Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Weihnachtsferien starten doch früher ++ Böllerverbotszone in Hannover

Darum schützt die AHA+L+C-Formel

Wie verbreitet sich das Coronavirus und was genau ist eigentlich die AHA+L+C-Formel? Antworten darauf gibt's im Video!

Beschreibung anzeigen
  • Hier erfährst du alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie

Niedersachsen. Führt der Teil-Lockdown zum erhofften Rückgang der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus? In Niedersachsen sind die Fallzahlen weiter hoch.

Ob die Corona-Maßnahmen helfen oder es weitere Schritte zur Eindämmung der Pandemie in Niedersachsen geben wird, bleibt abzuwarten. Aber Experten vermuten jetzt schon, dass der Lockdown light noch bis kurz vor Weihnachten dauern wird.

___________________

Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

____________________

Die aktuellen Fallzahlen zum Virus hast du mit unserer Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

+++ HIER den News-Blog aktualisieren! +++

Dienstag, 24. November

14.55 Uhr: Weihnachtsferien starten doch früher

Die Weihnachtsferien in Niedersachsen werden nach Angaben der Staatskanzlei verlängert. Start ist nun doch bereits einige Tage früher als bisher geplant. Das sagte eine Sprecherin von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag. Letzter Schultag vor den Ferien soll Freitag, der 18. Dezember, sein.

Bislang war der 22. Dezember als letzter Schultag geplant gewesen. Zuvor hatten sich die Ministerpräsidenten bei ihren Gesprächen über die Corona-Regeln darauf geeinigt, die Ferien zu verlängern - mit Ausnahme von Bremen habe Einigkeit geherrscht, hieß es aus der Stuttgarter Staatskanzlei.

Nach bisherigem Stand soll die Schule in Niedersachsen im neuen Jahr am 11. Januar wieder beginnen. Niedersachsens Kultusministerin Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte einen früheren Start zuletzt noch abgelehnt.

14.42 Uhr: Böllerverbotszone in Hannover

In Hannover ist noch keine Entscheidung über ein Böllerverbot in der Corona-Pandemie gefallen. Abzuwarten sei zunächst, ob es eine bundes- oder landesweite Regelung geben werde, sagte ein Sprecher der Stadt am Dienstag. Sofern ein solches Verbot komme, erübrigten sich lokale Verbote. Andernfalls seien auch lokale Verbote denkbar. Entscheiden würde dann die Region Hannover in Absprache mit der Landeshauptstadt und der Polizei. Allerdings werde wie in den Vorjahren aus Sicherheitsgründen in Teilen der Innenstadt eine Böllerverbotszone eingerichtet, sagte der Sprecher.

Dabei gibt es nach den Worten des Sprechers keinen Zusammenhang mit der Pandemie. Ausschließlich Sicherheitsaspekte seien ausschlaggebend für die Verbotszonen. In den Jahren zuvor war es in Hannover in der Silvesternacht zu gefährlichen Situationen gekommen, weil Böller inmitten von Menschenansammlungen gezündet und teils sogar Menschen gezielt beschossen wurden. Es gab Verletzte, darunter auch Kinder. Daher beabsichtige die Stadt, auch zum Jahreswechsel 2020/2021 ein solches Verbot zu erlassen. Eine entsprechende Verfügung soll im Dezember folgen.

Die Böllerverbotszone erstreckt sich vom Opernplatz über Kröpcke, Karmarschstraße bis zum Platz der Weltausstellung, Georgstraße bis zum Steintor und umfasst die Bahnhofstraße, den Ernst-August-Platz und den Raschplatz hinter dem Hauptbahnhof. Sollte es keine bundeseinheitliche Regelung geben, werde sicher vergleichsweise kurzfristig entschieden, ob weitere lokale Verbote nötig seien, sagte der Sprecher.

10.36 Uhr: Die neuen Zahlen!

Das Land Niedersachsen meldet 762 neu nachgewiesene Covid-19-Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden. Dieser Wert ist vergleichsweise niedrig. „Corona-Hotspot“ Salzgitter etwa meldet gar keinen neuen Fall.

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie gibt es damit 65.163 laborbestätigte Fälle (Stand: 9 Uhr) in Niedersachsen.

Vergleichsweise heftig dagegen ist der Anstieg der neu dazugekommenen Todesfälle. Im Zusammenhang mit Covid-19 starben seit gestern 22 Menschen in Niedersachsen. Die Region Hannover beklagt acht Tote, Hildesheim vier und Braunschweig drei.

44.061 Menschen gelten als genesen, das sind 827 mehr als gestern.

Die Zahlen für unsere Region (bestätigte Fälle / Sieben-Tages-Inzidenz)

  • Braunschweig: 1.414 (+14) / 52,9
  • Gifhorn: 927 (+1) / 88,9
  • Goslar: 625 (+1) / 34,5
  • Region Hannover: 11.440 (+137) / 107,3
  • Helmstedt: 426 (+2) / 67,9
  • Hildesheim: 2.194 (+29) / 108,4
  • Peine: 1.106 (+11) / 123,1
  • Salzgitter: 1.182 / 198,5
  • Wolfenbüttel: 654 (+16) / 46,8
  • Wolfsburg: 892 (+7) / 106,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Niedersachsen liegt jetzt bei 101,9.

In unserer Region meldet Goslar (34,5) den niedrigsten Wert – er liegt sogar unter dem ersten Grenzwert 35. Salzgitter (198,5) meldet weiterhin den höchsten Wert.

Nach einem Tag unter der 50er-Marke hat Braunschweig (52,9) sie wieder überschritten, weshalb auch wieder die Maskenpflicht in der Innenstadt greift. Wolfenbüttel (46,8) dagegen liegt jetzt wieder unter der 50er Marke. >> HIER geht's zu allen Zahlen!

Hinweis: Wegen zeitlicher Verzögerungen in den Meldeketten kann es vorkommen, dass das Land Niedersachsen, die Städte und Kommunen sowie das Robert-Koch-Institut unterschiedliche Infektionszahlen melden. Als maßgeblich gelten die Zahlen des Landes Niedersachsen.

