Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Maskenpflicht im Unterricht kommt ++ Zoos müssen wieder schließen

Niedersachsen führt eine Maskenpflicht im Unterricht ein – in Corona-Hotspots. (Symbolbild)
Niedersachsen führt eine Maskenpflicht im Unterricht ein – in Corona-Hotspots. (Symbolbild)
Foto: imago images / Reichwein
  • Hier erfährst du alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie

Niedersachsen. Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Niedersachsen. Am kommenden Montag kommt nach dem Beschluss von Bund und Ländern ein erneuter Lockdown.

So sollen unter anderem Hotels, Restaurants, Kinos und Theater ab dem kommenden Montag (2.11.) für den gesamten Monat November schließen. Die Corona-Zahlen steigen auch in Niedersachsen weiterhin, immer mehr Kreise und Städte werden zum Risikogebiet erklärt.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Die aktuellen Fallzahlen zum Virus hast du mit unserer Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

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Freitag, 30. Oktober

19.00 Uhr: Neue Verordnung schränkt öffentliches Leben ein

Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen bleiben von Montag an praktisch alle Freizeit-, Kultur- und Sporteinrichtungen geschlossen. Die meisten Veranstaltungen sind verboten. Auch Privattreffen zu Hause begrenzt die neue Corona-Verordnung. >> HIER findest du alle wichtigen Infos dazu!

17.49 Uhr: Zoos müssen wieder schließen

In Niedersachsen müssen Zoos und Tierparks von Montag an bis Ende November schließen – so sieht es die neue Corona-Verordnung vor.

Die rund 30 Zoos, Tierparks und Wildgehege in dem Land stehen jetzt vor der Aufgabe, ohne Eintrittseinnahmen Tiere und Mitarbeiter sicher über den Winter zu bringen, hieß es in einer Stellungnahme der Zoodirektoren des Landes. Gerade in der Corona-Pandemie hätten die Zoos eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung.

Schon im Frühjahr mussten die Zoos für 49 Tage schließen. „Keine Besuchereinnahmen, dafür aber kaum änderbare Kosten“, sagt der Chef des Tierparks Nordhorn. Die Schließung im Frühjahr habe dazu geführt, dass die Zoos keinen „Winterspeck“ ansetzen konnten. Dringend benötigte Einnahmen seien dadurch weggefallen.

Die Zoos setzen dazu auf die Zusammenarbeit mit der Landesregierung. Die Landespolitik habe bereits im Frühjahr Verantwortung übernommen und Hilfen für die Zoos zur Verfügung gestellt.

Der Sommer habe gezeigt, wie wichtig Zoos gerade für Kinder und deren Familien seien. „Insbesondere im urbanen Umfeld ist es häufig die einzige Möglichkeit vor allen Dingen in der dunklen Jahreszeit eine kurze Erholung vom zurzeit belastenden Alltag zu schaffen“, betonten die Zoodirektoren. Die Zoos hätten gute Hygienekonzepte aufgestellt, die sich in den vergangenen Wochen bewährt hätten. Hieran wollen die Zoos auch nach der Schließung wieder anschließen.

17.07 Uhr: Maskenpflicht im Unterricht kommt

Das Land Niedersachsen ordnet von Montag an eine Maskenpflicht für alle Schüler in den weiterführenden Schulen in Corona-Hotspots an. Das geht aus der neuen Verordnung des Landes hervor.

Inzwischen gelten 29 von 45 Landkreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen als Corona-Hotspot, weil sie über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen hatten. >> Aktuelle Inzidenz-Ampel für Niedersachsen

Außerdem wurde neu geregelt, wann die Schulen vom Präsenzunterricht zurück in den Wechselbetrieb mit geteilten Klassen gehen müssen. Dies gilt künftig, wenn in einer der 45 Kommunen der Inzidenzwert von 100 überschritten wurde und dort außerdem von den Behörden eine Infektionsschutzmaßnahme wie Quarantäne etwa für eine Klasse verordnet wurde.

17.04 Uhr: Corona-Zahlen in Helmstedt steigen sprunghaft

Lange hat sich der Landkreis Helmstedt gegen die zweite Infektionswelle gestemmt. Jetzt trifft es auch ihn: Insbesondere in Schulen und Kitas ist es zu Infektionen gekommen. Der Inzidenzwert von 35 wird überschritten, teilt der Landkreis mit.

In der IGS Helmstedt wurde demnach eine Lehrerin positiv getestet, so dass sich der komplette neunte Jahrgang sowie einige Schüler der Jahrgänge sieben und acht und einige Lehrkräfte in Quarantäne begeben mussten und getestet wurden.

Insgesamt wurden rund 140 Personen auf das Covid 19-Virus getestet. Dabei wurde das Gesundheitsamt tatkräftig vom Deutschen Roten Kreuz unterstützt. Für die gesamte Schule wurde eine durchgängige Maskenpflicht angeordnet – sämtliche Veranstaltungen wurden abgesagt.

Im Gymnasium Julianum wurde zudem ein Abi-Jahrgang ins Home-Schooling geschickt, nachdem Kontaktpersonen der Ersten Kategorie mit diesem Jahrgang das Vorabi geschrieben haben. Sofern die Testergebnisse der Kontaktpersonen negativ ausfallen sollten, kann der Präsenzunterricht wieder aufgenommen werden.

In Essenrode mussten die komplette Kita und die Krippe geschlossen werden und in Quarantäne gehen. Alle Kinder und Erzieherinnen wurden getestet.

Der Landkreis Helmstedt hat jetzt mit 35,1 den ersten Inzidenz-Grenzwert von 35 überschritten und reagiert darauf mit einer Allgemeinverfügung, die heute veröffentlicht und ab morgen in Kraft treten wird.

Darin wird dringend empfohlen, in den Fußgängerzonen Markt, Neumärker Straße, Gröpernplatz und Papenberg (ohne Papenbergplatz) eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Gleiches gilt für das Gelände auf allen Wochenmärkten und Märkten im Gebiet des Landkreises Helmstedt während der Marktöffnungszeiten, auf Parkplätzen des Einzelhandels und im Schulbetrieb, auch während der Unterrichtszeiten im Sekundar I und II-Bereich sowie in den Berufsbildenden Schulen.

Sollte der Inzidenzwert 50 überschreiten, wird aus dieser dringenden Empfehlung eine Verpflichtung. Des Weiteren werden schon jetzt Veranstaltungen auf eine Höchstteilnehmerzahl von 150 Teilnehmern beschränkt.

16.58 Uhr: 13 neue Fälle in Goslar

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Landkreis Goslar ist im Vergleich zu gestern um 13 Fälle auf 440 gestiegen. In den letzten sieben Tagen sind damit 47,1 Meldungen pro 100.000 Einwohner erfasst worden.

Laut Landkreis gelten 325 Personen, die sich nachweislich mit dem Virus angesteckt haben, inzwischen als genesen. 25 Bürger sind an beziehungsweise mit Corona verstorben. Demnach sind gegenwärtig 90 Personen mit Covid-19 infiziert. 519 Krankheitsverdächtige befinden sich in häuslicher Isolation.

