Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Test-Pflicht für Reiserückkehrer! Großer Andrang am Flughafen Hannover

Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer gilt! Am Flughafen Hannover ist der Andrang groß. (Symbolbild)
Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer gilt! Am Flughafen Hannover ist der Andrang groß. (Symbolbild)
Foto: imago images/localpic
  • Hier erfährst du alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie

Niedersachsen. Corona bestimmte die letzten Monate das öffentliche Leben in Niedersachsen. Nun werden immer mehr Regel-Lockerungen bekannt gegeben. Doch für manche wirtschaftliche Betriebe könnte jede Hilfe zu spät kommen. Auch die Zweifel an den Maßnahmen werden immer lauter.

Niedersachsen steht weiter vor der Herausforderung, dem Coronavirus keinen Raum zu geben und Infektionsketten möglichst schnell zu kappen. Daher bleibt es für alle Pflicht, Abstände und Hygieneregeln einzuhalten und beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Offizielle Corona-Warn-App: Was bedeutet anonymes Tracing?
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Alles, was du zum Coronavirs wissen musst:

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Die aktuellen Fallzahlen zum Virus hast du mit unserer Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

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Samstag, 8. August

12.42 Uhr: Test-Pflicht am Flughafen – Hunderte lassen sich testen

Mit Beginn der Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus internationalen Risikogebieten haben sich am Samstag Hunderte Menschen am Flughafen Hannover testen lassen. Vor dem Testzentrum der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) bildeten sich am Mittag längere Schlangen, wie eine Sprecherin des Landesverbands Niedersachsen/Bremen mitteilte.

„Wir haben von 6.00 bis 12.00 Uhr 260 getestet. Wir rechnen heute mit mehr als 1000 insgesamt,“ sagte Tanja Herrschaft. In den vergangenen Tagen lag die Zahl in dem Zentrum, das bereits vor gut einer Woche für zunächst freiwillige Tests errichtet worden war, demnach im Schnitt bei 700 bis 900.

11.08 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen steigt! Nach Angaben der Landesregierung gibt es aktuell 14.895 bestätigte Fälle, das sind 74 mehr als noch am Vortag.

Überblick für unsere Region:

  • Braunschweig: 361 (+1)
  • Gifhorn: 172
  • Goslar: 273
  • Hannover: 2989 (+19)
  • Helmstedt: 143
  • Peine: 180 (+5)
  • Wolfenbüttel: 201 (+3)
  • Salzgitter: 171
  • Wolfsburg: 284 (+1)

8.03 Uhr: Grüne wollen Klimapolitik trotz Corona-Krise vorantreiben

Angesichts der Corona-Krise hat Grünen-Fraktionschefin Julia Willie Hamburg davor gewarnt, dass die Klimapolitik in Niedersachsen ins Hintertreffen gerät. „Das wäre fatal: Wir erleben das dritte Dürrejahr in Folge, mit erheblichen Auswirkungen auf unsere Gesundheit, aber auch auf die Landwirtschaft und die Trinkwasserversorgung“, sagte Hamburg

„Die Klimakrise wartet nicht, bis wir die Corona-Krise und ihre Folgen überwunden haben.“ Deshalb sei es entscheidend die Krisen beide zusammen anzupacken – etwa mit einem sozial-ökologischen Konjunkturprogramm, das die Wirtschaft in Schwung bringe, aber auch nachhaltig der Klimakrise und ihren Folgen begegne.

Freitag, 7. August

17.46 Uhr: Maskenkontrollen in Bus und Bahn

Niedersachsen plant Schwerpunktkontrollen zur Überwachung der Maskenpflicht in Bus und Bahn. Sie bereiten derzeit die Ministerien für Verkehr und Inneres vor.

Polizei und kommunale Ordnungsämter sollen in Absprache mit den Verkehrsunternehmen für wirksame Kontrollen sorgen, so Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU). „Wir können es nicht hinnehmen, dass im ÖPNV Gesundheit gefährdet und das Sicherheitsbedürfnis vieler Fahrgäste missachtet wird.“

Immer wieder hatten sich Fahrgäste über einen laxen Umgang mit der Maske durch einzelne Mitreisende oder bestimmte Gruppen beklagt. Das gelte insbesondere in den Ballungsräumen, stellt Althusmann fest.

Die Durchsetzung der Maskenpflicht sei in der Praxis schwierig und könne nicht Busfahrern und Fahrkartenkontrolleuren allein überlassen werden. Angesichts steigender Neuinfektionszahlen plant Niedersachsen wie schon NRW ein Bußgeld für Maskenverweigerer in öffentlichen Verkehrsmitteln in Höhe von 150 Euro.

Ein höheres Bußgeld allein helfe aber wenig, sagt der Minister. Das Verkehrsministerium unterstütze deshalb mit den anderen Bundesländern die gerade gestartete bundesweite Öffentlichkeitskampagne der Verkehrsunternehmen #BesserWeiter und setze parallel auf stärker wahrnehmbare gemeinsame Kontrollaktivitäten.