7.00 Uhr: Vergleich mit Sophie Scholl sorgt für Entsetzen im Landtag

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat mit Entsetzen auf Äußerungen einer Rednerin bei einer „Querdenken“-Demonstration in Hannover reagiert, die sich mit der Widerstandskämpferin Sophie Scholl verglich. „Die irrlichternden Äußerungen einzelner Teilnehmer sind zum Teil beschämend“, sagte Pistorius der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Dienstag). „Wenn jemand öffentlich das eigene Handeln als Demo-Anmelderin und vermeintliche Widerständlerin mit dem mutigen Handeln von Sophie Scholl vergleicht, dreht sich mir der Magen um.“

Der SPD-Politiker fügte hinzu: „Zum Vergleich: Sophie Scholl verteilte 1943, zwischen SS- und Gestapo-Terror, in einer skrupellos mordenden und folternden Diktatur Flugblätter, wurde im Schnellverfahren von gleichgeschalteten Nazi-Gerichten zum Tode verurteilt und nach nur vier Stunden per Guillotine geköpft.“

Sophie Scholl sei eine mutige Heldin die, den Tod vor Augen, kompromisslos für Freiheit und Menschlichkeit in einer menschenverachtenden Diktatur kämpfte, sagte Pistorius. „Die Demonstranten der Querdenker-Demos kämpfen in einer der freiheitlichsten Demokratien der Welt dafür, beim Samstagseinkauf keine Maske tragen zu müssen und haben dabei schlimmstenfalls einen Twitter-Shitstorm zu fürchten. Diese Form von Geschichtsvergessenheit und die schamlose Selbstbezogenheit vieler Querdenker und ähnlicher Verbindungen machen mich wütend“, sagte Pistorius.

Am Samstag hatte sich eine Rednerin einer „Querdenken“-Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Hannover mit der Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Sophie Scholl, verglichen. Scholl war im Jahr 1943 vom NS-Regime zum Tode verurteilt und im Alter von 21 Jahren hingerichtet worden.

Montag, 23. November

22 Uhr: Eltern bekommen Entschädigung für Homeschooling

Eltern in Niedersachsen werden doch vom Land entschädigt, wenn sie ihre Kinder daheim betreuen müssen. Ein Verdienstausfall könne durch staatliche Leistungen kompensiert werden, wenn Kinder bis zu einem Alter von zwölf Jahren zu Hause lernen müssen, teilte Ministeriumssprecherin Anne Hage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ am Montag mit.

„Abstimmungen zwischen dem Sozial- und dem Kultusministerium haben zu der Klarstellung geführt, dass der Wechsel in das Szenario B faktisch zu einem Betretungsverbot für diejenigen Schülerinnen und Schüler führt, die zu Hause unterrichtet werden.“ Im Szenario B werden Schüler nicht mehr in der Schule, sondern daheim unterrichtet. Vergangene Woche hatte das Sozialministerium Ausfallzahlungen noch abgelehnt.

20.17 Uhr: Zentralrat der Juden: Corona-Leugner auf Demos relativieren Holocaust

Bei Demonstrationen der Organisation „Querdenken“ ist es aus Sicht des Zentralrats der Juden in Deutschland mehrfach zu einer Relativierung des Holocausts gekommen. Seit Monaten müsse man mitansehen, wie bei den „Demonstrationen der Corona-Leugner die Schoa relativiert und deren Opfer sowie Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus hemmungslos instrumentalisiert werden“, sagte Präsident Josef Schuster am Montag der Zeitung „Main-Post“.

„So wie die Demonstranten keine Rücksicht auf die Gesundheit anderer Bürger nehmen, so haben sie auch keinen Respekt vor NS-Opfern. Das ist ein widerliches Schauspiel“, kritisierte Schuster.

Am Samstag hatte sich eine Rednerin einer „Querdenken“-Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Hannover mit der Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Sophie Scholl, verglichen. Scholl war im Jahr 1943 vom NS-Regime zum Tode verurteilt und im Alter von 21 Jahren hingerichtet worden.

17.22 Uhr: Acht Bewohner in Braunschweiger Pflegeheim infiziert

In einem Alten- und Pflegeheim am Schwarzen Berg in Braunschweig war in der vergangenen Woche eine Mitarbeiterin als infiziert gemeldet worden. Daraufhin waren 40 Bewohnerinnen und Bewohner abgestrichen worden.

Die Ergebnisse liegen jetzt vor: Danach sind acht der getesteten Personen mit Covid-19 infiziert, teilt die Stadtverwaltung am Montag mit. Alle nötigen Sicherheitsmaßnahmen seien in Absprache mit dem Gesundheitsamt bereits getroffen worden.

15.40 Uhr: Maskenpflicht in Braunschweig gekippt – aber wie lange?

Die Inzidenz-Ampel des Landes Niedersachsen zeigt seit Montag für Braunschweig eine 7-tages-Inzidenz von unter 50 an. Die Stadtverwaltung weist deshalb darauf hin, dass sich bei einer Unterschreitung des Grenzwertes von 50 Vorgaben aus der Niedersächsischen Verordnung verändern.

So wird aus der Maskenpflicht in den gekennzeichneten Bereichen der Braunschweiger Innenstadt eine Soll-Bestimmung – also eine Empfehlung. Für die Schulen gilt, dass eine Maskenpflicht im Unterricht im Sekundar-I und -II-Bereich nicht mehr vorgeschrieben ist.

Die Stadt Braunschweig weist aber darauf hin, dass derzeit noch nicht verlässlich gesagt werden kann, ob die Inzidenz in den nächsten Tagen in Braunschweig tatsächlich unter 50 bleibt. Insofern kann die Maskenpflicht auch kurzfristig wieder wirksam werden.

Daher wird die entsprechende Beschilderung in der Innenstadt auch zunächst nicht abgebaut, sondern die Entwicklung der nächsten Tage beobachtet.

11.26 Uhr: Die neuen Zahlen!

Das Land Niedersachsen meldet 1.118 neu nachgewiesene Covid-19-Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden. Damit gibt es seit dem Beginn der Corona-Pandemie 64.401 bestätigte Fälle (Stand: 9 Uhr) in Niedersachsen.

Außerdem gab es seit gestern zehn weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. In salzgitter sind drei Menschen nach einer Infektion verstorben, in der Region Hannover gibt es einen neuen Todesfall.

43.234 Menschen gelten als genesen, das sind 570 mehr als gestern.

Die Zahlen für unsere Region (bestätigte Fälle / Sieben-Tages-Inzidenz)

  • Braunschweig: 1.400 (+7) / 49,7
  • Gifhorn: 926 (+41) / 92,9
  • Goslar: 624 (+2) / 41,1
  • Region Hannover: 11.303 (+433) / 111,2
  • Helmstedt: 424 (+2) / 93,1
  • Hildesheim: 2.165 (+31) / 100,8
  • Peine: 1095 (+16) / 128,3
  • Salzgitter: 1.182 (+2) / 204,2
  • Wolfenbüttel: 638 / 58,5
  • Wolfsburg: 885 (+2) / 100,5

Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Niedersachsen liegt jetzt bei 103,0.

