Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Polizei löst Party in Salzgitter auf – in der Wohnung bietet sich ein kurioser Anblick

Lockdown bis 14. Februar - FFP2-Masken im Nahverkehr Pflicht

Die bislang bis Ende Januar geltenden Corona-Maßnahmen werden bis zum 14. Februar verlängert. Im Nahverkehr und in Geschäften soll künftig eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken gelten.

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Niedersachsen. Der Lockdown ist in Niedersachsen und ganz Deutschland bis zum 14. Februar verlängert worden. Auch die geltenden Corona-Maßnahmen wurden verschärft (diese Corona-Regeln gelten seit dem 25. Januar).

Alle Entwicklungen liest du in unserem Corona-Blog.

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Montag, 25. Januar

06.56 Uhr: Polizeieinsatz in Salzgitter gleicht eher Versteckspiel

So ganz recht wusste die Polizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag nicht: Ist das hier ein Einsatz oder eher ein Versteckspiel? Als sie am Einsatzort in Salzgitter eintrafen, bot sich ein kurioses Bild.

Im Stadtteil Lebenstedt hatten sich Anwohner über Lärm in einem Mehrfamilienhaus beschwert. Als die Beamten die Wohnung überprüften, stellten sie 25 Personen fest. „Teilweise versteckten sich diese unter Tischen, zwischen Matratzen und hinter Türen“, schreibt die Polizei in einer Mitteilung auf Facebook.

Sie mahnt, die Corona-Regeln einzuhalten. Es werde weiterhin konsequent kontrolliert.

06.02 Uhr: Niedersachsens Kultusminister verteidigt teils geöffnete Schulen vehement

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne geht in die Offensive und verteidigt Niedersachsens Sonderweg bei den Schulen gegen Kritik. „Ich bin fest von dem Weg überzeugt, die Schulen in Niedersachsen einen Spalt weit aufzuhalten. Gerade für die Grundschüler, die erst Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, ist reiner Distanzunterricht auf Dauer nicht darstellbar“, erklärte der SPD-Politiker in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) und fügte hinzu: „Ich werde mich daher auch bei Gegenwind dafür einsetzen, dass Bildung und Kindeswohl auch in der Pandemie nicht vergessen werden.“ Bildung und Infektionsschutz dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. „Wenn die Sozialkontakte erheblich heruntergefahren werden, dann kommt Schule neben dem Bildungsauftrag eine weitere bedeutende Rolle zu: Nämlich ein unerlässliches Mindestmaß an Kontakt für Kinder und Jugendliche mit anzubieten, selbst wenn es nur auf Abstand ist“, betonte der Landesminister.

Entgegen der Empfehlung des Bundes, alle Schulen komplett zu schließen, lässt Niedersachsen die Grund- und Förderschulen teilweise geöffnet und bietet außerdem Präsenzunterricht für Abschlussklassen an. Allerdings ist die Präsenzpflicht in beiden Fällen aufgehoben, sodass die Eltern darüber entscheiden können, ob sie ihre Kinder im „Szenario B“ in die Schule schicken oder gänzlich im Distanzlernen lassen. Ein Modell, das vor allem von Lehrer- und Bildungsverbänden in den vergangenen Tagen vielfach kritisiert worden war.

Schulminister Tonne indes erklärte, davon nicht abweichen zu wollen. Die Kinder seien schließlich bereits seit Wochen zu Hause. „Das macht auch was mit der Persönlichkeit und dem Sozialverhalten vieler Kinder, wenn über so lange Zeiträume kein Kontakt zu Gleichaltrigen und zu Bezugspersonen außerhalb der eigenen Familie stattfindet. Das muss mit im Blick gehalten werden. Unsere Kinder und Jugendlichen sind nicht einfach kleine Erwachsene“, erklärte der vierfache Vater. Auch die jungen Menschen, die in diesem Jahr ihre Abschlüsse machen, hätten ein Recht auf eine faire Prüfung. Dazu gehöre auch, dass sie sich mit ihren Lehrern zusammen im Unterricht vorbereiten können.

