Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Hannover überschreitet kritische Marke! ++ Schüler sollen trotzdem weiter zum Unterricht gehen

Zweite Corona-Welle: Diese Einschränkungen kommen jetzt

Die zweite Corona-Infektionswelle ist da - und bringt strengere Einschränkungen des Alltagslebens mit sich. Bund und Länder haben sich auf Kontaktbeschränkungen für Corona-Schwerpunktgebiete verständigt, die überregional vergleichbar sein sollen.

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  • Hier erfährst du alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie

Niedersachsen. Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Niedersachsen. Nach den Lockerungen und während der Urlaubszeit steigen die Fallzahlen wieder rasant an. Die Behörden sind alarmiert.

Niedersachsen steht weiter vor der Herausforderung, dem Coronavirus keinen Raum zu geben und Infektionsketten möglichst schnell zu kappen. Daher bleibt es für alle Pflicht, Abstände und Hygieneregeln einzuhalten und beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Offizielle Corona-Warn-App: Was bedeutet anonymes Tracing?
Offizielle Corona-Warn-App: Was bedeutet anonymes Tracing?

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Die aktuellen Fallzahlen zum Virus hast du mit unserer Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

+++ HIER den News-Blog aktualisieren! ++

Samstag, 24. Oktober

11.08 Uhr: Hannover überschreitet wichtigen Inzidenz-Wert

Die Region Hannover in Niedersachsen hat bei Neuinfektionen mit dem Coronavirus einen wichtigen Grenzwert überschritten. Für Samstag meldete das Landesgesundheitsamt in Hannover 52,7 Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Für die 1,15 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner der Region treten damit weitere Einschränkungen in Kraft.

Das Land Niedersachsen insgesamt lag am Samstag (Stand 9.00 Uhr) rechnerisch knapp unter der 50er-Inzidenz. Der Wert wurde mit 49,6 angegeben. Entscheidend für die Corona-Auflagen ist allerdings nicht die Lage im Land, sondern in den einzelnen Landkreisen oder kreisfreien Städten. Am Samstag lagen 14 der 45 Kreise und kreisfreien Städte über dem als kritisch erachteten Inzidenzwert von 50. Am stärksten betroffen war die Stadt Delmenhorst mit 241,1 Fällen, gerechnet auf 100.000 Einwohner in einer Woche.

Nach der jüngsten Verordnung der Landesregierung bedeutet dies, dass in den betroffenen Kreisen oder kreisfreien Städten private Treffen auf zehn Personen aus zwei Haushalten beschränkt sind - egal, ob zu Hause, draußen oder im Restaurant. Die Gastronomie muss um 23.00 Uhr schließen, außerdem wird die Maske auch an einigen Orten unter freiem Himmel zur Pflicht. Wo genau die Maskenpflicht gilt, darüber entscheidet die betroffene Kommune.

09.20 Uhr: Trotz steigender Zahlen sollen Kinder in die Schule gehen

Der Schulleitungsverband Niedersachsen will nach den Herbstferien trotz der Corona-Pandemie so lange wie möglich am Präsenzunterricht festhalten. „Wir brauchen so viel Präsenzunterricht wie nur irgend möglich und wir brauchen das so lange wie nur irgend möglich“, sagte die Vorsitzende des Verbandes, Andrea Kunkel, der Deutschen Presse-Agentur. Eine Maskenpflicht statt einer Empfehlung ab der fünften Klasse für Schulen in einem Corona-Hotspot hätte aus ihrer Sicht zwar vieles vereinfacht. Bei steigenden Fallzahlen werde aber sicher eine Verpflichtung kommen - „und auch das würden wir mittragen.“

Den Einsatz von Luftreinigungsanlagen in Schulen, wie von der FDP gefordert, bezeichnete sie als „illusorisch“. Investitionen in Schule, die in den vergangenen 10 oder 20 Jahren nicht erfolgt seien, könnten nicht innerhalb kürzester Zeit aufgeholt werden.

Freitag, 23. Oktober

18.19 Uhr: Städte in Niedersachsen verstärken Corona-Kontrollen

Angesichts steigender Krankenzahlen wollen Polizei und Ordnungsämter in vielen Städten in Niedersachsen am Wochenende verstärkt überprüfen, ob die Corona-Regeln eingehalten werden. Für Oldenburg etwa kündigte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann an, die Stadt werde die Kontrollen verschärfen, vor allem in der Gastronomie. Auch in Braunschweig setzt die Polizei ihre intensiven Überprüfungen fort - Verstöße würden konsequent verfolgt, hieß es.

In Braunschweig waren zuletzt unter anderem Shisha-Bars überprüft worden, aber auch andere Gaststätten. In Bars, einem Restaurant und einer Sportstätte gab es keine Verstöße - dagegen war ein Gast in einer Shisha-Bar ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs, in einer anderen Bar gab es keine Gästeliste.

15.05 Uhr: Braunschweig überschreitet Inzidenz von 35

Die Stadt Braunschweig verzeichnet nach eigenen Angaben 22 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag. Das bedeutet, dass die 7-Tage-Inzidenz von 35 überschritten wurde, sie liegt nun bei 36,2.

Die Stadt Braunschweig will nach eigenen Angaben in den kommenden Tagen ausarbeiten, für welche Bereiche in der Stadt die Empfehlung für die erweiterte Maskenpflicht gelten soll.

Krisenstab „Corona“ Braunschweig vom 23.10.2020
Die Zahl der Infizierten mit dem Corona-Virus steigt weiter. Oberbürgermeister Ulrich Markurth äußert sich zur aktuellen Lage in Braunschweig und richtet eindringliche Worte an alle Braunschweigerinnen und Braunschweiger.

Das sind die Vorgaben des Landes Niedersachsen:

  • Kontaktbeschränkungen: In der eigenen Wohnung / eigenen geschlossenen Räumlichkeiten / privaten Flächen unter freiem Himmel: maximal 15 Personen In gastronomischen Betrieben: maximal 25 Personen
  • Veranstaltungen: Maximal 100 Personen. Ggf. sind bis zu 500 Personen sind möglich; über die Zulässigkeit einer Veranstaltung mit mehr als 100 Personen entscheidet die Stadt Braunschweig auf Basis eines Hygienekonzeptes
  • Gastronomie: Sperrzeit von 23 Uhr abends bis 6 Uhr morgens. In begründeten Ausnahmefällen sind abweichende Regelungen möglichMaskenpflicht: Empfehlung in der Öffentlichkeit eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen (auch unter freiem Himmel), wenn sich Menschen auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend, sondern längerfristig zusammen aufhalten.

15.02 Uhr: Städtisches Klinikum Wolfenbüttel schränkt Besuchsmöglichkeiten ein

Ab Samstag dürfen Patienten nur noch einen Besucher pro Tag im Städtischen Klinikum in Wolfenbüttel empfangen, teilt die Klinikleitung mit.

13.16 Uhr: Immer mehr junge Leute stecken sich an

Das Klinikum Wolfsburg beobachtet zunehmend, dass sich vor allem jüngere Menschen anstecken. Dieser Trend ist bundesweit zu erkennen. >> Mehr dazu hier.

11.53 Uhr: Mehr als 50 Corona-Infizierte in Hildesheimer Pflegeheim

In einem Alten- und Pflegeheim in Hildesheim gibt es einen Corona-Ausbruch. Mit Stand Donnerstagabend waren 41 Bewohner sowie 14 Beschäftigte des Heims positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, wie eine Sprecherin des Landkreises Hildesheim mitteilte. Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne. Die Ermittlung der Kontaktpersonen sei noch nicht abgeschlossen. In dem Heim herrsche nun ein strenges Betretungsverbot, sagte eine Sprecherin des Arbeiterwohlfahrts (AWO)-Bezirks Hannover. Über den Ausbruch hatte zuerst die „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“ berichtet.

