmatisierung satt“, schrieb der CDU-Politiker.

14.31 Uhr: Neue Zahlen für Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es aktuell 13.714 bestätigte Corona-Infektionen. Das sind 14 mehr als gestern. 642 Menschen sind im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus verstorben, ein neuer Todesfall meldet die Stadt Wolfsburg.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle/Tote):

  • Stadt Braunschweig: 351/18
  • Kreis Gifhorn: 169/4
  • Kreis Goslar: 261/25
  • Region Hannover: 2.794(+2/116)
  • Kreis Helmstedt: 141/1
  • Kreis Hildesheim: 418(+1)/8
  • Kreis Peine: 161/11
  • Stadt Salzgitter: 160/9
  • Kreis Wolfenbüttel: 190/14
  • Stadt Wolfsburg: 372/52

Als genesen schätzt das Gesundheitsministerium 12.517 Menschen ein, das sind 91,3 Prozent bezogen auf die bisherige Gesamtfallzahl.

14.03 Uhr: Otte-Kinast: Corona als historische Chance

Für Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast ergibt sich aus der aktuellen Krise eine Möglichkeit, gegen Werkverträge vorzugehen. „Corona ist eine historische Chance“, sagt die CDU-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung. Sie sei absolut dafür und hoffe, dass das gelingt, sagte sie auf die Frage nach einem Verbot in der Branche. „Das ist ein unhaltbarer Zustand, was da in und um die Schlachthöfe passiert.“

Die Ministerin kritisiert aber nicht nur die Fleischwirtschaft. „Es haben alle gewusst und lange weggeschaut, was da mit den Werkverträgen und den Arbeitern passiert“, sagte Otte-Kinast. Verbraucher müssten sich das ebenso wie Politiker auf allen Verantwortungsebenen vorwerfen lassen. „Auch wenn das erst einmal unangenehm ist. Jetzt muss Schluss damit sein.“

8.00 Uhr: Lehrerverband geht Kultusminister an

Torsten Neumann, Vorsitzender des Verbandes Niedersächsischer Lehrkräfte, hat die Schulstart-Pläne von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) kritisiert. Zwar sei es „konsequent“, mehrere Szenarien aufzuzeigen, „viel mehr, als er vor einer Woche bereits bekannt gegeben hat, wissen wir jetzt aber auch nicht.“ Er sehe Regelungen wie den Verzicht auf Mindestabstand im Regelbetrieb „problematisch“.

Vor allem die Planung für nicht-gymnasiale Schulformen kritisiert Neumann scharf: „Hier setzt er [Tonne, anm. d. Red.] auf das Prinzip Hoffnung. Alleine darauf zu vertrauen, dass der Pflichtunterricht im neuen Schuljahr erteilt werden kann, ist zu wenig.“ Weiter sagt Neumann: „In der Vergangenheit ist vieles versäumt worden, was uns jetzt das Unterrichten schwer macht.“ Er prophezeit, dass es Niedersachsens Schulen nach den Sommerferien „nicht leicht“ haben würden.

Dienstag, 7. Juli

17.57 Uhr: Zirkus Charles Knie eröffnet Freizeitpark in Einbeck

Die Corona-Pandemie trifft Zirkus-Unternehmen besonders hart: Viele sind während einer Tournee auf einem Festplatz irgendwo in Deutschland gestrandet, andere hängen in ihren Winterquartieren fest. Weil nicht absehbar ist, wann der Zirkus Charles Knie wieder auf Tour gehen kann, eröffnet er an diesem Freitag einen Freizeitpark an seinem Stammsitz in Einbeck-Volksen (Landkreis Northeim). Das parkähnliche, mehr als 50 000 Quadratmeter große Gelände sei dafür sehr gut geeignet, sagte Zirkuschef Sascha Melnjak.

Der neue Freizeitpark mit exotischen Tieren, Zirkusshows und Streichelzoo soll bis zum 30. August mittwochs bis sonntags für Besucher geöffnet sein.