Ohnehin komme ihm der Blick auf die Kinder und Jugendlichen zu kurz. „Ich plädiere dafür, dass in Zukunft an den vorbereitenden Expertenanhörungen auch Stimmen vertreten sind, die das Fachurteil der Virologen ergänzen mit einer starken Stimme, wie es den Kindern und Jugendlichen in der Pandemie ergeht“, fordert der Minister. Die erhebliche Belastung für Kinder und Familien werde bisher nicht ausreichend berücksichtigt. Der 44-Jährige erinnerte zudem daran, dass Kinder und Jugendliche im Gegensatz zu anderen seit Wochen „einen erheblichen Beitrag zum Shutdown“ leisteten. „75 Prozent der Schülerinnen und Schüler lernen zu Hause und sind damit im Homeoffice - das ist eine bemerkenswerte Quote. Kita, Schule und Familien haben geliefert, jetzt sind andere auch am Zug“, findet der Kultusminister.

Sonntag, 24. Januar

16.45 Uhr: Ausnahmen für Quarantäne nach Einreise begrenzt

Jetzt reagiert das Land Niedersachsen! Angesichts des steigenden Risikos eingeschleppter Corona-Fälle mit neuen Mutationen hat das Land Ausnahmen der Quarantäne-Regeln gestrichen. Sämtliche Einreisende aus Gebieten der Mutation müssten sich ab sofort in eine zehntägige Quarantäne begeben, teilt die Staatskanzlei in Hannover mit.

Nur in drei Sonderfällen kann demnach von einer Quarantäne abgesehen werden. Dazu gehören Durchreisen, wenn direkt nach der Einreise „Niedersachsen auf schnellstem Wege verlassen“ wird. Außerdem sind berufsbedingte Grenzübertritte etwa von Beschäftigten im Personen- und Güterverkehr ausgenommen, wenn diese höchstens drei Tage im Land bleiben - darunter Flugzeug-Besatzungen.

Dieselbe Drei-Tage-Regel greift zudem für Personen, „deren Tätigkeiten zur Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens einer besonderen Dinglichkeit und Unabdingbarkeit unterliegen“. Unabhängig davon müssten sich diese Personen testen lassen, betonte das Land. Die Quarantäne-Verordnung gilt bis zunächst 14. Februar.

10.26 Uhr: Verstöße in Wolfenbüttel

Die Polizei Wolfenbüttel war gestern mehrfach im „Corona-Einsatz“. Zunächst beendeten die Beamten eine zu große Familienfeier in einer Wohnung in der Ringstraße. Dann war Schluss für eine Party in einem Kleingarten.

An einer Bushaltestelle weigerte sich ein Mann, eine Maske aufzusetzen – trotz mehrfacher Aufforderung. Am Abend gab es dann noch einen weiteren Corona-Verstoß in der Fritz-Fischer-Straße. Hier lag gegen einen Mann ein Haftbefehl vor, so die Polizei. Daher brachten die Beamten ihn in die JVA.

10.14 Uhr: Die neuen Zahlen

Niedersachsen meldet 938 neue Corona-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden. Da sind vergleichsweise wenig Neuinfektionen, allerdings wird am Wochenende auch weniger getestet. Insgesamt wurden in Niedersachsen 136.078 COvid-19-Fälle gezählt.

Außerdem muss das Land 27 weitere Todesfälle vermelden. 2.971 Menschen sind damit bisher im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.

1.276 Menschen konnten in den letzten 24 Stunden als genesen gemeldet werden. Insgesamt gelten jetzt 115.556Menschen als genesen. >> Hier geht's zu allen Zahlen!

Die Zahlen für die Region: (Fälle / Inzidenz / Todesfälle)

  • Braunschweig: 3.158 (+24) / 81,8 / 68
  • Gifhorn: 3.215 (+53) / 115,0 / 89
  • Goslar: 1.316 (+16) / 53,6 / 51
  • Region Hannover: 25.022 (+220) / 145,4 / 527
  • Helmstedt: 1.230 (+19) / 150,1 / 44
  • Peine: 2.398 (+22) / 106,8 / 37
  • Salzgitter: 2.112 (+6) / 79,6 / 44
  • Wolfenbüttel: 1.304 / 51,0 / 47
  • Wolfsburg: 1.769 (+6) / 72,4 / 65

Die durchschnittliche Sieben-Tages-Inzidenz sank auf 89,7. Bundesweit lag sie heute bei 111,1.

Es bleibt dabei: Nur ein Kreis liegt über der kritischen 200er-Marke – Nienburg erreicht einen Wert von 208,4. Den einstigen Hotspots Gifhorn und Peine gelingt es nach wie vor, die Inzidenz nach unten zu drücken. >> Hier geht's zur Inzidenz-Ampel!

