Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Impfstoff-Demo in Hannover – „Gebt die Patente frei!“

Lockdown bis 14. Februar - FFP2-Masken im Nahverkehr Pflicht

Die bislang bis Ende Januar geltenden Corona-Maßnahmen werden bis zum 14. Februar verlängert. Im Nahverkehr und in Geschäften soll künftig eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken gelten.

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Niedersachsen. Der Lockdown wird in Niedersachsen und ganz Deutschland bis zum 14. Februar verlängert. Die geltenden Corona-Maßnahmen sind etwas verschärft worden (diese Corona-Regeln gelten ab dem 21. Januar).

Alle Entwicklungen liest du in unserem Corona-Blog.

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Die aktuellen Fallzahlen zum Virus hast du mit unserer Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

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Samstag, 23. Januar

14.02 Uhr: Demo für Patentfreigabe von Impfstoffen

Unter dem Motto „Gebt die Patente frei - Corona-Impfstoff für alle!“ haben sich heute rund 80 Demonstranten in der Innenstadt von Hannover versammelt.

Vor dem Hauptbahnhof lag ein großes Banner mit den Kontinenten, darauf standen Eimer mit Schildern und der Information, wann der jeweilige Erdteil ausreichend mit Corona-Impfstoffen versorgt sein werde. Anlass seien die Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO), den Patentschutz auf Produkte und Technologien zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie temporär aufzuheben, wie es Indien und Südafrika beantragt hätten, teilten die Veranstalter mit.

Aufgerufen zu dem Protest in einigen deutschen Städten hatten die Interventionistischen Linken.

11.00 Uhr: Die neuen Zahlen

Niedersachsen meldet 1.207 neue Corona-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden. Damit steigt die Zahl seit Anbeginn der Pandemie auf 135.140.

Außerdem muss das Land 40 weitere Todesfälle vermelden. Sechs davon kommen aus der Region Hannover, vier aus Goslar, drei aus Braunschweig, jeweils zwei aus Gifhorn und Peine sowie jeweils einer aus Helmstedt und Salzgitter.

1.428 Menschen konnten in den letzten 24 Stunden als genesen gemeldet werden. Insgesamt gelten jetzt 114.280 Menschen als genesen. >> Hier geht's zu allen Zahlen!

Die Zahlen für die Region: (Fälle / Inzidenz / Todesfälle)

  • Braunschweig: 3.134 (+60) / 88,2 / 68 (+3)
  • Gifhorn: 3.162 (+37) / 116,7 / 89 (+2)
  • Goslar: 1.300 (+10) / 52,8 / 51 (+4)
  • Region Hannover: 24.802 (+323) / 154,9 / 527 (+6)
  • Helmstedt: 1.211 (+20) / 155,5 / 44 (+1)
  • Peine: 2.376 (+34) / 118,0 / 37 (+2)
  • Salzgitter: 2.106 (+16) / 87,3 / 44 (+1)
  • Wolfenbüttel: 1.3040 (+2) / 51,0 / 47
  • Wolfsburg: 1.763 (+14) / 70,0 / 65

Die durchschnittliche Sieben-Tages-Inzidenz sank auf 91,8. Nur ein Kreis liegt über der kritischen 200er-Marke: Nienburg erreicht einen Wert von 210,9. Den einstigen Hotspots Gifhorn und Peine gelingt es, die Inzidenz nach unten zu drücken. >> Hier geht's zur Inzidenz-Ampel!

10.47 Uhr: Re-Infektion innerhalb kurzer Zeit könnte mutierte Virusform sein

Die zweite Corona-Infektion einer Frau in der Region Hannover innerhalb von eineinhalb Monaten könnte für eine mutierte Form des Coronavirus sprechen. Es müsse sich aber nicht unbedingt um eine gefährliche Mutation handeln, sagte Gesundheitsamtsarzt Hubert Thole der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ am Samstag.

Die infizierte Frau sei am 27. November das erste Mal positiv getestet worden, nachdem bei ihr eindeutige Krankheitssymptome aufgetreten seien. Am 11. Januar war der zweite Test, hieß es.

