Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Alle neuen Fälle in Wolfsburg sind Reiserückkehrer – ein Detail ist besonders auffällig

Alle neuen Corona-Fälle in Wolfsburg betreffen laut Stadt Reiserückkehrer. Ein Detail ist dabei besonders auffällig.
Alle neuen Corona-Fälle in Wolfsburg betreffen laut Stadt Reiserückkehrer. Ein Detail ist dabei besonders auffällig.
Foto: imago images / localpic
  • Hier erfährst du alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie

Niedersachsen. Corona bestimmte in den vergangenen Monaten das öffentliche Leben in Niedersachsen. Nach den Lockerungen und während der Urlaubszeit steigen die Fallzahlen wieder an. Die Behörden sind alarmiert.

Niedersachsen steht weiter vor der Herausforderung, dem Coronavirus keinen Raum zu geben und Infektionsketten möglichst schnell zu kappen. Daher bleibt es für alle Pflicht, Abstände und Hygieneregeln einzuhalten und beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Offizielle Corona-Warn-App: Was bedeutet anonymes Tracing?
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Alles, was du zum Coronavirs wissen musst:

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Die aktuellen Fallzahlen zum Virus hast du mit unserer Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

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Samstag, 15. August

13 Uhr: Aktuelle Zahlen für Niedersachsen

15.299 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind derzeit in Niedersachsen bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) gemeldet worden. Insgesamt 656 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA als verstorben gemeldet.

Genesen sind in Niedersachsen rund 13.607 der bislang gemeldeten Fälle. Das entspricht einem Anteil von 88,9 Prozent.

Freitag, 14. August

16.15 Uhr: Alle neuen Fälle in Wolfsburg sind Reiserückkehrer

Alle neu gemeldeten Infektionen in Wolfsburg sind nach Angaben der Stadt bei Reiserückkehrern aufgetreten. Und eine Sache ist dabei besonders auffällig. Denn laut Stadt betrafen alle Fälle Personen im Alter von unter 30 Jahren.

Oberbürgermeister Klaus Mohrs: „Wir müssen uns weiterhin schützen – auch junge Menschen können sich und ihr Umfeld infizieren. Ich habe den Eindruck, viele meinen, sie seien nicht betroffen, weil sie jung und fit sind. Das ist jedoch ein Trugschluss.“

13.38 Uhr: Urlauber können Corona-Test selbst buchen

Reiserückkehrer können in Niedersachsen ab Freitagnachmittag selbst einen Corona-Test buchen. Das gab die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) bekannt. „Das heißt, wenn man als Reiserückkehrer auf einen Test zurückgreifen möchte, kann man sich online bei der KVN in das entsprechende Testzentrum einbuchen“, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Oliver Grimm, in Hannover. Zuvor lief das über die Hausärzte.

„Die Termine werden in einem Zeitrahmen von 72 Stunden vergeben - danach verfällt ohnehin der Anspruch für Rückkehrer aus dem Ausland auf einen kostenlosen Test“, so die KVN. Auch für mehrere Personen, etwa eine ganze Familie, können Termine gebucht werden.

Wie bereits am Flughafen in Hannover erhielten die Betroffenen dann entweder direkt beim Test oder später per E-Mail einen Zugangscode zur jeweiligen Webseite des Labors, erklärte Grimm. Mit diesem Zugangscode könnten die getesteten Personen ihr Ergebnis herunterladen und als PDF ausdrucken. Grundsätzlich stehe auch immer der Weg zum Hausarzt offen, um dort einen Test zu beantragen, sagte Grimm.

11.30 Uhr: Quarantäne für Clausthaler Studentenwohnheim beendet

Die Studenten dürfen wieder raus! Nach dem Corona-Ausbruch Ende Juli in einem Clausthaler Studentenheim war das gesamte Haus für einen Zeitraum von 14 Tagen unter Quarantäne gestellt worden. Dieses Zeitfenster ist abgelaufen.

Es habe keine weiteren Corona-Fälle mehr gegeben, meldet der Landkreis Goslar. Alle der rund 40 Bewohner könnten die Anlage wieder verlassen. Zehn von ihnen waren positiv aufs Coronavirus getestet worden.

10.22 Uhr: Die neuen Fallzahlen!

Die Zahl neuer SARS-CoV-2-Infektionen in Niedersachsen ist abermals stark angestiegen. Am Freitag (Stand 9 Uhr) wurden 87 neue Fälle registriert, so das Sozialministerium. Insgesamt gibt es 15.299 Fälle.

Einen neuen Todesfall meldet die Region Hannover, demnach gibt es jetzt 656 Corona-Tote in unserem Bundesland.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle / Tote):

  • Stadt Braunschweig: 367 / 18
  • Kreis Gifhorn: 178 (+1) / 4
  • Kreis Goslar: 274 / 28
  • Region Hannover: 3.081 (+26) / 120
  • Kreis Helmstedt: 149 / 1
  • Kreis Hildesheim: 463 / 8
  • Kreis Peine: 182 / 11
  • Stadt Salzgitter: 176 (+1) / 9
  • Kreis Wolfenbüttel: 205 / 14
  • Stadt Wolfsburg: 392 (+2) / 52

Von der Gesamtzahl der Fälle gelten 13.607 Fälle als genesen (88,9 Prozent). Die Sieben-Tages-Inzidenz je 100.000 Einwohner liegt dem Sozialministerium zufolge landesweit bei 5,5.

8.05 Uhr: Weil hält Regelbetrieb in Schulen für vertretbar

In Niedersachsen soll nach den Sommerferien an den Schulen im Grundsatz wieder der Regelbetrieb gelten. Dies sei vor dem Hintergrund der derzeitigen Fallzahlen „gut vertretbar“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) dem „Weser-Kurier“ (Freitag).

„Zwar haben wir wieder mehr Neuinfektionen. Aber wir sind nach wie vor in einem gut beherrschbaren Bereich unterwegs.“ In Niedersachsen gebe es derzeit 5,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Das sei überschaubar. „Deshalb zögere ich auch, von einer zweiten Welle zu sprechen“, erklärte Weil.

Mit einer möglichst raschen Rückkehr zum Regelbetrieb strebt die Landesregierung auch an, mögliche Nachteile für Schüler aus sozial schwächeren Familien zu vermeiden. Wer zu Hause gefördert werde und eine hohe Motivation mitbringe, der komme mit Unterrichtsformen zu Hause (Home-Schooling) ganz gut zu recht, sagte Weil.

