Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: SPD verlangt schärfere Kontrollen ++ Weil will Inzidenz auf 50 senken

Lockdown bis 14. Februar - FFP2-Masken im Nahverkehr Pflicht

Die bislang bis Ende Januar geltenden Corona-Maßnahmen werden bis zum 14. Februar verlängert. Im Nahverkehr und in Geschäften soll künftig eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken gelten.

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  • Hier erfährst du alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie

Niedersachsen. Der Lockdown wird in Niedersachsen und ganz Deutschland bis zum 14. Februar verlängert. Die geltenden Corona-Maßnahmen sind etwas verschärft worden (diese Corona-Regeln gelten ab dem 21. Januar).

Alle Entwicklungen liest du in unserem Corona-Blog.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Die aktuellen Fallzahlen zum Virus hast du mit unserer Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

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Mittwoch, 20. Januar

22 Uhr: Die Corona-Zahlen

131.241 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind bis Mittwoch in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) übermittelt worden. Das sind 598 Fälle mehr als noch am Vortag.

  • Braunschweig: 3030 (+43)
  • Wolfsburg: 1726 (+24)
  • Salzgitter: 2051 (+22)
  • Gifhorn: 3049 (+26)
  • Peine: 2300 (+42)
  • Wolfenbüttel: 1284 (+12)
  • Helmstedt: 1118 (+18)

16.27 Uhr: Schnellere Impfungen für Erzieher und Grundschullehrer gefordert

Der Niedersächsische Städtetag dringt auf schnellere Corona-Impfungen und mehr Schnelltests für Erzieher und Grundschullehrer. „Dieser Personenkreis muss im Stufenplan der Stiko (Ständigen Impfkommission) zur Priorisierung der Covid-19-Impfungen eine Stufe aufrücken“, sagte Städtetag-Präsident Ulrich Mädge am Mittwoch.

Diese Berufe müssten schließlich mit kleinen Kindern umgehen. Im Bund-Länder-Beschluss vom Dienstag heißt es, es gebe ernstzunehmende Hinweise, dass sich die Mutation B.1.1.7 des Coronavirus unter Kindern und Jugendlichen stärker verbreite als die ursprüngliche Variante. Der Corona-Impfverordnung des Bundes zufolge sind Erzieher und Lehrer in Phase 3 der Impfungen an der Reihe.

15 Uhr: Landtag führt Corona-Schnelltests ein

Die Abgeordneten des niedersächsischen Landtags und ihre Mitarbeiter können sich vor den anstehenden Plenarsitzungen kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Landtagspräsidentin Gabriele Andretta erklärte, sie halte es in Abstimmung mit den Fraktionsspitzen für erforderlich, die Schutzmaßnahmen zu erhöhen.

An den Sitzungstagen im Januar stehe daher jedem, der sich im Parlament aufhält, das Angebot offen, sich täglich einem Covid-19-Schnelltest zu unterziehen. Nach 15 Minuten soll das Ergebnis vorliegen. Auch Journalisten können das Angebot nutzen. Die Tests seien freiwillig und erfolgten auf Kosten des Landtags, hieß es am Mittwoch.

12.56 Uhr: Weil hofft auf Astrazeneca-Zulassung

Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) hat seine Forderung nach einer schnelleren EU-Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca bekräftigt. Das Vakzin der Pharmafirma sei deutlich einfacher zu handhaben und herzustellen, sagte er am Mittwoch in Hannover vor Journalisten. So lasse sich die Impfkampagne beschleunigen.

Weil verwies auf den Umstand, dass der Impfstoff anders als die Konkurrenzprodukte der Firmen Pfizer und Biontech sowie Moderna bei deutlich höheren Temperaturen stabil bleibe. „Er kann beim Hausarzt im Kühlschrank gelagert werden.“ Dadurch könnten in Deutschland quasi „auf einen Schlag viele tausend“ Impfzentren entstehen - etwa um auch Lehrer und Polizisten zu immunisieren.

Außerdem basiere der Impfstoff auf einer „konventionellen“ und etablierten Basis, sagte Weil. Das könne einen schnelleren Ausbau der Produktionskapazitäten erleichtern. Seine Interpretation der Lieferprobleme mit dem Vakzin von Pfizer und Biontech sei, dass diese eine Folge davon seien, dass es sich um eine neue „Produktform“ handle.

12.48 Uhr: SPD fordert schärfere Corona-Kontrollen

Die SPD im niedersächsischen Landtag fordert eine striktere Einhaltung der Corona-Regeln. „Ich bin sehr dafür, dass wir schärfer kontrollieren“, sagte SPD-Fraktionschefin Johanne Modder am Mittwoch in Hannover. Viele Bürger hielten sich bereits sehr genau an die Maßnahmen, sagte sie. Diese Menschen hätten ein Recht darauf, dass diejenigen, die das nicht tun, zur Ordnung gerufen werden. „Das heißt nicht, dass ich die Nachbarn aufwiegeln will zu melden, sondern dass man an die Leute appelliert: Bitte haltet euch jetzt wirklich an die Beschränkungen.“

Mehr Kontrollen seien beispielsweise bei Firmen mit Leiharbeitern angebracht, sagte Modder. „Die werden morgens mit Bullis zur Arbeit gebracht und abends wieder abgeholt. Da würde ich mir wünschen, dass man da auch mal guckt, ob die alle Masken tragen.“ Auch beim Einkaufen sollten Sicherheitskräfte die Einhaltung der Maskenpflicht kontrollieren. Die Regelbrecher rief sie dazu auf, sich die Sterbezahlen in der Pandemie anzusehen.