In unserer Region meldet Goslar (41,1) den niedrigsten Wert, Salzgitter (204,2) den höchsten.Während fast überall die Werte hochgingen, sank die Zahl für Braunschweig wieder unter die 50er-Grenze. >> HIER geht's zu allen Zahlen!

Hinweis: Wegen zeitlicher Verzögerungen in den Meldeketten kann es vorkommen, dass das Land Niedersachsen, die Städte und Kommunen sowie das Robert-Koch-Institut unterschiedliche Infektionszahlen melden. Als maßgeblich gelten die Zahlen des Landes Niedersachsen.

9.05 Uhr: Lockdown soll bis Ende Dezember dauern

Niedersachsens Vize-Ministerpräsident Bernd Althusmann hält eine Verlängerung des coronabedingten Teil-Lockdowns bis kurz vor Weihnachten für möglich. „Denkbar scheint mir, die momentanen Einschränkungen bis zum 20. Dezember aufrechtzuerhalten, um dann zumindest ein vergleichsweise normales Weihnachtsfest mit den Familienangehörigen feiern zu können“, sagte der CDU-Politiker der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Montag). Eine Verlängerung der Maßnahmen sei konsequent, solange der Sieben-Tage-Wert der Neuinfektionen nicht unter 50 pro 100.000 Einwohner liege.

Gleichzeitig forderte der Wirtschaftsminister, „realitätsfremde Empfehlungen“ wie die Vorgabe, dass ein Kind nur ein weiteres Kind treffen dürfe, nicht weiter zu verfolgen. Bund und Länder wollen am Mittwoch beschließen, welche Regeln in den kommenden Wochen gelten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

7.30 Uhr: Harte Einschnitte für Messe Hannover gefordert

Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers fordert für die finanziell angeschlagene Deutsche Messe AG in Hannover harte Einschnitte. „Es wird zu einer spürbaren Entlastung bei den Personalkosten kommen müssen“, sagte der CDU-Politiker gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Zugleich warf der Landesminister der Messegesellschaft vor, nicht effektiv genug zu arbeiten. „Im Vergleich mit allen anderen deutschen Messestandorten liegen wir in Hannover bei den Personalkosten am höchsten. Gleichzeitig haben wir die geringsten Umsätze je Mitarbeiter. Das passt nicht zusammen, da wird sich etwas ändern müssen.“

Das Land und die Landeshauptstadt halten jeweils rund die Hälfte der Anteile an der Deutschen Messe. Auf die Frage nach möglichen Kündigungen sprach der Finanzminister von „sozial verträglichen Anpassungen im Personalkörper“ und brachte Auslagerungen von Geschäftszweigen ins Spiel.

Gleichzeitig machte Hilbers deutlich, dass die staatlichen Hilfsmöglichkeiten zur Bewältigung der Corona-Krise begrenzt seien. „Wir helfen - aber nur so viel, wie tatsächlich benötigt wird. All das, was wir jetzt ausgeben, muss zurückgezahlt werden. Die Möglichkeiten des Staates sind nicht unendlich. Dem Eindruck, wir könnten mit immer neuem Geld helfen, kann ich nur entgegentreten. Dieser Geist gehört langsam wieder in die Flasche“, erklärte der Finanzminister.

Sonntag, 22. November

10.58 Uhr: Die aktuellen Zahlen für Niedersachsen

Niedersachsen meldet im Vergleich zum Vortag 751 weitere, bestätigte Corona-Fälle. Damit zählt das Bundesland seit Anbeginn der Pandemie 63.283 bestätigte Fälle. 1009 Menschen sind mittlerweile mit oder an dem Virus verstorben. 42.664 gelten als genesen.

Der Überblick für die Region:

  • Braunschweig: 1.393 (+21); Inzidenz von 50,1
  • Gifhorn: 885; Inzidenz von 69,7
  • Goslar: 622 (+7); Inzidenz von 39,6
  • Region Hannover: 10.870; Inzidenz von 77,7
  • Helmstedt: 422 (+12); Inzidenz von 93,1
  • Peine: 1.079; Inzidenz von 132,8
  • Salzgitter: 1.180 (+43); Inzidenz von 214,8
  • Wolfenbüttel: 638; inzidenz von 58,5
  • Wolfsburg: 883 (+21); Inzidenz von 100,5

Damit kommen an diesem Wochenende positive Nachrichten aus der Region Hannover. Die Region meldet keine einzige Neuinfektion.

9 Uhr: Angst vor einsamen Corona-Weihnachten

Die Corona-Krise beeinflusst auch die Sorgen der Bevölkerung mit Blick auf Weihnachten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse(KKH) unter rund 1000 Menschen in Deutschland. Mehr als die Hälfte der von Forsa Befragten (54 Prozent) bedrückt die Angst, dass ein Familienmitglied die Feiertage im Bett oder gar in einer Klinik verbringen muss - sei es wegen Covid-19 oder einer anderen Krankheit.

41 Prozent befürchten, das Fest wegen der Pandemie im kleinen Kreis oder sogar allein feiern zu müssen. Fast jeder Vierte (23 Prozent) sorgt sich, über die Feiertage nicht verreisen zu können. In einer vergleichbaren Umfrage vor zwei Jahren hatten 44 Prozent Angst vor Krankheit an Weihnachten, nach Einsamkeit oder Reisen wurde damals nicht gefragt.

8.15 Uhr: Kirchen erinnern an Corona-Opfer

Mit einem ökumenischen Gottesdienst erinnern die Kirchen in Niedersachsen am Totensonntag (19.00 Uhr) an die Corona-Opfer. Bisher starben landesweit rund 1000 Menschen in Zusammenhang mit der Pandemie. Über 60 000 Einwohner in Niedersachsen infizierten sich seit Mitte März. Derzeit stagniert die Zahl der Neuansteckungen in Niedersachsen auf hohem Niveau.

Am Gottesdienst im Hildesheimer Dom nehmen der katholische Bischof Heiner Wilmer und Hannovers Landesbischof Ralf Meister teil. Die beiden Geistlichen wollen die sogenannte Lichtfeier auch dazu nutzen, denjenigen Menschen zu danken, die beruflich während der Corona-Pandemie besondere Herausforderungen bewältigen müssen.

Bischof Wilmer betonte: „Wir möchten die Menschen würdigen, die in der Pandemiezeit jeden Tag dafür arbeiten, dass wir als Gesellschaft so gut wie möglich durch diese Zeit kommen.“

8 Uhr: Experten mahnen: Corona verstärkt Winterblues

In der Corona-Pandemie mit ihren Beschränkungen dürften die Menschen mehr als sonst unter Winterblues und Winterdepressionen leiden. Ärzte in China hätten schon in der ersten Phase der Pandemie häufiger Ängste, Depressionen und Schlafstörungen festgestellt, eine österreichische Studie gehe gar von einer Verfünffachung der depressiven Störungen aus, sagt Detlef Dietrich, Ärztlicher Direktor und leitender Arzt der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der Burghof-Klinik in Rinteln. „Depressive leiden deutlich stärker“, betont er.