14.15 Uhr: Einreisende aus Gütersloh weiter in Niedersachsen getestet

Trotz gerichtlicher Aufhebung der strengeren Corona-Beschränkungen sowie der sinkenden Infektionszahlen im Kreis Gütersloh brauchen Niedersachsen-Reisende von dort laut eines Medienberichts noch bis einschließlich zum Wochenende einen negativen Corona-Test. Die bestehenden Reisebeschränkungen für Menschen aus dem Kreisgebiet will das Land Niedersachsen „bei bis dahin unverändert positiver Infektionslage“ dann am Montag, 13. Juli mit einer neuen Verordnung aufheben, sagte eine Sprecherin der Landesregierung am Dienstag der „Rheinischen Post“.

Auflagenfrei reisen können Touristen aus dem Kreis Gütersloh mit den Reisezielen Mecklenburg-Vorpommern oder Bayern dagegen schon jetzt.

7.11 Uhr: So kann es nach den Sommerferien in den Schulen weitergehen

Nach den Sommerferien will das niedersächsische Kultusministerium den Schulunterricht inmitten der Corona-Epidemie vorsichtig hochfahren. Wie geht es also in den Schulen weiter? Lehrer, Schüler und Eltern müssen sich im Schuljahr 2020/2021 auf mehrere Szenarien einstellen. Diese reichten je nach Infektionslage vom eingeschränkten Regelbetrieb über eine Kombination von Präsenz- und Onlineunterricht bis zu erneuten Schulschließungen, teilte das Ministerium mit. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) will heute um 12.30 Uhr die möglichen Szenarien vorstellen.

Die einzelnen Szenarien sollen den Angaben zufolge in Leitfäden und mit Handlungsanweisungen für die Schulen vorbereitet werden. Damit sollen die Schulen möglichst früh Planungs- und Handlungssicherheit erhalten. Welches Szenario dann tatsächlich zum Tragen komme, entscheide sich mit Blick auf die Pandemie und die Infektionslage rund zwei Wochen vor Beginn des Schuljahres 2020/2021.

Bund und Länder hatten sich kürzlich auf eine gemeinsame Grundstrategie in der Corona-Pandemie verständigt. Die Länder streben demnach an, spätestens nach den Sommerferien in den schulischen Regelbetrieb zurückzukehren und zeitnah auch zu einem möglichst vollständigen Regelbetrieb der Kinderbetreuungsangebote.

6.30 Uhr: Corona beeinflusst Wohnungsnachfrage in Niedersachsen

Die Nachfrage nach neuen Wohnungen ist nach Einschätzung des Verbands der niedersächsischen Wohnungswirtschaft (vdw) in der Corona-Krise etwas zurückgegangen. Etwa jedes vierte Mitgliedsunternehmen - Wohnungsgenossenschaften sowie kommunale Wohnungsgesellschaften - habe eine rückläufige Entwicklung gemeldet, teilte der vdw mit. Vor allem ländliche Gebiete abseits der Ballungszentren seien von der sinkenden Nachfrage betroffen.

Gleichzeitig hätten Mietrückstände sowohl im Wohnungs- als auch im Gewerbebereich in der Krise zugenommen. „Das ist ein sicheres Indiz für die Sondersituation. Und es gibt die begründete Sorge, dass die Mietrückstände noch deutlich steigen werden, und zwar abhängig von der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt“, sagte vdw-Direktorin Susanne Schmitt. Der Verband fordert daher einen Fonds zur Absicherung der Mieten.

Montag, 6. Juli

13.40 Uhr: Niedersachsen beschließt Haushaltsplant - Milliarden-Paket steht

Auf ihrer Klausurtagung hat die Niedersächsische Landesregierung den Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2021 sowie die mittelfristige Finanzplanung bis 2024 aufgestellt. Der Haushalt wird ein Volumen von rund 35,9 Milliarden Euro haben.