16.20 Uhr: Quarantäne in Studentenwohnheim teils aufgehoben

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Studentenwohnheim in Clausthal-Zellerfeld im Landkreis Goslar ist die Quarantäne für gut die Hälfte der 40 betroffenen Bewohner aufgehoben worden.

„Das Gesundheitsamt hat die Bewohner von vornherein separiert, so dass man das Infektionsgeschehen auf eine Etage begrenzen konnte“, sagt ein Sprecher des Landkreises. Einige der Bewohner konnten das Wohnheim demnach bereits heute wieder verlassen. Besucher dürften aber weiter nicht in das Gebäude.

Die Quarantänezeit sei für jeden Bewohner einzeln berechnet worden - je nachdem, ob sie engen Kontakt zu Infizierten hatten, die Inkubationszeit abwarten mussten oder keinen Kontakt zu Kranken hatten. „Auch ein positiv Getesteter kann die Quarantänezeit bis heute schon abgeleistet haben“, sagte der Sprecher.

In dem Wohnheim waren sieben Bewohner und drei Kontaktpersonen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

15.00 Uhr: Mehr Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen

Die Zahl neuer Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter deutlich an. Am Freitag (Stand 9 Uhr) wurden 85 Neuerkrankungen registriert - am Vortag waren es noch 73, so das Sozialministerium.

Es sei eine Entwicklung, die „uns sehr große Sorgen bereitet“. Einen Hotspot, an dem sich neue Fälle häuften, gebe es derzeit nicht, die Infektionen verteilten sich gleichmäßig im Land. Ursache seien vermutlich Reiserückkehrer.

Einen neuen Todesfall gibt es nicht.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle / Tote):

  • Stadt Braunschweig: 362 / 18
  • Kreis Gifhorn: 172 / 4
  • Kreis Goslar: 273 / 28
  • Region Hannover: 2.970 (+10) / 119
  • Kreis Helmstedt: 143 / 1
  • Kreis Hildesheim: 454 / 8
  • Kreis Peine: 175 (+1) / 11
  • Stadt Salzgitter: 171 (+1) / 9
  • Kreis Wolfenbüttel: 198 (+2) / 14
  • Stadt Wolfsburg: 383 / 52

Die Sieben-Tages-Inzidenz je 100.000 Einwohner liegt dem Sozialministerium zufolge landesweit bei 4,7, im Landkreis Vechta bei 27,3. Reiserückkehrer sollten sich freiwillig testen lassen. Dies sei ein Appell, die Abstandsregeln ernstzunehmen und Atemmasken zu tragen.

14.02 Uhr: Niedersachsen hält vorerst am Schulstart mit vollen Klassen fest

Niedersachsen hält vorerst am Schulstart mit vollen Klassen im eingeschränkten Regelbetrieb fest, beobachtet aber mit Sorgfalt und Vorsicht die steigenden Infektionszahlen. Aktuell gebe es keine Veranlassung für eine Anpassung der angekündigten Strategie, so Kultusstaatssekretärin Gaby Willamowius.

Mitte kommender Woche, zwei Wochen vor Ferienende, werde die Lage erneut neu bewertet. Neben dem Szenario A eines eingeschränkten Regelbetriebs hat das Ministerium auch Vorkehrungen für ein Szenario B mit einer Kombination aus Präsenzunterricht und Lernen zu Hause vorgesehen, wie vor den Ferien, sowie ein Szenario C mit lokalen oder landesweiten Schulschließungen.

Den Schulleitungen und Lehrkräften stellte das Kultusministerium und das Landesgesundheitsamt einen aktuellen Rahmen-Hygieneplan zur Verfügung, der unter anderem eine Maskenpflicht außerhalb des Unterrichts in beengten Bereichen wie etwa den Gängen vorschreibt.

Klargestellt wird auch, dass Schüler und Lehrkräfte bei einem banalen Schnupfen oder Husten zur Schule kommen müssen und nur bei einer eindeutigen Erkrankung mit Fieber zu Hause bleiben. Das angestrebte Szenario A sieht einen Unterricht zwar mit kompletten Klassen, aber in festen Lerngruppen, zumeist der Klassenverband vor. Im Fall von Infektionen lassen sich Kontakte und Verbreitungswege so leichter nachverfolgen.

Der Rahmen-Hygieneplan verbietet es Eltern in aller Regel, ihre Kinder in das Schulgebäude zu begleiten und regelt auch, wie mit Kindern umzugehen ist, die während des laufenden Unterrichts erkranken. Für die Schülerinnen und Schüler gibt es ebenfalls detaillierte Regeln zur persönlichen Hygiene, um gesund zu bleiben. Verboten bleiben Umarmungen, Bussi-Bussi und die Ghetto-Faust, schreibt der Plan vor.