Wo diese Voraussetzungen aber fehlten, werde der Abstand zu anderen Schülern schnell größer. „Das bereitet uns natürlich Sorgen.“ Die Sommerferien dauern in Niedersachsen noch bis zum 26. August.

6.52 Uhr: Doch nur ein Corona-Toter in Helmstedt

Im Kreis Helmstedt bleibt es bei einem Corona-Toten. Das Gesundheitsministerium hat sich hinsichtlich eines Todesfalls aus Schöningen korrigiert. Die betroffene Person sei an einer Vorerkrankung verstorben – und nicht an Covid-19.

Insgesamt zählte der Kreis Helmstedt bisher 150 Corona-Fälle, acht sind noch aktiv.

Donnerstag, 13. August

16.50 Uhr: Keine Pannen bei Coronatests

Nach Bekanntwerden von Pannen bei Coronatests in Bayern gibt es in Niedersachsen bisher keine Hinweise auf ähnliche Probleme. Das sagte am Donnerstag der Sprecher des Sozialministeriums in Hannover, Oliver Grimm.

In Bayern waren Menschen nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub getestet worden und hatten erst mit langer Verzögerung erfahren, dass sie an Corona erkrankt waren - in der Zwischenzeit hätten sie auch weitere Menschen anstecken können, ohne es zu wissen.

Von etwa 1.000 positiven Tests seien inzwischen 908 Betroffene informiert worden, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Donnerstag in München.

11.32 Uhr: Viele Neu-Infektionen in Niedersachsen

Die Zahl neuer SARS-CoV-2-Infektionen in Niedersachsen ist vergleichsweise stark angestiegen. Am Donnerstag (Stand 9 Uhr) wurden 97 neue Fälle registriert, so das Sozialministerium. Insgesamt gibt es 15.212 Fälle.

Einen neuen Todesfall gibt es nicht, es bleibt bei 655 Corona-Toten.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle / Tote):

  • Stadt Braunschweig: 367 (+2) / 18
  • Kreis Gifhorn: 177 (+1) / 4
  • Kreis Goslar: 274 (+1) / 28
  • Region Hannover: 3.055 (+24) / 119
  • Kreis Helmstedt: 149 / 2
  • Kreis Hildesheim: 463 (+8) / 8
  • Kreis Peine: 182 / 11
  • Stadt Salzgitter: 175 (+3) / 9
  • Kreis Wolfenbüttel: 205 / 14
  • Stadt Wolfsburg: 390 (+5) / 52

Von der Gesamtzahl der Fälle gelten 13.568 Fälle als genesen (89,2 Prozent). Die Sieben-Tages-Inzidenz je 100.000 Einwohner liegt dem Sozialministerium zufolge landesweit bei 5,6.

9.12 Uhr: Krise brockt Tui Milliardenverlust ein

Der Reisestopp wegen der Corona-Pandemie hat den weltgrößten Tourismuskonzern Tui tief in die roten Zahlen gerissen. Weil das Unternehmen im dritten Geschäftsquartal von April bis Juni fast alle Urlaubsreisen absagen musste, verlor Tui unterm Strich rund 1,4 Milliarden Euro.

Ein Jahr zuvor hatte Tui knapp 23 Millionen Euro Gewinn eingefahren. Der Umsatz sackte nun um 98,5 Prozent auf 72 Millionen Euro ab, so dass das Geld für die Deckung der Betriebskosten nicht ausreichte.

Vorstandschef Fritz Joussen hofft, den Abfluss im laufenden Sommerquartal bis Ende September stoppen zu können. Dazu braucht der Konzern aus Hannover möglichst viele Urlauber. Seit der Wiederaufnahme der Reisen seien 1,7 Millionen Neubuchungen eingegangen, hieß es.

Um die Krise zu überstehen, hat sich Tui inzwischen Staatshilfen im Umfang von drei Milliarden Euro gesichert. Außerdem hat der Vorstand ein umfangreiches Sparprogramm angeschoben.

6.54 Uhr: Scorpions-Sänger trug schon vor Corona Maske

Auf Händeschütteln verzichten, dafür Mund-Nasen-Schutz tragen: Für Scorpions-Sänger Klaus Meine (72) war so manche Hygieneregel, mit der Corona eingedämmt werden soll, schon vor der Pandemie geübte Praxis. „Ich habe schon lange vor Corona Masken getragen“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

„Wenn wir lange Flüge Richtung Amerika gemacht haben zum Beispiel.“ Denn wenn die Band aus Hannover („Wind of Change“) dort auf Tour gehe, spiele sie 20 bis 30 Shows, und dann habe er sich auf der Reise nichts einfangen wollen.

Außerdem verzichte er seit geraumer Zeit aufs Händeschütteln. „Das haben wir schon lange vor Corona eingeführt, weil man einfach jeden Tag vor der Show mit vielen Menschen in Kontakt kommt. Wenn man zum Beispiel noch ein "Meet and Greet" mit Fans macht, sind das schon mal 60 Personen, die alle noch ein Foto mit dir machen wollen und dich am liebsten noch umarmen würden.“

6.30 Uhr: Braunschweig erweitert Grillverbot

Noch bis morgen gilt laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes ein Graslandfeuerindex von 4. Das ist die zweithöchste Gefahrenstufe. Das hat für Grillfreunde in Braunschweig Konsequenzen.

Denn bei dieser Stufe dürfen auch die städtische Grillplätze nicht genutzt werden. Das teilte die Stadt jetzt mit. Es gebe entsprechende Hinweise aufs Verbot.

Das Grillen in öffentlichen Park- und Grünanlagen in Braunschweig ist weiterhin nicht gestattet.

Mittwoch, 12. August

13.17 Uhr: Erste Corona-Hilfen zurückgezahlt - weiter hohe Kreditnachfrage

Etliche kleinere Firmen in Niedersachsen kommen nach den ersten Monaten der Corona-Krise wieder besser zurecht und haben Teile der staatlichen Soforthilfen inzwischen zurückgezahlt. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an Krediten zur Überbrückung von Geschäftseinbußen allerdings hoch, vor allem im Mittelstand.

Nach Angaben der landeseigenen NBank flossen mittlerweile etwa 20 Millionen Euro aus den Programmen zur akuten Unterstützung zurück. Diese Summe verteile sich auf gut 3.500 niedersächsische Betriebe, heißt es vom Institut in Hannover.