Ängste, allgemeines Stressgefühl und Depressionen hätten in der Krise „signifikant zugenommen“, vor allem jüngere Menschen zwischen 20 und 50 Jahren seien betroffen. Grund sei vermutlich, dass sie unter der Mehrfachbelastung litten, sich um Kinder und Eltern kümmern zu müssen: „Es ist zu vermuten, dass solche Belastungen insgesamt die Zahl depressiv Erkrankter ansteigen lassen.“

Samstag, 21. November

13.40 Uhr: Städte mit massiven Einnahme-Verlusten

Die meisten Weihnachtsmärkte in Niedersachsen sind in der Corona-Pandemie abgesagt - vielen Städten gehen damit Zehntausende Euro verloren.

Die Stadt Hannover zum Beispiel büßt einem Sprechers zufolge rund 440.000 Euro ein. Einen Weihnachtsmarkt in der üblichen Weise werde es nicht geben.

Zunächst sei beabsichtigt gewesen, die Gebühren für die Standbetreiber des Weihnachtsmarktes um die Hälfte zu reduzieren - in der Erwartung, der Weihnachtsmarkt könne stattfinden, erklärte der Sprecher. Soweit schon Anzahlungen geleistet seien, würden diese zurückerstattet. Ob es im Advent noch „weihnachtliche Aktivitäten“ in Hannover geben könne, hänge von der Entwicklung der Pandemielage ab.

11.01 Uhr: 1.225 neue Fälle in Niedersachsen!

Niedersachsen meldet erneut einen starken Anstieg mit 1.225 neuen Fällen im Vergleich zum Vortag. Damit liegt die 7-Tage-Inzidenz für das Bundesland bei 99.

Die Übersicht für unsere Region:

  • Braunschweig: 1.372 (+19); Inzidenz von 51,7
  • Gifhorn: 885 (+52); Inzidenz von 78,7
  • Region Hannover: 10.870 (-1); Inzidenz von 90,4
  • Helmstedt: 410 (+8); Inzidenz von 80
  • Peine: 1.060 (+42); Inzidenz von 125,4
  • Salzgitter: 1.137 (+42); Inzidenz von 206,2
  • Wolfenbüttel: 638 (+3); Inzidenz von 58,5
  • Wolfsburg: 862 (+34); Inzidenz von 98,9

Freitag, 20. November

18.39 Uhr: Weil fordert verlässliche Corona-Regeln bis ins neue Jahr

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) rechnet nicht mit einem baldigen Ende des Teil-Lockdowns. „Erleichterungen sind erst dann realistisch, wenn die Zahlen sich nachhaltig verändern“, sagte Weil dem „Handelsblatt“. Derzeit seien die Inzidenzwerte zu hoch. „In fast allen Bundesländern wird der Wert von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen klar überschritten.“

Am kommenden Mittwoch wollen Bund und Länder über möglicherweise nötige Verschärfungen der Corona-Regeln sprechen. „Wir brauchen Klarheit bis ins nächste Jahr hinein“, forderte Weil. „Ziel des bevorstehenden Treffens der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin sollte es daher sein, verlässliche Regelungen zu treffen, die über Weihnachten und Neujahr hinaus reichen“, sagte der Regierungschef.

Er schlug vor, oberhalb des Wertes 50 überall dieselben Regeln gelten zu lassen. „Das gilt nicht für jedes Detail, aber die Linie muss über die Grenzen der Bundesländer hinweg möglichst klar und einheitlich sein“, sagte er. „Sollte sich das Infektionsgeschehen im Laufe des Dezembers in einzelnen Ländern belastbar unterhalb des Schwellenwertes einpendeln, könnte man möglicherweise dort über Lockerungen nachdenken.“

Für Unternehmen, die wegen der Corona-Maßnahmen Ausfälle haben, forderte Weil Unterstützung. „Es muss auch in Zukunft einen verlässlichen Ausgleich für Einbußen geben. Daran führt kein Weg vorbei“, sagte Weil.

17.31 Uhr: Hunderte Menschen zu Demo gegen Corona-Maßnahmen in Hannover erwartet

Zu einer Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen werden am Samstag (15 Uhr) in Hannover nach Polizeiangaben rund 600 Menschen erwartet. Veranstalter ist die Organisation „Querdenken“, die in vielen Städten Proteste gegen die aktuelle Politik im Kampf gegen die Pandemie organisiert. Mehrfach wurden Demonstrationen vorzeitig aufgelöst, weil sich die Teilnehmenden nicht an Vorgaben wie Maskenpflicht und Mindestabstand hielten.

Die Einsatzkräfte in Hannover rechnen damit, dass es am Samstag Verstöße gegen die Auflagen geben wird, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Polizei bereite sich dementsprechend vor. „Es ist uns wichtig, dass alle Beamten, die im Einsatz sind, gesund nach Hause kommen“, sagte er mit Blick auf die Ansteckungsgefahr für die Polizistinnen und Polizisten.

Bei drei weiteren Demonstrationen in Hannover wollen insgesamt 600 Menschen gegen Verschwörungstheorien und gegen eine Unterschätzung oder Leugnung der Corona-Gefahr demonstrieren, wie der Polizeisprecher sagte. Diese Veranstaltungen richteten sich gegen die Kundgebung der „Querdenker“.

16.10 Uhr: Über 2100 Personen in Salzgitter in Quarantäne

Das Gesundheitsamt Salzgitter meldet acht Neuerkrankungen mit Covid-19. Im Pflegezentrum Irenenstift wurden weitere fünf Infektionsfälle aus dem Kreis der Mitarbeitenden positiv bestätigt.

Die Gesamtzahl der Covid-19-Infektionen in Salzgitter beträgt 1.087. Akut infiziert sind 525 Personen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 183,61. Für 2135 Personen wurde Quarantäne angeordnet.

14.22 Uhr: Keine Station mehr unter Quarantäne

Im Klinikum Wolfsburg sind wieder alle Stationen für die reguläre Patientenversorgung freigegeben. Das Gesundheitsamt hat auch die Quarantäne für die urologische Station aufgehoben.

Das Wolfsburger Klinikum kann somit wieder in allen Fachbereichen die geplanten, stationären Patienten aufnehmen!