Wie das Coronavirus eindringen konnte, sei nicht bekannt, sagte die AWO-Sprecherin. Eine Bewohnerin mit leichten Erkältungssymptomen habe am Montag von ihrem positiven Test erfahren. Vorsorglich seien dann alle 88 Heimbewohner sowie alle Beschäftigten bis zum Pförtner getestet worden. Derzeit seien zwei Personen im Krankenhaus. Sie hätten aber keine schweren Symptome.

In Hildesheim waren die Bewohner und Mitarbeiter der betroffenen Einrichtung vor dem Ausbruch nicht regelmäßig getestet worden. Eine neue Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums trat am Donnerstag (21. Oktober) in Kraft. Sie ermöglicht Pflegeeinrichtungen und Kliniken, ihr Personal sowie Bewohnerinnen und Bewohner beziehungsweise Patienten regelmäßig auf Covid-19 zu testen. Die Pflegekammer Niedersachsen begrüßte die neue Verordnung.

11.14 Uhr: Land legt Überschreiten der Corona-Grenzwerte fest

Wer sich über die Corona-Entwicklung in seinem Wohnort informiert, findet mitunter drei verschiedene Angaben zur sogenannten Inzidenz: von der Kommune, vom Land und vom Robert Koch-Institut. In seiner neuen Corona-Verordnung hat das Land Niedersachsen nun festgelegt, dass für die Einschränkungen bei Überschreiten der Werte 35 und 50 die Angaben des Landesgesundheitsamts entscheidend sind.

Diese veröffentlicht das Gesundheitsministerium im Internet. Am Freitag lagen in Niedersachsen demnach 14 der 45 Kreise und kreisfreien Städte über der Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche.

10.07 Uhr: Die aktuellen Fallzahlen

Die bestätigten Corona-Fälle in Niedersachsen steigen weiterhin rasant an. Seit gestern wurden 987 neue Fälle registriert, berichtet das Gesundheitsministerium. Das sind so viele wie noch nie zuvor!

Demnach wurden bislang 28.767 Covid-19-Infektionen nachgewiesen (Stand: 9 Uhr). 727 Menschen sind nach einer Infektion verstorben. Es gibt acht neue Todesfälle, darunter stammt einer aus dem Raum Gifhorn.

Folgende Regionen in Niedersachsen liegen derzeit über dem Corona-Richtwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche:

  • Cloppenburg (187,5)
  • Delmenhorst (145,7)
  • Diepholz (51,1)
  • Emsland (63,3)
  • Grafschaft Bentheim (104,3)
  • Hildesheim (60,5)
  • Northeim (55,9)
  • Oldenburg (85,6)
  • Osnabrück (56,1)
  • Osterholz (55,3)
  • Schaumburg (50,7)
  • Vechta (158,2)
  • Verden (94,8)

Die Region Hannover muss zittern – hier ist der Wert auf 48,5 gestiegen. Kommen noch einmal viele Neuinfektionen hinzu, könnte dieser Wert morgen über 50 klettern. >> Aktuelle Inzidenz-Ampel für Niedersachsen

Die Zahlen für unsere Region (Fälle insgesamt / 7-Tagesinzidenz):

  • Stadt Braunschweig: 671 (+20) / 34,1
  • Kreis Gifhorn: 364 (+34) / 31,7
  • Kreis Goslar: 365 (+4) / 22,0
  • Region Hannover: 5.599 (+126) / 48,5
  • Kreis Helmstedt: 201 (+5) / 18,6
  • Kreis Hildesheim: 832 (+67) / 60,5
  • Kreis Peine: 363 / 19,3
  • Stadt Salzgitter: 341 (+9) / 41,2
  • Kreis Wolfenbüttel: 281 (+2) / 21,7
  • Stadt Wolfsburg: 522 (+19) / 31,4

Von der Gesamtzahl der Fälle gelten 21.279 als genesen (74 %). Als vom Coronavirus genesen gilt, wer die zweiwöchige Isolation durchlaufen hat, keine Symptome mehr aufweist oder bei dem ein erneuter Test negativ ausgefallen ist. Dass jemand als genesen gilt, ist nicht meldepflichtig. Die tatsächlichen Zahlen können also höher sein.

6.25 Uhr: Althusmann: „Es geht nicht um Privilegien für Politiker“

In der Debatte um den geplanten CDU-Bundesparteitag am 4. Dezember in Stuttgart weist der niedersächsische CDU-Landesvorsitzende Bernd Althusmann darauf hin, dass es „hier nicht darum geht, in der Pandemie Privilegien für Politiker zu sichern.“ Althusmann sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ): „Wir müssen sorgfältig abwägen zwischen dem Gesundheitsschutz und der verfassungsmäßigen Verpflichtung der Parteien, ordnungsgemäße Wahlen abzuhalten.“ Es gehe beim CDU-Bundesparteitag nicht um eine „Spaßveranstaltung“. Den Parteitag wie in Niedersachsen auf mehrere Orte zu splitten hält er für die Bundespartei allerdings „nicht unbedingt für eine übertragbare Lösung“.

Das CDU-Präsidium will am Montag in Berlin entscheiden, ob und in welcher Form der Parteitag, bei dem ein neuer Vorstand gewählt werden muss, abgehalten werden kann.

6.00 Uhr: Die neue Corona-Verordnung für Niedersachsen ab Freitag:

  • MASKENPFLICHT

In der Öffentlichkeit unter freiem Himmel ist eine Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht, wo Menschen dichter zusammenkommen. Sie gilt bei einer Inzidenz von 35 als eine Empfehlung. Liegt sie bei 50, wird daraus eine Pflicht.

  • PRIVATE FEIERN

Nach wie vor dürfen 25 Personen an privaten Feiern in der Wohnung oder in eigenen geschlossenen Räumlichkeiten bei einer Inzidenz unter 35 teilnehmen. Steigt die Inzidenz, sind nur noch 15 zulässig. Dies gilt auch im eigenen Garten. Welcher Wert gilt, kannst du HIER nachlesen!

Wenn die Inzidenz auf 50 steigt, dürfen Feiern nur noch mit bis zu zehn Menschen ausgerichtet werden. Sie dürfen nur aus zwei Haushalten kommen, es sei denn, es handelt sich um Angehörige. Zu Feiern an öffentlich zugänglichen Orten bei einer Inzidenz von 50 dürfen nun nur noch zehn Menschen kommen.

  • KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN

Kontaktbeschränkungen gelten nun auch wieder unter freiem Himmel: Bei einer Inzidenz über 50 dürfen maximal zehn Personen (mit Mindestabstand) zusammenkommen - maximal aus zwei Haushalten oder Angehörige.

  • VERANSTALTUNGEN

Wenn die Infektionszahlen so hoch sind, ist die Besucherzahl bei Veranstaltungen mit sitzendem Publikum auf 100 beschränkt. Ausnahmen sind nur dann zulässig, wenn die Veranstalter mit dem Gesundheitsamt ein Hygienekonzept vereinbart haben. Bei einer Inzidenz von 35 ist es eine Soll-Vorschrift.

  • SPERRSTUNDE

Die Sperrstunde gilt von 23 Uhr bis 6 Uhr. Sie ist bei einer Inzidenz von 50 verpflichtend und ohne Ausnahme. Gastronomiebetrieben ist es jenseits der Sperrzeit untersagt, alkoholische Getränke im Außer-Haus-Verkauf abzugeben. Ab einer Inzidenz von 35 können in Ausnahmefällen abweichende Regelungen getroffen werden.

Donnerstag, 22. Oktober

20.49 Uhr: FDP kritisiert neue Verordnung

Der FDP-Fraktionsvorsitzende im niedersächsischen Landtag, Stefan Birkner, krisitiert die neue Corona-Verordnung des Landes. „Auf mich wirkt einiges in dieser Verordnung mehr wie Aktionismus als wie eine durchdachte Strategie“, so Birkner in der „Braunschweiger Zeitung“ (Freitag).