Es handelt sich bei dieser Hilfskategorie zwar prinzipiell um Zuschüsse - diese sind jedoch an die Dauer der tatsächlichen Bedürftigkeit gebunden. „Jeder frühere Antragsteller muss seine Einnahmen- und Kostenentwicklung im Blick haben, so dass er Hilfen zurückerstatten kann, wenn sie nicht mehr nötig sind“, erklärt die Bank.

Die insgesamt ausgezahlten Corona-Zuschüsse bewegten sich im Land seit Ende Juni bei etwas mehr als 900 Millionen Euro - es sind keine Anträge mehr möglich! Anders bei Darlehen, wo es weiter staatliche Unterstützung gibt: An Krediten wurde in Niedersachsen mittlerweile eine Gesamtsumme von 389 Millionen Euro bewilligt, noch einmal ein leichter Zuwachs gegenüber den 331 Millionen Euro bis Ende Juni.

Außerdem gibt es nun auch sogenannte Überbrückungshilfen, die sich primär an mittelgroße Betriebe richten. Die Beantragung geht zunächst über Steuerberater- oder Anwaltskanzleien, die NBank übernimmt dann die Umsetzung und Auszahlung. Bisher wollten von diesen Bundeshilfen rund 2500 niedersächsische Unternehmen Gebrauch machen. In etwa zehn Prozent der Fälle seien bereits Auszahlungen angewiesen worden.

11.16 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die Zahl neuer Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter an. Am Mittwoch (Stand 9 Uhr) wurden 74 Neuerkrankungen registriert, so das Sozialministerium. Insgesamt gibt es 15.115 Fälle.

Außerdem wurde ein neuer Todesfall gemeldet – eine Person aus dem Kreis Helmstedt starb nach einer Covid-19-Infektion. Nähere Informationen gibt es hierzu bisher nicht.

Damit gibt es in Niedersachsen jetzt 655 Corona-Tote.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle / Tote):

  • Stadt Braunschweig: 365 / 18
  • Kreis Gifhorn: 176 / 4
  • Kreis Goslar: 273 / 28
  • Region Hannover: 3.031 (+16) / 119
  • Kreis Helmstedt: 149 (+6) / 2
  • Kreis Hildesheim: 455 (+1) / 8
  • Kreis Peine: 182 / 11
  • Stadt Salzgitter: 172 / 9
  • Kreis Wolfenbüttel: 205 (+1) / 14
  • Stadt Wolfsburg: 385 (+1) / 52

Von der Gesamtzahl der Fälle gelten 13.527 Fälle als genesen (89.5 Prozent). Die Sieben-Tages-Inzidenz je 100.000 Einwohner liegt dem Sozialministerium zufolge landesweit bei 5,3.

9.40 Uhr: Musik-Ensembles können städtische Freiflächen nutzen

Chöre, Orchester und andere Musikensembles leiden mit Blick auf gemeinsame Proben weiterhin unter den Einschränkungen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt.

Die Stadt Goslar will helfen – und stellt sechs Freiflächen zum Musizieren zur Verfügung:

  • Neuwerkgarten
  • Münzgarten (zugänglich von 8 bis 20 Uhr)
  • Stadtgarten Oker
  • Wallanlagen
  • Wiese am Frankenberg zwischen Clausthaler Straße und Nonnenweg
  • Wiese am Stadtgarten an der Wachtelpforte

Ein Stromanschluss steht leider nicht zur Verfügung. Es gibt einen Online-Kalender. Dort können sich die Ensembles für die verschiedenen Flächen – im Kalender als Kategorie hinterlegt – mit Datum und Uhrzeit eintragen.

So soll vermieden werden, dass mehrere Ensembles gleichzeitig dieselbe Fläche nutzen wollen. Um Zugang zum Portal zu bekommen, müssen die Chorleiter bzw. Leiter der Musikensembles einmalig ihre E-Mailadresse an veranstaltungen@goslar.de senden. Dann gibt es einen Einladungslink.

Die Stadtverwaltung Goslar bittet um ein rücksichtsvolles Miteinander – sowohl der Ensembles untereinander als auch zwischen Anwohnerschaft und Musikern. So sollen Ensembles die Möglichkeit haben, gemeinsam Musik zu machen.

Zeitgleich sollen sich Anwohner nicht übermäßig gestört fühlen. Des Weiteren erinnert die Verwaltung an die geltenden Abstandsregeln. Die Musikgruppen sind angehalten, selbstständig auf die Einhaltung der Sicherheitsabstände zu achten.

8.00 Uhr: Ärzte in Niedersachsen sind sauer

Ärzte in Niedersachsen haben im Fall der Corona-Abwehr scharfe Kritik an der Gesundheitspolitik geübt, die sich in ihren Augen aus der Verantwortung stiehlt.

Während die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) mit eigenen finanziellen Mitteln die gesamte Infrastruktur für die Corona-Massentests aus dem Boden stampfen müssten, wolle für die Erstattung der Kosten in den zuständigen Behörden und staatlichen Einrichtungen niemand verantwortlich sein, hieß es in einer Mitteilung der KV Niedersachsen (KVN) und der ärztlichen und psychotherapeutischen Berufsverbände in Niedersachsen.

Stattdessen schöben Länder und Kommunen sich die Verantwortung gegenseitig zu.

Dienstag, 11. August

13.36 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die Zahl neuer Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter deutlich an. Am Dienstag (Stand 9 Uhr) wurden 87 Neuerkrankungen registriert, so das Sozialministerium. Insgesamt gibt es 15.041 Fälle. Einen neuen Todesfall gibt es nicht. Es bleibt bei 654 Verstorbenen.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle / Tote):

  • Stadt Braunschweig: 365 / 18
  • Kreis Gifhorn: 176 (+2) / 4
  • Kreis Goslar: 273 / 28
  • Region Hannover: 3.015 (+7) / 119
  • Kreis Helmstedt: 143 / 1
  • Kreis Hildesheim: 454 / 8
  • Kreis Peine: 182 / 11
  • Stadt Salzgitter: 172 / 9
  • Kreis Wolfenbüttel: 204 (+3) / 14
  • Stadt Wolfsburg: 384 / 52

Die Sieben-Tages-Inzidenz je 100.000 Einwohner liegt dem Sozialministerium zufolge landesweit bei 5,2.