Die Landesregierung hat vor drei Wochen (am 23. Juni) den Entwurf für einen zweiten Nachtragshaushalt 2020 mit einem Finanzvolumen in Höhe von 8,4 Milliarden Euro vorgelegt. Darin enthalten war ein rund 4,4 Milliarden schweres Konjunktur- und Krisenpaket mit zusätzlichen Ausgaben zur Überwindung der Corona-Pandemie. Weitere 1,2 Milliarden Euro setzt das Land zur Mitfinanzierung der steuerlichen Entlastungen der niedersächsischen Bürgerinnen und Bürger ein. Dieses Konjunktur- und Krisenpaket ergänzt die im ersten Nachtragshaushalt bereits vom Parlament beschlossenen 1,4 Milliarden Euro.

„Von diesem Kraftakt werden viele Niedersachsen auch noch im Jahr 2021 und 2022 profitieren", so Ministerpräsident Stephan Weil. Weil: „Wir konzentrieren uns voll und ganz auf die Bekämpfung der Krise. Das ist die Grundlage dafür, dass wir in den Folgejahren auch wieder andere Schwerpunkte angehen können."

10.50 Uhr: Niedersachsens Wirtschaftminister rudert bei Maskenpflicht zurück

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hat seine Forderung zu Änderungen bei der Maskenpflicht relativiert. „Ich spreche mich keinesfalls für eine völlige Aufhebung der Maskenpflicht aus“, sagte der Politiker am Montag auf NDR Info. Das wäre viel zu früh. Nach der Sommerpause werde die Landesregierung darüber beraten, wie mit der Maskenpflicht umgegangen werde.

Der „Welt am Sonntag“ hatte Althusmann am Wochenende gesagt, die Maskenpflicht im Einzelhandel solle in eine Empfehlung umgewandelt werden, wenn es das Infektionsgeschehen zulasse. Am Montag sagte er dazu im NDR: „Wir müssen äußerst wachsam bleiben, dürfen nicht leichtsinnig werden.“

Eine Entscheidung zu einer Lockerung der Maskenpflicht müsse klug überlegt werden. Er würde gerne die Reisezeit im Sommer abwarten und auch schauen, was im Herbst geschehe, sagte Althusmann. „Sollte eine zweite Welle kommen, müssen wir auch jederzeit womöglich weitere drastische Maßnahmen wieder vornehmen.“

7.00 Uhr: Verrückter Plan: Hunde als Corona-Schnüffler?!

Spürhunde können an der molekularen Zusammensetzung eines Geruchs nicht nur Sprengstoffe oder Drogen wahrnehmen, sondern auch die drohende Unterzuckerung von Diabetikern und verschiedene Krebserkrankungen an der Atemluft eines Patienten erschnuppern. Die Diensthundeschule der Bundeswehr bei Ulmen in Zusammenarbeit mit der Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHo) Hannover arbeitet jetzt sogar an einem Corona-Projekt. Die Idee dahinter ist, dass die Hunde möglicherweise bestimmte Komponenten im Speichel-Geruch eines Infizierten wahrnemen können, die bei einem Nicht-Infizierten nicht vorliegen.

Ausgebildet werden dazu Schäferhunde, Spaniel und Retriever, wie die Diensthundeschule mitteilt. „Mit einer Trefferquote von derzeit etwa 80 Prozent sind die Forscher in Ulmen auf dem besten Weg, das Projekt erfolgreich weiterzuführen“, erklärt die mitten im Wald liegende Diensthundeschule. Bislang schnuppern die Bundeswehr-Hunde an Speichelproben infizierter Menschen, in denen die Viren chemisch unschädlich gemacht wurden. Nach einem erfolgreichen Abschluss dieser Versuchsreihe käme die nächste Hürde: Klappt das Erschnüffeln auch bei aktiven Coronaviren in menschlichem Speichel?