16.37 Uhr: Niedersachsen verbietet Weihnachtsmärkte bis Ende November

Niedersachsen verbietet Weihnachtsmärkte bis Ende November. Das geht aus der am Freitag vorgelegten neuen Corona-Verordnung des Landes hervor.

Dort heißt es unter dem Punkt Betriebsverbote, dass Weihnachtsmärkte, Jahrmärkte und Spezialmärkte und ähnliche Veranstaltungen untersagt sind. Eine Ausnahme gibt es für Wochenmärkte.

Etliche Städte in Niedersachsen hatten ihre Weihnachtsmärkte ungeachtet neuer Corona-Regeln ohnehin schon abgesagt – unter anderem Goslar und Wolfenbüttel.. Noch offen ist, ob das Verbot im Monat Dezember beibehalten wird.

16.24 Uhr: Infektionsfälle in Schulen und einer Kita

In der Berufsbildenden Schule Johannes-Selenka-Schule und in der AWO Kita Ilmenaustraße ist ein Fall einer Infektion mit dem Covid-19-Virus aufgetreten. Bei einer Schülerin und einem Jungen wurde das Virus nachgewiesen, teilt die Stadt Braunschweig mit.

In der betroffenen Klasse der Schule seien zehn Schüler aus Braunschweig in Quarantäne, weitere in den umliegenden Landkreisen. In den übrigen Klassen finde der Unterricht statt.

Krisenstab „Corona“ Braunschweig vom 30.10.2020
Stadt Braunschweig

Die Kita sei bis auf weiteres geschlossen, weil es gruppenübergreifende Aktivitäten gab. Der Zeitpunkt der Wiederöffnung hänge davon ab, wie die Testergebnisse bei den Kontaktpersonen ausfallen.

Außerdem sind laut Stadt noch mehr Infektionsfälle festgestellt worden, nämlich je einer in der Deutschen Angestellten Akademie sowie in den BBS Otto Bennemann und Heinrich Büssing. Betroffen sei jeweils ein Schüler oder eine Schülerin. Es werde derzeit geprüft, welche Maßnahmen (Quarantäne etc.) einzuleiten sind.

16.21 Uhr: Wolfsburger Herbstmarkt ist abgesagt

Der ursprünglich für den 5. bis zum 8. November in der Wolfsburger Innenstadt geplante Herbstmarkt fällt aus. Die Veranstaltung der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH (WMG) wurde jetzt aufgrund der geltenden Corona-Verordnungslage abgesagt. Betroffen von der Absage ist auch der verkaufsoffene Sonntag am 8. November.

„Die aktuelle Verordnung zur Eindämmung der Pandemie lässt die Umsetzung des Herbstmarktes für uns als Veranstalter nicht zu. Insofern sind wir in enger Abstimmung mit dem Ordnungsamt sowie dem Gesundheitsamt der Stadt Wolfsburg zu der Entscheidung gekommen, den Herbstmarkt nicht stattfinden zu lassen“, so WMG-Citymanager Frank Hitzschke.

Er bedauere die Absage sehr, aber man müsse der Verantwortung gegenüber der Gesundheit aller Besucher gerecht werden.

15.16 Uhr: AfD wettert gegen Corona-Kurs

Die AfD-Abgeordneten im niedersächsischen Landtag kritisieren den Corona-Kurs der Landesregierung scharf. „Die Eingriffe gehen zu weit und sind nutzlos, die muss man hinterfragen“, so die bisherige Fraktionsvorsitzende Dana Guth..

Der Abgeordnete Stefan Henze bringt vor, dass ein Regieren des Landes per Verordnung Merkmale einer Diktatur habe. Christopher Emden findet, dass nicht die Corona-Infektionswelle, sondern die Landesregierung schuld an der aktuellen Notlage ist. „Sie fahren hier ein Land vor die Wand im Wissen, dass das alles nichts hilft.“

Emden erhielt einen Ordnungsruf, weil er das Rednerpult ohne ordentlich aufgesetzte Maske verließ.

15.04: Harzer Schmalspurbahnen fahren nicht auf den Brocken

Die Harzer Schmalspurbahnen streichen von kommendem Montag an coronabedingt die Fahrten zum Brocken. Voraussichtlich bis zum 30. November werde der Zugbetrieb von Schierke (Sachsen-Anhalt) bis zum höchsten Harzgipfel eingestellt, teilt das Unternehmen mit. Zwischen Wernigerode und Schierke seien täglich nur zwei Triebwagenverbindungen geplant.

Auf der Selketalbahn und auf der Harzquerbahn sollen ebenfalls keine Züge mehr fahren, dort waren schon seit längerem Instandhaltungsarbeiten an den Gleisen geplant. Eine Ausnahme gibt es zwischen Eisfelder Mühle und Drei Annen Hohne. Im Bereich Nordhausen zwischen Nordhausen Nord und Ilfeld Neanderklinik werde der Verkehr aufrecht erhalten.

14.50 Uhr: Weil warnt vor noch härteren Corona-Maßnahmen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) warnt in der Corona-Krise vor noch strikteren Maßnahmen, wenn die Infektionszahlen weiter in die Höhe schnellen. „Gelingt es uns nicht, die Infektionen in den Griff zu kriegen, dann drohen noch viel härtere Maßnahmen als diejenigen, über die ich Ihnen heute zu berichten habe“, so Weil in seiner Regierungserklärung.

Er verweist auf die Corona-Maßnahmen in Frankreich, Belgien und den Niederlanden. „Dort sind die Eingriffe in den privaten Bereich ungleich härter als bei uns und die Lage wird dennoch ungleich schwieriger.“

Regierungserklärung MP Weil „Die Infektionswelle jetzt brechen“
Niedersächsische Landesregierung

Der Ministerpräsident verteidigt die Einschränkungen in Zusammenhang mit dem bevorstehenden Teil-Lockdown. „Wir wissen schlichtweg nicht, wo genau in der großen Mehrzahl der Fälle diese Infektionen tatsächlich entstanden sind“, sagt Weil.

„Wenn wir uns jetzt in einer dramatischen Lage befinden, müssen wir deswegen alle Möglichkeiten für eine Kontaktreduzierung nutzen, weil wir nicht die Chance zu sicheren punktuellen Eingriffen haben.“ Der einzige Vorteil, den das Land derzeit noch habe, sei die Zeit.

„Wir sind immer noch in einem relativ frühen Stadium der Infektionen, wir können immer noch Einfluss nehmen.“ Dies sei ausschlaggebend auch für eine Erholung der Wirtschaft.

13.30 Uhr: Autostadt schließt ab Montag

Die Wolfsburger Autostadt ist ab Montag dicht. Bedingt durch die neue Corona-Verordnung des Landes und der Schließung von Kultur- und Freizeiteinrichtungen muss die Autostadt bis Ende November schließen. Betroffen sind alle Pavillns, das Zeithaus und die Autostadt-Restaurants.