13.04 Uhr: Kroatien-Urlauber kommen zurück, ihr Testergebnis kommt zu spät

Der Landkreis Wolfenbüttel vermeldet sechs neue Corona-Infektionen.

Vier positiv gemeldete Fälle waren gemeinsam in Kroatien mit Privatautos verreist. Das Reiseland ist nicht als Risikogebiet ausgewiesen. Sieben der zehn Reisenden hatten sich freiwillig am Grenzübergang testen lassen.

Die Betroffenen wurden nun nach einigen Tagen über die positiven Test-Ergebnisse informiert. Allerdings haben die Personen nach dem Tag der Rückkehr von ihrer Reise teilweise viel Kontakt zu anderen Menschen gehabt.

Das Kontaktermittlungsteam des Gesundheitsamtes arbeitet nun auf Hochtouren, um alle direkten Kontakte der Reiserückkehrer zu identifizieren, zu kontaktieren und unter Quarantäne zu stellen. Die ersten Tests des gesamten Kontaktumfeldes starten heute.

Zwei weitere Fälle von positiv getesteten Menschen, die im Landkreis Wolfenbüttel wohnen, wurden aus der Türkei gemeldet. Die betroffenen Personen wurden während ihrer Reise in der Türkei positiv auf das Virus getestet. Die Quarantäne verbringen die Personen in der Türkei.

07.36 Uhr: Ausflügler dürfen am Sommerwochenende nicht auf alle Inseln

Zum anstehenden sommerlichen Wochenende sind Tagesausflügler auf fast allen Ostfriesischen Inseln willkommen - mit Ausnahme von Langeoog. Dorthin dürfen wegen der Corona-Pandemie weiterhin samstags und sonntags keine Tagesgäste reisen, an den übrigen Tagen nur maximal 600. „Wir werden aber aufstocken auf 800, weil es so gut läuft“, kündigte Langeoogs Bürgermeisterin Heike Horn (parteilos) an. Voraussichtlich Anfang nächster Woche soll dann auch die Wochenendsperre für Tagesgäste gekippt werden - 300 bis 400 seien dann denkbar. Auf der Insel verteilten sich Urlauber, Ausflügler und Bewohner ohnehin gut, sagte Horn. „Uns geht es um die Entzerrung auf der Fähre.“

Auch bei anderen Fähren etwa nach Spiekeroog oder Borkum gibt es Reglementierungen. Die AG Ems fährt weiterhin nur mit maximal 75 Prozent Auslastung nach Borkum, wie eine Sprecherin der Reederei erklärte. Bei hoher Nachfrage gibt es aber Zusatzfahrten.

In den vergangenen Tagen mit Sonnenschein und hohen Temperaturen setzten zahlreiche Menschen zu Tagesausflügen auf die Inseln über. Nach Norderney fuhren am Donnerstag nach Angaben der Reederei Norden-Frisia rund 2000 bis 2500 Tagesgäste, dazu noch mal etwa so viele Urlauber. Schätzungsweise 27 000 Gäste tummeln sich derzeit auf der Insel, wie die Tourismusorganisation vor Ort mitteilte.

Donnerstag, 6. August

16.00 Uhr: „Corona-Disziplin“ auf dem Bau in Braunschweig sinkt

Oft kein Händewaschen, keine Masken, kein Abstand: Die Gewerkschaft IG BAU klagt über nachlässigen Corona-Schutz auf Baustellen. Auf immer mehr Baustellen werde gegen die Corona-Regeln verstoßen – zum Beispiel in Braunschweig.

Viele Firmen nähmen die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus nicht ernst genug, so die Gewerkschaft. Die Probleme reichten von fehlenden Desinfektionsmitteln bis zu Sammeltransporten im Firmenauto. Bauunternehmen dürften jedoch nicht am Arbeitsschutz ihrer Beschäftigten sparen.

15.40 Uhr: Wolfsburg: Corona-Chaos im Kaufhof – jetzt greift die Stadt rigoros durch!

Nun ist endgültig Schluss, die Stadt Wolfsburg zieht die Reißleine! Denn einige Bürger in Wolfsburg haben es nach den Angaben der Stadt übertrieben und sich mehrfach nicht an die Corona-Regeln gehalten. Deswegen wird nun der beliebte Spot Kaufhof reglementiert. >> Welche Regeln ab sofort gelten, kannst du hier lesen!

14.19 Uhr: Zweite Mitarbeiterin in Braunschweiger Seniorenheim positiv

Eine weitere Mitarbeiterin des Thomaehofs im Stadtteil Schwarzer Berg ist positiv auf das COVID-19-Virus getestet worden. Das hat die Analyse der Tests aller Mitarbeiter sowie Bewohner des Seniorenheims ergeben.

Am Dienstag waren insgesamt 99 Proben genommen worden, nachdem bei einer anderen Mitarbeiterin die Infektion mit dem COVID-19-Virus nachgewiesen worden war. Dazu wurde eine mobile Corona-Teststation in Kooperation von Gesundheitsamt, Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst bei der Einrichtung aufgebaut.