9.21 Uhr: „Corona-Party“ in Stederdorf aufgelöst

Die Polizei Peine hat eine „Corona-Party“ aufgelöst. Nachbarn hatten die Beamten gestern gegen 23 Uhr in den Hesebergweg nach Stederdorf gerufen, weil es nebenan so laut war.

Laut Polizei feierten vier Leute aus drei Haushalten in einer Wohnung zusammen. Die Party wurde aufgelöst, stattdessen gibt's jetzt entsprechende Anzeigen.

8.50 Uhr: Weil strikt gegen Lockerungen

Die Stimmen, die eine Lockerungen der Corona-Maßnahmen fordern, werden lauter. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil spricht sich in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ klar gegen solche Aufweichungen der Regeln aus.

„Da wir aber die wahren Ausmaße der hiesigen Mutationen nicht kennen, können wir jetzt nicht das Risiko eingehen und vorzeitig auch nur punktuelle Lockerungen ausprobieren“, sagt der SPD-Politiker.

8.42 Uhr: Niedersachsen hält an Ferienterminen fest

Die Schulferien in Niedersachsen sollen trotz der Corona-Einschränkungen nicht verschoben werden.

„In so einer verrückten Zeit ist man gut beraten, nichts grundsätzlich auszuschließen. Unser Ziel ist aber so viel Verlässlichkeit wie möglich. Dazu gehören die Ferienzeiten“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Die Ferien seien „für die Lehrer bitter nötig, aber auch für die Schüler“. Auch wenn viele Schüler derzeit zu Hause unterrichtet werden, sei der Distanzunterricht nicht mit Ferien gleichzusetzen.

>> Schulferien in Niedersachsen 2021: Termine stehen fest – diese Daten solltest du dir merken

Bayern hatte seine Faschingsferien vom 15. bis 19. Februar abgesagt, um in der Zeit Unterricht nachzuholen, der wegen der Pandemie ausgefallen ist.

8.00 Uhr: Angeln boomt in Corona-Zeiten

Frische Luft, Ruhe und Natur: Viele Niedersachsen haben im vergangenen Jahr das Angeln für sich entdeckt. Infolge wegfallender Auslandsreisen und der Lockdowns strömten die Menschen in die Angelvereine.

Knapp 25 Prozent mehr Fischerprüfungen zählte der Anglerverband Niedersachsen 2020 im Vergleich zum Vorjahr. „Das ist schon deutlich angestiegen“, hieß es.

Coronabedingt hätten die meisten auf Auslandsurlaube verzichten müssen und stattdessen ihre Ferien in Deutschland verbracht. Dort hätten viele die Nutzung der heimischen Natur für sich entdeckt.

Samstag, 23. Januar

14.02 Uhr: Demo für Patentfreigabe von Impfstoffen

Unter dem Motto „Gebt die Patente frei - Corona-Impfstoff für alle!“ haben sich heute rund 80 Demonstranten in der Innenstadt von Hannover versammelt.

Vor dem Hauptbahnhof lag ein großes Banner mit den Kontinenten, darauf standen Eimer mit Schildern und der Information, wann der jeweilige Erdteil ausreichend mit Corona-Impfstoffen versorgt sein werde. Anlass seien die Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO), den Patentschutz auf Produkte und Technologien zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie temporär aufzuheben, wie es Indien und Südafrika beantragt hätten, teilten die Veranstalter mit.

Aufgerufen zu dem Protest in einigen deutschen Städten hatten die Interventionistischen Linken.

11.00 Uhr: Die neuen Zahlen

Niedersachsen meldet 1.207 neue Corona-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden. Damit steigt die Zahl seit Anbeginn der Pandemie auf 135.140.

Außerdem muss das Land 40 weitere Todesfälle vermelden. Sechs davon kommen aus der Region Hannover, vier aus Goslar, drei aus Braunschweig, jeweils zwei aus Gifhorn und Peine sowie jeweils einer aus Helmstedt und Salzgitter.

1.428 Menschen konnten in den letzten 24 Stunden als genesen gemeldet werden. Insgesamt gelten jetzt 114.280 Menschen als genesen. >> Hier geht's zu allen Zahlen!