Thole verwies auf einen Fall in Garmisch-Partenkirchen, wo sich eine Mutation beim Labortest als nicht besonders besorgniserregend erwies hatte. „Aber wir wollen hier auf keinen Fall etwas übersehen“, sagte der Arzt.

Das Gesundheitsamt hatte am Freitag darüber informiert, dass bei der Frau über mehrere Schritte Verbindungen zu vier Kitas und einer Grundschule in Hannover bestehen. Es ordnete für mindestens 120 Kontaktpersonen Quarantäne an. Bei ersten Tests der Kontaktpersonen sind der Behörde zufolge weitere Infektionen festgestellt worden. Die Ergebnisse aller Tests sollen in der kommenden Woche vorliegen. Dann werden auch Ergebnisse erwartet, ob es sich tatsächlich um eine mutierte Virusform handelt.

8.38 Uhr: Abschlussprüfungen werden nicht verschoben

Obwohl der Großteil der Schüler derzeit zu Hause unterrichtet wird, will Niedersachsens Landesregierung an den Terminen für die Abschlussprüfungen in den Schulen festhalten. „Eine Absage der Prüfungen halte ich zum jetzigen Zeitpunkt für falsch. Das ist eine Debatte zur Unzeit“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. „Die Schüler haben Anspruch auf eine faire Prüfung.“

Der Schulleitungsverband Niedersachsen hatte Mitte Januar gefordert, die Prüfungen abzusagen. Insbesondere bei den Lehrern stieß der Vorschlag allerdings auf Widerstand. Die Lehrer warnten vor „Notabschlüssen“, denen es bundesweit an Anerkennung mangeln könne.

Kultusminister Tonne sagte nun, eine Verschiebung der Abiturprüfungen sei „unwahrscheinlich, weil das nur wenige zusätzliche Tage bringen würde“. Er ergänzte aber: „Ob es zu Verschiebungen bei den mittleren Abschlüssen kommt, werden wir in den nächsten Wochen entscheiden.“

Tonne betonte, dass das Land es schon jetzt ermöglicht habe, Inhalte, die nicht im Unterricht behandelt wurden, von den Prüfungen auszunehmen. „Die Schulen erhalten auch bei den zentralen Prüfungen eine größere Auswahl bei den Aufgaben“, versicherte er.

8.25 Uhr: Polizei löst „Corona-Party“ auf

Wieder Mal hat die Polizei eine „Corona-Party“ aufgelöst. Diesmal in Beuchte im Kreis Wolfenbüttel. Die Polizei war am Freitagabend einem Hinweis nachgegangen. Tatsächlich feierten in einer Wohnung fünf junge Leute im Alter zwischen 17 und 21 Jahren eine feuchtfröhliche Party – wegen der geltenden Corona-Regeln verbotenerweise. Die Beamten beendeten die Feier und fertigten entsprechende Anzeigen gegen die Gäste an.

Freitag, 22. Januar

21.18 Uhr: Strengere Kontrollen im Harz!

In den letzten Tagen und Wochen hat es zahlreiche Menschen in den Harz gezogen! Der Grund: Die wunderschöne Schnee-Landschaft. Doch leider ist es dabei auch immer wieder zu Verstößen gegen die Corona-Regeln gekommen. Der Landkreis Goslar rüstet sich nun fürs Wochenende. Wie, das verraten wir dir hier >>>.

17.07 Uhr: Landeselternvertretung mit eindringlicher Mahnung

Die Eltern von Kita-Kindern in Niedersachsen sehen sich angesichts des Lockdowns laut einer aktuellen Umfrage an der Grenze ihrer Belastungsfähigkeit. Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ zitierte aus einer bis Freitagabend laufenden Umfrage der niedersächsischen Landeselternvertretung (LEV), wonach mehr als die Hälfte der bislang befragten 9300 Eltern die derzeitige Situation als belastend bis sehr belastend empfinde. Nur 3,6 Prozent der Befragten empfanden den Lockdown als unproblematisch.