12.04 Uhr: Unternehmen in Niedersachsen: Homeoffice-Pflicht ist „Aktionismus“

Die vom Bundesarbeitsministerium entworfene neue Homeoffice-Verordnung stößt bei den Arbeitgebern in Niedersachsen auf Ablehnung. Der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände im Land, Volker Müller, bekräftigte am Mittwoch, pauschale Vorgaben für mehr Arbeit von zu Hause gingen an der Planungsrealität vieler Betriebe vorbei. Es handele sich dabei um „bürokratischen Aktionismus“ ohne hinreichende Datengrundlage, weil Unternehmen mit ihren Beschäftigten dezentral regelten, was konkret an mobiler Arbeit möglich sei. „Außerdem hat es der Staat verpasst, die Breitband-Kapazitäten flächendeckend auszubauen, damit mobiles Arbeiten und Homeschooling parallel überall möglich sind“, kritisierte Müller.

Nach den jüngsten Gesprächen zur Corona-Lage zwischen den Regierungschefs der Länder und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sollen Arbeitgeber beim Verzicht auf Homeoffice für ihre Beschäftigten ab sofort die genauen Gründe erklären müssen. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte: „Ich begrüße es, dass jetzt einheitliche Regelungen dafür sorgen sollen, dass Homeoffice überall dort, wo es irgend möglich ist, zum Regelfall bei der Berufsausübung wird.“ Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) stellte am Mittwoch Details der geplanten Vorgaben vor.

10.42: Niedersachsen nimmt „restriktive Handhabung“ ernst

Schulen und Kitas – das war wohl DAS Diskussionsthema schlechthin beim gestrigen Corona-Gipfel! In Niedersachen gibt es aktuell Wechselunterricht in Grundschulen, die Kitas sind geschlossen, Schulklassen ansonsten sind im Homeschooling, Ausnahmen können Abschlussklassen sein.

Stephan Weil betont jedoch, dass Niedersachsen das „Stichwort restriktivere Handhabung ernst nehmen“ will. Heißt konkret: In Niedersachsen solle der Wechselunterricht in den Klassen 1 bis 4 um die Befreiung der Präsenzpflicht ergänzt werden.

10.33 Uhr: Weil äußert sich zur Corona-Lage

Jetzt äußert sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil zur Corona-Lage und den Beschlüssen der gestrigen Bund-Länder-Konferenz.

  • Die bisherigen Kontaktbeschränkungen bleiben; werden allerdings durch den Appell ergänzt, sich eine Social Bubble zu bilden
  • erweiterte Maskenpflicht betrifft vorrangig die Qualität: Standard sollen zukünftig OP-Masken im ÖPNV und im Handel sein
  • Religiöse Zusammenkünfte: Hier soll es generelle Absprachen mit Behörden geben, Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen bräuchten eine entsprechende Anmeldung
  • Homeoffice: Pflicht, wenn möglich

Niedersachsen will außerdem regionale Maßnahmen einsetzen. Das Ziel: Inzidenz überall auf 50 senken. Die jeweiligen Landkreise und Städte könnten demnach auch strengere Maßnahmen diskutieren und umsetzen, sollten die Inzidenzwerte dort zu hoch sein.

06.21 Uhr: Ausgabe der FFP2-Masken an Senioren hat sich eingespielt

Bei der kostenlosen Ausgabe von FFP2-Masken an Menschen mit einem erhöhten Corona-Risiko hat es nach Angaben der Apothekerkammer Niedersachsen keine größeren Schwierigkeiten gegeben. Zu Beginn der Verteilung Mitte Dezember sei allerdings der Andrang groß gewesen, sagte die Sprecherin Panagiota Fyssa. „In einigen Apotheken wurden alle vorrätigen Schutzmasken bereits am ersten Vormittag abgegeben.“

Grund zur Sorge gab es Fyssa zufolge aber nicht, denn Apothekerinnen und Apotheker konnten weitere Masken beim pharmazeutischen Großhandel oder beim Hersteller nachbestellen. Demnach hatten die Berechtigten bis zum 6. Januar 2021 ausreichend Zeit, um sich drei kostenlose FFP2-Masken in einer Apotheke abzuholen.

Um alle Patienten sicher zu versorgen, organisierten einige Betriebe gesonderte Abgabezeiten oder nutzten unterschiedliche Eingänge, wie die Sprecherin der Apothekerkammer berichtete. „Andere haben die Masken durch Fenster oder gar im Freien abgegeben.“ Inzwischen brauchen Risikopatienten einen Berechtigungsschein von ihrer Krankenkasse. Bis Ende Februar können sie sechs FFP2-Masken bekommen - für eine Zuzahlung von zwei Euro.