12.15 Uhr: FDP schließt Maskenpflicht im Unterricht nicht aus

Die FDP-Fraktion im niedersächsischen Landtag hält bei steigenden Corona-Infektionszahlen eine Maskenpflicht im Unterricht ab der fünften Klasse für vorstellbar. Unterricht mit Maske sei im Fall der befürchteten zweiten Infektionswelle besser als flächendeckende Schulschließungen, sagt Fraktionsvize Björn Försterling.

Außerdem sprach er sich für einen flexiblen Schuljahresbeginn 2020/2021 aus - Schüler oder auch Lehrer sollten erst zwei Wochen nach der Rückkehr aus dem Urlaub beziehungsweise nur mit negativem Testergebnis wieder zur Schule gehen.

Försterling forderte außerdem eine landesweite Teststrategie für Reiserückkehrer, Pflegeheime, Krankenhäuser und Schulen. Kitas und Schulen müssten besser auf einen eingeschränkten Betrieb vorbereitet und Schüler mit digitalen Endgeräten ausgestattet werden.

9.45 Uhr: Corona-Container bei VW in Wolfsburg

Die VW-Belegschaft in Braunschweig kennt es schon, jetzt zieht das Volkswagen-Werk in Wolfsburg nach. VW bietet seinen Mitarbeitern kostenlose und freiwillige Corona-Tests an, wenn sie Symptome zeigen. >> Alle Infos dazu findest du hier!

Montag, 10. August

20.15 Uhr: Neue Fall-Zahlen für Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es aktuell 14.954 bestätigte Corona-Fälle. Das sind 27 mehr als noch am Vortag. 13.470 Personen gelten als genesen.

Hier in der Region gibt es neue Fälle:

  • Gifhorn
  • Göttingen
  • Hannover

10.50 Uhr: Weil sorgt sich um Autozulieferer und Industrieunternehmen

In der Corona-Krise macht Niedersachsens Ministerpräsident und Volkswagen-Aufsichtsrat Stephan Weil sich mehr Sorgen um Zulieferer als um den Autobauer selber. „Meiner Einschätzung nach könnte Volkswagen zu denjenigen Unternehmen gehören, die aus dieser Corona-Krise stärker herausgehen werden, als sie hereingegangen sind - nicht zuletzt auch deshalb, weil zahlreiche Konkurrenten noch deutlich größere Probleme haben“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

„Um Volkswagen mache ich mir trotz der großen Probleme durch die Corona-Krise vergleichsweise weniger Sorgen“, sagte Weil. „Erstens, weil Volkswagen insgesamt wirtschaftlich sehr stark ist. Zweitens, weil der Konzern international aufgestellt ist und dadurch Umsatzeinbußen auf einem Kontinent durch bessere Zahlen auf einem anderen Kontinent zumindest teilweise ausgleichen kann, Stichwort Europa und China. Und drittens ist es ein Unternehmen, das sehr, sehr gute Perspektiven hat.“

Weil betonte: „Ich mache mir vor allem um die kleineren und mittleren Betriebe Sorgen.“ Viele dieser Autozulieferer habe die Krise mitten im ohnehin schwierigen Transformationsprozess hin zu alternativen Antrieben erwischt. Die weiterhin erschreckend niedrige Nachfrage treffe die Zulieferindustrie besonders hart. „Ich befürchte, dass wir uns bis zum Herbst auf viele schlechte Nachrichten einstellen müssen, dieses Thema wird uns noch massiv beschäftigen.“

Sonntag, 9. August

16.16 Uhr: Tuifly zieht positive Bilanz

Der Neustart in der Corona-Krise ist aus Sicht des Reisekonzerns Tui gelungen. „Vor zwei Monaten sind wir pünktlich zur Öffnung der Grenzen mit einem neuen Sommerflugplan an den Start gerollt“, sagte Tuifly-Geschäftsführer Oliver Lackmann. Seit dem 15. Juni habe die Ferienfluggesellschaft insgesamt rund 250 000 Gäste an Bord begrüßt. Im Juli waren nach seinen Angaben bis zu 21 Maschinen des Typs Boeing 737 im Einsatz. Ziel sei es, in den kommenden Monaten mehr als die Hälfte der ursprünglich geplanten Kapazitäten wieder anbieten zu können.

Eines der Top-Reiseziele im Streckennetz ist auch in diesem Sommer Mallorca. Mehr als 50 000 Passagiere beförderte die Tui-Tochter in den ersten zwei Monaten auf die Baleareninsel und zurück. Kreta, die größte griechische Insel, landete mit etwa 41 000 Gästen auf Platz zwei. Den dritten Platz teilten sich Fuerteventura, Kos und Rhodos.

Sobald die Reisewarnungen für Ziele außerhalb der Europäischen Union fallen, etwa für Ägypten, Tunesien oder die Kapverdischen Inseln, will Tuifly die geplanten Verbindungen wieder aufnehmen. Die wieder geöffneten Touristenregionen in der Türkei sind seit dem Wochenende bei Tui wieder buchbar.

9.44 Uhr: Die aktuellen Zahlen für Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es aktuell 14.927 bestätigte Corona-Fälle. Das sind 32 mehr als im Vergleich zum Vortag. Auch in unserer Region hat es einige Neuinfektionen gegeben.

Ein Überblick:

  • Braunschweig: 365 (+2)
  • gifhorn: 172
  • Goslar: 273
  • Region Hannover: 2995 (+6)
  • Helmstedt: 143
  • Hildeshim: 454
  • Peine: 182 (+2)
  • Salzgitter: 172 (+1)
  • Wolfenbüttel: 201
  • Wolfsburg: 284

Samstag, 8. August

12.42 Uhr: Test-Pflicht am Flughafen – Hunderte lassen sich testen

Mit Beginn der Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus internationalen Risikogebieten haben sich am Samstag Hunderte Menschen am Flughafen Hannover testen lassen. Vor dem Testzentrum der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) bildeten sich am Mittag längere Schlangen, wie eine Sprecherin des Landesverbands Niedersachsen/Bremen mitteilte.

„Wir haben von 6.00 bis 12.00 Uhr 260 getestet. Wir rechnen heute mit mehr als 1000 insgesamt,“ sagte Tanja Herrschaft. In den vergangenen Tagen lag die Zahl in dem Zentrum, das bereits vor gut einer Woche für zunächst freiwillige Tests errichtet worden war, demnach im Schnitt bei 700 bis 900.

11.08 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen steigt! Nach Angaben der Landesregierung gibt es aktuell 14.895 bestätigte Fälle, das sind 74 mehr als noch am Vortag.