„Mit Blick darauf verstehen wir nicht, dass es nach wie vor keine Langzeitstrategie auf Bundesebene gibt, sagte LEV-Vorsitzende Christine Heymann-Splinter der Zeitung. Die Kinder litten unter den Kontaktbeschränkungen und seien zunehmend verängstigt. Besonders hart seien diejenigen betroffen, die nicht in der Notbetreuung seien. Die werde nur von 38 Prozent der bislang Befragten genutzt.

Die Kinder, die zu Hause bleiben müssen, müssten auf frühkindliche Bildung ebenso verzichten wie auf den Kontakt mit Gleichaltrigen. Die LEV-Vorsitzende lobte jedoch, dass Niedersachsen trotz der Beschlüsse auf Bundesebene grundsätzlich daran festhalte, eine breite Notbetreuung anzubieten.

15.08 Uhr: Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen

Niedersachsen meldet 1.248 neue Corona-Fälle, damit steigt die Zahl gesamt auf 133.933. Außerdem muss das Bundesland 51 weitere Todesfälle beklagen. 1.702 gelten als genesen, damit steigt die Zahl der Genesenen auf 112.852. Die 7-Tage-Inzidenz für Niedersachsen liegt bei 94,7.

Die Corona-Lage in der Region (Fälle; Inzidenz; Todesfälle):

  • Braunschweig: 3.047 (+23); 86,2; 65 (+3)
  • Gifhorn: 3.125 (+42); 138,2; 87 (+4)
  • Goslar: 1.290 (+15); 49,2; 47
  • Region Hannover: 24.479 (+239); 156,9; 521 (+16)
  • Helmstedt: 1.191 (+22); 159,9; 43 (+1)
  • Peine: 2.342 (+23); 121,7; 35
  • Salzgitter: 2.090 (+19); 79,6; 43
  • Wolfenbüttel: 1.302 (+8); 54,3; 47
  • Wolfsburg: 1.749 (+18); 74,8; 65

14.00 Uhr: Reimann entschuldigt sich für Impfbriefe an Tote

Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann hat sich dafür entschuldigt, dass Info-Schreiben des Ministeriums über Corona-Impfungen auch an Verstorbene verschickt worden sind.

„Ich bitte die Angehörigen, die sich da verletzt fühlen, um Entschuldigung“, sagte die SPD-Politikern am Freitag im Landtag Hannover.

Bei rund 210 000 verschickten Schreiben, für die die Post eigene unvollständige Adressenlisten nutzte, hätten sich einzelne Fehler nicht vermeiden lassen.

Auch Ministerpräsident Stephan Weil bat um Nachsicht – bei dem Versuch, eine große Zahl von Menschen mit Informationen über eine Impfung persönlich und schnell zu erreichen, könne es auch zu Fehlern und Pannen kommen.

11.22 Uhr: Weil setzt auf Impfkampagne als Weg aus der Corona-Krise

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) setzt auf eine breite Impfkampagne als den entscheidenden Weg aus der Corona-Krise. „Das Fundament ist der Impfschutz“, sagte Weil am Freitag in einer Regierungserklärung in einer Sondersitzung des Landtags in Hannover. Trotz aktueller Lieferengpässe und Knappheit von Impfstoff gebe es die Perspektive, insbesondere mit der Zulassung weiterer Impfstoffe Millionen von Niedersachsen zu impfen.

Die Bundesregierung wolle allen impffähigen Menschen bis Jahresmitte eine Impfung ermöglichen. „Das ist ambitioniert, aber wir sind fest entschlossen, dass Niedersachsen seinen Anteil an diesem Vorhaben mit großem Engagement leisten wird“, sagte Weil. „Eine geimpfte Gesellschaft muss vor dem Virus keine Angst mehr haben, und das ist unser Ziel.“

Bislang seien in Niedersachsen rund 120 000 Menschen geimpft worden. Bis Mitte Februar sollten alle Heimbewohner und -beschäftigten geimpft werden, sofern dazu die Möglichkeit besteht, sagte Weil. Bislang seien etwa 42 Prozent der Bewohner und Mitarbeiter geimpft worden.