„Ob Masken unter freiem Himmel und Sperrstunden wirklich das Infektionsgeschehen mindern, halte ich für fraglich. Ich würde es begrüßen, wenn die Landesregierung stattdessen konkret gegen die Pandemie vorgeht - beispielsweise mit Luftreinigungsanlagen in Schulen oder ausreichend Personal in den Gesundheitsämtern“, schlägt Birkner vor.

20.00 Uhr: Wolfsburgs OB Mohrs appelliert

Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs zeigt sich besorgt über die heute gemeldeten 18 Neuinfektionen. In einer Videobotschaft appelliert er an die Wolfsburger, sich an die geltenden Regeln und Verordnungen zu halten:

19.36 Uhr: Trauerfeier Grund für viele Neuansteckungen in Vechta

Rund 50 Corona-Infektionen der vergangenen Woche im Landkreis Vechta sind auf eine private Trauerfeier in Lohne zurückzuführen. Das teilt der Landkreis mit. Weitere Informationen dazu gab es zunächst nicht.

Insgesamt hätten sich im Landkreis Vechta 256 Menschen in den vergangenen sieben Tagen angesteckt, hieß es weiter. Die weiteren Neuinfektionen resultierten demnach unter anderem aus Zusammenkünften im privaten sowie beruflichen Umfeld. Aktuell sind 346 Menschen infiziert.

Die Inzidenzzahl für den Landkreis Vechta liegt bei 140,97.

19.00 Uhr: Sperrstunde und weniger Menschen bei Feiern

Mit der neuen Corona-Verordnung gilt für Niedersachsen von Freitag an auch eine Sperrstunde. Sie gilt zwischen 23 und 6.Uhr, wenn eine Kommune über dem kritischen Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche liegt.

Steigt der kritische Wert auf 50, dürfen Gastronomiebetriebe zudem keine alkoholischen Getränke mehr außer Haus verkaufen. Ab dem kritischen Wert von 35 müssen zudem unter freiem Himmel Masken getragen werden, wenn Menschen auf engem Raum zusammenkommen.

  • MASKENPFLICHT

In der Öffentlichkeit unter freiem Himmel ist eine Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht, wo Menschen dichter zusammenkommen. Sie gilt bei einer Inzidenz von 35 als eine Empfehlung. Liegt sie bei 50, wird daraus eine Pflicht.

  • PRIVATE FEIERN

Nach wie vor dürfen 25 Personen an privaten Feiern in der Wohnung oder in eigenen geschlossenen Räumlichkeiten bei einer Inzidenz unter 35 teilnehmen. Steigt die Inzidenz, sind nur noch 15 zulässig. Dies gilt auch im eigenen Garten. Welcher Wert gilt, kannst du HIER nachlesen!

Wenn die Inzidenz auf 50 steigt, dürfen Feiern nur noch mit bis zu zehn Menschen ausgerichtet werden. Sie dürfen nur aus zwei Haushalten kommen, es sei denn, es handelt sich um Angehörige. Zu Feiern an öffentlich zugänglichen Orten bei einer Inzidenz von 50 dürfen nun nur noch zehn Menschen kommen.

  • KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN

Kontaktbeschränkungen gelten nun auch wieder unter freiem Himmel: Bei einer Inzidenz über 50 dürfen maximal zehn Personen (mit Mindestabstand) zusammenkommen - maximal aus zwei Haushalten oder Angehörige.

  • VERANSTALTUNGEN

Wenn die Infektionszahlen so hoch sind, ist die Besucherzahl bei Veranstaltungen mit sitzendem Publikum auf 100 beschränkt. Ausnahmen sind nur dann zulässig, wenn die Veranstalter mit dem Gesundheitsamt ein Hygienekonzept vereinbart haben. Bei einer Inzidenz von 35 ist es eine Soll-Vorschrift.

  • SPERRSTUNDE

Die Sperrstunde gilt von 23 Uhr bis 6 Uhr. Sie ist bei einer Inzidenz von 50 verpflichtend und ohne Ausnahme. Gastronomiebetrieben ist es jenseits der Sperrzeit untersagt, alkoholische Getränke im Außer-Haus-Verkauf abzugeben. Ab einer Inzidenz von 35 können in Ausnahmefällen abweichende Regelungen getroffen werden.

18.35 Uhr: Covid-19-Fall in der Kita

Ein Kind in der AWO-Kita Fremersdorfer Straße in Braunschweig ist an Covid-19 erkrankt. 23 Kinder und neun Betreuerinnen der Einrichtung, die von 55 Kindern besucht wird, sind als Kontaktpersonen (K1) in Quarantäne und sollen morgen getestet werden.

22 Kinder sind K2 und bleiben zu Hause, bis die Ergebnisse bekannt sind. Das teilte die Stadt Braunschweig soeben mit.

18.12 Uhr: Sieben neue Fälle in Goslar

Der Landkreis Goslar hat sieben neue Corona-Fälle registriert. Damit steigt die Zahl hier auf 368.

Die neuen Infektionen gehen zweimal auf Kontakte im privaten Umfeld zurück, so der Kreis. In zwei Fällen handelt es sich demnach um Reiserückkehrer aus dem Aus- und Inland. Bei drei Infektionen sei die Quelle noch nicht geklärt.

In den letzten sieben Tagen sind im Landkreis Goslar 22,1 Meldungen pro 100.000 Einwohner erfasst worden.

Es gab bisher 25 Corona-Tote. 304 Menschen gelten als genesen. 39 Fälle sind derzeit aktiv. 291 Krankheitsverdächtige befinden sich in häuslicher Isolation.

17.51 Uhr: Polizei schließt Bars und Friseurläden

Nach mehreren Verstößen gegen Corona-Beschränkungen hat die Polizei in Hannover Bars und Friseurgeschäfte geschlossen. Polizeistreifen hätten entsprechende Verstöße festgestellt, heißt es.

Teilweise kamen sich die Menschen viel zu nah! Wie nah? >> Das kannst di HIER nachlesen!

17.04 Uhr: Droht Finanzämtern der Corona-Kollaps?

Die niedersächsischen Finanzämter sind nach Einschätzung der Deutschen Steuer-Gewerkschaft schlecht auf eine neue Zuspitzung der Corona-Krise vorbereitet. Für viele Mitarbeiter fehlten die technischen Möglichkeiten, wenn nötig ins Homeoffice auszuweichen, heißt es in einer Mitteilung.

„Während andere Bundesländer ihre Einnahmeverwaltung in den letzten Monaten krisensicher aufgestellt haben, dauert die technische Umsetzung in Niedersachsen eindeutig zu lange“, kritisiert der Landeschef der Gewerkschaft, Thorsten Balster.

So habe Baden-Württemberg seine Mitarbeiter mit rund 14.000 Notebooks ausgestattet, Hessen mit mehr als 8.000 Geräten. In Niedersachsen seien dagegen nur rund 1.000 Notebooks in den Finanzämtern angekommen. Eine eingeschränkte Erreichbarkeit sei aber auch für den Steuerzahler eine Belastung.

16.02 Uhr: Mann raubt der Polizei den letzten Nerv

„Fanatischer Maskenmuffel“ – so bezeichnet die Bundespolizei Hannover einen Mann, der die Beamten am Hauptbahnhof Hannover ordentlich auf Trab gehalten hat.

Und zwar so sehr, dass sein Ausflug in den Bio-Laden am Bahnhof in Hannover auf dem Polizeirevier endete. >> Die ganze Geschichte liest du HIER!

13.50 Uhr: Die aktuellen Zahlen für Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es 754 neue Fälle, das macht insgesamt seit Beginn der Pandemie 27.780. Der Inzidenzwert liegt im gesamten Bundesland bei 40,5.