Nachdem über das vergangene Wochenende einige, wenige Personen im Klinikum positiv auf COVID-19 getestet wurden, waren insgesamt zwei Stationen isoliert worden. Eine Station der Allgemeinchirurgie und Kardiologie nahm bereits Mitte der Woche wieder den Normalbetrieb auf. Zuvor waren Kontaktpersonen ermittelt und Patienten sowie Beschäftigte in den betroffenen Bereichen mehrfach getestet worden.

Auch für die urologische Station ist diese Aufarbeitung jetzt abgeschlossen. „Wir können sagen, dass auch in diesem betroffenen Bereich die Infektionsketten unterbrochen sind und von dem Ereignis vor gut einer Woche ausgehend für unsere Patientinnen und Patienten sowie für unser Personal keine Übertragungen mehr zu erwarten sind“, erklärt Klinikumsdirektor Wilken Köster.

12.07 Uhr: Landesregierung gegen große Silvesterfeiern

Die Silvesterpartys in Niedersachsen sollen nach Vorstellung der Landesregierung in diesem Jahr coronabedingt kleiner ausfallen als üblich. „Es gibt auf jeden Fall den Wunsch der Landesregierung, dass es an Silvester keine großen Feiern gibt“, sagt eine Regierungssprecherin in Hannover.

Über ein mögliches Böllerverbot, das derzeit bundesweit diskutiert wird, habe sich die Regierung aber noch nicht ausgetauscht. Hintergrund der Debatte über die Silvesterfeiern sind die Bund-Länder-Beratungen in der kommenden Woche, bei denen ein Corona-Regelwerk beschlossen werden soll, das möglichst bis ins neue Jahr reicht.

10.18 Uhr: Die neuen Zahlen!

Das Land Niedersachsen meldet 1.633 neu nachgewiesene Covid-19-Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden. Das ist erneut ein vergleichsweise starker Anstieg! Damit gibt es seit dem Beginn der Corona-Pandemie 61.307 bestätigte Fälle (Stand: 9 Uhr) in Niedersachsen.

Außerdem gab es seit gestern 18 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 – auch das sind wieder vergleichsweise viele. Die Region Hannover meldet drei neue Todesfälle, Wolfenbüttel meldet zwei. Einen neuen Todesfall gab es demnach auch in Braunschweig und Salzgitter.

40.306 Menschen gelten als genesen, das sind 1.303 mehr als gestern.

Die Zahlen für unsere Region (bestätigte Fälle / Sieben-Tages-Inzidenz)

  • Braunschweig: 1.353 (+24) / 52,9
  • Gifhorn: 833 (+21) / 62,9
  • Goslar: 602 (+3) / 30,1
  • Region Hannover: 10.871 (+310) / 109,2
  • Helmstedt: 402 (+12) / 84,3
  • Hildesheim: 2.058 (+62) / 91,4
  • Peine: 1.018 (+14) / 125,4
  • Salzgitter: 1.090 (+37) / 187,0
  • Wolfenbüttel: 635 (+18) / 64,4
  • Wolfsburg: 828 (+40) / 81,2

Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Niedersachsen liegt jetzt bei 101,5. In unserer Region meldet Goslar (30,1) den mit Abstand niedrigsten Wert, Salzgitter (187,0) den höchsten – wobei es gestern noch ein Wert von 228,2 war. >> HIER geht's zu allen Zahlen!

Hinweis: Wegen zeitlicher Verzögerungen in den Meldeketten kann es vorkommen, dass das Land Niedersachsen, die Städte und Kommunen sowie das Robert-Koch-Institut unterschiedliche Infektionszahlen melden. Als maßgeblich gelten die Zahlen des Landes Niedersachsen.

9.28 Uhr: Helmstedt ergänzt Allgemeinverfügung

Wegen des inzwischen auch in Helmstedt hohen Infektionsgeschehens weist der Landkreis noch einmal auf die in der Innenstadt geltenden Maskenpflicht hin.

In der Fußgängerzone der Stadt Helmstedt im Bereich Markt, Neumärker Straße und Gröpernplatz sowie auf dem Papenberg, ohne Papenbergplatz müsse jede Person eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen – unabhängig von den werktäglich veröffentlichen Sieben-Tage-Inzidenzen.

Gleichzeitig wurde die Allgemeinverfügung am Freitag an dieser Stelle angepasst: „Die Einschränkungen gelten von montags bis freitags in der Zeit von 6 Uhr bis 21 Uhr und an
Samstagen von 6 Uhr bis 14 Uhr. An Sonntagen gelten die Einschränkungen nicht.“

8.36 Uhr: Pistorius: Demonstranten müssen sich an Corona-Regeln halten

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius fordert Demonstranten dazu auf, sich an die Corona-Regeln zu halten. Bei Versammlungen in Niedersachsen gelte: „Wir werden uns nicht auf der Nase herumtanzen lassen von denjenigen, die diesen Staat vorführen wollen. Das wird nicht passieren“, warnt der SPD-Politiker in der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

Vorschläge, Demonstrationen in der Corona-Zeit nicht zuzulassen, sehe er skeptisch, sagt er. Das Demonstrationsrecht sei ein hohes Gut, das man nur unter engen Voraussetzungen antasten dürfe. „Aber an die Demonstrationsauflagen muss sich jede und jeder halten“, betont er.

Pistorius sagt: „Um das einmal klarzustellen: Jeder darf hier seine Meinung sagen. Dabei ist es egal, ob jemand an die Pandemie glaubt oder nicht. Jeder kann auch Verschwörungstheorien anhängen oder mit dem Aluhut auf eine Demonstration gehen. Letztlich ist aber entscheidend, dass alle sich an die Auflagen halten.“

Das Abstandsgebot und die Maskenpflicht an bestimmten Orten seien angesichts der Pandemie zulässige Auflagen, die auch für Versammlungen gelten, sagt Pistorius. Wenn die Regeln nicht eingehalten würden, wie kürzlich in Berlin, „dann löst die Polizei die Versammlung auf“. Für Samstag ist in Hannover eine Kundgebung der Gruppe „Querdenken“ angekündigt.

Es gehe immer um die Verhältnismäßigkeit der Mittel – auch bei der Reaktion auf Demonstrantinnen und Demonstranten, die sich nicht an die Regeln halten, erklärt der Minister. „Und wer glaubt, Parlamente stürmen zu können auf die eine oder andere Weise, oder wer glaubt, Polizeibarrieren durchbrechen zu können und Polizisten anzugreifen, der muss eben mit den Konsequenzen leben. Der Staat kann auch klare Kante zeigen, wenn er herausgefordert wird.“

6.21 Uhr: Lehrer in Sorge vor Corona-Ansteckungen

Viele Lehrer in Niedersachsen fürchten sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus im Schulbetrieb. „Die Sorge bei den Kollegen, sich anzustecken, ist sehr groß. Die Verunsicherung ist extrem“, sagt Torsten Neumann, Landeschef des Lehrerverbands VNL/VDR, der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Das schlage sich auch in der Stimmung der Kollegen nieder, viele seien angespannt - auch weil sich oft nicht klären lasse, ob manche positiv getesten Schüler sich nicht doch in der Schule angesteckt haben.