Große Hoffnung setze Niedersachsen auf die Zulassung des Impfstoffs von Astrazeneca, die Ende Januar erwartet wird. Der Impfstoff könne im Kühlschrank gelagert und über die Arztpraxen geimpft werden, sagte Weil. „Je schneller und je mehr ein solcher Impfstoff zur Verfügung steht, desto schneller wird unsere gesamte Gesellschaft das Virus in den Griff kriegen.“ Bei einer Lieferung der bestellten Menge des Astrazeneca-Impfstoffs könnten damit fünf Millionen Niedersachsen geimpft werden.

10.11 Uhr: Landtag berät über Corona-Regeln

Auf einer Sondersitzung berät der niedersächsische Landtag am Freitag (10.00 Uhr) über die Corona-Krise. Zum Auftakt ist eine Regierungserklärung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) vorgesehen. Dabei geht es um die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse vom Dienstag zu einem verlängerten und verschärften Lockdown zur Bewältigung der Epidemie. Der Entwurf einer entsprechend überarbeiteten Landes-Corona-Verordnung liegt inzwischen vor.

Die Sondersitzung war von der FDP ursprünglich mit dem Ziel beantragt worden, noch vor dem Bund-Länder-Treffen eine niedersächsische Position zum weiteren Handeln in der Krise im Landtag zu erarbeiten. Da das Treffen vorgezogen wurde, begleitet die Landtagsdebatte nun das weitere Vorgehen in Niedersachsen.

Donnerstag, 21. Januar

16.51 Uhr: Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen

Das Land Niedersachse meldet im Vergleich zum Vortag 1.444 neue Corona-Fälle. Damit steigt die Zahl auf 132.685 Fälle insgesamt seit Beginn der Pandemie. Außerdem muss das Land 43 weitere Todesfälle beklagen. 111.150 Menschen gelten mittlerweile aus genesen, das sind 2.211 mehr als noch am Vortag. Die 7-Tage-Inzidenz in Niedersachsen liegt damit wieder unter 100, bei 97,4.

Die Corona-Lage in der Region (Fälle/Inzidenz/Todesfälle):

  • Braunschweig: 3.051 (+21); 81,4; 62 (+1)
  • Gifhorn: 3.083 (+34); 149; 83
  • Goslar: 1.275 (+14); 51,4; 47
  • Region Hannover: 24.240 (+332); 168,3; 505 (+14)
  • Helmstedt: 1.169 (+51); 159,9, 42 (+1)
  • Peine: 2.319 (19); 135,8; 35 (+1)
  • Wolfenbüttel: 1.294 (10); 58,5; 47 (+1)
  • Wolfsburg: 1.731 (+5); 71,6; 65 (+1)

15.20 Uhr: Homöopathin fälscht mutmaßliche Atteste für Corona-Leugner

Eine Ärztin mit homöopathischer Praxis soll massenhaft Atteste für Corona-Leugner ausgestellt und diese so von der Maskenpflicht entbunden haben. Die 54-Jährige aus Duderstadt im Süden Niedersachsens erregte die Aufmerksamkeit der Polizei, als auf Anti-Corona-Demos auffällig viele Teilnehmer das Nichttragen einer Maske mit einem Attest aus ihrer Praxis belegten. Dies sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen am Donnerstag.

„Es fiel auf, dass, egal ob die Leute aus Dortmund oder Hannover kamen, alle ein Attest von dieser Ärztin aus Duderstadt hatten“, hieß es. Die Bescheinigungen hätten ausgesehen wie Blanko-Formulare, in die nur noch die Daten der Patienten eingetragen werden mussten. Die 54-Jährige sei durch mehrere Internetauftritte als Corona-Leugnerin bekannt, sagte der Justizsprecher.