Die beiden Mitarbeiterinnen hatten in einer Abteilung zusammengearbeitet, bei der Begegnung mit Bewohnerinnen und Bewohnern indes nach Erkenntnis des Gesundheitsamtes stets die Hygieneregeln einschließlich Mund- und Nasenbedeckung eingehalten. Sie sind derzeit in Quarantäne. Die weiteren Tests, darunter die aller Bewohnerinnen und Bewohner, waren negativ.

11.58 Uhr: Zahl neuer Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter an

Die Zahl neuer Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter an. Am Donnerstag wurden 73 Neuinfektionen registriert, teilte das Sozialministerium in Hannover mit. Im Durchschnitt hatte die Zahl der Neuinfektionen zuletzt bei täglich etwa 50 gelegen, zur Hochzeit der Epidemie waren es mehrere hundert. Einen neuen Todesfall gibt es nicht.

Ein Hotspot, an dem sich neue Fälle häufen, gebe es derzeit nicht, sagte eine Ministeriumssprecherin. Etliche der neuen Fälle werden auch dank systematischer Tests entdeckt. So hatte der Landkreis Oldenburg am Mittwoch 20 Infektionen in einem Schlachthof in Großenkneten mitgeteilt. Das Geschehen konnte innerhalb des Betriebs lokalisiert und eingedämmt werden.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle / Tote):

  • Stadt Braunschweig: 362 (+3) / 18
  • Kreis Gifhorn: 172 / 4
  • Kreis Goslar: 273 / 28
  • Region Hannover: 2.960 (+22) / 119
  • Kreis Helmstedt: 143 / 1
  • Kreis Hildesheim: 454 (+2) / 8
  • Kreis Peine: 174 (+3) / 11
  • Stadt Salzgitter: 170 (+2) / 9
  • Kreis Wolfenbüttel: 196 / 14
  • Stadt Wolfsburg: 383 (+1) / 52

Trotz leicht erhöhter Infektionszahlen ist die Zahl der Covid-Patienten in niedersächsischen Kliniken weiterhin auf einem niedrigen Niveau konstant. 149 Erkrankte werden derzeit behandelt, davon 31 auf der Intensivstation. 15 davon müssen künstlich beatmet werden. Auch zwei Kinder sind wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus.

Der CDU-Landesvorsitzende und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann forderte unterdessen präventive Maßnahmen, um auf eine zweite Infektionswelle vorbereitet zu sein. „Es gilt, einen zweiten Lockdown unbedingt zu verhindern“, so Althusmann.

Dieser wäre sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich schwer zu verkraften. „Daher müssen wir jetzt agieren und nicht reagieren. Dazu gehört zuvorderst, die Gesundheitsämter bereits jetzt personell zu stärken und die Kapazitäten hochzufahren.“

Mittwoch, 5. August

18.04 Uhr: Corona-Krise bremst Flüchtlinge auf Arbeitsmarkt aus

Fünf Jahre nach dem großen Flüchtlingszuzug haben viele der Neuankömmlinge in Niedersachsen inzwischen eine Arbeit gefunden. „Als großen Erfolg werte ich, dass immer mehr Flüchtlinge sozialversicherungspflichtig arbeiten“, so der Regionalchef der Arbeitsagentur, Johannes Pfeiffer, am Mittwoch. 32 000 Menschen aus den Hauptherkunftsländern von Flüchtlingen hätten in Niedersachsen inzwischen eine feste Stelle, in Bremen seien es gut 4500. Etliche Tausend weitere haben eine geringfügige Beschäftigung.

„In der Coronakrise sind viele ihrer Jobs aber besonders bedroht - als Helfer in der Gastronomie oder dem Handel“, sagt Pfeiffer. Während die Arbeitslosenzahl in Niedersachsen insgesamt von März bis Juli um gut 18 Prozent stieg, waren es unter Geflüchteten knapp 24 Prozent. Grund dafür sei, dass Geflüchtete überdurchschnittlich oft in Branchen tätig sind, die von den Corona-Folgen besonders hart getroffen wurden: Gastronomie, Handel und Zeitarbeit.

Im Juli waren in Niedersachsen 28.140 Geflüchtete arbeitslos gemeldet, weitere 20.224 suchen ebenfalls eine Arbeitsstelle, nehmen derzeit aber noch an Kursen teil.

17.37 Uhr: Neue Infektionen in Schlachtbetrieb aufgedeckt

Schon wieder sind in einem Schlachtbetrieb im Landkreis Oldenburg Corona-Infektionen bei Mitarbeitern festgestellt worden. Wie der Landkreis bekannt gibt, habe es bei dem Schlachthof in Großenkneten unter mehr als 1.000 Tests 20 Infektionen gegeben.

Die Anzahl der Infektionen habe sich seit acht Tagen langsam aufgebaut und sei durch die andauernden Tests frühzeitig erkannt worden. Die Tests, die das Unternehmen selbst vorgenommen hat, gehen auf einen Erlass des Landes aus der vergangenen Woche zurück.