Mit der Schließung der Autostadt stoppen auch die Aufbauarbeiten für die geplante Winterwelt. Sie fällt in diesem Jahr aus. Ursprünglich sollte die Autostadt zwischen dem 27. November bis 27. Dezember in winterlichem Glanz erstrahlen.

12.58 Uhr: Stephan Weil wendet sich an Landtag

„Was geschieht, wenn nichts geschieht?“ – ist für Ministerpräsident Stephan Weil die zentrale Frage, die er dem Niedersächsischen Landtag am Freitag stellt. In seiner Regierungserklärung über die neuen Corona-Regelungen, die ab Montag deutschlandweit gelten werden, verwies Weil auf die steigenden Corona-Zahlen. Ein Blick in die Nachbarländer wie Frankreich, Belgien oder die Niederlande zeige, wie gut Deutschland bisher mit der Pandemie klar komme.

Wenn Bund und Länder allerdings keine weitere Maßnahmen ergreifen, dann drohen Zustände wie im europäischen Ausland.

12.15 Uhr: Wolfenbüttel kurz vor 50er-Marke

Der Inzidenzwert im Landkreis Wolfenbüttel klettert in den letzten sieben Tagen auf 49,3 bezogen auf 100.000 Einwohner. Die Stadt erwartet, dass der Wert in Kürze überschritten wird. Damit wäre der Kreis Risikogebiet und es gelten verschärfte Auflagen.

Es dürfen sich dann nur noch maximal 10 Personen aus zwei Haushalten gemeinsam begegnen. Das gilt für die eigene Wohnung, den eigenen Hof oder Garten, den öffentlichen Raum und Gaststätten. Auf vom Landkreis bestimmten Straßen und Plätzen gilt eine Maskenpflicht. Das sind derzeit die Lange Herzogstraße, Bärengasse, Krambuden, Großer Zimmerhof und Löwenstraße in Wolfenbüttel.

11 Uhr: Neue Corona-Zahlen in der Region: Mehr als 1500 Neuinfektionen

Erstmals in Niedersachsen wurde die Schwelle von 1500 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden geknackt. Sechs Personen sind zudem innerhalb der vergangenen 24 Stunden an dem Virus verstorben. Die 7-Tages-Inzidenz für das Bundesland liegt bei 79,5.

Die Zahlen aus der News38-Region im Überblick:

  • Braunschweig: 824 aktive Fälle (+31 Veränderung zum Vortag) / 7-Tage-Inzidenz: 60,1
  • Gifhorn: 442 (+14) / 44,2
  • Goslar: 423 (+8) /42,6
  • Region Hannover: 6561 (+231) / 83,7
  • Helmstedt: 232 (+4) / 35,1
  • Hildesheim: 1192 (+48) / 129,8
  • Peine: 493 (+27) / 83,8
  • Salzgitter: 448 (+25) / 102,6
  • Wolfenbüttel: 349 (+14) / 49,3
  • Wolfsburg: 570 (+9) /37,8

10.50 Uhr: Wolfsburg stellt Anrufbus ein

Aaufgrund der steigenden Coronazahlen und den draus resultieren Einschränkungen, wird ab sofort und bis auf weiteres der Service der Wolfsburger Verkehrs-GmbH (WVG) rund um den Anrufbus an den Wochenenden eingestellt. Das teilten die Stadtwerke Wolfsburg am Freitag mit. Sobald der Service wieder angeboten kann, wolle man die Kunden erneut informieren.

9.30 Uhr: Corona-Sondersitzung im Landtag

Ab 12.30 Uhr kommt der Niedersächsische Landtag zu einer Sondersitzung zusammen. Sie war zunächst von der FDP gefordert worden, die anderen Fraktionen schlossen sich der Forderung an. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will über die notwendigen Maßnahmen zur Vermeidung einer akuten nationalen Gesundheitsnotlage informieren.

Zudem soll heute die neue Corona-Verordnung des Landes vorgestellt werden.

9.00 Uhr: Landeselternrat fordert Luftfilter in Klassenräumen

Der Landeselternrat hält Luftfilter-Anlagen für unerlässlich, wenn Niedersachsen weiter am Präsenzunterricht festhalten will. Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen fordert der Rat den Einsatz solcher Filter in Niedersachsen. Auch die Lehrergewerkschaft spricht sich für ihren Einsatz aus, ist jedoch hinsichtlich der Wirksamkeit etwas zurückhaltender.

8.00 Uhr: Schöningen mit deutlichen Corona-Einschränkungen

Die Stadt Schöningen hat jetzt noch härtere Corona-Auflagen verkündet. Das offene Angebot des Jugendfreizeitzentrums wird eingestellt, städtische Sporthallen stehen nicht mehr für außerschulische Nutzungen zu verfügung. Auch das Badezentrum macht ab Montag zu.

Donnerstag, 29. Oktober

21.53 Uhr: Bündnis gegen Rechts sagt Kundgebung ab

Das Bündnis gegen Rechts Braunschweig hat seine Kundgebung unter dem Motto „Gerade denken, für die Gesundheit und das Leben! Gegen Verschwörungstheorien und Nazis!" am kommenden Samstag abgesagt.

In Anbetracht der schnell steigenden Infektionszahlen habe man sich dazu entschlossen, die Kundgebung gegen die Querdenken-Demonstration abzusagen.

„Wir wollen dadurch einen Beitrag zur Eindämmung des Infektionsgeschehens leisten“, sagt Udo Sommerfeld für das Bündnis gegen Rechts.

Die Kritik an der so genannten „Querdenkendemo“ bleibe weiterhin bestehen. Das Bündnis werde nicht stillschweigend akzeptieren, dass Querdenker und Verschwörungstheoretiker ihre kruden Verschwörungstheorien in die Öffentlichkeit tragen und zulassen, dass Nazis und Rechtspopulisten in ihren Reihen antisemitische und rassistische Hetze verbreiten.

Wer öffentlich für Freiheitsrechte eintreten wolle, solle das tun. Wer dabei aber gemeinsame Sache mit Rechten, Antisemitn und anderen Verschwörungsaposteln mache, werde auf den Widerstand des Bündnis stoßen.

Auch wenn es am Samstag keine Kundgebung gebe, würden die Bündnisorganisationen andere Formen ohne Infektionsrisiko finden, um für ein solidarisches Miteinander in Braunschweig und überall einzutreten.

18.58 Uhr: Kein Weihnachtsmarkt in Wolfenbüttel

Die Stadt Wolfenbüttel hat den Weihnachtsmarkt abgesagt. Das sei nach intensiven Beratungen im Verwaltungsausschuss der Stadt beschlossen worden, heißt es.

Die sprunghafte Entwicklung der Infizierten-Zahlen und die gestrige Corona-Konferenz mache deutlich, dass die Durchführung eines Weihnachtsmarktes schlichtweg unmöglich ist.

Zu groß wären die erforderlichen Restriktionen aufgrund der derzeitigen Infektionslage, heißt es aus dem Rathaus. Und es gebe noch einen weiteren – sehr wichtigen – Grund: „Wir können auf der einen Seite nicht verlangen, Kontakte zu beschränken, auf der anderen Seite aber zum gemütlichen Beisammensein auf den Weihnachtsmarkt einladen. Das passt leider nicht zusammen“, so Bürgermeister Thomas Pink.