06.44 Uhr: Was bedeuten die neuen Regeln für Niedersachsen?

Da Grundschulen bereits seit Montag wieder aufgemacht hatten, müssen nun 145.000 Grundschüler zurück in den Präsenzunterricht. Welche Maßnahmen sich noch für Niedersachsen ergeben, kannst du HIER nachlesen.

Dienstag, 19. Januar

22.30 Uhr: Bund und Länder haben sich auf verlängerten Lockdown geeinigt

Nach mehreren Stunden ist die Konferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel am Dienstagabend zu Ende gegangen. Der Corona-Gipfel einigte sich auf einen umfangreichen Plan.

Alle Entscheidungen liest du hier: >>> Das sind die neuen Lockdown-Regeln!

20.57 Uhr: Corona-Gipfel tagt noch immer!

Seit Stunden diskutieren die Ministerpräsidenten bereits mit Kanzlerin Angela Merkel über die weiteren Corona-Maßnahmen. Eine Pressekonferenz über die Ergebnisse war bereits für den Nachmittag angekündigt. Doch die Ergebnisse lassen auf sich warten.

Mehr dazu hier: >>>Newsblog zum Corona-Gipfel!

16.36 Uhr: Landkreis Gifhorn erklärt sprunghaften Anstieg von Todesfällen

Im Landkreis Gifhorn sind 15 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu verzeichnen. Die Todesfälle ereigneten sich jedoch nicht in den vergangenen 24 Stunden, sondern erreichten die Kreisverwaltung in Form einer nachträglichen Meldung, stellt der Landkreis klar.

Teilweise reichen die Todesfälle bis in den Dezember zurück. Hierbei handelt es sich um Personen aus der Gruppe der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger. Einige waren wohnhaft in Alters- und Pflegeeinrichtungen.

14.14 Uhr: Impfkampagne verzögert sich erheblich

Die Impfkampagne gegen das Coronavirus verzögert sich in Niedersachsen wegen reduzierter Lieferungen des Biontech/Pfizer-Impfstoffs um mehrere Wochen.

Das Impfen von Altenheimbewohnern werde statt Ende Januar nun voraussichtlich erst Mitte bis Ende Februar abgeschlossen werden können, sagte die Vizechefin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, am Dienstag in Hannover.

Mit dem Impfen von über 80-Jährigen, die noch zu Hause wohnen, könne zum ersten Februar statt in allen nur in wenigen Impfzentren begonnen werden. Die übrigen folgten im Laufe des Februars.

Von der für Januar ursprünglich zugesicherten Menge an Biontech/Pfizer-Impfstoff für Januar werde Niedersachsen nur 60 Prozent erhalten, sagte Schröder.

Ab Mitte Februar soll dann wieder wie ursprünglich geplant geliefert werden. Inzwischen wurden 95.044 Menschen in Niedersachsen geimpft. Dies sind etwa 41.000 Bewohner von Heimen und etwa 45.000 Heimbeschäftigte. Wie Schröder mitteilte, sind bereits etwas mehr als die Hälfte der Bewohner und etwas weniger als die Hälfte der Heimbeschäftigten geimpft.

13.58 Uhr: Systemrelevanz der Medien bestätigt

Die niedersächsische Landesregierung hat auf Drängen der Zeitungsverlage die Systemrelevanz der Medien mit Blick auf mögliche Corona-Einschränkungen festgestellt. Journalisten und Zeitungszusteller dürften „auch im unwahrscheinlichen Fall einer Ausgangssperre“ dienstlich unterwegs sein, heißt es in einem Schreiben der Staatskanzlei an den Verband Nordwestdeutscher Zeitungsverlage (VNZV) vom Dienstag. Die Ausnahme gelte für die Mitarbeiter „aus Redaktionen, Produktion, Druckereien, Speditionen und Vertriebsabteilungen der Medienhäuser und Zeitungsverlage“.

Der VNZV hatte die Regierung um die Feststellung der Systemrelevanz gebeten, weil viele Verlage unsicher seien, ob sie gegen Corona-Auflagen verstoßen könnten und ein Bußgeld riskierten.

Für den Zugang zur Notbetreuung in Kitas und Schulen hatte die Regierung die Systemrelevanz der Medien schon vorher ausdrücklich anerkannt. In dem Schreiben vom Dienstag heißt es nun generell, dass Medienhäuser und Zeitungsverlage „kritische Infrastrukturen, also Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen“ seien.

13.07 Uhr: Bitterböse Nachricht zum Impfstoff in Niedersachsen

Wie der Krisenstab am Dienstagmittag mitteilt, gibt es für Niedersachsen nächste Woche drastische Einschritte in puncto Impfungen! Denn in der kommenden Woche soll das Bundesland wesentlich weniger Impfstoff bekommen, als eigentlich zugesichert und bestellt. Der Krisenstab spricht von 40 Prozent weniger Impfstoff.