„Gemeinsam mit dem Unternehmen haben wir einen Schwerpunkt identifiziert, und der liegt in der Verpackung in der Spätschicht“, so Kreisrat Christian Wolf. Die 119 Mitarbeiter der Schicht seien sofort aus dem Betrieb genommen und in Quarantäne geschickt worden. Das Unternehmen lasse nun täglich die verbliebenen Mitarbeiter der Frühschicht und der Zerlegung auf Covid-19 testen.

15.32 Uhr: Neue Corona-Zahlen

In Niedersachsen gibt es aktuell 14.663 bestätigte Corona-Infektionen (Stand 9 Uhr). Das sind 46 mehr als gestern. 654 Menschen sind im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus verstorben. Es gab keinen neuen Todesfall.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle / Tote):

  • Stadt Braunschweig: 359 / 18
  • Kreis Gifhorn: 172 / 4
  • Kreis Goslar: 273 / 28
  • Region Hannover: 2.938 / 119
  • Kreis Helmstedt: 143 / 1
  • Kreis Hildesheim: 452 / 8
  • Kreis Peine: 171 / 11
  • Stadt Salzgitter: 168 (+2) / 9
  • Kreis Wolfenbüttel: 196 (+1) / 14
  • Stadt Wolfsburg: 382 / 52

Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung 13.354 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht 91,1 Prozent.

14.01 Uhr: Weil schließt Maskenpflicht in Schulen nicht aus

Bei einem lokalen Corona-Hotspot in Niedersachsen hält Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die kommunale Anordnung einer Maskenpflicht im Schulunterricht für möglich. „Es ist im Rahmen des kommunalen Krisenmanagements durchaus denkbar, dass die Verantwortlichen vor Ort entscheiden, aufgrund der akuten Infektionslage eine Maskenpflicht für einen befristeten Zeitraum vorzusehen“, sagte Weil der Deutschen-Presse-Agentur in Hannover.

„Unsere Strategie besteht ja gerade darin, so gut wie möglich auf die Verhältnisse vor Ort einzugehen und nicht zu versuchen, alles über einen Landeskamm zu scheren. Klar ist aber auch, das Land unterstützt vor Ort, trägt am Ende die Verantwortung und hilft den Kommunen.“

07.20 Uhr: Weil kündigt genaue Prüfung des DFL-Konzepts zur Fan-Rückkehr an

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich skeptisch zum Konzept der Deutschen Fußball Liga zur Rückkehr von Fans in die Stadien geäußert. „Auf dem Papier lässt sich vieles darstellen. Ob das dann auch in der Praxis so durchzuhalten ist, das wird erst noch sehr genau zu prüfen sein, auch wenn ich mir es als Fußballfan wünschen würde“, sagte Weil der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Er kündigte eine genaue Überprüfung des am Dienstag beschlossenen Konzepts an. „Das Thema wird sicherlich noch eine Rolle spielen in den Gesprächen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten. Dabei muss der Infektionsschutz im Mittelpunkt stehen und nicht etwa die möglichen Einnahmen für die Bundesligaclubs.“

Die 36 Vereine der Deutschen Fußball Liga hatten sich am Dienstag auf ein einheitliches Vorgehen zur möglichen Rückkehr zumindest einiger Zuschauer in die Stadion geeinigt. Dieses umfasst ein Alkoholverbot, die vorübergehende Streichung der Kartenkontingente für Auswärtsfans und Stehplätze sowie die Einführung personalisierter Tickets zur Nachverfolgung von Infektionsketten. „Auf das Bier im Stadion könnte ich gerne verzichten, aber mir fällt die Vorstellung schwer, wie es unter Corona-Bedingungen eine Fankultur mit Torjubel und Stadionatmosphäre geben soll“, sagte Weil dazu.

Nicht vorstellbar ist für Weil, dass die Stadien bei der Rückkehr der Fans zu 50 Prozent ausgelastet sind. Rückblickend auf die vergangene Spielzeit sagte der Regierungschef: „Die Geisterspiele waren sicher richtig für die Rettung der letzten Saison - vor allem mit Blick auf die teilweise existenznotwendigen Fernseheinnahmen für die Bundesligavereine.“

Dienstag, 4. August

18.20 Uhr: Nach Corona-Fall in Altenheim: Alle Bewohner werden getestet

Nachdem eine Teilzeitmitarbeiterin eines Altenheims in Braunschweig positiv auf Covid-19 getestet wurde, sind am Dienstag alle Mitarbeiter und Bewohner auf das Virus getestet worden.

Bei insgesamt 40 Angestellten und 60 Heimbewohnern wurden Abstriche vorgenommen – die Ergebnisse werden am Mittwoch erwartet. Bis jetzt zeige keiner der Getesteten Symptome, so eine Sprecherin der Feuerwehr Braunschweig.