Natürlich sei diese weder der Verwaltung noch der Politik leicht gefallen, aber in der aktuellen Situation sei der Verzicht auf Vergnügungsveranstaltungen das Gebot der Stunde.

„Wir sind derzeit am Scheideweg angelangt, wie sich die Situation in den bevorstehenden Wintermonaten entwickeln wird. Wir sehen ja, wie schnell die Zahlen in den vergangenen 14 Tagen angestiegen sind, das können wir nicht ignorieren“, so Pink.

„Mir ist bewusst, dass die Maßnahmen, die nun ergriffen werden, unangenehm sind, aber was ist die Alternative. Einfach weitermachen, wie bisher und dann feststellen, dass unser Gesundheitssystem es nicht mehr bewältigen kann?“ Er sei daher überzeugt, dass die diesjährige Adventszeit Gelegenheit gibt – quasi zurück zu den christlich – kulturellen Werten unseres Landes, zu finden.

„Einmal in dieser fürchterlichen Zeit darüber nachzudenken, wie es nach Corona weitergeht, wie jeder Einzelne etwas beitragen kann, damit sich diese derzeitige Situation wieder deutlich entspannt und wie vor allem die tatsächlich oder manchmal auch nur gefühlt Starken dieser Gesellschaft die wirklich Schwachen jetzt schützen können“, führt Pink fort.

Die Stadt Wolfenbüttel will aber auch ein Zeichen setzen und die Innenstadt zumindest besonders stimmungsvoll gestalten, damit wenigstens die erforderlichen Einkäufe bei den großartigen Einzelhändlern der Stadt unter weihnachtlichem Flair erfolgen können. Natürlich mit Abstand und Alltagsmaske.


18.00 Uhr: Inzidenzampel in Salzgitter auf Dunkelrot

In Salzgitter gibt es wieder viele neue Covid-19-Fälle. Die Stadt meldet am Abend 37 Neuinfektionen. Damit schießt der Inzidenzwert auf 127,1. Die Gesamtzahl der Infizierten beträgt 481.

  • akut erkrankt sind 177 Personen,
  • als nicht mehr infektiös gelten 292 Personen
  • verstorben sind zwölf Personen

„Das Ausbruchsgeschehen ist weiterhin vielfältig, das betrifft sowohl die Orte des Ausbruchsgeschehen als auch das Alter der an Covid-19 erkrankten Personen“, beschreibt eine Sprecherin die aktuelle Corona-Lage.

So seien neben einzelnen Erwachsenen auch Kinder der Grundschulen „Am Ostertal“ und „Am Sonnenberg“, der Realschule in Salzgitter-Bad und der Berufsbildenden Schule betroffen.

Im Krankenhaus ist heute eine über 70-jährige Frau mit einer Covid-19-Infektionen verstorben.

Anmerkung: Dass es immer mal wieder unterschiedliche Corona-Fallzahlen gibt, liegt an den Meldeketten. Unter anderem sind die Zahlen von Gesundheitsämtern oft höher, weil die Behörde sie direkt veröffentlicht.

17.40 Uhr: Goslar meldet neun neue Fälle

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Landkreis Goslar ist im Vergleich zu gestern um neun Fälle auf 427 gestiegen. In den letzten sieben Tagen sind 42,1 Meldungen pro 100.000 Einwohner erfasst worden.

317 Personen, die sich nachweislich mit dem Virus angesteckt haben, gelten dem ´Landkreis zufolge inzwischen als genesen. 25 Bürger sind an oder mit Corona verstorben. Demnach sind aktuell 85 Personen mit Covid-19 infiziert. 478 Krankheitsverdächtige befinden sich in häuslicher Isolation.

Mit Blick auf den wichtigen Fortbetrieb der Schulen empfiehlt das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar ab einer wöchentlichen Inzidenz von 50 Neuinfektionen dringend die Einführung einer Maskenpflicht während des Unterrichts. Diese soll für die Schüler der weiterführenden Schulen ab der fünften Jahrgangsstufe gelten.

Außerdem sei unbedingt zu beachten, dass die Klassenräume vor und nach jedem Unterricht und während des Unterrichts gelüftet werden müssen. Die Faustregel laute „20 – 5 – 20 Minuten“. Das bedeute, dass nach 20 Minuten Unterricht jeweils eine Stoßlüftung von fünf Minuten Dauer erfolgt.

Bei einer unzureichenden Lüftung reicht eine Covid-positive Person über 30 Minuten im Raum um alle anderen Anwesenden in Quarantäne zu schicken. Sind die Fenster nur gekippt, dann ist der Raum unzureichend gelüftet gewesen.

16.57 Uhr: Braunschweiger Weihnachtsmarkt weiter unsicher

Das in der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossene Veranstaltungsverbot betrifft auch den Braunschweiger Weihnachtsmarkt. Ein Beginn des Marktes im November ist damit nicht möglich. Die Braunschweig Stadtmarketing GmbH hält die Option auf einen späteren und veränderten Markt offen.

Weihnachtsmarkt in Braunschweig
news38.de

„Die Beschlüsse auf Bundesebene wirken sich leider auch auf unseren Weihnachtsmarkt aus. Das Veranstaltungsverbot ist eindeutig und bindend für uns als Veranstalter des Braunschweiger Weihnachtsmarktes. Der Markt kann deshalb nicht wie geplant im November starten“, erklärt Gerold Leppa, Geschäftsführer des Stadtmarketings. „Ob der Weihnachtsmarkt überhaupt stattfinden kann und in welcher Form, ist derzeit unsicher.“

Eine Absage sei das aber nicht. „Wir haben uns dazu entschieden, die Option offen zu halten, im Dezember mindestens ein vergleichbares Angebot zu haben. Aber auch dafür gilt es, die dann geltenden Regelungen abzuwarten“, so Leppa. „Wir werden jetzt so schnell wie möglich alle Beteiligten entsprechend informieren.“

16.50 Uhr: Corona-Fälle in Wolfenbütteler Seniorenresidenz

In der Seniorenresidenz Haus Curanum in Wolfenbüttel gibt es derzeit zwei bestätigte Fälle unter den Bewohnern, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Ein weiterer Verdachtsfall ist in Klärung.

Das Gesundheitsamt hat direkt reagiert.Am späten Mittwochnachmittag wurden alle Mitarbeiter der Einrichtung getestet und Rachenabstrichproben genommen. Mehre Quarantänen für Mitarbeitende wurden ausgesprochen. Weitere Testungen der Bewohner sind geplant.

Das Haus Curanum arbeitet eng mit dem Gesundheitsamt zusammen, alle weiteren Maßnahmen werden abgestimmt. Die Einrichtung informiert derzeit alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörige über die aktuelle Situation. Ein Besuch im Haus Curanum ist für Angehörige derzeit nicht möglich.