Grund dafür seien Produktionsumstellungen bei Biontech im Werk in Belgien! Bis zum 15.2 soll es dann aber wieder auf die ursprünglich zugesagte Menge hinauslaufen.

12.06 Uhr: OVG lehnt Eilanträge zu Präsenzunterricht und Kontakten ab

Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat einen Eilantrag eines zwölf Jahre alten Schülers auf Präsenzunterricht in der Schule abgelehnt. Zudem hatte auch ein Antrag gegen die Kontaktbeschränkungen in der aktuellen Corona-Verordnung der Landesregierung keine Chance. Die Beschlüsse vom Montag teilte das Gericht am Dienstag mit.

Der Siebtklässler - vertreten durch die Eltern - hatte beantragt, ein abgestuftes Modell der Schulöffnung je nach aktuellem Inzidenzwert einzuführen. Zur Begründung trug er vor, dass die Schulschließung unverhältnismäßig sei, da sie negative schulische und psychische Folgen habe, die in keinem Verhältnis zu dem hierdurch erreichten Zweck stünden. Der 13. Senat entschied, ein alternatives Modell der Schulöffnungen gerichtlich durchzusetzen sei unzulässig. Im Rahmen einer Normenkontrolle könne nur die Außervollzugsetzung der bestehenden Regelung, nicht aber die Umsetzung einer alternativen Regelung begehrt werden.

In Niedersachsen gilt ein verschärfter Lockdown angesichts anhaltend vieler Corona-Infektionen. Die grundsätzliche Verschärfung betrifft die Kontaktregeln: Über den eigenen Hausstand hinaus sind Treffen nur noch mit einer einzigen weiteren Person möglich, und zwar draußen und auch drinnen im Privaten. Die meisten Schüler bleiben den ganzen Januar im Distanzlernen, nur ein kleinerer Teil kann für den Unterricht in die Schule.

11.45 Uhr: Die aktuellen Zahlen für Niedersachsen

Niedersachsen meldet 598 neue Corona-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden. Damit steigt die Zahl seit Anbeginn der Pandemie auf 129.922.

Außerdem muss das Land 83 weitere Todesfälle vermelden. Allein 15 Todesfälle gab es im Raum Gifhorn.

976 Menschen konnten in den letzten 24 Stunden als genesen gemeldet werden. Damit liegt die Inzidenz für Niedersachsen bei 102,3.

Die Zahlen für die Region: (Fälle / Inzidenz / Todesfälle)

  • Braunschweig: 2.987 (+12) / 93,8 / 59 (+2)
  • Gifhorn: 3.023 (+17) / 172,2 / 78 (+15)
  • Goslar: 1.250 (+11) / 74,8 / 45 (+2)
  • Region Hannover: 23.722 (+139) / 159,9 / 474 (+13)
  • Helmstedt: 1.100 (+9) / 157,7 / 40 (+4)
  • Peine: 2.258 (+3) / 184,7 / 24 (+5)
  • Salzgitter: 2.029 / 88,2 / 42
  • Wolfenbüttel: 1.272 (+10) / 66,0 / 46
  • Wolfsburg: 1.702 (+20) / 88,4 / 64 (+1)

6.00 Uhr: Niedersachsen geht mit klarer Vorstellung in Bund-Länder-Beratungen

Die niedersächsische Landesregierung geht heute Nachmittag mit klaren Vorstellungen in die Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Kurs in der Corona-Krise.

Befürwortet wird eine Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar, von einem verschärften kompletten Lockdown hält das Bundesland mit Blick auf die wirtschaftlichen Schäden indes nichts, sagte Staatskanzleichef Jörg Mielke am Montag.

Auch eine nächtliche landesweite Ausgangssperre unterstützt die Landesregierung nicht. Bei der aktuellen Corona-Lage in Niedersachsen halte er das nicht für gerechtfertigt, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Bund und Länder beraten heute ab 14 Uhr, ob der aktuelle, bis Ende Januar geltende Lockdown verlängert oder noch verschärft wird. Das erst für den 25. Januar geplante Treffen war wegen der weiterhin angespannten Corona-Lage und der Sorge vor Virusmutationen vorgezogen worden.

Niedersachsen macht sich für eine verbindliche Regelung zum Homeoffice stark. Wenn Arbeitgeber einem Arbeitnehmer den Wunsch der Arbeit von zu Hause aus verweigern, sollen sie sich dafür rechtfertigen müssen. Auch eine Verpflichtung zu mehr Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz wird gefordert. Dabei gehe es um Testmöglichkeiten sowie die Verfügbarkeit von Masken.