Folgende Regionen in Niedersachsen liegen derzeit über dem Corona-Richtwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche:

  • Cloppenburg (103,7)
  • Delmenhorst (157,3)
  • Emsland (59,6)
  • Grafschaft Bentheim (99,2)
  • Northeim (105,1)
  • Oldenburg (68,8)
  • Osnabrück (51,1)
  • Vechta (138,6)
  • Verden (78,0)

Osnabrück liegt seit heute ganz knapp über dem Wert.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle insgesamt / 7-Tagesinzidenz):

  • Stadt Braunschweig: 651 (+22) / 30,1
  • Kreis Gifhorn: 330 (+0) / 19,3
  • Kreis Goslar: 361 (+5) / 19,1
  • Region Hannover: 5.473 (+137) / 45,2
  • Kreis Helmstedt: 196 (+1) / 15,3
  • Kreis Hildesheim: 765 (+33) / 38,3
  • Kreis Peine: 363 (+0) / 23,0
  • Stadt Salzgitter: 332 (+4) / 35,5
  • Kreis Wolfenbüttel: 279 (+14) / 25,9
  • Stadt Wolfsburg: 503 (+7) / 20,9

12.09 Uhr: Neue Schutzmaßnahmen in Schulen und Kitas?

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne stellt neue Regelungen für Schulbetrieb und Kitas vor. „Wir sind jetzt aber an einer Stellen, wo wir Abwägungen treffen müssen", macht Tonne deutlich. Bevor es Schließungen an Schulen geben soll, sollte sich Niedersachsen eher mit dem Thema Mund-Nasen-Schutz im Unterricht befassen. Oberstes Ziel sei es, den Präsenzunterricht fortzusetzen.

Deshalb empfiehlt das Land Niedersachsen laut Tonne ab Montag, in Kreisen und Städten, die die 7-Tage-Inzidenz von 50 überschreiten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das betreffe die 5-Jahrgänge aufwärts. Eine Pflicht gibt es aktuell noch nicht.

11.56 Uhr: 754 Neu-Infizierte an einem Tag

In Niedersachsen wurden innerhalb von 24 Stunden 754 neue Corona-Infizierte gemeldet. Gestern waren es 514. Das Coronavirus breitet sich im Land immer weiter aus. Die meisten Meldungen gibt es in der Region Hannover mit 137 Neu-Infizierten. Danach folgt das Emsland mit 73.

10.25 Uhr: Neue Verordnung – Das kommt auf dich zu

Die neue Corona-Verordnung aus Niedersachsen, die am Freitag in Kraft tritt, sieht weitere Einschränkungen vor. So soll es eine Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr geben, wenn eine Kommune über dem kritischen Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche liegt. Steigt der kritische Wert auf 50 Neuinfektionen dürfen Gastronomiebetriebe zudem keine alkoholischen Getränke außer Haus verkaufen. Das geht aus dem Entwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die rot-schwarze Landesregierung will die neuen Corona-Regeln am Donnerstagmittag in einer Pressekonferenz erläutern. Ab dem kritischen Wert von 35 müssen zudem auch unter freiem Himmel Masken getragen werden, wenn Menschen auf engem Raum nicht nur vorübergehend zusammenkommen.

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland ist erneut stark gestiegen und hat erstmals den Wert von 10 000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen 11 287 Fälle binnen 24 Stunden. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7830 Neuinfektionen erreicht worden.

8.30 Uhr: Polizei soll mehr kontrollieren

Die CDU im Landtag Niedersachsen fordert einen verstärkten Einsatz der Polizei zur Kontrolle der Corona-Auflagen. „Ich wünsche mir, dass die Polizei flächendeckend dafür sorgt, dass die Bestimmungen der Corona-Verordnung eingehalten werden“, sagte Fraktionschef Dirk Toepffer der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ vom Donnerstag.

Der frühere Innenminister Uwe Schünemann (CDU) regte an, die Bereitschaftspolizei zur Kontrolle der Sperrstunde einzusetzen. Das vom Koalitionspartner SPD geführte Innenministerium wies die Unterstellung zurück, die Bereitschaftspolizei sei in der Pandemie unterbeschäftigt. Die Polizisten seien durch viele Versammlungen von Gegnern der Corona-Maßnahmen gefordert, sagte ein Ministeriumssprecher. Zudem gebe es vielfältige Einsatzlagen in anderen Bundesländern.

7.45 Uhr: Gesundheitsministerin gegen generelles Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen

Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) hat sich gegen ein generelles Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen bei steigenden Corona-Neuinfektionen ausgesprochen. „Wir haben nicht umsonst ganz klar in die Corona-Verordnung des Landes geschrieben, dass es ein Recht auf Besuch gibt, das nur eingeschränkt werden kann, wenn es triftige Gründe dafür gibt“, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“

Ein hoher Inzidenzwert sei nicht zwingend ein solcher Grund: „Ist der Anlass für die gestiegenen Infektionen lokal eingrenzbar, also etwa einem Schlachthof zuzuordnen, gibt es aus meiner Sicht keinen Grund für ein Alten- und Pflegeheim, Besucherinnen und Besucher nur noch eingeschränkt ins Haus zu lassen.“

Die Heime sollten einen gewissen Spielraum behalten, die Bewohner nicht unverhältnismäßig eingeschränkt werden, sagte Reimann weiter. Sie hielte es nicht für gut, wenn die Einrichtungen etwa ab 35 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen bestimmte Maßnahmen ergreifen müssten. „Es muss immer auch betrachtet werden, woher die hohen Infektionszahlen stammen, um dann angemessen reagieren zu können.“

Mittwoch, 21. Oktober

18.46 Uhr: Kommt die Sperrstunde in Niedersachsen?

Das Land will Sperrstunden in Corona-Hotspots in Niedersachsen einführen, das berichtet die „Braunschweiger Zeitung“ und beruft sich auf Angaben des Gesundheitsministeriums. Demnach soll es in Hotspots Sperrstunden in der Gastronomie geben. Außerdem sei eine erweiterte Maskenpflicht vorgesehen.

Am Donnerstag will die Regierung die neue Verordnung vorstellen.

17.36 Uhr: Salzgitter meldet nochmal sechs Neuinfektionen

Nachdem es in Salzgitter einen signifikanten Anstieg der Corona-Neuinfektionen gab, verzeichnet die Stadt auch heute im Vergleich zum Vortag sechs weitere Infektionen. Die 7-Tages-Inzidenz liegt derzeit bei 36,45.

16.59 Uhr: Positiver Corona-Test bei Wolfsburg Profi Josip Brekalo

Der kroatische Nationalspieler Josip Brekalo vom VfL Wolfsburg ist positiv auf das Coronavirus getestet und umgehend in eine häusliche Quarantäne geschickt worden. Das gab der Fußball-Bundesligist am Mittwoch bekannt. Nach Angaben der Wolfsburger ist der 22 Jahre alte Offensivspieler aktuell symptomfrei und „fühlt sich gut".

Nach zwei freien Tagen nahm der VfL am Mittwoch wieder das Training auf. Aus diesem Grund wurden alle Spieler, Trainer und Betreuer am Vorabend getestet. Alle Tests bis auf den von Brekalo seien negativ ausgefallen, teilte der Club mit.

12.39 Uhr: Klinikum Peine verschärft Besuchsregelung

Wegen der steigenden Infektionszahlen verschärft jetzt auch das Klinikum Peine wieder die Besucherregelungen. „Diese Maßnahme ist notwendig, um die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Patienten zu schützen. Leider mussten wir in den vergangenen Tagen und Wochen wiederholt feststellen, dass Besucher in unserem Haus zu locker mit den Corona-Regeln umgegangen sind“, so ein Sprecher.

Die neue Besucherregelung gilt ab sofort. Sie sieht vor, dass jeder Patient nur einmal am Tag von einer Person für maximal eine Stunde Besuch empfangen darf. Besuchszeit ist täglich von 14 bis 18 Uhr, Besuche auf der Intensivstation sind zurzeit nicht möglich.

Palliativmedizinisch betreute Patienten, Menschen im Sterbeprozess sowie in der Sterbebegleitung können weiterhin nur mit vorheriger Zustimmung des behandelnden Arztes besucht werden.

12.16 Uhr: Die aktuellen Fallzahlen

Die bestätigten Corona-Fälle in Niedersachsen steigen weiter stark an. Seit gestern wurden 514 neue Fälle registriert, berichtet das Gesundheitsministerium.