Überblick für unsere Region:

  • Braunschweig: 361 (+1)
  • Gifhorn: 172
  • Goslar: 273
  • Hannover: 2989 (+19)
  • Helmstedt: 143
  • Peine: 180 (+5)
  • Wolfenbüttel: 201 (+3)
  • Salzgitter: 171
  • Wolfsburg: 284 (+1)

8.03 Uhr: Grüne wollen Klimapolitik trotz Corona-Krise vorantreiben

Angesichts der Corona-Krise hat Grünen-Fraktionschefin Julia Willie Hamburg davor gewarnt, dass die Klimapolitik in Niedersachsen ins Hintertreffen gerät. „Das wäre fatal: Wir erleben das dritte Dürrejahr in Folge, mit erheblichen Auswirkungen auf unsere Gesundheit, aber auch auf die Landwirtschaft und die Trinkwasserversorgung“, sagte Hamburg

„Die Klimakrise wartet nicht, bis wir die Corona-Krise und ihre Folgen überwunden haben.“ Deshalb sei es entscheidend die Krisen beide zusammen anzupacken – etwa mit einem sozial-ökologischen Konjunkturprogramm, das die Wirtschaft in Schwung bringe, aber auch nachhaltig der Klimakrise und ihren Folgen begegne.

Freitag, 7. August

17.46 Uhr: Maskenkontrollen in Bus und Bahn

Niedersachsen plant Schwerpunktkontrollen zur Überwachung der Maskenpflicht in Bus und Bahn. Sie bereiten derzeit die Ministerien für Verkehr und Inneres vor.

Polizei und kommunale Ordnungsämter sollen in Absprache mit den Verkehrsunternehmen für wirksame Kontrollen sorgen, so Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU). „Wir können es nicht hinnehmen, dass im ÖPNV Gesundheit gefährdet und das Sicherheitsbedürfnis vieler Fahrgäste missachtet wird.“

Immer wieder hatten sich Fahrgäste über einen laxen Umgang mit der Maske durch einzelne Mitreisende oder bestimmte Gruppen beklagt. Das gelte insbesondere in den Ballungsräumen, stellt Althusmann fest.

Die Durchsetzung der Maskenpflicht sei in der Praxis schwierig und könne nicht Busfahrern und Fahrkartenkontrolleuren allein überlassen werden. Angesichts steigender Neuinfektionszahlen plant Niedersachsen wie schon NRW ein Bußgeld für Maskenverweigerer in öffentlichen Verkehrsmitteln in Höhe von 150 Euro.

Ein höheres Bußgeld allein helfe aber wenig, sagt der Minister. Das Verkehrsministerium unterstütze deshalb mit den anderen Bundesländern die gerade gestartete bundesweite Öffentlichkeitskampagne der Verkehrsunternehmen #BesserWeiter und setze parallel auf stärker wahrnehmbare gemeinsame Kontrollaktivitäten.

16.20 Uhr: Quarantäne in Studentenwohnheim teils aufgehoben

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Studentenwohnheim in Clausthal-Zellerfeld im Landkreis Goslar ist die Quarantäne für gut die Hälfte der 40 betroffenen Bewohner aufgehoben worden.

„Das Gesundheitsamt hat die Bewohner von vornherein separiert, so dass man das Infektionsgeschehen auf eine Etage begrenzen konnte“, sagt ein Sprecher des Landkreises. Einige der Bewohner konnten das Wohnheim demnach bereits heute wieder verlassen. Besucher dürften aber weiter nicht in das Gebäude.

Die Quarantänezeit sei für jeden Bewohner einzeln berechnet worden - je nachdem, ob sie engen Kontakt zu Infizierten hatten, die Inkubationszeit abwarten mussten oder keinen Kontakt zu Kranken hatten. „Auch ein positiv Getesteter kann die Quarantänezeit bis heute schon abgeleistet haben“, sagte der Sprecher.

In dem Wohnheim waren sieben Bewohner und drei Kontaktpersonen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

15.00 Uhr: Mehr Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen

Die Zahl neuer Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter deutlich an. Am Freitag (Stand 9 Uhr) wurden 85 Neuerkrankungen registriert - am Vortag waren es noch 73, so das Sozialministerium.

Es sei eine Entwicklung, die „uns sehr große Sorgen bereitet“. Einen Hotspot, an dem sich neue Fälle häuften, gebe es derzeit nicht, die Infektionen verteilten sich gleichmäßig im Land. Ursache seien vermutlich Reiserückkehrer.

Einen neuen Todesfall gibt es nicht.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle / Tote):

  • Stadt Braunschweig: 362 / 18
  • Kreis Gifhorn: 172 / 4
  • Kreis Goslar: 273 / 28
  • Region Hannover: 2.970 (+10) / 119
  • Kreis Helmstedt: 143 / 1
  • Kreis Hildesheim: 454 / 8
  • Kreis Peine: 175 (+1) / 11
  • Stadt Salzgitter: 171 (+1) / 9
  • Kreis Wolfenbüttel: 198 (+2) / 14
  • Stadt Wolfsburg: 383 / 52

Die Sieben-Tages-Inzidenz je 100.000 Einwohner liegt dem Sozialministerium zufolge landesweit bei 4,7, im Landkreis Vechta bei 27,3. Reiserückkehrer sollten sich freiwillig testen lassen. Dies sei ein Appell, die Abstandsregeln ernstzunehmen und Atemmasken zu tragen.

14.02 Uhr: Niedersachsen hält vorerst am Schulstart mit vollen Klassen fest

Niedersachsen hält vorerst am Schulstart mit vollen Klassen im eingeschränkten Regelbetrieb fest, beobachtet aber mit Sorgfalt und Vorsicht die steigenden Infektionszahlen. Aktuell gebe es keine Veranlassung für eine Anpassung der angekündigten Strategie, so Kultusstaatssekretärin Gaby Willamowius.

Mitte kommender Woche, zwei Wochen vor Ferienende, werde die Lage erneut neu bewertet. Neben dem Szenario A eines eingeschränkten Regelbetriebs hat das Ministerium auch Vorkehrungen für ein Szenario B mit einer Kombination aus Präsenzunterricht und Lernen zu Hause vorgesehen, wie vor den Ferien, sowie ein Szenario C mit lokalen oder landesweiten Schulschließungen.

Den Schulleitungen und Lehrkräften stellte das Kultusministerium und das Landesgesundheitsamt einen aktuellen Rahmen-Hygieneplan zur Verfügung, der unter anderem eine Maskenpflicht außerhalb des Unterrichts in beengten Bereichen wie etwa den Gängen vorschreibt.