Montag, 18. Januar

22.23 Uhr: Niedersachsen geht mit klarer Vorstellung in Bund-Länder-Beratungen

Die niedersächsische Landesregierung geht am Dienstag mit klaren Vorstellungen in die Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Kurs in der Corona-Krise. Befürwortet wird eine Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar, von einem verschärften kompletten Lockdown hält das Bundesland mit Blick auf die wirtschaftlichen Schäden indes nichts, sagte Staatskanzleichef Jörg Mielke am Montag. Auch eine nächtliche landesweite Ausgangssperre unterstützt die Landesregierung nicht. Bei der aktuellen Corona-Lage in Niedersachsen halte er das nicht für gerechtfertigt, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Bund und Länder beraten am Dienstag, ob der aktuelle, bis Ende Januar geltende Lockdown verlängert oder noch verschärft wird. Das erst für den 25. Januar geplante Treffen war wegen der weiterhin angespannten Corona-Lage und der Sorge vor Virusmutationen vorgezogen worden.

Niedersachsen macht sich für eine verbindliche Regelung zum Homeoffice stark. Wenn Arbeitgeber einem Arbeitnehmer den Wunsch der Arbeit von zu Hause aus verweigern, sollen sie sich dafür rechtfertigen müssen. Auch eine Verpflichtung zu mehr Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz wird gefordert. Dabei gehe es um Testmöglichkeiten sowie die Verfügbarkeit von Masken.

20.23 Uhr: Ermittlungen gegen Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg eingestellt

Die Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen gegen das Wolfsburger Hanns-Lilje-Heim ein. Dort waren im Frühjahr 2020 über 40 Menschen an oder mit dem Corona-Virus verstorben.

Den Mitarbeitern sei aber kein Vorwurf zu machen, sagten die Ermittler gegenüber den „Wolfsburger Nachrichten“. Stattdessen sei wahrscheinlich ein 91-Jähriger, der kurze Zeit im Heim gewesen war, Patient null gewesen. Wo dieser sich infiziert hatte, ließ sich nicht mehr rekonstruieren. Allerdings reichte kurze Aufenthalt im Heim aus, um andere Bewohner und Pfleger anzustecken.

Mehr dazu hier: >>> Wolfsburger Nachrichten

17.30 Uhr: 145.000 Grundschüler zurück an den Schulen

Rund 145.000 Grundschüler konnten heute erstmals seit Mitte Dezember wieder zum Unterricht in die Schule gehen. Ebenso viele Schüler der Jahrgänge 1 bis 4 mussten allerdings coronabedingt noch zu Hause lernen – in der kommenden Woche tauschen die Gruppen die Rollen.

„Die Kinder und die Lehrkräfte sind überwiegend froh, dass auch wieder Präsenzunterricht stattfindet“, bilanzierte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Montagnachmittag. Gerade für die Jüngsten sei die Zeit ohne Klassenkameraden, Freunde und Lehrer sehr lang gewesen.

An der Entscheidung, die Grundschulen in Niedersachsen teilweise zu öffnen, hatte es Kritik vom Kanzleramt gegeben. „Die vorzeitige Schulöffnung ist sehr eindeutig gegen den Geist der Beschlüsse von Bund und Ländern“, sagte der Staatsminister im Kanzleramt, Hendrik Hoppenstedt, vergangene Woche der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Schulen seien ein normaler Infektionsort.

Kultusminister Tonne hält dennoch weiter am bis Ende Januar geltenden Modell fest. „Das Recht auf Bildung, den Gesundheitsschutz aller und die berechtigten besonderen Interessen der Kinder und Jugendlichen an einem guten Aufwachsen haben wir in Niedersachsen stets gut abgewogen“, sagte der SPD-Politiker.

17.17 Uhr: 400 Corona-Forschungsprojekte in Niedersachsen

An niedersächsischen Forschungseinrichtungen laufen derzeit nach Angaben des Wissenschaftsministeriums mehr als 400 Corona-Projekte. „Wir haben als Land Niedersachsen dazu ein Corona-Forschungsnetzwerk, kurz Cofoni, gebildet, und unterstützen das, um die Infektionsforschung in diesem Gebiet weiter voranzutreiben“, sagte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) am Montag in Hannover.

Er wünsche sich, dass der Rat der Wissenschaft stärker im politischen Bewusstsein aufgenommen und umgesetzt werde. Infektionsforschung sei als Grundlagenforschung extrem wichtig.

15 Uhr: Wissenschaftlerin rät zu kurzem harten Lockdown zur Fallzahlsenkung

Um die Corona-Epidemie samt der Gefahr von Virusmutationen unter Kontrolle zu bringen ist aus Sicht der Göttinger Physikerin Viola Priesemann ein kurzer harter Lockdown nötig. Damit könnten die Fallzahlen schnell auf ein niedriges, für die Gesundheitsbehörden nachverfolgbares Niveau gesenkt werden, sagte die Forscherin vor den Bund-Länder-Beratungen zum Corona-Kurs am Montag im Corona-Sonderausschuss des Landtags in Hannover. Auch der Bonner Virologe Hendrik Streeck äußerte sich am Montag in Hannover kritisch über das Management der Pandemie.

Die Politik müsse sich klar entscheiden, ein Kompromiss helfe nicht weiter, sagte Priesemann. Entweder erreiche man eine Kontrolle oder nicht, eine halbe Kontrolle gebe es nicht. „Es macht hier keinen Sinn, halbe Sachen zu machen, weil das den Lockdown unnötig verlängert“, sagte die Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, die im Namen einer Gruppe von Wissenschaftlern Position bezog. Priesemann betonte, dass es zuvor schon Nachbarländern wie Frankreich, Belgien und Österreich gelungen sei, mit Einschränkungen die Fallzahlen nachhaltig zu senken.