Die Aushilfe war aus dem Urlaub wiedergekommen und hatte danach die Arbeit wieder aufgenommen.

15 Uhr: Mehr Notrufe wegen möglicher Vergiftungen mit Desinfektionsmitteln

Wegen möglicher Vergiftungen mit Desinfektionsmitteln haben deutlich mehr Menschen im ersten Halbjahr den Notruf des Giftinformationszentrums Nord (GIZ) in Göttingen gewählt. Allein in den Monaten März und April habe es 160 Anrufe gegeben, sagte Leiter Martin Ebbecke dem NDR.

In den Jahren zuvor seien weniger als 50 Anrufe pro Monat eingegangen. „Zu Corona-Zeiten haben viele Leute Desinfektionsmittel zu Hause stehen“, sagte Ebbecke. Bei den gemeldeten Notrufen hätten vor allem Kinder solche Mittel probiert. Wirklich schwere Verläufe habe es aber nicht gegeben, so Ebbecke. Das GIZ appellierte an die Menschen, Desinfektionsmittel aller Art von Kindern möglichst fernzuhalten.

12.55 Uhr: Mitarbeiterin im Seniorenheim positiv auf Corona getestet

Eine Mitarbeiterin eines Seniorenheims im Stadtteil Schwarzer Berg in Braunschweig ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben der Stadt gibt es aktuell keine Hinweise auf weitere Ansteckungen. Alle Bewohner und Mitarbeiter sollen heute dennoch an der mobilen Teststation vor Ort getestet werden.

10.38 Uhr: Maskenpflicht in der Schule? Das sagt das Land Niedersachsen dazu

Niedersachsen hält die von Nordrhein-Westfalen eingeführte Maskenpflicht auch während des Unterrichts an weiterführenden Schulen und Berufsschulen momentan für übertrieben. Das Land starte nach den Sommerferien an den Schulen einen eingeschränkten Regelbetrieb mit möglichst festen Lerngruppen, sagte Kultusstaatssekretärin Gaby Willamowius am Dienstag in Hannover.

Angesichts der derzeit niedrigen Infektionszahlen in Niedersachsen sei das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung während der gesamten Unterrichtszeit in einer solchen Lerngruppe nicht verhältnismäßig. Allerdings werde das Tragen einer Maske außerhalb des Unterrichts in bestimmten Situationen, etwa auf den Gängen, verpflichtend.

08.37 Uhr: Reiserückkehrer aus Wolfenbüttel positiv getestet

Sechs Menschen aus dem Landkreis Wolfenbüttel haben sich während einer Busreise ins europäische Ausland mit dem Coronavirus infiziert. Das Gesundheitsamt ordnete häusliche Quarantäne an. Auch die Personen, die im selben Haushalt leben, sind unter Quarantäne gestellt. Zwei weitere Personen wurden negativ getestet. Der Landkreis hat eine schlimme Vermutung: Im Reisebus wurden die Hygieneregeln anscheinend nicht eingehalten.

Die betroffenen waren Teil einer größeren Reisegruppe aus ganz Deutschland. Am Donnerstag erhielten die Teilnehmenden aus dem Landkreis die Information, dass ein Teilnehmer aus einer anderen Stadt positiv auf das Virus getestet wurde. Daraufhin wurde der Kontakt zum Gesundheitsamt im Landkreis Wolfenbüttel gesucht, das weitere Maßnahmen anordnete. Hausärzte testeten die Rückkehrer.

Montag, 3. August

22.06 Uhr: Corona-Gästelisten: Mehr als 90 Beschwerden in Niedersachsen

Der niedersächsischen Landesdatenschutzbeauftragten sind mehr als 90 Beschwerden in Bezug auf Corona-Gästelisten in Restaurants eingegangen. Die Gäste hatten sich mehrheitlich über offen ausliegende Listen beschwert, berichtet der NDR. In anderen Fällen waren mehr Daten abgefragt worden als in der Corona-Verordnung vorgesehen. In Einzelfällen hatten die Betroffenen auch die rechtswidrige Nutzung der personenbezogenen Daten bemängelt.

17.29 Uhr: Spätaussiedler kommen zunächst in Quarantäne

Neu in Deutschland ankommende Spätaussiedler kommen vor ihrer Unterbringung im Grenzdurchgangslager Friedland in Quarantäne. Sie werden unter anderem in einem Hotel in Duderstadt im Landkreis Göttingen untergebracht, wie das Bundesinnenministerium am Montag auf Anfrage mitteilte. Dort würden sie verpflegt und medizinisch betreut. Zudem sind nach Ministeriumsangaben Corona-Tests für Spätaussiedler am Frankfurter Flughafen in Vorbereitung. Zunächst hatte der NDR darüber berichtet.