7.00 Uhr: Diese Regeln gelten ab heute

Es ist ein Zwischenschritt auf dem Weg zu einer schlankeren Neufassung: Die Corona-Regeln in Niedersachsen werden am Montag abermals gelockert. Wenn alles klappt, soll am 10. Juli dann eine kompakte und verständlichere Kurzfassung das bisher 35 Seiten umfassende Regelwerk ablösen.

  • Die erlaubte Teilnehmerzahl für Veranstaltungen wird von 250 auf 500 angehoben. Die meisten anderen Auflagen bleiben bestehen: So müssen die Zuschauer mindestens eineinhalb Meter Abstand zu anderen Gästen einhalten, wenn sie nicht zu einer Gruppe von maximal zehn Personen gehören. Außerdem müssen sie drinnen einen Mund-Nase-Schutz tragen und Sitzplätze einnehmen. Neu ist, dass sie den Mundschutz am Sitzplatz dann aber ablegen dürfen.
  • Die Ausübung von Kontaktsportarten wie Fußball oder Handball wird wieder in Mannschaftsstärke ermöglicht. Allerdings: Zunächst gilt das nur für Trainingsspiele innerhalb eines Teams, wörtlich ist von „„festen Kleingruppen von nicht mehr als 30 Personen“ die Rede. Auf Test- und Punktspiele müssen die Sportler also noch warten.
  • Die Obergrenze für die private Betreuung von maximal fünf Kindern bleibt anders als zwischenzeitlich überlegt nun vorerst doch. Allerdings dürfen die Kinder von nächster Woche an auch aus mehr als drei Hausständen kommen. Außerdem sind dann Nachrücker für Kinder, die aus der Betreuung ausscheiden, erlaubt.
  • Für touristische Schiffsfahrten, Kutschfahrten und Stadtführungen gilt künftig die Zehn-Personen-Regel, die auch für Treffen in der Öffentlichkeit gilt. Das heißt: Gruppen von bis zu zehn Personen dürfen zusammen unterwegs sein, ohne dass sie den Mindestabstand von eineinhalb Metern einhalten müssen. Außerdem wird das Verbot, Touristen aus dem nordrhein-westfälischen Kreis Warendorf zu beherbergen, aufgehoben. Für Menschen aus dem Kreis Gütersloh gilt das Verbot allerdings weiter.

6.55 Uhr: So krass ist der Flugverkehr in Niedersachsen eingebrochen

Die Flughäfen in Niedersachsen und Bremen haben im ersten Halbjahr einen dramatischen Rückgang der Passagierzahlen erlitten. In der Corona-Krise wurde sowohl in Hannover als auch in Bremen und Münster-Osnabrück nur gut ein Drittel der Fluggäste des Vorjahres gezählt. Zusammengerechnet fiel der Wert um rund 2,9 Millionen auf knapp 1,4 Millionen Passagiere. Immerhin: Mittlerweile ist der Luftverkehr langsam wieder angelaufen.

In Hannover-Langenhagen - am größten Flughafen der Region - hoben in den ersten sechs Monaten rund 842 000 Passagiere ab, und damit fast zwei Millionen weniger als im Vorjahr. Ein Plus gab es dagegen bei der Luftfracht, die der Airport von 4200 auf fast 8800 Tonnen mehr als verdoppelte. „Vorsichtig optimistisch“ zeigte sich Sprecher Sönke Jacobsen auch mit Blick auf den Wiederanlauf des Flugverkehrs, der in den vergangenen Tagen Stück für Stück ausgebaut wurde.

„Die Auslastung der Maschinen war gut, und man spürt die starke Nachfrage nach Mobilität, vor allem im touristischen Bereich“, sagte er. „Unter diesen Voraussetzungen erwarten wir zirka zwei Millionen Fluggäste in diesem Jahr.“ Im Vorjahr waren insgesamt noch 6,32

Sonntag, 5. Juli

15.25 Uhr: Ministerpräsident warnt vor Ende der Maskenpflicht

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat vor einem vorschnellen Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel gewarnt. Er bleibe bei seiner Auffassung, dass große Vorsicht im Umgang mit dem Coronavirus geboten sei, erklärte die Staatskanzlei in Hannover am Sonntag.