Demnach wurden bislang 27.026 Covid-19-Infektionen nachgewiesen (Stand: 9 Uhr). 719 Menschen sind nach einer Infektion verstorben.

Folgende Regionen in Niedersachsen liegen derzeit über dem Corona-Richtwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche:

  • Cloppenburg (126,0)
  • Delmenhorst (205,0)
  • Emsland (51,7)
  • Grafschaft Bentheim (89,7)
  • Northeim (103,6)
  • Oldenburg (65,7)
  • Vechta (108,5)
  • Verden (66,4)

Salzgitter muss zittern – hier ist der Wert auf 44,1 gestiegen. Kommen noch einmal viele Neuinfektionen hinzu, könnte dieser Wert morgen über 50 klettern.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle insgesamt / 7-Tagesinzidenz):

  • Stadt Braunschweig: 629 (+11) / 25,7
  • Kreis Gifhorn: 330 (+4) / 27,2
  • Kreis Goslar: 356 (+9) / 18,3
  • Region Hannover: 5.336 (+66) / 39,1
  • Kreis Helmstedt: 195 (+4) / 14,2
  • Kreis Hildesheim: 732 (+35) / 29,0
  • Kreis Peine: 363 (+11) / 28,9
  • Stadt Salzgitter: 328 (+21) / 44,1
  • Kreis Wolfenbüttel: 265 (+1) / 15,0
  • Stadt Wolfsburg: 496 (+5) / 19,3

Von der Gesamtzahl der Fälle gelten 20.557 als genesen (76,1 %).

10.16 Uhr: Landeselternrat Niedersachsen fordert Unterstützung

Regelmäßiges Lüften in den Klassenräumen und warme Kleidung für die Schüler - das allein kann nicht die Antwort auf den neuen Anstieg der Corona-Zahlen sein, fordert der Landeselternrat Niedersachsen. „Unsere Schulen und das gesamte Schulsystem brauchen nun endlich und umgehend angemessene Investitionen durch Bund und Länder“, teilte der Verband am Dienstagabend mit. Nicht jede Schule sei baulich geeignet, das Lüften umzusetzen. Außerdem leide der Unterricht darunter. Stattdessen müsse auch digitaler Unterricht ermöglicht werden, ebenso wie die Betreuung der Schüler. Die Eltern dürften nicht wieder mit Homeschooling allein gelassen werden. Schüler aus Familien mit Risikopersonen sollten zudem nicht als Schulschwänzer behandelt werden.

Dienstag, 20. Oktober

17.59 Uhr: Viele Neuinfektionen in Salzgitter

Die Stadt Salzgitter meldet im Vergleich zum Vortag 23 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Betroffen ist unter anderem ein Kind, das die Kindertagesstätte St. Lukas besuchte. Sowohl die Kitagruppe als auch die Betreuenden befinden sich laut Stadt seit Samstag in Quarantäne.

Drei weitere Infizierte gehören nach Angaben der Stadt zu einer freien, evangelischen Gemeinde.

Die Stadt betont jedoch, dass es sich bei den Infektionen um einzelne Infektionen in Familien unabhängig voneinander handelt. Sie würden nicht im Zusammenhang stehen.

15.40 Uhr: Landkreis Gifhorn verschärft Maßnahmen

Der Landkreis Gifhorn verschärft die Corona-Maßnahmen. Einen Überblick findest du hier:

  • Einzelhandel: Nicht nur Kunden müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, sondern nun auch das Personal – weist der Einzelhandel ein entsprechendes Hygienekonzept auf, könnte auf den Mund-Nasen-Schutz seitens des Personals verzichtet werden (zum Beispiel, wenn geeignete physische Barrieren vorhanden sind)
  • Gastronomie: Wenn Abstandsregeln eingehalten werden können, können bis zu 100 Personen gemeinsam bei einer privaten Zusammenkunft oder Feierlichkeit im Restaurant zusammenkommen (allerdings nur bei einer 7-Tage Inzidenz unter 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner)
  • Alkoholverbot: Gilt bei privaten Zusammenkünften und Feiern in der Gastronomie, an denen mehr als 50 Personen teilnehmen – dann dürfen ab 18 Uhr keine reinen Spirituosen und ab 22 Uhr grundsätzlich gar kein Alkohol mehr ausgeschänkt werden

13.43 Uhr: HIER musst du bald Mund und Nase bedeckt halten

Wegen der steigenden Corona-Zahlen führt die Region Hannover eine Maskenpflicht in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen ein. Sie soll ab Donnerstag (22. Oktober) gelten, wie die Behörde mitteilte. Der Inzidenzwert der Region lag am Dienstag bei 36,1 Fällen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Die Mund-Nasen-Bedeckung müsse nicht am eigenen Schreibtisch, aber auf den Fluren und Treffpunkten wie in der Küche getragen werden, erläuterte eine Sprecherin. Ausgenommen sind Schulen und Kitas, in denen weiterhin die bestehenden Hygienekonzepte gelten.

11.31 Uhr: Lösung für die angeschlagene Gastronomie?

Der Hotel- und Gaststättenverband Niedersachsen (Dehoga) hofft auf ein Einsehen der Politik bei den umstrittenen Heizpilzen. „Es ist ein sehr sensibles Thema, überall versucht man Emissionen herunterzufahren“, sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführer Rainer Balke der Deutschen Presse-Agentur. Es solle kein Dauerzustand sein, sondern zunächst für Herbst und Winter gelten. „Es ist in der Diskussion und wir hoffen, dass man über seinen politischen Schatten springt und uns unterstützt.“ Gasbetriebene Heizpilze und elektrische Heizstrahler verbrauchen zusätzliche Energie.

Gastronomen müssten ihren Teil beitragen und die Hygienemaßnahmen nicht zu lax handhaben. „Da sind wir auf einem guten Weg“, betonte Balke. Die Gefahr eines zweiten Lockdowns gehe angesichts steigender Infektionszahlen in der Pandemie trotzdem um. „Zweidrittel des Gastgewerbes halten sich für existenzbedroht, ein Lockdown könnte zur Schließung führen. Das wollen wir vermeiden.“

Einen genauen Überblick über die Regelungen mit Gas-Heizpilzen und Elektro-Wärmestrahlern hat der Dehoga nicht - zu regional seien die Regelungen auf öffentlichem Grund. In vielen Gemeinden sei man für Kompromisse bereit, das sei Ausdruck des Verständnisses, dass es dem Gastgewerbe schlecht gehe. In Hannover sei der Dehoga-Bezirksverband in der Diskussion mit der Stadt - bisher gilt ein Verbot.

Die teilweise verbotenen Wärmespender sollen in der Corona-Krise gar vom Bund gefördert werden. „Auch in den Herbst- und Wintermonaten ist eine funktionierende Außengastronomie ein Teil der Lösung“, sagte der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU). „Deshalb möchten wir Heizpilze nicht nur ermöglichen, sondern in den laufenden Überbrückungshilfen II wird die Anschaffung sogar finanziell unterstützt.“ Damit solle der „stark gebeutelten“ Gastronomie geholfen werden.

10 Uhr: Städte hoffen auf Hilfe von der Bundeswehr

Die niedersächsischen Städte hoffen auf Hilfe der Bundeswehr in großem Stil zur Unterstützung der Gesundheitsämter in der Corona-Pandemie. Derzeit prüfe das Land den Bedarf, sagte Thorsten Bullerdiek, Sprecher des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, am Dienstag in Hannover. Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtete, es gehe um 500 bis 600 Soldatinnen und Soldaten.

„Bei der Kontaktnachverfolgung macht es Sinn, Soldaten einzusetzen“, sagte Bullerdiek der Deutschen Presse-Agentur. Auch Bundeswehrärzte würden gebraucht. Unter anderem hat Delmenhorst um Hilfe der Bundeswehr gebeten. Die Stadt bei Bremen ist derzeit im Land am heftigsten von Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 betroffen.