16.20 Uhr: Gericht kippt Sperrstunde und Außer-Haus-Verkaufsverbot

Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat die coronabedingte Sperrstunde sowie das Außer-Haus-Verkaufsverbot für Alkohol in Niedersachsen gekippt und damit einer Antragstellerin aus Delmenhorst in einem Eilverfahren Recht gegeben. Wie das Gericht mitteilt, wurde damit die entsprechende Bestimmung in der Verordnung außer Vollzug gesetzt.

Der 13. Senat stellt deutlich heraus, dass angesichts der derzeit stark steigenden Infiziertenzahlen in weiten Teilen des Bundesgebiets und Niedersachsens die gesetzlichen Voraussetzungen für ein staatliches Handeln durch infektionsschützende Maßnahmen zwar erfüllt seien.

Er findet die Verknüpfung der Verbote allein an den Inzidenzwert aber nicht ausreichend. Es sei nicht sichergestellt, dass das Infektionsgeschehen damit vollständig widergespiegelt sei. Das hatte der 13. Senat auch beim Beherbergungsverbot bemängelt.

Die Untersagung des gegenüber der Sperrzeit zeitlich unbegrenzten Alkohol-Außer-Haus-Verkaufsverbots bewirke schließlich eine Ungleichbehandlung gegenüber nicht gastronomischen Betrieben, denen der der Verkauf alkoholischer Getränke nicht untersagt worden sei.

Die Antragstellerin betreibt in Delmenhorst eine Bar. Die vorläufige Außervollzugsetzung ist allgemeinverbindlich, der Beschluss unanfechtbar. Über die weiteren Verfahren gegen die Sperrstunden-Verordnung des Landes - je ein Antrag aus Delmenhorst und Osnabrück - wurde nicht entschieden, im Kern entsprach das Gericht dem Begehren, hieß es.

Seit vergangenen Freitag galt mit der Corona-Verordnung für Niedersachsen eine Sperrstunde zwischen 23.00 und 6.00 Uhr, wenn eine Kommune über dem kritischen Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche liegt. Steigt der kritische Wert auf 50, durften Gastronomiebetriebe zudem keine alkoholischen Getränke mehr außer Haus verkaufen.

14.21 Uhr: Stadt Braunschweig appelliert: Besser keine Halloween-Umzüge

Die Stadt Braunschweig appelliert, „das Halloween-Fest in diesem Jahr nach Möglichkeit zu Hause und nur mit dem eigenen Hausstand zu feiern.“

„Zum Wohle aller sollten wir daher in diesem Jahr auf einige liebgewonnene Traditionen verzichten. Das betrifft leider auch Halloween und die Martins-Umzüge im November. Ich bitte Sie daher, verzichten Sie in diesem Jahr auf Umzüge mit ihren Kindern zu Halloween und dem Martinstag!", sagte Gesundheitsdezernentin Dr. Christine Arbogast.

Kontaktbeschränkungen und Mindestabstand gelten auch für Halloween-Umzüge und -Feiern.

14.18 Uhr: Bäder in Braunschweig schließen wieder

Das Freizeitbad Wasserwelt, der BürgerBadePark sowie das Sportbad Heidberg bleiben mindestens vom 02. - 30.11.2020 geschlossen. Damit folgen die Bäder der Verfügung der Landesregierung.

„Alle Kurse werden bis zum Ende des Jahres abgesagt. Die Stadtbad GmbH zahlt ausgefallene Kursstunden aus“, heißt es in einer Mitteilung. Teilnehmer soll benachrichtigt werden. Die Gültigkeit von bereits erworbenen Eintrittskarten oder Gutscheinen verlängert sich jeweils um den Zeitraum der verfügten Schließung der jeweiligen Einrichtung.

14.15 Uhr: Weil richtet drastische Worte an die Bürger

Ministerpräsident Stephan Weil hat sich mit eindringlichen Worten an die Bevölkerung gewandt. Die Lage sei ernst. Der SPD-Politiker nennt Zahlen, die zum Nachdenken anregen sollen. >> Hier mehr dazu!

12.55 Uhr: Nächstes Besuchsverbot!

Immer mehr Kliniken in der Region38 erlassen Besuchsverbote. Jetzt auch das Klinikum Peine. Dort hat die Geschäftsführung des Klinikums mit sofortiger Wirkung ein generelles Besuchsverbot erlassen. Patienten können daher ab sofort keine Besuche mehr empfangen.

Einzige Ausnahme: Besuche von palliativmedizinisch betreuten Patienten, Menschen im Sterbeprozess sowie in der Sterbebegleitung.

12.14 Uhr: Besuchsverbot auch in Klinik in Helmstedt

Nachdem gestern das Klinikum Wolfsburg ein Besuchsverbot angekündigt hat, setzt nun auch die Helios Klinik in Hemstedt auf ein solches Verbot, um die Corona-Infektionszahlen zu senken. Ab morgen gilt es in der Einrichtung.

„Es ist unsere Pflicht, unsere Patienten und Mitarbeiter zu schützen. Daher haben wir keine andere Wahl, als frühzeitig zu reagieren“, so Matthias Hahn, Klinikgeschäftsführer. Das Besuchsverbot gilt dabei auch für werdende Väter während der Geburt ihres Kindes. Im Kreißsaal darf keine Begleitperson dabei sein. Für werdende Väter gibt es jedoch eine Ausnahme: Zwischen 15 und 18 Uhr darf er oder eine Begleitperson nach Anmeldung die Klinik besuchen. Auch für palliativ versorgte Patienten gibt es Ausnahmen.

11.57 Uhr: Kulturbranche von zweitem Lockdown hart getroffen

Die geplanten Schließungen von Theatern, Opern- und Konzerthäusern in der Corona-Krise treffen die Kulturbranche nach Einschätzung der Intendantin der Staatsoper Hannover, Laura Berman, hart. „Ich hoffe, dass damit die weitere Ausbreitung des Coronavirus wirksam durchbrochen werden kann und wir so schnell wie möglich wieder zu einem aktiven Kultur- und Gesellschaftsleben zurückkehren können“, sagte Berman am Donnerstag.

„Wir werden den November nutzen, um neue Produktionen weiter zu proben, damit wir unserem Publikum im Dezember wieder verschiedene Stücke zeigen können.“ Auch sollten Produktionen filmisch aufgezeichnet werden, um sie dann auf Streaming-Plattformen zu zeigen.

11.12 Uhr: Gastronomen aus Braunschweig berichten

„Ich kann nur für mich sprechen, aber das Jahresende wird ordentlich ungemütlich und es geht weiter an die Reserven“, sagt Lars Nussbaum, der diverse Lokale in Braunschweig betreibt. Wie sieht die Lage für Gastronomen in Braunschweig aus? >> Wir haben mit zwei Betreibern gesprochen.