„Gerade der Herbst wird nach Prognose vieler Wissenschaftler eine Bewährungsprobe für den Infektionsschutz werden. Wir dürfen uns deswegen nicht vorschnell in Sicherheit wiegen wegen geringer Infektionszahlen im Sommer“, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen.

Bund und Länder hätten erst kürzlich aus gutem Grund an den bestehenden Regelungen festgehalten. Mehrere Länderminister hatten am Sonntag für ein baldiges Ende der Maskenpflicht in Geschäften plädiert.

Samstag, 4. Juli

11.45 Uhr: Niedersachsen hebt Lkw-Fahrverbot bis Ende August auf

Laster dürfen in Niedersachsen weiterhin ausnahmsweise auch sonntags fahren. Damit soll in der Corona-Pandemie die Versorgung der Menschen im Land gewährleistet werden, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Im März war das Lkw-Fahrverbot erstmals ausgesetzt worden, nun wurde die Ausnahmeregelung bis Ende August verlängert.

Das Land hatte zu Beginn der Pandemie verkündet, dass Transporte von haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln vom Sonntagsfahrverbot ausgenommen werden. Wegen der zunehmenden Verbreitung des Virus kauften die Menschen mehr haltbare Lebensmittel als gewöhnlich. „Damit die Regale jederzeit das volle Sortiment enthalten, müssen die Lieferketten entsprechend angepasst werden“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU).

Ob die Ausnahmeregelung Ende August abermals verlängert wird, ist noch unklar. Niedersachsen stimmt sich dazu mit den benachbarten Bundesländern ab.

Freitag, 3. Juli

17.18 Uhr: Corona-Alarm in der Schule!

Corona-Alarm in der Hauptschule Meiersen! Ein Achtklässler ist dort laut der „WAZ“ positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das teilte die Landesschulbehörde am Freitag mit.

Präsenzunterricht kann aus diesem Grund bis zu den Sommerferien nicht mehr an der Schule stattfinden. Der gesamte achte Jahrgang und deren Lehrer wurden wieder ins Homeschooling geschickt. Wie es weitergeht, müsse das Gesundheitsamt entscheiden.

16.29 Uhr: Braunschweig gibt Details zu den infizierten in der Aufnahmestelle bekannt

Die Stadt Braunschweig verkündet, dass die erkrankten Spätaussiedler der Aufnahmestelle in Quarantäne und zudem auf einem separaten Grundstück untergebracht sind. Nach derzeitigem Stand sind nach Auffassung des Gesundheitsamtes alle Hygiene- und Sicherheitsvorgaben erfüllt.

Von Frankfurt/Main aus wurden insgesamt 45 eingereiste Menschen mit einem Bus nach Braunschweig gebracht, da das bundesweit zuständige Grenzdurchgangslager Friedland aufgrund dortiger Infektionsfälle keine Aufnahmekapazitäten mehr hat. Alle Personen wurden unmittelbar nach ihrer Ankunft in Braunschweig in der Landesaufnahmebehörde auf einem separaten Grundstück untergebracht.

Alle positiv wie negativ Getesteten bleiben am LAB-Standort Braunschweig separiert von den übrigen Bewohnern. Die infizierten Personen wiederum sind zudem in einem anderen Gebäude untergebracht als die übrigen Einreisenden. Auch letztere sind als Kontaktpersonen gleichwohl unter Quarantäne gestellt. Eine zweite Testung dieser bisher negativ getesteten Personen durch die Landesaufnahmebehörde ist in Absprache mit dem Gesundheitsamt vorgesehen.

13.45 Uhr: 14 Corona-Infizierte in Aufnahmestelle

Von Spätaussiedlern, die am Donnerstagmorgen in der Landesaufnahmebehörde (LAB) in Kralenriede angekommen sind, sind 14 positiv auf Corona getestet worden. Eigentlich waren sie auf dem Weg nach Friedland bei Göttingen, doch dort sind die Kapazitäten für Corona-Infizierte erschöpft. Daher sind sie vorerst ins LAB gebracht worden. Nun stehen alle 45 Personen unter Quarantäne. Zuerst hatte Radio38 berichtet.