8.31 Uhr: Stimmung gegen Polizeibeamte wird aggressiver

Die Gewerkschaft der Polizei beklagt, dass die Stimmung gegen die Corona-Regeln immer aggressiver wird. Immer öfter werden Beamte demnach angepöbelt und beleidigt, wenn sie die Regeln durchsetzen. „Besonders abstoßend empfinde ich, dass bei so einer Gesundheitsbeschränkung auch noch angehustet und angespuckt wird“, sagt Jörg Radek, stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, dem „NDR“.

6.40 Uhr: Ministerpräsident erteilt Absage

Nach Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat auch Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil trotz steigender Corona-Zahlen eine Abriegelung von Risikogebieten abgelehnt. „Davon halte ich nichts“, sagte der SPD-Politiker der „Bild“-Zeitung (Dienstag).

„Wir sind nicht in China und haben es auch bis jetzt im Rahmen unseres offenen Systems geschafft, die Pandemie in Grenzen zu halten.“ Zuvor hatte der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, eine Sperre für Risikogebiete ins Spiel gebracht. Söder hatte dazu gesagt: „Das halte ich für überzogen und nicht für angemessen.“

6.29 Uhr: SIE kamen finanziell gesehen super durch die Kirse

Für die Kutschfahrer in der Lüneburger Heide hat die Corona-Saison 2020 Höhen und Tiefen gehabt. Das sagte Hilke Feddersen, Geschäftsführerin des Naturparks Lüneburger Heide, in Winsen. Anfangs habe es für alle Beteiligten Unsicherheiten gegeben, bis klargestellt worden sei, „dass Kutschen zu behandeln sind wie öffentlicher Personennahverkehr“. Also galt eine Maskenpflicht wie im Bus - trotz der frischen Luft.

„Als es lief, haben die Kutschen eine extrem hohe Nachfrage gehabt“, sagte Feddersen der Deutschen Presse-Agentur. „Es konnten gar nicht alle Kunden bedient werden.“ Allerdings mussten die Kutscher meist ihre großen Gefährte für über 20 Personen im Stall lassen und mit kleinen Kutschen fahren. Das lag daran, dass in dieser Saison viel weniger Reisebusse kamen. Auch wollten viele Gäste nicht zu dicht gedrängt auf der Kutsche sitzen. Sie seien aber bereit gewesen, für das Alleinsein tiefer in die Tasche zu greifen, sagte Feddersen.

Gleichzeitig seien den Heide-Kutschern Einnahmen entgangen wie die Teilnahme an Umzügen in anderen Städten. Deshalb sei noch nicht klar, ob alle Betriebe wirtschaftlich überleben könnten. Für die Zukunft komme es darauf an, die Angebote für Kleingruppen oder ungewöhnliche Fahrstrecken auszubauen. „Man darf nicht darauf setzen, dass nächstes Jahr wieder der große Bus kommt“, sagte Feddersen.

Die Lüneburger Heide ist eine fast 7000 Quadratkilometer große hügelige Landschaft zwischen Harburg und Celle, Rotenburg und Uelzen. Große Flächen sind mit Heidepflanzen bewachsen. Fahrten in der Kutsche sind ein beliebtes Mittel, diese Landschaft zu erkunden.

Montag, 19. Oktober

17.40 Uhr: Künstler wollen in Hannover gegen Hamsterkäufe protestieren

„Schuppen 68“, ein Künstler- und Satirenetzwerk, will an verschiedenen Plätzen in Hannover Klopapier verbrennen, das berichtet die „Bild“. Insgesamt 68 Rollen Klopapier sollen der Aktion „zum Opfer fallen“. Damit will das Netzwerk auf die Hamsterkäufe aufmerksam machen, die sich

16.49 Uhr: Niedersachsen will Schulen und Kitas offen halten

Der Betrieb in Schulen und Kindertagesstätten in Niedersachsen soll trotz steigender Corona-Zahlen weitergehen. In einer gemeinsamen Mitteilung der Landesregierung und der kommunalen Spitzenverbände vom Montag heißt es, Schulen und Kitas sollten „wenn irgend möglich offen bleiben“. Schließungen seien „das letzte denkbare Mittel“, die bisherigen Schutzvorkehrungen hätten sich bewährt. Allerdings solle in den Räumen unbedingt regelmäßig gelüftet werden. Auch die Maskenpflicht im Schülertransport bleibe bestehen.

Insgesamt betrachten die Regierung und die Kommunen die Corona-Entwicklung „mit Sorge“, heißt es. Die von Bund und Ländern vereinbarten Verschärfungen der Corona-Regeln sollen daher überall, wo es zu größeren Ausbrüchen kommt, schnell umgesetzt werden.

13.45 Uhr: Polizei kontrolliert Shisha-Bar – was sie finden, führt zu einer Anzeige gegen den Besitzer

Bei einer Kontrolle in einer Shisha-Bar in der Braunschweiger Innenstadt am Sonntagabend überprüften die Beamten die Einhaltung der Corona-Vorschrifte. Die Beamten stellten jedoch fest, dass die Shisha-Pfeifen der Gäste ohne die erforderlichen Einmal-Schläuche ausgegeben und verwendet wurden, die in der Bar gegen Aufpreis erhältlich und vorrätig waren.

Mängel stellten die Polizisten auch in Bezug auf die Dokumentationspflicht fest. Die erfassten Daten der Gäste und Besucher waren unvollständig, Listen konnten während der Kontrolle zum Teil gar nicht vorgelegt werden. Eine Anzeige nach der niedersächsischen Verordnung zur Eindämmung der Corona Pandemie wurde gegen den 36-jährigen Verantwortlichen gefertigt.

13.19 Uhr: Kürzung bei Hartz 4 möglich – trotz Corona-Sonderregelung

Trotz einer Sonderregelung, nach der vorübergehend nicht geprüft werden soll, ob Hartz-IV-Empfänger in einer zu teuren Wohnung leben, kann es mitunter trotzdem Kürzungen geben. Das gilt etwa, wenn Zahlungen fehlerhaft sind. So entschied das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen in Celle.

In dem Fall ging es um einen Mann aus Celle, der seit Jahren vom Jobcenter Geld für einen Mietkaufvertrag eines Hauses bekam, wie am Montag bekannt wurde (Az.: L 11 AS 415/20 B ER). In diesem Vertrag wird nicht nur die Miete abgerechnet, sondern auch Kaufpreisraten für einen späteren Kauf des Hauses. Da vom Jobcenter aber grundsätzlich nur die Miete übernommen werde, wurden weitere Zahlungen eingestellt, hieß es in einer Mitteilung des Gerichts.

Der Mann wehrte sich mit Verweis auf die coronabedingten Sonderregelungen dagegen. Das Gericht entschied aber jetzt, dass Leistungen auch unter den Sonderregelungen gekürzt oder eingestellt werden könne, wenn die Leistungsbewilligung, wie in dem aktuellen Fall, fehlerhaft sei. Man wolle damit verhindern, dass ein Jobcenter „sehenden Auges“ Leistungen zu Unrecht gewähre, hieß es in der Mitteilung.

11.11 Uhr: Kritischer Wert in Niedersachsen überschritten!

Der Inzidenzwert in unserem Bundesland hat die 35er-Marke überschritten – er liegt jetzt bei 35,1. Das teilte das Land am Montag mit. In der Region Hannover wurde der Wert mit 36,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern außerdem überschritten. Über dieser Schwelle liegen außerdem Celle, Oldeburg, Nienburg, Verden und die Stadt Osnabrück. Jenseits der 50er-Marke liegen in Niedersachsen Cloppenburg, Northeim, Vechta, Emsland, Grafschaft Bentheim und Osnbarück.

Die Region will nun mit den Bürgermeistern der Kommunen über das weitere Vorgehen beraten. Im Fokus sollen dabei voraussichtlich Maskenpflicht und eine Verstärkung der Kontrollen stehen, berichtet der „NDR“.