11.01 Uhr: Aktuelle Zahlen aus der Region38

Gesamtzahl der Fälle/ 7-Tagesinzidenz pro 100.000 Einwohner/ Todesfälle

  • Braunschweig: 792 (+29) / 56,5 / 18
  • Gifhorn: 428 (+43) / 55 / 7 (+1)
  • Goslar: 415 (+17) / 41,1 / 27
  • Helmstedt: 228 (+5) / 27,4 / 2
  • Peine 466 (+13) / 72 / 13
  • Salzgitter: 423 / 85,3 / 11
  • Wolfenbüttel: 335 (+16) / 46,8 / 14
  • Wolfsburg: 561 (+9) /45,8 / 52

10.58 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Niedersachsen

  • Fälle: 33.895 (+1.266)
  • Verstorbene an und mit SARS-Cov2: 741 (+6)
  • Genesene: 23.198 (+465)
  • 7-Tagesinzidenz pro 100.000 Einwohner: 71,8

06.02 Uhr: Kritik an Corona-Paket in Niedersachsen

Das öffentliche Leben wird von Montag an auch in Niedersachsen und Bremen wegen der Corona-Pandemie wieder stark heruntergefahren. Die harten Maßnahmen stoßen vor allem in der Wirtschaft auf Bedenken. „Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten gehen einen risikoreichen Weg“, kritisierte der Unternehmerverband Niedersachsenmetall. Ein Großteil des Mittelstands stehe bereits auf der Kippe, jedes zweite Unternehmen allein in der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie stecke in den roten Zahlen. „Für manche Unternehmen wird sich in den kommenden Wochen mehr denn je die Existenzfrage stellen“, sagte der IHK-Hauptgeschäftsführer in Osnabrück, Marco Graf.

Der Landtag in Hannover will nach Worten von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Freitagmittag in einer Sondersitzung zusammenkommen, um über die aktuelle Lage zu beraten.

In Niedersachsen stieg die Zahl der Neuinfektionen zuletzt auf einen Rekordwert. Von den 45 Landkreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen gelten inzwischen 19 als Hotspot. Das Land will den Kommunen nun bis zu 1200 Landesbeamte zur Kontaktnachverfolgung bei Corona-Infizierten zur Verfügung stellen.

Mittwoch, 28. Oktober

21.16 Uhr: Niedersächsischer Fußballverband setzt Spielbetrieb aus

Der Niedersächsische Fußballverband wird seinen Spielbetrieb ab Montag vorerst aussetzen. Das teilte der NFV soeben nach einer virtuell anberaumten außerordentlichen Präsidiumssitzung mit. Damit folgt der Verband dem Ergebnis der Bund-Länder-Zusammenkunft. >> Das sind die neuen Lockdown-Maßnahmen!

Der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist demnach bis Ende November untersagt. In den Gebieten Niedersachsens, wo die Corona-Situation eine Austragung der Partien zulässt, darf am kommenden Wochenende aber noch gespielt werden.

NFV-Präsident Günter Distelrath appellierte an alle Beteiligten, sich in den kommenden Wochen an die Kontaktbeschränkungen zu halten. Er wisse, dass die Spielpause die Vereine hart treffe. Aber es sei „wesentlich, dass wir uns die nächsten Wochen diszipliniert verhalten, um möglichst schnell wieder in den Spielbetrieb einsteigen zu können.“

21.13 Uhr: VW verschärft Maskenpflicht

Auch VW reagiert auf die steigenden Corona-Fallzahlen. Zwar will VW die Produktion aufrecht erhalten – die Mitarbeiter in den Werken müssen sich aber auf einige Neuerungen einstellen. >> Mehr dazu liest du HIER!

20.31 Uhr: Braunschweiger Wintertheater 2020 abgesagt

Das Wintertheater 2020 in Braunschweig muss kurz vor dem Start abgesagt werden. „Die rapide ansteigenden Infektionszahlen und die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern lassen uns keine andere Wahl“, heißt es am Abend.

„Nach Monaten intensiver Arbeit, nach einer emotionalen Achterbahnfahrt durch Ämter, Hygienekonzepte und Prognosen, nach unzähligen Meetings, Proben und gegenseitigem Mutmachen, hatten wir uns unfassbar auf den Start des Wintertheaters 2020 gefreut.“

Die Enttäuschung sei unbeschreiblich groß, aber der Versuch sei es wert gewesen. „Wir werden uns
auch in Zukunft nicht unterkriegen lassen und alles dafür geben, im nächsten Jahr wieder unsere geliebten Stücke wie Die Braunschweiger Weihnachtsgeschichte, Winterklater und Co. auf die Bühne zu bringen.“

Die Stadt Braunschweig brauche Kultur, ohne Kultur verkümmere ihre Seele. „Wir ziehen den Hut vor unserem Ensemble, allen Soloselbstständigen und Dienstleistern für die uneingeschränkte Bereitschaft, trotz schwieriger Umstände, die Türen unseres Spiegelzeltes öffnen zu wollen“, so das Wintertheater-Team.

Die Eintrittskarten würden in den nächsten drei Wochen unaufgefordert zurückerstattet. „Wir sind traurig – wir hätten so gerne für euch gespielt.“

20.11 Uhr: Schulen und Kindergärten sollen offen bleiben

Während des neuen temporären Lockdowns sollen in Niedersachsen Schulen und Kindergärten möglichst uneingeschränkt geöffnet bleiben. Das betonte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) vor wenigen Minuten.

„Neben dem Schutz von Leben und Gesundheit bei immer mehr Menschen ist es unser vordringlicher Wunsch, so lange wie irgend möglich Krippen, Kitas und Schulen im Präsenzbetrieb zu halten und den größten Teil der Wirtschaftsunternehmen weiterlaufen zu lassen“, sagte Weil.

„Wir haben jetzt noch die Chance, die Infektionsdynamik zu durchbrechen und in der Weihnachtszeit wieder halbwegs normale Verhältnisse zu haben.“

19.53 Uhr: Weil: Corona-Lage in Niedersachsen entspannter als im Bundesschnitt

In Niedersachsen ist die Corona-Lage nach Worten von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) immer noch entspannter als anderswo. Das Land sei bei den Fallzahlen 30 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt, sagte Weil soeben in Berlin.

Trotzdem würden auch hier die Zahlen deutlich nach oben gehen. „Immer größere Teile unserer Landkarte sind rot“, sagte Weil. „Wenn wir es nicht schaffen, die Dynamik bei den Infektionen zu brechen, können wir uns ziemlich klar ausrechnen, wo wir dann Weihnachten stehen.“

In Anbetracht der ernsten Situation seien die von den Ländern und dem Bund beschlossenen Maßnahmen ohne Alternative, betonte Weil.

19.42 Uhr: Klinikum Wolfsburg erlässt Besuchsverbot

Das Klinikum Wolfsburg macht seine Türen zu. Wegen der ansteigenden Corona-Zahlen sind Besuche hier ab morgen erstmal nicht mehr möglich. Ein entsprechendes Verbot hat das Klinikum erlassen.

Ausnahmen können nach vorheriger Rücksprache aus medizinischen oder palliativmedizinischen Gründen sowie in der Geburtshilfe, der Kinderklinik und für Blutspenderspender ermöglicht werden, teilt das Klinikum mit.