Sowohl Priesemann als auch Streeck kritisierten, dass den Menschen auch draußen unter freiem Himmel strikte Kontaktbeschränkungen auferlegt worden seien. Dort sei unter Beachtung von Abstandsregeln die Infektionsgefahr 20 mal geringer, sagte Priesemann. Die negative Folge der Beschränkung sei, dass die Menschen sich dann im Verborgenen daheim verabredeten, wo dann zumeist keine Masken getragen werden, sagte Streeck.

13.24 Uhr: Halleluja! Polizei löst Gottesdienst auf

48 Menschen haben in Bad Münder am Deister im Landkreis Hameln-Pyrmont einen illegalen Gottesdienst gefeiert. Ein Anwohner habe die Polizei gerufen, wie ein Sprecher am Montag sagte.

Die Beamten trafen in einem ehemaligen Lebensmittelladen in Flegessen 15 Erwachsene und 33 Kinder an. Die Teilnehmer trugen keinen Mund-Nasen-Schutz und hielten den Mindestabstand nicht ein.

Die Polizei löste die Veranstaltung am Sonntag auf und leitete Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Erwachsenen ein. Gottesdienste sind in Niedersachsen nur unter Auflagen in vorgesehenen Räumen erlaubt.

Teilnehmer müssen etwa durchgehend einen Mund-Nasen-Schutz tragen und Abstand halten, Gesang ist verboten.

12.54 Uhr: Weil legt noch mal nach

Im Vorgriff auf den nächsten Corona-Gipfel zwischen den Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) morgen hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil klar gegen ein generelles Ausgehverbot in den Abend- und Nachtstunden ausgesprochen.

„In ganz Niedersachsen liegen wir jetzt bei einer Inzidenz von knapp unter 100. Deshalb halte ich aktuell landesweite nächtliche Ausgangssperren nicht für gerechtfertigt“, erklärte der SPD-Politiker in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Lediglich in Städten und Landkreisen mit einer Inzidenz von mehr als 200 pro 100.000 Einwohnern und Woche sei eine solche Maßnahme sinnvoll und werde von den Menschen auch akzeptiert.

Unterdessen sprach sich der Regierungschef aber dafür aus, die Arbeit im Homeoffice verpflichtend zu regeln. „Eine seitens des Bundes zu regelnde Pflicht zum Homeoffice hielte ich für sinnvoll“, sagte Weil. Arbeitgeber müssten dann darlegen, warum welche Bereiche definitiv nicht ins Homeoffice gehen können. Gleichzeitig sollten die Betriebe durch eine Flexibilisierung der täglichen Anfangszeiten ihre Beschäftigten auffordern, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in den Stoßzeiten zu entlasten, schlägt der Ministerpräsident vor.

Wichtig sei aber, dass auch bei einem weiteren Rückgang der Fahrgastzahlen durch mehr Homeoffice und geringerem Schulbesuch die Zahl der eingesetzten Busse oder Bahnen nicht reduziert, sondern eher noch weiter ausgeweitet werde. „Das würde dann zu mehr Abstand und mehr Sicherheit im ÖPNV führen“, ist Weil überzeugt.

11.39 Uhr: Niedersachsen ist für Lockdown-Verlängerung bis Mitte Februar

Vor dem Bund-Länder-Treffen zum Kurs in der Corona-Krise hat sich die niedersächsische Landesregierung für eine Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar ausgesprochen.

Von einem weiter verschärften kompletten Lockdown halte das Bundesland indes gar nichts, sagte Staatssekretär Jörg Mielke am Montag in Hannover in einer Sondersitzung des Sozialausschusses.

„Wir werden keine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen vorschlagen.“ Wie Mielke sagte, drohten sonst Akzeptanzprobleme. „Wir stellen fest, wir sind dabei, die Schrauben zu fest zuzudrehen.“ Auch eine nächtliche Ausgangssperre finde keine Unterstützung aus Niedersachsen.

Bund und Länder beraten morgen, ob der aktuelle bis Ende Januar geltende Lockdown verlängert oder noch verschärft werden muss. Das ursprünglich für den 25. Januar geplante Treffen war wegen der weiterhin angespannten Corona-Lage und der Sorge vor Virusmutationen vorgezogen worden.

11.08 Uhr: Hotspots liegen in unserer Region

Laut Landesgesundheitsamt gab es in den letzten 24 Stunden 662 neu registrierte Corona-Infektionen (Stand 9 Uhr) in Niedersachsen. Das sind vergleichsweise wenige Neuinfektionen.

Allerdings sind die Zahlen am Montag mit Vorsicht zu genießen – schlicht, weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt wurden bisher 129.324 Covid-19-Infektionen nachgewiesen.

Neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gibt es 15, darunter drei im Kreis Gifhorn und einen in Braunschweig. 2.644 starben seit dem Ausbruch der Pandemie erwiesenermaßen an oder mit dem Virus.