11.01 Uhr: Steigende Zahlen – verstärkte Kontrollen

Verstärkte Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Bestimmungen im Landkreis Northeim! Polizisten werden zusammen mit Mitarbeitern des Landkreises Northeim und den örtlichen Ordnungsämtern die Einhaltung der Bestimmungen des Infektionsschutzgesetztes und der Corona-Verordnung in allen Städten und Kommunen des Landkreises Northeim überprüfen.

Bereits in der letzten Woche wurden durch mehr als 20 Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Northeim Schwerpunktkontrollen, insbesondere im Bereich der Stadt Bad Gandersheim, als auch im gesamten Landkreis durchgeführt. Hierbei konnten nur vereinzelt Verstöße hinsichtlich der Verpflichtung des Tragens des Mund-Nasen-Schutzes festgestellt und geahndet werden. Im Umfeld des Glaubenszentrums zeigten die aktualisierten Regelungen des Landkreises Northeim eine deutliche Wirkung. Trotz des verstärkten Personalansatzes wurden genau in diesem Bereich keinerlei Verstöße festgestellt.

„Im engen Schulterschluss zwischen Polizei, Landkreis Northeim, den Ordnungsämtern der Kommunen und den Bürgerinnen und Bürgern wollen wir auch zukünftig die Rahmenbedingungen für ein gesundes Miteinander positiv gestalten“, sagte Lukas Theinl, Pressesprecher der PI Northeim.

6.53 Uhr: So ist die Lage in den Krankenhäusern

Wie ist die Corona-Lage in den Krankenhäusern? Dieser Frage ist der NDR nachgegangen. Inzwischen sind es mehr aktuell Infizierte als zu der ersten Hochzeit. Die positive Nachricht: Schaut man auf die Krankenhauseinweisungen, scheint es weniger schwere Fälle zu geben als damals. Doch es gibt eine gute Nachricht aus den Krankenhäusern: Mitte April waren mehr Intensivbetten belegt als heute. Am 16. April waren es 237, am 16. Oktober waren es 51. Dennoch: Die Zahl der erkrankten steigt an – „Das Argument 'mehr Tests, deswegen höhere Zahlen zieht nicht mehr“, heißt es bei „Hallo Niedersachsen“.

Im April lag der Anteil der positiv getesteten bei rund neun Prozent, heute sind es nur drei Prozent. Das liegt daran, dass sich generell mehr Menschen aus Vorsicht testen lassen.

Sonntag, 18. Oktober

17.15 Uhr: Viel Arbeit für Polizei in Hannover

Die Polizei Hannover hatte im Zuge der Kontrolle der Einhaltung der Abstandregeln und anderer Auflagen jede Menge Arbeit am Wochenende. 65 Identitätsfeststellungen, 45 Gefährderansprachen, 23 Personendurchsuchungen und 26 Platzverweise waren die Bilanz der Beamten. Im Fokus die Bereich Steintor, Marstall und Stellwerk. Gaststätten und Bars, aber auch Shisha-Bars wurden kontrolliert.

Eine Bar in der Kramerstraße war am Freitagabend stark gefüllt. Die Beamten nahmen Kontakt zum Betreiber auf und führten eine Gefährderansprache durch. Am Samstag konnten die Betreiber von insgesamt 13 Gaststätten kein entsprechendes Hygienekonzept vorlegen und erhielten daher eine Gefährderansprache sowie eine Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Auch sonst übliche Einsätze wegen Prügeleien und Drogendelikten vermeldete die Polizei. Mehrere Prostituierte erhielten in der Herschelstraße außerdem Platzverweise.

15.37 Uhr: Hannover berät über erweiterte Maskenpflicht

Auch in der Region Hannover hat die Zahl der Corona-Infizierten in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen. Am Montag will die Region daher mit den Bürgermeistern der Kommunen das weitere Vorgehen beraten. „Im Fokus hierbei werden sicherlich eine erweiterte Maskenpflicht sowie Verstärkungen der Kontrollen vor Ort stehen“, teilte ein Sprecher am Sonntag auf Anfrage mit.

14.07 Uhr: Weil kündigt härtere Corona-Regeln für Niedersachsen an

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat erneut bekräftigt, dass das Land seine Corona-Regeln weiter verschärfen wird. „Wir werden die Sperrstunde, wie alle anderen Ergebnisse der Berliner Konferenz, in Niedersachsen Punkt für Punkt umsetzen und im Zweifel auch in die nötigen Gerichtsverfahren gehen“, sagte der SPD-Politiker.

Eine Sperrstunde für die Gastronomie sei ein milderes Mittel als die Schließung von Restaurants und Lokalen. Auch die Teilnehmergrenze für private Feiern werde gesenkt, sagte Weil, ohne konkret zu werden.

Insgesamt versuche die Regierung, den Schutz vor Ansteckungen mit möglichst milden Mitteln zu gewährleisten. „Milde Maßnahmen erzielen aber naturgemäß nur überschaubare Wirkungen. Wenn das allerdings dazu führt, dass diese Maßnahmen wegen genau dieser überschaubaren Wirkung von den Gerichten kassiert werden, dann landen wir ganz automatisch bei härteren Maßnahmen“, sagte der Regierungschef. Zuletzt hatten Gerichte in mehreren Bundesländern, auch Niedersachsen, unter anderem das Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots gekippt.

8.59 Uhr: Bald einheitliche Sperrstunden-Regelung?

Trotz hoher Infektionszahlen gibt es derzeit nur drei Landkreise in Niedersachsen, die auf eine Sperrstunde setzen. Neben den beiden Kreisen des Oldenburger Münsterlandes, Vechta und Cloppenburg, hat auch die Grafschaft Bentheim diese Maßnahme genutzt, um die Zahlen einzudämmen. Andere Landkreise und die Stadt Delmenhorst – allesamt Regionen mit Werten von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen – haben bislang keine solche Maßnahme beschlossen.

Am längsten gibt es die Sperrstunde bereits im Landkreis Cloppenburg, wo sie schon in der vergangenen Woche verfügt wurde. Dort müssen die Gaststätten und Kneipen ab 23.30 Uhr schließen – möglicherweise werde das noch auf 23 Uhr verlegt, sagte ein Sprecher. Beim Corona-Gipfel im Berliner Kanzleramt hatten sich die Teilnehmer auf die bundesweite Regel verständigt, in Hotspots ab 23 Uhr eine Sperrstunde zu verhängen.

Im Nachbarlandkreis Vechta wurde ab Samstag eine Sperrstunde eingeführt. In der Grafschaft Bentheim gilt die Sperrstunde seit Donnerstag. Kneipen, Restaurants und Cafés müssen von 23 Uhr bis 6 Uhr des Folgetags geschlossen sein.

Seitens des Landes ist den Städten und Landkreisen die Einrichtung von Sperrstunden schon längst erlaubt. Sie haben einen Handlungsspielraum, abhängig vom konkreten Infektionsgeschehen in ihrer Region, heißt es dazu aus der Landesregierung. Ob es kurzfristig eine neue Corona-Verordnung gibt, will das Land Anfang der Woche beraten.

Samstag, 17. Oktober

12.29 Uhr: Aktuelle Zahlen – Hier haben sich besonders viele infiziert

In Niedersachsen gibt es derzeit 25.453 bestätigte Covid-19-Fälle. Das sind 554 mehr als am Vortag!

Besonders hoch ist die Zahl der Neuinfizierungen in

  • Cloppenburg (+85/insgesamt 1125)
  • Region Hannover (+80/insgesamt 5131)
  • Northeim (+57/insgesamt 332)
  • Grafschaft Bentheim (+49/insgesamt 563)

In der Region 38 gibt es 11 neue Fälle in Gifhorn, 2 in Helmstedt, 4 in Peine, 5 in Salzgitter und 3 in Wolfsburg.

In Braunschweig und Wolfenbüttel sind laut Zahlen der niedersächsischen Landesregierung seit gestern keine neuen Fälle hinzugekommen.