Klargestellt wird auch, dass Schüler und Lehrkräfte bei einem banalen Schnupfen oder Husten zur Schule kommen müssen und nur bei einer eindeutigen Erkrankung mit Fieber zu Hause bleiben. Das angestrebte Szenario A sieht einen Unterricht zwar mit kompletten Klassen, aber in festen Lerngruppen, zumeist der Klassenverband vor. Im Fall von Infektionen lassen sich Kontakte und Verbreitungswege so leichter nachverfolgen.

Der Rahmen-Hygieneplan verbietet es Eltern in aller Regel, ihre Kinder in das Schulgebäude zu begleiten und regelt auch, wie mit Kindern umzugehen ist, die während des laufenden Unterrichts erkranken. Für die Schülerinnen und Schüler gibt es ebenfalls detaillierte Regeln zur persönlichen Hygiene, um gesund zu bleiben. Verboten bleiben Umarmungen, Bussi-Bussi und die Ghetto-Faust, schreibt der Plan vor.

13.04 Uhr: Kroatien-Urlauber kommen zurück, ihr Testergebnis kommt zu spät

Der Landkreis Wolfenbüttel vermeldet sechs neue Corona-Infektionen.

Vier positiv gemeldete Fälle waren gemeinsam in Kroatien mit Privatautos verreist. Das Reiseland ist nicht als Risikogebiet ausgewiesen. Sieben der zehn Reisenden hatten sich freiwillig am Grenzübergang testen lassen.

Die Betroffenen wurden nun nach einigen Tagen über die positiven Test-Ergebnisse informiert. Allerdings haben die Personen nach dem Tag der Rückkehr von ihrer Reise teilweise viel Kontakt zu anderen Menschen gehabt.

Das Kontaktermittlungsteam des Gesundheitsamtes arbeitet nun auf Hochtouren, um alle direkten Kontakte der Reiserückkehrer zu identifizieren, zu kontaktieren und unter Quarantäne zu stellen. Die ersten Tests des gesamten Kontaktumfeldes starten heute.

Zwei weitere Fälle von positiv getesteten Menschen, die im Landkreis Wolfenbüttel wohnen, wurden aus der Türkei gemeldet. Die betroffenen Personen wurden während ihrer Reise in der Türkei positiv auf das Virus getestet. Die Quarantäne verbringen die Personen in der Türkei.

07.36 Uhr: Ausflügler dürfen am Sommerwochenende nicht auf alle Inseln

Zum anstehenden sommerlichen Wochenende sind Tagesausflügler auf fast allen Ostfriesischen Inseln willkommen - mit Ausnahme von Langeoog. Dorthin dürfen wegen der Corona-Pandemie weiterhin samstags und sonntags keine Tagesgäste reisen, an den übrigen Tagen nur maximal 600. „Wir werden aber aufstocken auf 800, weil es so gut läuft“, kündigte Langeoogs Bürgermeisterin Heike Horn (parteilos) an. Voraussichtlich Anfang nächster Woche soll dann auch die Wochenendsperre für Tagesgäste gekippt werden - 300 bis 400 seien dann denkbar. Auf der Insel verteilten sich Urlauber, Ausflügler und Bewohner ohnehin gut, sagte Horn. „Uns geht es um die Entzerrung auf der Fähre.“

Auch bei anderen Fähren etwa nach Spiekeroog oder Borkum gibt es Reglementierungen. Die AG Ems fährt weiterhin nur mit maximal 75 Prozent Auslastung nach Borkum, wie eine Sprecherin der Reederei erklärte. Bei hoher Nachfrage gibt es aber Zusatzfahrten.

In den vergangenen Tagen mit Sonnenschein und hohen Temperaturen setzten zahlreiche Menschen zu Tagesausflügen auf die Inseln über. Nach Norderney fuhren am Donnerstag nach Angaben der Reederei Norden-Frisia rund 2000 bis 2500 Tagesgäste, dazu noch mal etwa so viele Urlauber. Schätzungsweise 27 000 Gäste tummeln sich derzeit auf der Insel, wie die Tourismusorganisation vor Ort mitteilte.

Donnerstag, 6. August

16.00 Uhr: „Corona-Disziplin“ auf dem Bau in Braunschweig sinkt

Oft kein Händewaschen, keine Masken, kein Abstand: Die Gewerkschaft IG BAU klagt über nachlässigen Corona-Schutz auf Baustellen. Auf immer mehr Baustellen werde gegen die Corona-Regeln verstoßen – zum Beispiel in Braunschweig.

Viele Firmen nähmen die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus nicht ernst genug, so die Gewerkschaft. Die Probleme reichten von fehlenden Desinfektionsmitteln bis zu Sammeltransporten im Firmenauto. Bauunternehmen dürften jedoch nicht am Arbeitsschutz ihrer Beschäftigten sparen.

15.40 Uhr: Wolfsburg: Corona-Chaos im Kaufhof – jetzt greift die Stadt rigoros durch!

Nun ist endgültig Schluss, die Stadt Wolfsburg zieht die Reißleine! Denn einige Bürger in Wolfsburg haben es nach den Angaben der Stadt übertrieben und sich mehrfach nicht an die Corona-Regeln gehalten. Deswegen wird nun der beliebte Spot Kaufhof reglementiert. >> Welche Regeln ab sofort gelten, kannst du hier lesen!

14.19 Uhr: Zweite Mitarbeiterin in Braunschweiger Seniorenheim positiv

Eine weitere Mitarbeiterin des Thomaehofs im Stadtteil Schwarzer Berg ist positiv auf das COVID-19-Virus getestet worden. Das hat die Analyse der Tests aller Mitarbeiter sowie Bewohner des Seniorenheims ergeben.

Am Dienstag waren insgesamt 99 Proben genommen worden, nachdem bei einer anderen Mitarbeiterin die Infektion mit dem COVID-19-Virus nachgewiesen worden war. Dazu wurde eine mobile Corona-Teststation in Kooperation von Gesundheitsamt, Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst bei der Einrichtung aufgebaut.

Die beiden Mitarbeiterinnen hatten in einer Abteilung zusammengearbeitet, bei der Begegnung mit Bewohnerinnen und Bewohnern indes nach Erkenntnis des Gesundheitsamtes stets die Hygieneregeln einschließlich Mund- und Nasenbedeckung eingehalten. Sie sind derzeit in Quarantäne. Die weiteren Tests, darunter die aller Bewohnerinnen und Bewohner, waren negativ.