„Um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken und insbesondere, um die uns anvertrauten Patienten, aber auch unsere Mitarbeitenden zu schützen, haben wir diese Entscheidung treffen müssen. Die Erfahrungen aus dem Frühjahr haben gezeigt, wie wichtig es ist, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen“, erklärt die stellvertretende Klinikumsdirektorin Katrin Stary.

Klinikumsdezernentin Monika Müller erläutert: „Wir bitten alle Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen um Verständnis für diesen Schritt. Mit dem Besuchsverbot reagieren wir auf die aktuelle Infektionslage - auch um zu verhindern, dass unser Gesundheitssystem überlastet wird. Sobald wie möglich werden wir das Verbot natürlich wieder lockern."

Das Klinikum sagt zudem zahlreiche geplante Veranstaltungen, Vorträge und Schulungen ab. Auch die gerade erst von der Geburtshilfe wieder angebotenen Infoveranstaltungen für werdende Eltern müssen erneut ausgesetzt werden.

Dagegen bieten die Ambulanzen vorerst weiter Sprechstundentermine an. Das Klinikum weist darauf hin, dass Patienten zu den Terminen möglichst ohne Begleitung kommen sollen. Ausnahmen für hilfsbedürftige Personen seien nach Rücksprache möglich.

Grundsätzlich gilt im Klinikum die Pflicht mindestens eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Alltagsmasken sind nicht gestattet. Zu den geltenden Hygienebestimmungen gehören auch die Händedesinfektion und das Einhalten von Mindestabständen zu anderen Personen.

19.04 Uhr: Inzidenz in Goslar steigt auf 40,7

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Goslar ist erneut gestiegen. Im Vergleich zu gestern registrierte das Gesundheitsamt 16 neue Fälle, so dass seit Beginn der Pandemie 418 bestätigte Fälle vorliegen.

In den letzten sieben Tagen sind 40,7 Meldungen pro 100.000 Einwohner erfasst worden, meldet der Landkreis. 316 Personen, die sich nachweislich mit dem Virus angesteckt haben, gelten inzwischen als genesen. 25 Bürger des Landkreises sind an oder mit Corona verstorben. Somit sind gegenwärtig 77 Personen mit Covid-19 infiziert. 408 Krankheitsverdächtige befinden sich in häuslicher Isolation.

18.58 Uhr: Karnevalisten beugen sich

Das Coronavirus trifft auch Braunschweigs Karnevalisten bis ins Mark: Sie haben heute die öffentliche Prinzenproklamation, den Prinzensudanstich und das Biwak auf dem Kohlmarkt abgesagt. Die aktuellen Covid-19-Zahlen ließen nichts anderes zu, erklärte Zugmarschall Gerhard Baller.

Die Braunschweiger Karnevalisten planen stattdessen am 11.11. eine digitale, nicht-öffentliche Prinzenproklamation im „kleinsten Kreis“ in der Dornse. Auch der traditionelle Prinzensud-Anstich solle nicht fehlen.

Auf einem YouTube-Kanal sowie den Facebook-Seiten aller Karnevalsgesellschaften in und um Braunschweig soll es ab 11 Uhr einen Livestream geben.

Jetzt hoffen die Braunschweiger Karnevalisten, dass sich das Infektionsgeschehen in
den nächsten Tagen nicht soweit dramatisch verschärft, dass auch diese interne Veranstaltung abgesagt werden muss.

18.00 Uhr: Verdi wendet sich an Maskenverweigerer

Mit Blick auf angekündigte neue Demonstrationen von Corona-Skeptikern, Maskenverweigerern und angeblichen Querdenkern macht die Gewerkschaft Verdi sich Sorgen um den Schutz der Beschäftigten in einigen Branchen.

Insbesondere im Dienstleistungsbereich sei der direkte Kontakt zu Kunden, zu Ratsuchenden, zu Patienten, zu Pflegebedürftigen, zu Kindern und Jugendlichen und Heimbewohnern elementar.

Geschäftsführer Sebastian Wertmüller appelliert zuallererst an die Arbeitgeber: „Die Arbeit im Dienstleistungsbereich ist unverzichtbar. Deswegen muss alles dafür getan werden, dass die Beschäftigten sich selber schützen können und vor Infektionen durch Dritte geschützt werden.“

Und weiter: „Wer keine Maske trägt, wer sogar gegen den Mund- und Nasenschutz öffentlich agitiert, wer Abstandsregeln etc. nicht einhält, gefährdet die Menschen, deren Arbeit unverzichtbar ist.“

Deswegen fordert der Verdi-Bezirk auch alle Skeptike und Kritiker auf: „Halten Sie sich – bei aller legitimer Kritik - an die Spielregeln! Unsere Kolleginnen und Kollegen haben es nicht verdient, durch bewussten Verzicht auf Schutzmaßnahmen gefährdet zu werden. Also lasst bitte den Quatsch!“ >> Mehr zur geplanten Demo in Braunschweig!

17.14 Uhr: Landtag kommt eventuell zu Sondersitzung zusammen

Der niedersächsische Landtag wird möglicherweise noch in der laufenden Woche in einer Sondersitzung über die neuen Einschränkungen in der Corona-Krise beraten.

Eine entsprechende Forderung der FDP fand heute die Unterstützung der übrigen Landtagsfraktionen. FDP-Fraktionschef Stefan Birkner hatte angesichts der Konsequenzen für die Bevölkerung eine Sondersitzung verlangt. „Wir wollen, dass sich der Landtag mit den Beschlüssen und ihrer Umsetzung in Niedersachsen befasst. Wir blicken auf schwerwiegende Konsequenzen für die Wirtschaft und die Bevölkerung, dazu muss der Landtag beraten.“

Die SPD-Fraktionschefin Johanne Modder erklärte, mit den anderen Fraktionen noch am Mittwoch über einen möglichen Termin zu beraten, um den Landtag möglichst schnell einberufen zu können. Der Höchststand an Infektionen und die bevorstehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens machten eine kurzfristige Beteiligung des Parlaments notwendig, so Modder.

Wie der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion Jens Nacke sagte, zeichneten sich erneut schwere Eingriffe in das öffentliche und private Leben ab. „Es ist wichtig, dass wir das im Parlament diskutieren und alle Meinungen gehört werden.“

„Wir gehen davon aus, dass die Landesregierung den Landtag umgehend über die weitreichenden Lockdown-Maßnahmen unterrichtet“, erklärte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Julia Willie Hamburg. Hierfür komme eine Sondersitzung des Landtags in Frage. „Dort erwarten wir von der Landesregierung auch ein erstes Konzept, wie gerade mit dem Blick auf die Wintermonate endlich mehr Vorsorge geschaffen wird, so dass nicht immer nur kurzfristig reagiert wird.“

16.49 Uhr: Kreis Helmstedt fährt Krisenstab wieder hoch

Der Landkreis Helmstedt fährt den Corona-Krisenstab wieder hoch. Zweimal wöchentlich will sich der Krisenstab künftig wieder treffen. Aktuell wird nach Angaben des Landkreises diskutiert, ob und an welchen belebten Orten im öffentlichen Raum auch im Freien eine Maskenpflicht gelten soll. Aktuell liegt der Inzidenz-Wert in Helmstedt bei 31,8.