9.19 Uhr: Befürchtung: Zahl der Obdachlosen könnte durch Corona steigen

Die Zahl der Obdachlosen in Niedersachsen wird nach Einschätzung der Landesarmutskonferenz während der kommenden Monate steigen. „Nach allen Erfahrungen, die wir unter Corona haben, muss man das leider annehmen“, sagte der Geschäftsführer des Gremiums, Klaus-Dieter Gleitze, der Deutschen Presse-Agentur.

„Für Obdachlose wird es ganz bitter werden“, sagte er mit Blick auf den Winter. „Es steht zu befürchten, dass bei massiv steigenden Infektionszahlen die Hilfsangebote reduziert werden – auch aus Schutz für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Für Wohnungslose, die bislang bei Freunden oder Verwandten untergekommen sind, könnte die Situation härter werden – wenn solche Angebote wegen der Corona-Pandemie wegfallen. Dann würden diese wohnungslosen Menschen zu Obdachlosen. Für Menschen mit wenig Geld werde dieser Winter besonders schwer, so Gleitze. Ohne Kündigungsschutz sei zu befürchten, dass manche ihre Wohnung verlieren.

Um obdachlosen Menschen in den kalten Wintermonaten zu helfen, sollten Gleitze zufolge nicht ausgelastete Hotels oder andere Unterkünfte angemietet werden. „Wir müssen sofort handeln. Bald kommen die ersten Nächte mit Frost.“

Freitag, 16. Oktober

18.40 Uhr: Landkreis Oldenburg gilt als Corona-Risikogebiet

Der Landkreis Oldenburg gilt seit Freitag als Corona-Risikogebiet. Der kritische Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche sei überschritten worden, teilte der Kreissprecher am Freitag mit.

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, gelten für die Bürgerinnen und Bürger von diesem Samstag an strengere Regeln. So dürfen sich höchstens zehn Menschen zu privaten Zusammenkünften oder Feiern treffen – egal ob in der eigenen Wohnung, in privat zur Verfügung gestellten Räumen oder draußen. Bei privaten Treffen an öffentlich zugänglichen Orten oder in Gastronomiebetrieben ist die Zahl auf 25 Menschen begrenzt.

Als Regionen, die die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche überschritten, wies das Land am Freitag auch folgende Orte aus:

  • Landkreis Cloppenburg (90,8)
  • Emsland (68,5)
  • Grafschaft Bentheim (72,2)
  • Northeim (64,3)
  • Osnabrück (51,1)
  • Vechta (84,7)
  • Stadt Delmenhorst (172,8)

16 Uhr: Verstöße gegen Corona-Regeln: Polizei löst Feier in Shisha-Bar auf

Wegen zahlreicher Verstöße gegen Corona-Auflagen hat die Polizei eine nächtliche Feier in einer Shisha-Bar in Osnabrück aufgelöst. Die Gäste hätten weder den Mindestabstand eingehalten, noch Mund-Nasen-Bedeckungen getragen, teilte die Polizei am Freitag mit. Auch beim Personal wurden Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt. Der Betreiber konnte kein Hygienekonzept vorlegen, die Besucherliste enthielt keine aktuellen Gästedaten.

12.44 Uhr: Corona-Fall im Ausbildungszentrum am Marienstift

Im Ausbildungszentrum am Marienstift gibt es einen Corona-Fall. Laut der Stadt Braunschweig befinden sich die Klasse und die Lehrkräfte (als Kontaktpersonen K1 eingestuft) der Infizierten in Quarantäne. Sie werden auf Covid-19 gestestet.

Die Auszubildenden der Parallelklasse hatten demnach keinen engen Kontakt zu der Corona-Infizierten, sie gelten daher als K2. Dennoch mussten auch sie in häusliche Quarantäne. Bei negativen Ergebnissen können sie wieder in den Unterricht und die Einrichtungen, in denen sie arbeiten, zurückkehren.

Wenn positive Testergebnisse vorliegen sollten, wird das Gesundheitsamt in Braunschweig Kontakte nachverfolgen und Quarantänemaßnahmen veranlassen. Das Ausbildungszentrum liegt in direkter Nachbarschaft zum Seniorenheim sowie zum Krankenhaus Marienstift.

10.00 Uhr: Die aktuellen Fallzahlen

Es bleibt bei dem Trend: Genau wie bundesweit steigen die Corona-Zahlen auch in Niedersachsen weiter stark an. Seit gestern wurden 532 neue Fälle registriert – so viele wie noch nie.

Laut Gesundheitsministerium gibt es damit jetzt 24.899 nachgewiesene Covid-19-Infektionen (Stand: 9 Uhr). 708 Menschen sind nach einer Infektion verstorben. Der Kreis Hildesheim korrigierte einen Todesfall. Er stehe nicht im Zusammenhang mit dem Virus.

Der Inzidenzwert ist über Nacht unter anderem in Braunschweig von 8,8 auf 20,8 angestiegen – das liegt an 38 neuen Corona-Fällen, die hier registriert wurden.

Folgende Regionen in Niedersachsen liegen derzeit über dem Corona-Richtwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche:

  • Cloppenburg (90,8)
  • Delmenhorst (172,8)
  • Emsland (68,5)
  • Grafschaft Bentheim (72,2)
  • Northeim (64,3)
  • Osnabrück (51,1)
  • Vechta (84,7)

Damit gelten diese Regionen als Risikogebiete.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle insgesamt / 7-Tagesinzidenz):

  • Stadt Braunschweig: 586 (+38) / 20,8
  • Kreis Gifhorn: 308 (+12) / 27,8
  • Kreis Goslar: 335 (+2) / 11,0
  • Region Hannover: 5.051 (+81) / 32,3
  • Kreis Helmstedt: 184 (+3) / 9,9
  • Kreis Hildesheim: 656 (-1) / 13,1
  • Kreis Peine: 337 (+5) / 18,5
  • Stadt Salzgitter: 298 (+3) / 25,9
  • Kreis Wolfenbüttel: 255 (+4) / 10,9
  • Stadt Wolfsburg: 483 (+7) / 20,9

Von der Gesamtzahl der Fälle gelten 19.604 als genesen (78,7 %).

6.12 Uhr: Brockengarten leidet besonders unter Krise

Späte Eröffnung und kleine Gruppen: Der Brockengarten im Harz hat in der Corona-Saison 2020 nur knapp ein Sechstel der Besucherzahl des Vorjahres erreicht. „Weil wir erst am 24. Juni starten konnten und alles eingeschränkt war, haben wir nur 950 Besucher gezählt“, sagte Gartenleiter Gunter Karste.

Im Vorjahr waren es 5.650 gewesen. Maximal zehn Besuchern pro Führung konnte Karste in den zurückliegenden Monaten den botanischen Garten auf dem 1.141 Meter hohen Brocken zeigen, in dem rund 1500 Pflanzen aus den Hochgebirgen dieser Welt wachsen. Heute Nachmittag steht die letzte Führung an, wo auch der blau blühende Wellensittich-Enzian bestaunt werden kann, der aus dem Hochland Tibets kommt.

Ohne telefonische Anmeldung ging 2020 nichts, sagte Karste. „Ich hätte nie gedacht, dass wir die Saison noch so gut über die Bühne bringen. Die Leute waren trotz der Einschränkungen sehr zufrieden.“ Normalerweise beginnt die Saison Mitte Mai. Den rund 5000 Quadratmeter großen Schau- und Versuchsgarten gibt es seit 1890, ein Teil der Anlage ist begehbar.

Auf ausgewählten Flächen des Brockenplateaus wurden Karste zufolge in diesem Jahr 5.000 Heidepflanzen in die Erde gebracht. 2021 und 2022 sollen jeweils 5.000 weitere Brockenheiden dort gepflanzt werden, wo Gräser die seltene Brockenanemone verdrängen. Auch die versuchsweise Beweidung von ausgewählten Flächen mit dem Harzer Roten Höhenvieh war ein Erfolg. „Dort, wo die Rinder die Grasnarbe durchgetreten haben, wurden erste Brockenanemonen angepflanzt.“

(news38.de mit dpa)