Im Rosenthaler Hof in Duderstadt ist Platz für 250 Menschen, wie das Ministerium weiter mitteilte. Seit Samstag sind dort demnach 14 Menschen aufgenommen worden. Nach Ablauf der zweiwöchigen Quarantäne kommen sie in das Grenzdurchgangslager Friedland. Dort waren Anfang Juli mehr als 60 Bewohner mit dem Coronavirus infiziert, die meisten davon Spätaussiedler. Zuwanderer mit deutschen Wurzeln aus der ehemaligen Sowjetunion dürfen legal nach Deutschland einreisen.

In der Nähe des Frankfurter Flughafens biete eine weitere Transit-Unterkunft Platz für 330 Spätaussiedler, teilte das Ministerium mit. 35 Menschen könnten zudem in Langenhagen bei Hannover unterkommen sowie 34 in einem Hotel im bayerischen Bad Kissingen.

13.33 Uhr: 36 Tatverdächtige nach Ausschreitungen in Wohnkomplex in Göttingen

Nach den Ausschreitungen Ende Juni an einem Wohnkomplex in Göttingen, der damals wegen vieler Corona-Fälle unter Quarantäne stand, wird gegen 36 Tatverdächtige ermittelt. Das sei die vorläufige Bilanz der Sonderkommission, teilte die Polizei am Montag mit. Bei den Ausschreitungen am 20. und 21. Juni wurden Polizisten unter anderem mit Flaschen, Steinen, Stangen, Haushaltsgegenständen und Pyrotechnik beworfen. Elf Beamte wurden den Angaben zufolge verletzt. Drei von ihnen seien dadurch vorerst nicht mehr dienstfähig gewesen.

Der Gebäudekomplex wurde vor etwa sechs Wochen wegen einer Häufung von Corona-Infektionen durch die Stadt Göttingen für acht Tage unter Quarantäne gestellt. Rund 120 der mehr als 600 Bewohner hatten sich in der Zeit nachweislich mit dem Virus infiziert.

Als die Beamten bei den Ausschreitungen beworfen wurden, hätten Teilnehmer einer zeitgleich stattfindenden Demonstration gegen hohe Mieten Beifall geklatscht, so die Polizei. Eine Sonderkommission ermittelt unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Polizeivollzugsbeamte, schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und versuchter schwerer Brandstiftung.

Der Präsident der Polizeidirektion Göttingen, Uwe Lührig, betonte jedoch am Montag, dass die Gewalt nur von einem kleinen Teil der Bewohner ausging. „Die überwiegende Mehrheit folgte der durch die Stadt und das Gesundheitsamt Göttingen verhängten häuslichen Quarantäne“, sagte Lührig.

10.32 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen für Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es aktuell 14.555 bestätigte Corona-Fälle, das sind 31 mehr im Vergleich zum Vortag.

So sieht es für unsere Region aus:

  • Braunschweig: 357
  • Gifhorn: 172
  • Goslar: 273
  • Hannover: 2933 (+10)
  • Helmstedt: 143
  • Hildesheim: 448
  • Peine: 170
  • Salzgitter: 166
  • Wolfenbüttel: 191
  • Wolfsburg: 382

5.58 Uhr: Kindergärten kehren zu Regelbetrieb zurück

Niedersachsen nimmt am Montag den Regelbetrieb in Kindergärten wieder auf. So wird die Pflicht zu festen Gruppen aufgehoben, so dass wieder Früh- und Spätgruppen sowie eine Sprachförderung mit Kindern aus unterschiedlichen Gruppen angeboten werden können.

Laut Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) wird es aber einige coronabedingte Einschränkungen weiterhin geben, wie den Rat an die Eltern, die Kita möglichst nicht zu betreten. Auch die Neuaufnahme von Kindern soll wieder möglich sein.

Befristet dürfen die Kindergärten bis zu den Herbstferien weiterhin fachfremdes Personal einstellen, wenn Erzieherinnen oder Erzieher coronabedingt ausfallen.

Mit dem weitgehenden Regelbetrieb wird laut Tonne nun wieder eine bestmögliche Betreuungssituation geschaffen. Für den Fall eines erneuten Anstiegs der Infektionszahlen hat Niedersachsen allerdings mehrere Szenarien mit einem neuerlichen Shutdown und einer Notbetreuung vorbereitet.

Sonntag, 2. August

13.37 Uhr: Zahl der Infektionen steigt wieder schneller

Die Zahl der Corona-Infektionen in Niedersachsen ist auch am Sonntag erneut um mehrere Dutzend gestiegen. Wie das Sozialministerium in Hannover mitteilte, stieg die Zahl der bestätigten Infektionen um 52 auf 14 524 Fälle seit Beginn der Epidemie, 91,6 Prozent der Betroffenen sind demnach genesen. Binnen einer Woche betrug der Anstieg in Niedersachsen 323 Fälle.

Obwohl die Zahl der Neuinfektionen wieder etwas höher liegt, als vor wenigen Wochen, ist die Zahl der Corona-Patienten in niedersächsischen Krankenhäusern stabil. Sie betrug zuletzt am Freitag 153, lediglich 27 davon mussten auf der Intensivstation behandelt werden.