Hannah Hintze von der LAB Niedersachsen gegenüber dem Radiosender: „Die Asylsuchenden, die in Kralenriede untergebracht sind, können sich aber weiter frei bewegen. Kontakt zu den Infizierten hat es nicht gegeben. Sollte es trotzdem Infektionen geben, muss das Gesundheitsamt Braunschweig entscheiden, ob der gesamte Standort unter Quarantäne gestellt wird.“

08.06 Uhr: Müssen zahlreiche Kultureinrichtungen schließen?

In Niedersachsen sind zahlreiche Kulturzentren wegen der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Drei Monate hatten soziokulturelle Einrichtungen und Vereine pandemiebedingt geschlossen, die Wiedereröffnung mit weniger Besuchern unter strengen Hygieneauflagen ist für viele nicht wirtschaftlich. „Wir sind in großer Sorge um unsere Mitglieder“, sagte Doris Klüver, Geschäftsführerin des Landesverbands Soziokultur. Die Verluste der über hundert Mitglieder allein während des Shutdowns belaufen sich Klüver zufolge insgesamt auf monatlich eine Million Euro.

Nach Angaben des Kulturministeriums in Hannover stehen über den ersten Nachtragsaushalt zehn Millionen Euro zur Absicherung der niedersächsischen Kultureinrichtungen zur Verfügung, sechs Millionen davon entfallen auf das Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen und Kulturvereine. Weitere Landes- und Bundesprogramme seien in Vorbereitung. Das Land werde versuchen, dauerhafte Schließungen von Kultureinrichtungen zu vermeiden, sagte eine Ministeriumssprecherin.

2018 lagen die Einnahmen der soziokulturellen Einrichtungen landesweit bei mehr als 31 Millionen Euro, 16 Millionen davon erwirtschafteten sie selbst, etwa durch Eintritte, Vermietungen, Kursgebühren und Spenden. Beschäftigt sind in Niedersachsen in der Soziokultur nach Verbandsangaben mehr als 900 Angestellte, davon etwa 400 in Minijobs. Hinzu kommen fast 100 Auszubildende, vier Freiwillige und nahezu 700 Freiberufler. Aus Verbandssicht reichen die bisherigen Hilfsprogramme nicht aus.

Donnerstag, 2. Juli

21.12 Uhr: Auch Kinder von Schlachthof-Mitarbeitern positiv getestet

Im Fall des geschlossenen Putenschlachthofes in Wildeshausen bei Oldenburg ist auch bei Kindern von Mitarbeitern das Coronavirus nachgewiesen worden. Wie der Landkreis Oldenburg am Donnerstagabend mitteilte, wurden 43 Kinder von positiv getesteten Schlachthofarbeitern untersucht.

Bei fünf von ihnen habe es positive Ergebnisse auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 gegeben. Eine Probe habe im Labor nicht ausgewertet werden können. Dieses Kind solle am Freitag erneut abgestrichen werden.

17.30 Uhr: Landtag will Corona-Forschung weiter ausbauen

Die Forschung an niedersächsischen Universitäten zur Corona-Epidemie und der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten soll stärker unterstützt werden. Dafür hat sich der Landtag am Donnerstag in Hannover ausgesprochen. Unter anderem geht es darum, wie im Rahmen der Pandemieprävention die Entwicklung und Bereitstellung kostengünstiger und verlässlicher Schnelltests unterstützt werden kann, um das Infektionsrisiko zu senken.

In dem Antrag von SPD und CDU, über den die Abgeordneten berieten, wurde auch ein Infektionsnetzwerk Niedersachsen angeregt, in dem Institutionen der Gesundheits- und Infektionsforschung sowie Unternehmen der Gesundheitswirtschaft kooperieren.