15.38 Uhr: Eintracht plant gegen Nürnberg mit Zuschauern

Eintracht Braunschweig plant für das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am Samstag mit Zuschauern. Allerdings wackelt das neue Konzept noch. >> Mehr zum aktuellen Stand erfährst du hier!

14.14 Uhr: Polizei Hannover schließt Geschäfte und Bordell

In Hannover hat die Polizei nach Verstößen gegen die Corona-Beschränkungen elf Geschäfte, Restaurants, Friseurläden und ein Bordell geschlossen. Über mehrere Stunden hätten Polizeibeamte am Dienstag Geschäfte in der Innenstadt überprüft und seien „deutlich sichtbar“ in der Fußgängerzone unterwegs gewesen, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Mehrere Menschen seien auf die Maskenpflicht angesprochen worden. Allein in der Markthalle in der Innenstadt wurden 19 Betriebe geprüft, in 15 Fällen kam es zu „Gefährderansprachen“ wegen einzelner Mängel. In drei Fällen wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

In einem Café wurden keine Kundendaten erfasst, mehrere Friseursalons wurden wegen diverser Verstöße geschlossen, wie die Polizei mitteilte. Das galt auch für mehrere Restaurants, in einem Fall wurde die Gaststätte versiegelt, weil sich der Betreiber uneinsichtig zeigte. Ein Bordell wiederum wurde erneut geschlossen, weil es keine Einlasskontrollen gab und gegen die vorherige Schließungsverfügung verstoßen wurde.

Weil es kein Hygienekonzept gab, musste zudem eine Shisha-Bar schließen. Die Wasserpfeifen wurden zudem unzureichend gereinigt und der Tabak unversteuert abgegeben, wie es weiter hieß.

12.43 Uhr: Althusmann warnt vor zu harten Beschränkungen

Trotz massiv steigender Corona-Infektionszahlen hat Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann vor zu harten Beschränkungen abgeraten. Es sei nicht nötig, etwa die Gastronomie zu schließen oder die Produktion bei Volkswagen stillzulegen, sagte der CDU-Politiker dem „Handelsblatt“. „Wir brauchen keine Wiederholung des harten Lockdowns wie im Frühjahr.“

Es gebe gute Hygienekonzepte. Wichtig sei, Gesundheitsämter besser auszustatten, den Datenaustausch zu verbessern „und dann lokal begrenzt zu reagieren“. Althusmann betonte: „Wir müssen mit Verstand und kühlem Kopf an die Sache herangehen. Die Verhältnismäßigkeit der Mittel muss gewahrt bleiben.“

Der Minister verwies auf eine Studie der KfW-Bankengruppe, wonach coronabedingt im Mittelstand eine Million Arbeitsplätze verloren gehen könnten. „Da mache ich mir große Sorgen“, sagte Althusmann.

12.32 Uhr: Goslar kippt Weihnachtsmarkt

Er gehört zu den beliebtesten Weihnachtsmärkten in der Region – der Weihnachtsmarkt in Goslar. Jetzt aber ist es offiziell: Die Stadt hat den Goslarer Weihnachtsmarkt 2020 offiziell abgesagt.

„Wir können keinen Weihnachtsmarkt verantworten“, sagte Oberbürgermeister Oliver Junk am Mittwoch. Es wird also auch keine alternative Lösung geben. Immerhin: Die Stadt soll weihnachtlich beleuchtet werden, berichtet die „Goslarsche Zeitung“.

12.24 Uhr: Aktuelle Zahlen für Niedersachsen

In den vergangenen 24 Stunden hat es in Niedersachsen 1059 neue Corona-Fälle gegeben. Damit zählt Niedersachsen seit Beginn der Pandemie 32.629 Fälle.

Das sind sie Zahlen für unsere Region:

  • Braunschweig: 763 (+27), Inzidenz von 53,3
  • Gifhorn: 385, Inzidenz von 30,6
  • Goslar: 398 (+10), Inzidenz von 30,8
  • Region Hannover: 6.158 (+1528), Inzidenz von 70,4
  • Helmstedt: 231 (+5), Inzidenz von 16,4
  • Peine: 453 (+23), Inzidenz von 66,8
  • Salzgitter: 423 (+28), Inzidenz von 91,1
  • Wolfenbüttel: 319 (+10), Inzidenz von 45,1
  • Wolfsburg: 552 (+11), Inzidenz von 45

12.22 Uhr: Corona-Fall in Flüchtlingsunterkunft im Kreis Gifhorn

Der Kreis Gifhorn meldet einen positiven Corona-Fall in der Flüchtlingsunterkunft „Pastor-Bammel-Haus“ im Kreis Gifhorn. Alle 52 Bewohner des Hauses stehen nach Angaben des Kreises ab sofort unter Quarantäne. Betroffen sind außerdem vier Mitarbeiter. Ab dem kommenden Donnerstag will das Gesundheitsamt alle Bewohner und Mitarbeiter testen.

10.58 Uhr: Braunschweig übersteig 50er-Grenze

Bislang sind insgesamt 761 Fälle (+27 seit gestern) in Braunschweig nachgewiesen worden. Davon sind aktuell 162 (-6 seit gestern ) Personen mit dem Virus "SARS-CoV-2" infiziert. 581 festgestellte Infektionsfälle sind bereits genesen (+ 33 seit gestern). Bisher hat es in Braunschweig 18 Todesfälle (+0 seit 11. Juni) in Zusammenhang mit dem Corona-Virus gegeben. Die verstorbenen Personen waren zwischen 55 und 96 Jahren alt.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 53,7. Damit gilt die Maskenpflicht in bestimmten Bereichen Braunschweigs. Damit du den Überblick behältst, haben wir HIER alle Regeln zusammengefasst.

07.13 Uhr: Reimann erwartet zeitnah striktere Corona-Einschränkungen

Angesichts der Verschärfung der Corona-Krise rechnet Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD) zeitnah mit strikteren Beschränkungen und Eingriffen in das öffentliche Leben. „Wenn die Zahlen flächendeckend weiter steigen, werden wir in bestimmten Lebensbereichen wieder stärkere Einschränkungen vornehmen müssen“, sagte Reimann der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. „Aus meiner Sicht sollten die Schulen und Kitas davon jedoch so lange wie irgend möglich ausgenommen sein.“

Eine Ausgangssperre sollte das letzte Mittel der Beschränkungen sein. Oberstes Ziel sei es, die Zahl der persönlichen Kontakte zu reduzieren, so Reimann. Auch wenn die Lage in den Kliniken derzeit noch vergleichsweise entspannt sei und die Zahl der Beatmungsgeräte erhöht worden sei, seien die Kapazitäten dort nicht unendlich, sagte Reimann. „Die mittelfristige Entwicklung in den Krankenhäusern ist das, was mir am meisten Sorgen macht.“

(news38.de mit dpa)