Unter den Schülern selbst sei die Sorge dagegen nicht allzu groß, sagt der Vorsitzende des Landesschülerrats, Florian Reetz. Ein „gewisses Unwohlsein“ gebe es aber schon - in der Schule, und erst recht bei der Anfahrt mit Bus und Bahn. Angesichts anderer Vorgaben für das Verhalten abseits der Schulen sei es bedrückend, mit vielen Leuten auf engem Raum im Bus zu sitzen.

Landesweit gab es laut Kultusministerium zuletzt an 638 der 3.000 Schulen coronabedingte Einschränkungen. Zwölf Schulen waren komplett geschlossen, an 303 weiteren Schulen waren einzelne Klassen oder Lerngruppen nicht im Präsenzunterricht und 323 Schulen organisierten den Unterricht im Wechselbetrieb nach dem sogenannten Szenario B.

Donnerstag, 19. November

16.30 Uhr: Lehrer macht bei Kampagne gegen Maskenpflicht mit – Kritik!

Ein Lehrer eines Gymnasiums in Celle macht bei einer AfD-Kampagne gegen die Maskenpflicht mit. Seine Schüler finden das gar nicht toll und haben deshalb ein eindeutiges Zeichen gesetzt.

Mehr dazu >>> HIER.

14.07 Uhr: Kreis Helmstedt hat allerhand zutun

Der Landkreis Helmstedt hat aktuell allerhand zutun, um die Nachverfolgung der Infektionsketten zu gewährleisten. Deshalb weist der Kreis darauf hin, dass es auch vorkommen kann, dass Mitarbeiter des Gesundheitsamtes mit einer Mobilfunknummer anrufen statt mit einer Festnetztelefonnummer. Der Grund: Es gebe nicht genügend Festnetzanschlüsse.

Der Kreis ruft dazu auf, auch Anrufe von nicht bekannten Handynummern anzunehmen.

So erkennst du einen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes:

  • er meldet sich mit „Corona-Team“ oder Gesundheitsamt und seinem Namen
  • fragt niemals Bankdaten oder ähnliches ab

Wer Bedenken hat, könnte sich unter diesen Nummern rückversichern: 05351/121-1031; 1032; 1034.

10.28 Uhr: Niedersachsen plant bis zu 60 Corona-Impfzentren

Niedersachsen will landesweit bis zu 60 Impfzentren zur bevorstehenden Impfung breiter Bevölkerungsschichten gegen das Coronavirus einrichten. Zunächst sollten Risikogruppen und Beschäftigte des Gesundheitswesens und von Pflegeheimen geimpft werden, kündigte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Donnerstag bei der Vorstellung der Impfstrategie des Landes an.

Zu Beginn der Impfungen werde nur eine sehr begrenzte Zahl von Impfdosen zur Verfügung stehen. Später sollten die Hausarztpraxen die Impfungen übernehmen.

Neben den zentralen Impfmöglichkeiten in den Landkreisen und großen Städten, die für jeweils rund 150 000 Menschen zuständig sein sollen, werden auch mobile Teams aufgebaut, die etwa die Bewohner von Heimen impfen.

„Orte und die exakte Zahl der Impfzentren werden sich in den kommenden Wochen ergeben“, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD). An der Organisation der Massenimpfungen sollen der Katastrophenschutz, Hilfsorganisationen und die Polizei beteiligt werden.

10.17 Uhr: Die neuen Zahlen!

Das Land Niedersachsen meldet 1.527 nachgewiesene Covid-19-Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden. Das ist wieder ein vergleichsweise steiler Anstieg!

Damit gibt es seit dem Beginn der Corona-Pandemie 59.674 bestätigte Fälle (Stand: 9 Uhr).

Außerdem gab es seit gestern 16 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 – auch das sind erneut vergleichsweise viele. Salzgitter meldet drei Todesfälle, Gifhorn, Hannover, Hildesheim und Wolfenbüttel jeweils einen.

39.003 Menschen gelten als genesen, das sind 1.480 mehr als gestern.

Die Zahlen für unsere Region (bestätigte Fälle / Sieben-Tages-Inzidenz)

  • Braunschweig: 1.329 (+28) / 54,9
  • Gifhorn: 812 (+17) / 71,9
  • Goslar: 599 (+8) / 32,3
  • Region Hannover: 10.561 (+169) / 109,8
  • Helmstedt: 390 (+7) / 85,4
  • Hildesheim: 1.996 (+50) / 99,0
  • Peine: 1.004 (+22) / 135,8
  • Salzgitter: 1.053 (+51) / 228,2
  • Wolfenbüttel: 617 (+6) / 83,6
  • Wolfsburg: 788 / 57,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Niedersachsen liegt jetzt bei 102,2. In unserer Region meldet Goslar (32,3) den niedrigsten Wert, Salzgitter (228,2) mit Abstand den höchsten. >> HIER geht's zu allen Zahlen!

Hinweis: Wegen zeitlicher Verzögerungen in den Meldeketten kann es vorkommen, dass das Land Niedersachsen, die Städte und Kommunen sowie das Robert-Koch-Institut unterschiedliche Infektionszahlen melden. Als maßgeblich gelten die Zahlen des Landes Niedersachsen.

9.10 Uhr: Einzelhandel beklagt leere Fußgängerzonen

Der Einzelhandel in Niedersachsen beklagt in der Corona-Krise zum Start des Weihnachtsgeschäfts leere Fußgängerzonen. Obwohl anders als im Frühjahr die Geschäfte während des Teil-Lockdowns nicht schließen müssen, blieben die Kunden weg, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Hannover, Monika Dürrer, der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

„In den Fußgängerzonen registrieren wir einen durchschnittlichen Rückgang der Passantenzahlen um etwa 43 Prozent.“ Dies betreffe die Landeshauptstadt gleichermaßen wie Mittelzentren wie Hameln oder Celle. Dabei sollte seit Mitte November im Handel das Weihnachtsgeschäft laufen, das für viele Händler bis zu
30 Prozent des Jahresumsatzes ausmacht. Hohe Infektionszahlen und der Aufruf an die Bevölkerung, Alltagskontakte zu reduzieren, seien Auslöser des Kundenrückgangs, so Dürrer.

Nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer (IHK) muss ausbleibende Laufkundschaft nicht zwangsläufig in gleichem Umfang Umsatzeinbußen bedeuten. Viele Geschäfte bedienten auch den Onlinehandel, lieferten in der Corona-Krise Waren direkt zum Kunden oder hielten Bestellungen zur Abholung bereit, sagte IHK-Expertin Maike Bielfeldt der Zeitung.

Mittwoch, 18. November

20.12 Uhr: Nachtverkehr in Wolfsburg ab Freitag eingestellt

Der Linienverkehr in Wolfsburg wird am Wochenende ab Mitternacht teilweise eingestellt, teilt die Wolfsburger Verkehrs-GmbH mit.

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage werde ab Freitag, 20. November, der Linienverkehr ab etwa 0 Uhr eingestellt. Der letzte Anschluss ab ZOB ist in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag um 0:01 Uhr.

Folgende Fahrten werden ab dem kommenden Wochenende, bis auf weiteres, nicht mehr angeboten:

  • Die Fahrten der WVG-Linie 221 ab Velstove um 0:36 Uhr und ab Wendschott um 0:32 Uhr
  • Die Fahrten der WVG-Linie 222 ab Brackstedt um 0:00 Uhr und ab ZOB um 0:31 Uhr (nur samstags)
  • Die Fahrten der WVG-Linie 223 ab Vorsfelde um 0:29 Uhr und ab Sülfeld um 0:34 Uhr
  • Die Fahrten der WVG-Linie 230 ab Wolfsburg, Hauptbahnhof um 1:00 Uhr und ab Braunschweig Rathaus um 2:23 Uhr.

17.50 Uhr: Landesregierung stellt Corona-Impfstrategie vor

Niedersachsen hat die Vorbereitung der bevorstehenden Impfung breiter Bevölkerungsschichten gegen das Coronavirus abgeschlossen.

Die Pläne des Landes für das Einrichten von Impfzentren wollen Gesundheitsministerin Carola Reimann und Innenminister Boris Pistorius (beide SPD) am Donnerstag um 9.45 Uhr in Hannover vorstellen.

Neben den zentralen Impfmöglichkeiten in den Landkreisen und großen Städten sollen auch mobile Teams aufgebaut werden, die etwa die Bewohner von Heimen impfen. Vorbereitet werden müssen auch der Transport und die Lagerung des Impfstoffs. Bundesweit soll es 60 Logistikstandorte geben.

11.34 Uhr: Neues Abstrichzentrum in Gifhorn

Wegen der steigenden Corona-Fallzahlen sind auch die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes in Gifhorn immer mehr gefordert.

Um auch während der kalten Jahreszeit adäquate Bedingungen zu schaffen, hat der Landkreis Gifhorn das Quartier für Corona-Tests vom Gesundheitsamt in den Ribbesbütteler Weg 2 in Gifhorn verlegt.

Auf dem ehemaligen SAG-Gelände neben dem Jobcenter werden leerstehende Räume nun für die Abstriche umfunktioniert. So können die Bürger direkt vor dem Gebäude parken und dann trockenen Fußes den Abstrich vornehmen lassen.

Eines bleibt aber beim Alten: Mann kann nicht einfach auf eigenen Wunsch und
ohne Anmeldung zum Abstrichzentrum kommen! In der Regel nehmen die Hausärzte die Abstriche vor. Das Gesundheitsamt testet die ermittelten Kontaktpersonen und lässt die Ergebnisse beim niedersächsischen Landesgesundheitsamt auswerten.

Ein Test im Ribbesbütteler Weg ist also nur möglich, wenn das Gesundheitsamt explizit dazu auffordert.
Nachdem die Testergebnisse feststehenden, geht die Arbeit im Gesundheitsamt weiter. Dort wird akribisch ermittelt, wie die Infektionsketten verlaufen und welche Kontaktpersonen
benachrichtigt werden müssen.

10.21 Uhr: Die neuen Zahlen!

Das Land Niedersachsen meldet 1.320 nachgewiesene Covid-19-Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden. Das ist ein vergleichsweise steiler Anstieg!

Damit gibt es seit dem Beginn der Corona-Pandemie 58.147 bestätigte Fälle (Stand: 9 Uhr).

Außerdem gab es seit gestern 21 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 – auch das sind vergleichsweise viele. Hildesheim meldet vier Corona-Tote, die Region Hannover einen. Insgesamt sind 948 Niedersachsen nach einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion verstorben.

37.523 Menschen gelten als genesen, das sind 1.111 mehr als gestern.

Die Zahlen für unsere Region (bestätigte Fälle / Sieben-Tages-Inzidenz)

  • Braunschweig: 1.301 (+20) / 63,4
  • Gifhorn: 795 (+25) / 82,1
  • Goslar: 591 (+9) / 36,7
  • Region Hannover: 10.392 (+182) / 115,0
  • Helmstedt: 383 (+18) / 89,8
  • Hildesheim: 1.946 (+47) / 97,2
  • Peine: 982 (+42) / 150,6
  • Salzgitter: 1.002 (+31) / 215,7
  • Wolfenbüttel: 611 (+6) / 99,5
  • Wolfsburg: 788 (+31) / 70,8

Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Niedersachsen liegt jetzt bei 103,4. In unserer Region meldet Goslar (36,7) den niedrigsten Wert, Salzgitter (215,7) den höchsten. >> HIER geht's zu allen Zahlen!

Hinweis: Wegen zeitlicher Verzögerungen in den Meldeketten kann es vorkommen, dass das Land Niedersachsen, die Städte und Kommunen sowie das Robert-Koch-Institut unterschiedliche Infektionszahlen melden. Als maßgeblich gelten die Zahlen des Landes Niedersachsen.

7.00 Uhr: Messe und Flughafen in Not

Der Haushaltsausschuss des Landtages will heute Mittag über die bedrohliche Finanzlage bei den niedersächsischen Beteiligungen Messe und Flughafen Hannover beraten.

Beide Unternehmen waren durch wegbrechende Veranstaltungen und den erneut eingeschränkten Reiseverkehr im Corona-Teil-Shutdown zuletzt weiter unter Druck geraten. Das Fachgremium des Parlaments soll jetzt über die gegenwärtige Situation unterrichtet werden, geplant ist eine vertrauliche Sitzung. Aus Sicht der Regierung hatte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) jüngst Unterstützung angedeutet: Man werde „das tun, was man von guten Eigentümern erwartet, nämlich zu helfen und dafür zu sorgen, dass die Unternehmen eine Perspektive haben“.