Die Staatsanwaltschaft durchsuchte am Mittwoch die Räumlichkeiten in Südniedersachsen und stellte Unterlagen sicher. Für das Ausstellen falscher Gesundheitszeugnisse drohe der Frau eine Geldstrafe oder bis zu zwei Jahre Haft, sagte der Sprecher.

10.12 Uhr: Tote bekamen Impf-Briefe - Kritik an Nutzung von Postdaten

Die Briefe der niedersächsischen Landesregierung zum Impfstart für Über-80-Jährige sind auch an mehrere Verstorbene geschickt worden. Das hat das Sozialministerium übereinstimmenden Berichten zufolge bestätigt. Der NDR berichtete unter anderem über einen Fall, in dem das Schreiben an einen Mann gerichtet war, der vor 39 Jahren gestorben ist. Die Opposition erneuerte angesichts dessen ihre Kritik an der Nutzung von Postdaten für die Briefkampagne.

„Es war von Anfang an ein Fehler, sich auf die Post zu verlassen. Denn man weiß, dass deren Adressenlisten weder vollständig noch in jedem Fall korrekt sind“, sagte die Grünen-Abgeordnete Meta Janssen-Kucz am Donnerstag. Sie forderte das Sozialministerium auf, die Zusammenarbeit einzustellen und die Infoschreiben nur noch in Kooperation mit den Kommunen zu verschicken. Obwohl auch in den Melderegistern Fehler vorkommen könnten, sei das der bessere Weg. Für die Hinterbliebenen seien die Briefe „immer eine Belastung“.

Ministerpräsident Stephan Weil hatte am Mittwoch zu den Briefen an Verstorbene gesagt, es hätte ihn gewundert, „wenn da nicht irgendwie solche Sachen auch mit dabei wären“. Er hoffe sehr, dass es sich um Ausnahmen handele. „Aber wir werden bei einem Projekt von diesem Ausmaß nach meiner Einschätzung immer irgendwelche Ruckeligkeiten haben, wo es nicht tatsächlich zu 100 Prozent das ist, was man sich wünscht“, sagte der SPD-Politiker. „Ich finde es schade, dass so etwas geschieht, es tut mir auch leid.“ Das Sozialministerium habe jedoch im Sinne der schnellen Information richtig entschieden.

Mittwoch, 20. Januar

22 Uhr: Die Corona-Zahlen

131.241 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind bis Mittwoch in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) übermittelt worden. Das sind 598 Fälle mehr als noch am Vortag.

  • Braunschweig: 3030 (+43)
  • Wolfsburg: 1726 (+24)
  • Salzgitter: 2051 (+22)
  • Gifhorn: 3049 (+26)
  • Peine: 2300 (+42)
  • Wolfenbüttel: 1284 (+12)
  • Helmstedt: 1118 (+18)

16.27 Uhr: Schnellere Impfungen für Erzieher und Grundschullehrer gefordert

Der Niedersächsische Städtetag dringt auf schnellere Corona-Impfungen und mehr Schnelltests für Erzieher und Grundschullehrer. „Dieser Personenkreis muss im Stufenplan der Stiko (Ständigen Impfkommission) zur Priorisierung der Covid-19-Impfungen eine Stufe aufrücken“, sagte Städtetag-Präsident Ulrich Mädge am Mittwoch.

Diese Berufe müssten schließlich mit kleinen Kindern umgehen. Im Bund-Länder-Beschluss vom Dienstag heißt es, es gebe ernstzunehmende Hinweise, dass sich die Mutation B.1.1.7 des Coronavirus unter Kindern und Jugendlichen stärker verbreite als die ursprüngliche Variante. Der Corona-Impfverordnung des Bundes zufolge sind Erzieher und Lehrer in Phase 3 der Impfungen an der Reihe.

15 Uhr: Landtag führt Corona-Schnelltests ein

Die Abgeordneten des niedersächsischen Landtags und ihre Mitarbeiter können sich vor den anstehenden Plenarsitzungen kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Landtagspräsidentin Gabriele Andretta erklärte, sie halte es in Abstimmung mit den Fraktionsspitzen für erforderlich, die Schutzmaßnahmen zu erhöhen.