11.44 Uhr: Polizei darf Gästelisten einsehen

Sogenannte Corona-Gästelisten, die in Restaurants und Cafés zum Nachverfolgen von Infektionsketten ausliegen, können in Niedersachsen und Bremen im Einzelfall auch für Polizeiermittlungen genutzt werden.

Während die Polizei in Bremen in den vergangenen Monaten bereits vereinzelt auf die Listen zurückgegriffen hat, sind solche Fälle in Niedersachsen nicht bekannt, teilten die Innenbehörden beider Länder mit.

7.59 Uhr: Corona-Ausbruch in Studentenwohnheim im Harz

Nach einem Ausbruch mit zunächst fünf bestätigten Corona-Infektionen in einem Studentenwohnheim in Clausthal-Zellerfeld (Kreis Goslar) hat der Landkreis Goslar fünf weitere Infektionsnachweise bekanntgegeben. In zwei der neuen Fälle seien Bewohner der Einrichtung positiv getestet worden, bei den drei weiteren Fällen handele es sich um Kontaktpersonen, teilte der Landkreis am Samstagabend mit. „Die somit aktuell zehn erkrankten Personen lassen sich vollumfänglich dem Ausbruch im Studentenwohnheim zurechnen“, hieß es.

Landrat Thomas Brych erklärte, die angeordnete Quarantäne für den Komplex müsse vorerst bestehen bleiben. Am Freitag hatte der Landkreis weitere Tests durchführen lassen - bei mehr als 60 Personen, darunter 22 Bewohner des Wohnheims, in dem sich Dutzende in Quarantäne befinden.

Samstag, 1. August

16.12 Uhr: Die Corona-Lage in Niedersachsen

Nach Angaben der Landesregierung gibt es in Niedersachsen aktuell 14.472 bestätigte Corona-Fälle. Das sind 32 mehr als am Vortag. 653 Menschen sind bereits verstorben, 13.246 gelten als genesen.

Die Fälle in der Region:

  • Braunschweif: 357
  • Gifhorn: 172
  • Goslar: 268 (+4)
  • Hannover: 2910 (+3)
  • Helmstedt: 143
  • Hildesheim: 446 (+4)
  • Peine: 168
  • Salzgitter: 166
  • Wolfenbüttel: 191
  • Wolfsburg: 382

13.44 Uhr: Kultusminister rechnet mit Regelbetrieb an Schulen

Der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) rechnet trotz steigender Corona-Infektionszahlen mit einem Regelbetrieb der Schulen nach den Sommerferien. „Darauf laufen alle Vorbereitungen hinaus“, sagte er in einem Interview der Bremer Zeitung „Weser-Kurier“ vom Samstag. „Aber wir gucken schon mit sehr großer Aufmerksamkeit und ich persönlich mit einer gewissen Sorge auf die aktuelle Entwicklung des Infektionsgeschehens.“

Die Sommerferien in Niedersachsen dauern noch bis zum 26. August. Sein Ministerium beobachte die Erfahrungen anderer Bundesländer, in denen die Schule jetzt schon wieder beginne, sagte Tonne.

Den Vorschlag, Schülerinnen und Schüler anlasslos vor der Rückkehr in die Schulen zu testen, nannte der Kultusminister schwierig. Er schloss eine solche Maßnahme aber auch nicht völlig aus. Das hänge vom Geschehen der kommenden Wochen ab. „Wie entwickeln sich die Infektionszahlen, insbesondere bei Reiserückkehrern? Das alles
müssen wir sehr genau beobachten“, sagte er. „Klar ist: Die, die in die Kita oder Schule gehen, müssen sich dort sicher fühlen können.“

8.19 Uhr: Land ordnet Corona-Routinetests an

Das Land Niedersachsen hat Corona-Routinetests unter den Mitarbeitern größerer Schlacht- und Zerlegebetriebe angeordnet. Einen entsprechender Erlass hatte das Sozialministerium vergangene Woche herausgegeben.

Das Sozialministerium hatte einen entsprechenden Erlass in der vergangenen Woche herausgegeben. Einige Landkreise waren aber zunächst irritiert, weil einige Punkte aus ihrer Sicht nicht klar genug gefasst waren.

So hatten eigenen Angaben zufolge etwa die Landkreise Cloppenburg und Emsland noch Nachfragen an das Ministerium, etwa was die Betriebsgröße angeht. Alle Landkreise hätten in dieser Frage selber Entscheidungen treffen müssen, sagte ein Sprecher des Kreises Cloppenburg. Ein Sprecher des Ministeriums verwies wiederum auf das eigene Ermessen der Landkreise. „Wir haben auch nicht gesagt, die Landkreise sollen testen, sondern die Unternehmen sind verpflichtet, selber zu testen.“

>> Alle vorherigen Entwicklungen kannst du hier nachlesen!

(News38 mit dpa)