Die Zahlen für die Region: (Fälle / Inzidenz / Todesfälle)

  • Braunschweig: 3.134 (+60) / 88,2 / 68 (+3)
  • Gifhorn: 3.162 (+37) / 116,7 / 89 (+2)
  • Goslar: 1.300 (+10) / 52,8 / 51 (+4)
  • Region Hannover: 24.802 (+323) / 154,9 / 527 (+6)
  • Helmstedt: 1.211 (+20) / 155,5 / 44 (+1)
  • Peine: 2.376 (+34) / 118,0 / 37 (+2)
  • Salzgitter: 2.106 (+16) / 87,3 / 44 (+1)
  • Wolfenbüttel: 1.304 (+2) / 51,0 / 47
  • Wolfsburg: 1.763 (+14) / 70,0 / 65

Die durchschnittliche Sieben-Tages-Inzidenz sank auf 91,8. Nur ein Kreis liegt über der kritischen 200er-Marke: Nienburg erreicht einen Wert von 210,9. Den einstigen Hotspots Gifhorn und Peine gelingt es, die Inzidenz nach unten zu drücken. >> Hier geht's zur Inzidenz-Ampel!

10.47 Uhr: Re-Infektion innerhalb kurzer Zeit könnte mutierte Virusform sein

Die zweite Corona-Infektion einer Frau in der Region Hannover innerhalb von eineinhalb Monaten könnte für eine mutierte Form des Coronavirus sprechen. Es müsse sich aber nicht unbedingt um eine gefährliche Mutation handeln, sagte Gesundheitsamtsarzt Hubert Thole der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ am Samstag.

Die infizierte Frau sei am 27. November das erste Mal positiv getestet worden, nachdem bei ihr eindeutige Krankheitssymptome aufgetreten seien. Am 11. Januar war der zweite Test, hieß es.

Thole verwies auf einen Fall in Garmisch-Partenkirchen, wo sich eine Mutation beim Labortest als nicht besonders besorgniserregend erwies hatte. „Aber wir wollen hier auf keinen Fall etwas übersehen“, sagte der Arzt.

Das Gesundheitsamt hatte am Freitag darüber informiert, dass bei der Frau über mehrere Schritte Verbindungen zu vier Kitas und einer Grundschule in Hannover bestehen. Es ordnete für mindestens 120 Kontaktpersonen Quarantäne an. Bei ersten Tests der Kontaktpersonen sind der Behörde zufolge weitere Infektionen festgestellt worden. Die Ergebnisse aller Tests sollen in der kommenden Woche vorliegen. Dann werden auch Ergebnisse erwartet, ob es sich tatsächlich um eine mutierte Virusform handelt.

8.38 Uhr: Abschlussprüfungen werden nicht verschoben

Obwohl der Großteil der Schüler derzeit zu Hause unterrichtet wird, will Niedersachsens Landesregierung an den Terminen für die Abschlussprüfungen in den Schulen festhalten. „Eine Absage der Prüfungen halte ich zum jetzigen Zeitpunkt für falsch. Das ist eine Debatte zur Unzeit“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. „Die Schüler haben Anspruch auf eine faire Prüfung.“

Der Schulleitungsverband Niedersachsen hatte Mitte Januar gefordert, die Prüfungen abzusagen. Insbesondere bei den Lehrern stieß der Vorschlag allerdings auf Widerstand. Die Lehrer warnten vor „Notabschlüssen“, denen es bundesweit an Anerkennung mangeln könne.

Kultusminister Tonne sagte nun, eine Verschiebung der Abiturprüfungen sei „unwahrscheinlich, weil das nur wenige zusätzliche Tage bringen würde“. Er ergänzte aber: „Ob es zu Verschiebungen bei den mittleren Abschlüssen kommt, werden wir in den nächsten Wochen entscheiden.“

Tonne betonte, dass das Land es schon jetzt ermöglicht habe, Inhalte, die nicht im Unterricht behandelt wurden, von den Prüfungen auszunehmen. „Die Schulen erhalten auch bei den zentralen Prüfungen eine größere Auswahl bei den Aufgaben“, versicherte er.

8.25 Uhr: Polizei löst „Corona-Party“ auf

Wieder Mal hat die Polizei eine „Corona-Party“ aufgelöst. Diesmal in Beuchte im Kreis Wolfenbüttel. Die Polizei war am Freitagabend einem Hinweis nachgegangen. Tatsächlich feierten in einer Wohnung fünf junge Leute im Alter zwischen 17 und 21 Jahren eine feuchtfröhliche Party – wegen der geltenden Corona-Regeln verbotenerweise. Die Beamten beendeten die Feier und fertigten entsprechende Anzeigen gegen die Gäste an.

(news38.de mit dpa)