16.30 Uhr: Rund 400 Arztpraxen haben mangelhafte Masken erhalten

An rund 400 Arztpraxen in Niedersachsen sind nach Angaben von Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) mangelhafte Atemschutzmasken ausgeliefert worden. Dies sei bei vom Land veranlassten Qualitätskontrollen aufgefallen und die Masken seien ausgetauscht worden, sagte Reimann am Donnerstag im Landtag in Hannover.

Nach Aussagen der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen sei kein Fall bekannt, in dem es aufgrund der Mängel zu einer Patientengefährdung gekommen ist.

14.11 Uhr: Bald wieder Veranstaltungen mit bis zu 500 Besuchern?

Laut mehreren Medienberichten sollen Veranstaltungen in Niedersachsen mit bis zu 500 Teilnehmern bald wieder erlaubt sein. Dies soll aus einem Entwurf des Landes hervorgehen, der nächsten Montag vorstellt wird.

Demnach könnte die Obergrenze zum 6. Juli bei 250 bis 500 Besuchern für Großveranstaltungen liegen. Die Voraussetzung: Der Mindestabstand von 1,5Meter muss eingehalten werden, wenn sie nicht zu einer gemeinsamen Gruppe von maximal zehn Personen gehören. Und: Alle Personen müssen sitzen.

11.51 Uhr: Kontaktsport in Niedersachsen soll wieder erlaubt werden

Fußballspiele und anderer Kontaktsport könnten in Niedersachsen bald wieder möglich sein. Die Landesregierung erwägt, den Sport „in festen Kleingruppen von nicht mehr als 30 Personen“ vom 6. Juli an zuzulassen. Ob das vorerst nur Testspiele betreffen oder sogar wieder eine Punktspiel-Saison im Amateurfußball oder -handball ermöglichen würde, ist noch offen. Voraussetzung ist so oder so, dass die Kontaktdaten aller Beteiligten erfasst werden, um mögliche Infektionsketten mit dem Coronavirus nachvollziehen zu können.

Bisher ist nach den Corona-Regeln nur kontaktloser Sport erlaubt. Zuschauer sind beim Breitensport im Freien zugelassen, sofern sie eineinhalb Meter Abstand zu Menschen aus einem anderen Hausstand halten. Die geplante Lockerung geht aus einem Änderungsentwurf für die Corona-Verordnung des Landes hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bei dem Papier handelt es sich um eine noch nicht final abgestimmte Fassung. Änderungen sind also noch möglich.

07.34 Uhr: App Strandticker verrät dir, welche Strände noch frei sind

Um zu verhindern, dass einige Strände zu überlaufen sind, geht heute die App Strandticker an den Start. Tagestouristen können sich informieren, wie voll die Strände in Scharbeutz und anderen Orten der Lübecker Bucht sind. Der „Strandticker“ ist ein Projekt der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (Talb) und soll helfen, die Gästeströme besser zu lenken. Eine Ampel solle anzeigen, welche Strandabschnitte bereits überfüllt seien und wo es noch freie Kapazitäten gebe, sagte der Geschäftsführer der Talb, André Rosinski, am Mittwoch. Die umstrittene „Strand-App“, über die Tagesgäste einen Platz am Strand buchen sollten, sei damit zunächst vom Tisch.

Die Informationen im „Strandticker“ sollen den Angaben zufolge zunächst auf Mitteilungen der Strandkorbvermieter basieren und viermal täglich aktualisiert werden. In einer geplanten zweiten Stufe sollten dann Sensoren an einigen Strandzugängen die Badegäste zählen und automatisch signalisieren, wenn der Strand zu voll sei, sagte Rosinski. Der Strandticker gilt für die Ostseebäder Scharbeutz mit dem Ortsteil Haffkrug sowie für Sierksdorf, Pelzerhaken und Rettin.

>> Alle vorherigen Entwicklungen kannst du hier nachlesen!

(News38 mit dpa)