An den Sitzungstagen im Januar stehe daher jedem, der sich im Parlament aufhält, das Angebot offen, sich täglich einem Covid-19-Schnelltest zu unterziehen. Nach 15 Minuten soll das Ergebnis vorliegen. Auch Journalisten können das Angebot nutzen. Die Tests seien freiwillig und erfolgten auf Kosten des Landtags, hieß es am Mittwoch.

12.56 Uhr: Weil hofft auf Astrazeneca-Zulassung

Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) hat seine Forderung nach einer schnelleren EU-Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca bekräftigt. Das Vakzin der Pharmafirma sei deutlich einfacher zu handhaben und herzustellen, sagte er am Mittwoch in Hannover vor Journalisten. So lasse sich die Impfkampagne beschleunigen.

Weil verwies auf den Umstand, dass der Impfstoff anders als die Konkurrenzprodukte der Firmen Pfizer und Biontech sowie Moderna bei deutlich höheren Temperaturen stabil bleibe. „Er kann beim Hausarzt im Kühlschrank gelagert werden.“ Dadurch könnten in Deutschland quasi „auf einen Schlag viele tausend“ Impfzentren entstehen - etwa um auch Lehrer und Polizisten zu immunisieren.

Außerdem basiere der Impfstoff auf einer „konventionellen“ und etablierten Basis, sagte Weil. Das könne einen schnelleren Ausbau der Produktionskapazitäten erleichtern. Seine Interpretation der Lieferprobleme mit dem Vakzin von Pfizer und Biontech sei, dass diese eine Folge davon seien, dass es sich um eine neue „Produktform“ handle.

12.48 Uhr: SPD fordert schärfere Corona-Kontrollen

Die SPD im niedersächsischen Landtag fordert eine striktere Einhaltung der Corona-Regeln. „Ich bin sehr dafür, dass wir schärfer kontrollieren“, sagte SPD-Fraktionschefin Johanne Modder am Mittwoch in Hannover. Viele Bürger hielten sich bereits sehr genau an die Maßnahmen, sagte sie. Diese Menschen hätten ein Recht darauf, dass diejenigen, die das nicht tun, zur Ordnung gerufen werden. „Das heißt nicht, dass ich die Nachbarn aufwiegeln will zu melden, sondern dass man an die Leute appelliert: Bitte haltet euch jetzt wirklich an die Beschränkungen.“

Mehr Kontrollen seien beispielsweise bei Firmen mit Leiharbeitern angebracht, sagte Modder. „Die werden morgens mit Bullis zur Arbeit gebracht und abends wieder abgeholt. Da würde ich mir wünschen, dass man da auch mal guckt, ob die alle Masken tragen.“ Auch beim Einkaufen sollten Sicherheitskräfte die Einhaltung der Maskenpflicht kontrollieren. Die Regelbrecher rief sie dazu auf, sich die Sterbezahlen in der Pandemie anzusehen.

12.04 Uhr: Unternehmen in Niedersachsen: Homeoffice-Pflicht ist „Aktionismus“

Die vom Bundesarbeitsministerium entworfene neue Homeoffice-Verordnung stößt bei den Arbeitgebern in Niedersachsen auf Ablehnung. Der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände im Land, Volker Müller, bekräftigte am Mittwoch, pauschale Vorgaben für mehr Arbeit von zu Hause gingen an der Planungsrealität vieler Betriebe vorbei. Es handele sich dabei um „bürokratischen Aktionismus“ ohne hinreichende Datengrundlage, weil Unternehmen mit ihren Beschäftigten dezentral regelten, was konkret an mobiler Arbeit möglich sei. „Außerdem hat es der Staat verpasst, die Breitband-Kapazitäten flächendeckend auszubauen, damit mobiles Arbeiten und Homeschooling parallel überall möglich sind“, kritisierte Müller.