Unklar ist, welchen Umfang und welche Form diese Hilfe genau haben dürfte. Im Gespräch sind Bürgschaften, mit denen Messe und Airport leichter an neue Kredite kommen könnten. Die IG Metall forderte für die Messegesellschaft aber auch eine Kapitalerhöhung. Hier halten das Land und die Landeshauptstadt Hannover bisher jeweils rund die Hälfte der vorhandenen Anteile, beim Flughafen sind es je 35 Prozent.

Dienstag, 17. November

16.47 Uhr: Corona-Lage in Salzgitter

Die Stadt Salzgitter meldet 31 bestätigte Neuinfektionen. In einem Alten- und Pflegeheim ist außerdem ein 70 Jahre alter Mann verstorben, er war zuvor positiv auf Corona getestet worden.

Außerdem gibt es laut Stadt weitere 18 bestätigte Fälle im Pflegezentrum Irenenstift unter den Bewohnern. Das Infektionsgeschehen betreffe zwei Wohnbereiche, dennoch hat die Stadt die gesamte Einrichtung vorsorglich unter Quarantäne gestellt.

Des Weiteren gibt es an 14 von 33 Schulen in Salzgitter Corona-Fälle. Heute musste eine Klasse der Schule am Gutspark unter Quarantäne gestellt werden. Außerdem wurde wegen eines akuten Verdachtsfalls auch eine Klasse der Grundschule in Thiede unter häusliche Quarantäne gestellt.

Ab Mittwoch greift an allen Schulen im Stadtgebiet von Salzgitter Szenario B.

15.13 Uhr: Dramatische Entwicklung in Kliniken

Die Zahl der Corona-Patienten in Kliniken ist in Niedersachsen binnen eines Tages von 898 auf 972 angestiegen. 210 der Erkrankten müssten auf der Intensivstation behandelt und 125 davon künstlich beatmet werden, teilte das Sozialministerium am Dienstag in Hannover mit.

Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen betrug demnach 944, am Dienstag der Vorwoche waren es noch 1163. Binnen 24 Stunden stieg die Zahl der Corona-Toten in Niedersachsen um 19 auf insgesamt 927 seit Beginn der Epidemie.

10.27 Uhr: Die neuen Zahlen!

Das Land Niedersachsen meldet 944 nachgewiesene Covid-19-Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden. Damit gibt es seit dem Beginn der Corona-Pandemie 56.827 bestätigte Fälle (Stand: 9 Uhr).

Außerdem gab es seit gestern 19 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 – das sind vergleichsweise viele. Hannover meldet vier Corona-Tote, in Wolfenbüttel sind drei Menschen nach einer Infektion verstorben und in Peine sowie Wolfsburg gab es jeweils einen Todesfall seit gestern. Insgesamt sind 927 Niedersachsen nach einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion verstorben.

36.412 Menschen gelten als genesen, das sind 814 mehr als gestern.

Die Zahlen für unsere Region (bestätigte Fälle / Sieben-Tages-Inzidenz)

  • Braunschweig: 1.281 (+6) / 62,9
  • Gifhorn: 770 (+24) / 81,6
  • Goslar: 582 (+15) / 32,3
  • Region Hannover: 10.210 (+190) / 124,3
  • Helmstedt: 375 (+17) / 83,2
  • Hildesheim: 1.899 (+10) / 99,0
  • Peine: 940 (+17) / 166,9
  • Salzgitter: 999 (+7) / 221,5
  • Wolfenbüttel: 605 (+39) / 102,8
  • Wolfsburg: 757 / 64,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Niedersachsen liegt jetzt bei 103,9. In unserer Region meldet Goslar (32,3) den niedrigsten Wert, Salzgitter (221,5) den höchsten. >> HIER geht's zu allen Zahlen!

Hinweis: Wegen zeitlicher Verzögerungen in den Meldeketten kann es vorkommen, dass das Land Niedersachsen, die Städte und Kommunen sowie das Robert-Koch-Institut unterschiedliche Infektionszahlen melden. Als maßgeblich gelten die Zahlen des Landes Niedersachsen.

8.31 Uhr: Klare Ansage vom Stadtbund

Städte und Gemeinden in Niedersachsen sehen den Schwerpunkt der Corona-Bekämpfung in der Vermeidung privater Kontakte. Deshalb unterstütze man einen entsprechenden Appell der Bundesregierung und der Länder, sagte ein Sprecher des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes in Hannover. „Ein weitergehender Lockdown für die Schulen oder die Wirtschaft muss unbedingt vermieden werden“, sagte er am Dienstag.

Er erwarte, dass Polizei und Ordnungsdienste die Einhaltung der Regeln mehr kontrollieren und bei Uneinsichtigen Bußgelder verhängen. „Die meisten Menschen sind aber einsichtig, halten die Regeln ein und helfen anderen.“ So könne es gelingen, das Virus über den Winter in Schach zu halten.

6.23 Uhr: SIE sind trotz Krise gut beschäftigt

Die niedersächsischen Schiedsleute haben trotz der Corona-Krise gut zu tun. Wenn die Rathäuser geöffnet seien und Abstands- und Hygieneregeln befolgt werden können, stehe Schlichtungen nichts im Weg, sagte der Vorsitzende der Landesvereinigung der Schiedsleute in Niedersachsen, Reinhard Kropp, der Deutschen Presse-Agentur. Bei Ortsterminen hänge es von der Pandemie-Lage und den lokalen Gegebenheiten ab.

Zwar seien während der ersten Infektionswelle im April die Schlichtungen zunächst eingestellt worden. Mittlerweile seien aber Verfahren nachgeholt worden und die Arbeit der Schiedsleute laufe weitgehend wieder normal - sofern die Rathäuser, wo Schiedsämter und Schiedsstellen oft untergebracht sind, geöffnet sind. Bei Schlichtungen sei es wichtig, dass sich die Streitparteien gegenüber sitzen und sich in die Augen schauen können, erklärte Kropp. Video-Technik werde nicht eingesetzt. Stattdessen gebe es in den Räumen - wie auch an vielen Gerichten - Spukschutzwände.

Schiedsleute setzen sich gemeinsam mit Streitparteien an einen Tisch, um einvernehmlich zu einer außergerichtlichen Schlichtung zu kommen. Das kann zum Beispiel bei einem Streit unter Nachbarn, Bekannten oder Familienmitgliedern der Fall sein. Sie arbeiten ehrenamtlich und werden von Gemeinde- oder Stadträten für fünf Jahre bestimmt. In Niedersachsen arbeiten rund 800 Schiedsleute in elf Bezirken.

Die Arbeit der Schiedsleute sei nach wie vor gefragt. Es zeichne sich aber ab, dass die Verfahren zunehmend länger dauerten. „Jeder beharrt eher auf seiner Position“, sagte Kropp.

(news38.de mit dpa)