11.58 Uhr: Zahl neuer Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter an

Die Zahl neuer Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter an. Am Donnerstag wurden 73 Neuinfektionen registriert, teilte das Sozialministerium in Hannover mit. Im Durchschnitt hatte die Zahl der Neuinfektionen zuletzt bei täglich etwa 50 gelegen, zur Hochzeit der Epidemie waren es mehrere hundert. Einen neuen Todesfall gibt es nicht.

Ein Hotspot, an dem sich neue Fälle häufen, gebe es derzeit nicht, sagte eine Ministeriumssprecherin. Etliche der neuen Fälle werden auch dank systematischer Tests entdeckt. So hatte der Landkreis Oldenburg am Mittwoch 20 Infektionen in einem Schlachthof in Großenkneten mitgeteilt. Das Geschehen konnte innerhalb des Betriebs lokalisiert und eingedämmt werden.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle / Tote):

  • Stadt Braunschweig: 362 (+3) / 18
  • Kreis Gifhorn: 172 / 4
  • Kreis Goslar: 273 / 28
  • Region Hannover: 2.960 (+22) / 119
  • Kreis Helmstedt: 143 / 1
  • Kreis Hildesheim: 454 (+2) / 8
  • Kreis Peine: 174 (+3) / 11
  • Stadt Salzgitter: 170 (+2) / 9
  • Kreis Wolfenbüttel: 196 / 14
  • Stadt Wolfsburg: 383 (+1) / 52

Trotz leicht erhöhter Infektionszahlen ist die Zahl der Covid-Patienten in niedersächsischen Kliniken weiterhin auf einem niedrigen Niveau konstant. 149 Erkrankte werden derzeit behandelt, davon 31 auf der Intensivstation. 15 davon müssen künstlich beatmet werden. Auch zwei Kinder sind wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus.

Der CDU-Landesvorsitzende und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann forderte unterdessen präventive Maßnahmen, um auf eine zweite Infektionswelle vorbereitet zu sein. „Es gilt, einen zweiten Lockdown unbedingt zu verhindern“, so Althusmann.

Dieser wäre sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich schwer zu verkraften. „Daher müssen wir jetzt agieren und nicht reagieren. Dazu gehört zuvorderst, die Gesundheitsämter bereits jetzt personell zu stärken und die Kapazitäten hochzufahren.“

Mittwoch, 5. August

18.04 Uhr: Corona-Krise bremst Flüchtlinge auf Arbeitsmarkt aus

Fünf Jahre nach dem großen Flüchtlingszuzug haben viele der Neuankömmlinge in Niedersachsen inzwischen eine Arbeit gefunden. „Als großen Erfolg werte ich, dass immer mehr Flüchtlinge sozialversicherungspflichtig arbeiten“, so der Regionalchef der Arbeitsagentur, Johannes Pfeiffer, am Mittwoch. 32 000 Menschen aus den Hauptherkunftsländern von Flüchtlingen hätten in Niedersachsen inzwischen eine feste Stelle, in Bremen seien es gut 4500. Etliche Tausend weitere haben eine geringfügige Beschäftigung.

„In der Coronakrise sind viele ihrer Jobs aber besonders bedroht - als Helfer in der Gastronomie oder dem Handel“, sagt Pfeiffer. Während die Arbeitslosenzahl in Niedersachsen insgesamt von März bis Juli um gut 18 Prozent stieg, waren es unter Geflüchteten knapp 24 Prozent. Grund dafür sei, dass Geflüchtete überdurchschnittlich oft in Branchen tätig sind, die von den Corona-Folgen besonders hart getroffen wurden: Gastronomie, Handel und Zeitarbeit.

Im Juli waren in Niedersachsen 28.140 Geflüchtete arbeitslos gemeldet, weitere 20.224 suchen ebenfalls eine Arbeitsstelle, nehmen derzeit aber noch an Kursen teil.

17.37 Uhr: Neue Infektionen in Schlachtbetrieb aufgedeckt

Schon wieder sind in einem Schlachtbetrieb im Landkreis Oldenburg Corona-Infektionen bei Mitarbeitern festgestellt worden. Wie der Landkreis bekannt gibt, habe es bei dem Schlachthof in Großenkneten unter mehr als 1.000 Tests 20 Infektionen gegeben.

Die Anzahl der Infektionen habe sich seit acht Tagen langsam aufgebaut und sei durch die andauernden Tests frühzeitig erkannt worden. Die Tests, die das Unternehmen selbst vorgenommen hat, gehen auf einen Erlass des Landes aus der vergangenen Woche zurück.

„Gemeinsam mit dem Unternehmen haben wir einen Schwerpunkt identifiziert, und der liegt in der Verpackung in der Spätschicht“, so Kreisrat Christian Wolf. Die 119 Mitarbeiter der Schicht seien sofort aus dem Betrieb genommen und in Quarantäne geschickt worden. Das Unternehmen lasse nun täglich die verbliebenen Mitarbeiter der Frühschicht und der Zerlegung auf Covid-19 testen.

15.32 Uhr: Neue Corona-Zahlen

In Niedersachsen gibt es aktuell 14.663 bestätigte Corona-Infektionen (Stand 9 Uhr). Das sind 46 mehr als gestern. 654 Menschen sind im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus verstorben. Es gab keinen neuen Todesfall.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle / Tote):

  • Stadt Braunschweig: 359 / 18
  • Kreis Gifhorn: 172 / 4
  • Kreis Goslar: 273 / 28
  • Region Hannover: 2.938 / 119
  • Kreis Helmstedt: 143 / 1
  • Kreis Hildesheim: 452 / 8
  • Kreis Peine: 171 / 11
  • Stadt Salzgitter: 168 (+2) / 9
  • Kreis Wolfenbüttel: 196 (+1) / 14
  • Stadt Wolfsburg: 382 / 52

Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung 13.354 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht 91,1 Prozent.

14.01 Uhr: Weil schließt Maskenpflicht in Schulen nicht aus

Bei einem lokalen Corona-Hotspot in Niedersachsen hält Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die kommunale Anordnung einer Maskenpflicht im Schulunterricht für möglich. „Es ist im Rahmen des kommunalen Krisenmanagements durchaus denkbar, dass die Verantwortlichen vor Ort entscheiden, aufgrund der akuten Infektionslage eine Maskenpflicht für einen befristeten Zeitraum vorzusehen“, sagte Weil der Deutschen-Presse-Agentur in Hannover.