Als genesen gelten 106.214 Menschen, das sind 484 mehr als gestern.

Die Lage in unserer Region (Fälle/Inzidenz):

  • Braunschweig: 2.975 (+85) / 93,8
  • Gifhorn: 3.006 (+4) / 172,2
  • Goslar: 1.239 / 71,2
  • Region Hannover: 23.592 (+246) / 156,1
  • Helmstedt: 1.091 / 151,2
  • Peine: 2.255 (+1) / 186,2
  • Salzgitter: 2.029 / 92,1
  • Wolfenbüttel: 1.262 (+19) / 45,1
  • Wolfsburg: 1.682 (+2) / 81,2

>> HIER geht's zu allen Corona-Zahlen aus Niedersachsen!

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt jetzt im Schnitt bei 103,8 und stieg damit wieder etwas. Kein Landkreis liegt mehr über der 200er-Marke. Die Top-4-Hotspots liegen allesamt in unserer Region: Peine, Gifhorn, Hannover und Helmstedt. >> Hier geht's zur Inzidenz-Ampel!

10.27 Uhr: Mysteriöse Whatsapp-Sprachnachricht

Bei Whatsapp und in den VW-Werken macht aktuell eine verwirrende Sprachnachricht die Runde. Die Rede ist davon, dass Volkswagen coronabedingt alles herunterfährt.

Was es mit der Nachricht auf sich hat und wie harsch VW sie kommentiert, kannst du HIER nachlesen!

9.25 Uhr: Weil – „Sinnvolle Ergänzungen des Katalogs“

Ministerpräsident Stephan Weil versucht zu beschwichtigen. Auf die Frage, ob Bund und Länder nochmals schärfere Corona-Maßnahmen planen, antwortete der SPD-Politiker, dass es eher um „sinnvolle Ergänzugen des Katalogs“ gehe.

Einen grundsätzlichen Strategiewechsel bei den Corona-Regeln gebe es nicht, sagte Weil am Sonntagabend im „ZDF Heute Journal“. Die vollständige Schulschließung, vor allem von Grundschulen, halte er für nicht sinnvoll. Vielmehr sprach sich Weil für Wechselunterricht aus.

Zwar traue man den Warnungen aus dem Kanzleramt – es habe sich aber bewährt, immer mal wieder eine Expertenrunde vorzuschalten. Für „schwerwiegende Entscheidungen müsse man sich so gut wie möglich auch auf den Stand der wissenschaftlichen Diskussion bringen“. Deswegen, so Niedersachsens Ministerpräsident, habe das nichts mit Misstrauen der SPD-Länder zu tun, aber “sehr viel mit Erweiterung auch des eigenen Horizonts“.

6.35 Uhr: Grundschüler kehren in geteilten Gruppen in Klassen zurück

Trotz einer weiter angespannten Corona-Lage kehren die Grundschüler in Niedersachsen am Montag in geteilten Gruppen in die Klassen zurück. Bis zum Halbjahresende erhalten sie Unterricht nach dem Szenario B - das bedeutet, dass jeweils eine Hälfte der Schüler zu Hause und die andere in der Klasse arbeitet. In der ersten Woche nach den Ferien waren alle Grundschüler im Homeschooling zu Hause unterrichtet worden.

An der teilweisen Öffnung der Schulen in Niedersachsen trotz des verschärften Lockdowns hatte es Kritik unter anderem aus Berlin gegeben. Die Schulöffnung sei gegen den Geist der Beschlüsse von Bund und Ländern, sagte der Staatsminister im Kanzleramt, Hendrik Hoppenstedt. Dagegen verteidigte die Landesregierung zuletzt am Freitag die Teilöffnung auch der Grundschulen: Man wolle daran festhalten, hieß es. Insbesondere kleine Kinder schienen die Krankheit weniger stark zu verbreiten als andere Menschen.

6.07 Uhr: Baldige Schulöffnung? Tonne glaubt nicht dran

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat auf die Entbehrungen von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Krise hingewiesen.

„Wir nehmen den Kindern gerade alles weg, was ihr Leben ausmacht: Hobbys, Freunde treffen, Veranstaltungen besuchen, ins Kino gehen, zusammen feiern“, sagte Tonne der „Neue Osnabrücker Zeitung“. „Und nun mussten wir auch noch den Schulbesuch - die letzte verbliebene Möglichkeit, Kontakt zu Gleichaltrigen zu haben - massiv einschränken und nahezu auf null herunterfahren“. Diese Situation könne man nicht beliebig lange fortführen.

An eine baldige komplette Wiedereröffnung der Schulen glaubt Tonne jedoch nicht. „Keiner geht davon aus, dass wir im Februar schon wieder halbwegs normal in den Schulalltag starten“, sagte er.