Nach den jüngsten Gesprächen zur Corona-Lage zwischen den Regierungschefs der Länder und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sollen Arbeitgeber beim Verzicht auf Homeoffice für ihre Beschäftigten ab sofort die genauen Gründe erklären müssen. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte: „Ich begrüße es, dass jetzt einheitliche Regelungen dafür sorgen sollen, dass Homeoffice überall dort, wo es irgend möglich ist, zum Regelfall bei der Berufsausübung wird.“ Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) stellte am Mittwoch Details der geplanten Vorgaben vor.

10.42: Niedersachsen nimmt „restriktive Handhabung“ ernst

Schulen und Kitas – das war wohl DAS Diskussionsthema schlechthin beim gestrigen Corona-Gipfel! In Niedersachen gibt es aktuell Wechselunterricht in Grundschulen, die Kitas sind geschlossen, Schulklassen ansonsten sind im Homeschooling, Ausnahmen können Abschlussklassen sein.

Stephan Weil betont jedoch, dass Niedersachsen das „Stichwort restriktivere Handhabung ernst nehmen“ will. Heißt konkret: In Niedersachsen solle der Wechselunterricht in den Klassen 1 bis 4 um die Befreiung der Präsenzpflicht ergänzt werden.

10.33 Uhr: Weil äußert sich zur Corona-Lage

Jetzt äußert sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil zur Corona-Lage und den Beschlüssen der gestrigen Bund-Länder-Konferenz.

  • Die bisherigen Kontaktbeschränkungen bleiben; werden allerdings durch den Appell ergänzt, sich eine Social Bubble zu bilden
  • erweiterte Maskenpflicht betrifft vorrangig die Qualität: Standard sollen zukünftig OP-Masken im ÖPNV und im Handel sein
  • Religiöse Zusammenkünfte: Hier soll es generelle Absprachen mit Behörden geben, Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen bräuchten eine entsprechende Anmeldung
  • Homeoffice: Pflicht, wenn möglich

Niedersachsen will außerdem regionale Maßnahmen einsetzen. Das Ziel: Inzidenz überall auf 50 senken. Die jeweiligen Landkreise und Städte könnten demnach auch strengere Maßnahmen diskutieren und umsetzen, sollten die Inzidenzwerte dort zu hoch sein.

06.21 Uhr: Ausgabe der FFP2-Masken an Senioren hat sich eingespielt

Bei der kostenlosen Ausgabe von FFP2-Masken an Menschen mit einem erhöhten Corona-Risiko hat es nach Angaben der Apothekerkammer Niedersachsen keine größeren Schwierigkeiten gegeben. Zu Beginn der Verteilung Mitte Dezember sei allerdings der Andrang groß gewesen, sagte die Sprecherin Panagiota Fyssa. „In einigen Apotheken wurden alle vorrätigen Schutzmasken bereits am ersten Vormittag abgegeben.“

Grund zur Sorge gab es Fyssa zufolge aber nicht, denn Apothekerinnen und Apotheker konnten weitere Masken beim pharmazeutischen Großhandel oder beim Hersteller nachbestellen. Demnach hatten die Berechtigten bis zum 6. Januar 2021 ausreichend Zeit, um sich drei kostenlose FFP2-Masken in einer Apotheke abzuholen.

Um alle Patienten sicher zu versorgen, organisierten einige Betriebe gesonderte Abgabezeiten oder nutzten unterschiedliche Eingänge, wie die Sprecherin der Apothekerkammer berichtete. „Andere haben die Masken durch Fenster oder gar im Freien abgegeben.“ Inzwischen brauchen Risikopatienten einen Berechtigungsschein von ihrer Krankenkasse. Bis Ende Februar können sie sechs FFP2-Masken bekommen - für eine Zuzahlung von zwei Euro.

06.44 Uhr: Was bedeuten die neuen Regeln für Niedersachsen?

Da Grundschulen bereits seit Montag wieder aufgemacht hatten, müssen nun 145.000 Grundschüler zurück in den Präsenzunterricht. Welche Maßnahmen sich noch für Niedersachsen ergeben, kannst du HIER nachlesen.

(news38.de mit dpa)