„Unsere Strategie besteht ja gerade darin, so gut wie möglich auf die Verhältnisse vor Ort einzugehen und nicht zu versuchen, alles über einen Landeskamm zu scheren. Klar ist aber auch, das Land unterstützt vor Ort, trägt am Ende die Verantwortung und hilft den Kommunen.“

07.20 Uhr: Weil kündigt genaue Prüfung des DFL-Konzepts zur Fan-Rückkehr an

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich skeptisch zum Konzept der Deutschen Fußball Liga zur Rückkehr von Fans in die Stadien geäußert. „Auf dem Papier lässt sich vieles darstellen. Ob das dann auch in der Praxis so durchzuhalten ist, das wird erst noch sehr genau zu prüfen sein, auch wenn ich mir es als Fußballfan wünschen würde“, sagte Weil der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Er kündigte eine genaue Überprüfung des am Dienstag beschlossenen Konzepts an. „Das Thema wird sicherlich noch eine Rolle spielen in den Gesprächen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten. Dabei muss der Infektionsschutz im Mittelpunkt stehen und nicht etwa die möglichen Einnahmen für die Bundesligaclubs.“

Die 36 Vereine der Deutschen Fußball Liga hatten sich am Dienstag auf ein einheitliches Vorgehen zur möglichen Rückkehr zumindest einiger Zuschauer in die Stadion geeinigt. Dieses umfasst ein Alkoholverbot, die vorübergehende Streichung der Kartenkontingente für Auswärtsfans und Stehplätze sowie die Einführung personalisierter Tickets zur Nachverfolgung von Infektionsketten. „Auf das Bier im Stadion könnte ich gerne verzichten, aber mir fällt die Vorstellung schwer, wie es unter Corona-Bedingungen eine Fankultur mit Torjubel und Stadionatmosphäre geben soll“, sagte Weil dazu.

Nicht vorstellbar ist für Weil, dass die Stadien bei der Rückkehr der Fans zu 50 Prozent ausgelastet sind. Rückblickend auf die vergangene Spielzeit sagte der Regierungschef: „Die Geisterspiele waren sicher richtig für die Rettung der letzten Saison - vor allem mit Blick auf die teilweise existenznotwendigen Fernseheinnahmen für die Bundesligavereine.“

Dienstag, 4. August

18.20 Uhr: Nach Corona-Fall in Altenheim: Alle Bewohner werden getestet

Nachdem eine Teilzeitmitarbeiterin eines Altenheims in Braunschweig positiv auf Covid-19 getestet wurde, sind am Dienstag alle Mitarbeiter und Bewohner auf das Virus getestet worden.

Bei insgesamt 40 Angestellten und 60 Heimbewohnern wurden Abstriche vorgenommen – die Ergebnisse werden am Mittwoch erwartet. Bis jetzt zeige keiner der Getesteten Symptome, so eine Sprecherin der Feuerwehr Braunschweig.

Die Aushilfe war aus dem Urlaub wiedergekommen und hatte danach die Arbeit wieder aufgenommen.

15 Uhr: Mehr Notrufe wegen möglicher Vergiftungen mit Desinfektionsmitteln

Wegen möglicher Vergiftungen mit Desinfektionsmitteln haben deutlich mehr Menschen im ersten Halbjahr den Notruf des Giftinformationszentrums Nord (GIZ) in Göttingen gewählt. Allein in den Monaten März und April habe es 160 Anrufe gegeben, sagte Leiter Martin Ebbecke dem NDR.

In den Jahren zuvor seien weniger als 50 Anrufe pro Monat eingegangen. „Zu Corona-Zeiten haben viele Leute Desinfektionsmittel zu Hause stehen“, sagte Ebbecke. Bei den gemeldeten Notrufen hätten vor allem Kinder solche Mittel probiert. Wirklich schwere Verläufe habe es aber nicht gegeben, so Ebbecke. Das GIZ appellierte an die Menschen, Desinfektionsmittel aller Art von Kindern möglichst fernzuhalten.

12.55 Uhr: Mitarbeiterin im Seniorenheim positiv auf Corona getestet

Eine Mitarbeiterin eines Seniorenheims im Stadtteil Schwarzer Berg in Braunschweig ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben der Stadt gibt es aktuell keine Hinweise auf weitere Ansteckungen. Alle Bewohner und Mitarbeiter sollen heute dennoch an der mobilen Teststation vor Ort getestet werden.

10.38 Uhr: Maskenpflicht in der Schule? Das sagt das Land Niedersachsen dazu

Niedersachsen hält die von Nordrhein-Westfalen eingeführte Maskenpflicht auch während des Unterrichts an weiterführenden Schulen und Berufsschulen momentan für übertrieben. Das Land starte nach den Sommerferien an den Schulen einen eingeschränkten Regelbetrieb mit möglichst festen Lerngruppen, sagte Kultusstaatssekretärin Gaby Willamowius am Dienstag in Hannover.

Angesichts der derzeit niedrigen Infektionszahlen in Niedersachsen sei das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung während der gesamten Unterrichtszeit in einer solchen Lerngruppe nicht verhältnismäßig. Allerdings werde das Tragen einer Maske außerhalb des Unterrichts in bestimmten Situationen, etwa auf den Gängen, verpflichtend.

08.37 Uhr: Reiserückkehrer aus Wolfenbüttel positiv getestet

Sechs Menschen aus dem Landkreis Wolfenbüttel haben sich während einer Busreise ins europäische Ausland mit dem Coronavirus infiziert. Das Gesundheitsamt ordnete häusliche Quarantäne an. Auch die Personen, die im selben Haushalt leben, sind unter Quarantäne gestellt. Zwei weitere Personen wurden negativ getestet. Der Landkreis hat eine schlimme Vermutung: Im Reisebus wurden die Hygieneregeln anscheinend nicht eingehalten.

Die betroffenen waren Teil einer größeren Reisegruppe aus ganz Deutschland. Am Donnerstag erhielten die Teilnehmenden aus dem Landkreis die Information, dass ein Teilnehmer aus einer anderen Stadt positiv auf das Virus getestet wurde. Daraufhin wurde der Kontakt zum Gesundheitsamt im Landkreis Wolfenbüttel gesucht, das weitere Maßnahmen anordnete. Hausärzte testeten die Rückkehrer.

(News38 mit dpa)