Tonne sprach auch über persönliche Anfeindungen. In erster Linie meldeten sich die Leute, die enttäuscht und sauer seien. „Und da geht es teilweise schon ganz schön zur Sache und auch unter die Gürtellinie. Es gibt Rückmeldungen, die wirklich unter aller Kanone und außerordentlich niveaulos sind“, sagte er. Er könne nicht sagen, dass ihn das kalt lasse. Auch wenn er Verständnis für die Sorgen und Ängste von Eltern habe: „Ich würde mir wünschen, dass manche über den ein oder anderen Satz, den sie an mein Haus oder an meine Person richten, vor dem Absenden etwas länger nachdenken.“

Sonntag, 17. Januar

13.41 Uhr: Grüne verlangen langfristige Strategie

Kurz vor den Beratungen über mögliche Verschärfungen des Lockdowns in der Corona-Pandemie haben die Grünen in Niedersachsen eine „nachvollziehbare Langfriststrategie“ angemahnt. Die Menschen erwarteten „gerade jetzt schlüssige und wirksame Maßnahmen und deren ebenso konsequente Umsetzung“, sagte die Fraktionsvorsitzende im Landtag, Julia Willie Hamburg, am Sonntag. „Dies ist die Landesregierung von Ministerpräsident Weil bis heute leider schuldig geblieben.“

Für eine langfristige Strategie anstelle nach kurzer Zeit überholter Verordnungen müsse Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sich nicht nur im Bund einsetzen, sondern sie auch fürs Land festlegen – „ohne diese Perspektive und nur mit Durchhalte-Appellen geht uns bald die Puste aus“. Angesichts der angespannten Lage haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder ihre ursprünglich für den 25. Januar geplanten Beratungen um knapp eine Woche auf kommenden Dienstag vorgezogen.

Hamburg betonte, es sei höchste Zeit, mehr für den Schutz vor Corona-Infektionen in der Arbeitswelt zu tun. Nach Einschätzung der Grünen im Land bewirken die Lockdown-Maßnahmen in Deutschland zu wenig: Während das Privatleben bis ins Kleinste geregelt sei, bleibe die Arbeitswelt außen vor. Nötig sei ein Recht auf mobiles Arbeiten und dort, wo das nicht umsetzbar sei, seien klare Hygieneregeln erforderlich. Bei den Einschränkungen privater Kontakte müsse die umstrittene Plus-Eins-Regel zumindest für Familien überprüft werden.

Weiter erklärte die Fraktionschefin: „Wir brauchen dringend eine neue Teststrategie, eine zusätzliche bundesweite Kraftanstrengung beim Infektionsschutz an unseren Schulen sowie in Zügen, Bussen und Bahnen und endlich ein Stufenmodell der Einschränkungen ausgerichtet an den Infektionszahlen.“ Um diese Vorschläge soll es auch am Montag (10.00 Uhr) bei einer Sondersitzung des Sozialausschusses des Landtages gehen.

11.53 Uhr: 1.250 neue Corona-Infektionen in Niedersachsen

Obwohl die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen hoch bleibt, ist der landesweite Inzidenzwert unter 100 gesunken. Er ging auf 99,8 zurück - am Vortag lag er noch bei 102,7, wie aus den aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Sonntag hervorging. Die Sieben-Tages-Inzidenz gibt an, wie viele Menschen sich binnen sieben Tagen gerechnet auf 100.000 Einwohner mit dem Virus infiziert haben.

Es gab 1.250 Neuinfektionen und damit insgesamt 128.662 Fälle in Niedersachsen. Weitere elf Menschen starben. Genesen waren laut Hochrechnung 105.730 der gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspreche einem Anteil von 82,2 Prozent.

Unter den niedersächsischen Landkreisen kam Peine mit 186,9 auf die höchste Sieben-Tages-Inzidenz, gefolgt vom Landkreis Gifhorn (173,9) und dem Landkreis Helmstedt (151,2). Vor allem der Landkreis Gifhorn war zuletzt stark betroffen.

9.38 Uhr: Zahlreiche Corona-Verstöße in der Region

Gleich mehrere, teils kuriose Verstöße gegen die geltenden Corona-Auflagen, stellte die Polizei in der Region38 fest. Am Samstag lösten die Beamten eine Geburtstagsfeier zweier Großfamilien in Schöppenstedt (Kreis Wolfenbüttel) auf. 17 Personen, davon drei Kinder, aus mehreren Städten Deutschlands, hatten sich versammelt.

Einen weiteren Hinweis auf eine Feier erhielt die Polizei in Wolfenbüttel. Dort saßen vier Personen aus je einem Haushalt zusammen. Zwei versuchten noch durch ein Fenster auf der Rückseite des Hauses zu türmen, der Versuch misslang.

Nicht schlecht staunte die Polizei Salzgitter in der Nacht zu Sonntag, als sie ein Auto stoppte. Fünf Personen saßen eng an eng, hatten offensichtlich getrunken und kamen von einer Party.

Nur eine halbe Stunde später, gegen 1.30 Uhr, nahmen die Beamte eine Feier in einer Gartenlaube hoch. Auch hier betranken sich sechs Personen aus verschiedenen Haushalten. Alle Beteiligten erwarten empfindliche Bußgelder.

(news38.de mit dpa)