Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Erster Landkreis in der Region verschärft Maßnahmen – das musst du wissen

Zweite Corona-Welle: Diese Einschränkungen kommen jetzt

Die zweite Corona-Infektionswelle ist da - und bringt strengere Einschränkungen des Alltagslebens mit sich. Bund und Länder haben sich auf Kontaktbeschränkungen für Corona-Schwerpunktgebiete verständigt, die überregional vergleichbar sein sollen.

Beschreibung anzeigen
  • Hier erfährst du alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie

Niedersachsen. Das Coronavirus bestimmte in den vergangenen Monaten das öffentliche Leben in Niedersachsen. Nach den Lockerungen und während der Urlaubszeit steigen die Fallzahlen wieder an. Die Behörden sind alarmiert.

Niedersachsen steht weiter vor der Herausforderung, dem Coronavirus keinen Raum zu geben und Infektionsketten möglichst schnell zu kappen. Daher bleibt es für alle Pflicht, Abstände und Hygieneregeln einzuhalten und beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Offizielle Corona-Warn-App: Was bedeutet anonymes Tracing?
Offizielle Corona-Warn-App: Was bedeutet anonymes Tracing?

___________________

Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

____________________

Die aktuellen Fallzahlen zum Virus hast du mit unserer Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

+++ HIER den News-Blog aktualisieren! ++

Dienstag, 20. Oktober

17.59 Uhr: Viele Neuinfektionen in Salzgitter

Die Stadt Salzgitter meldet im Vergleich zum Vortag 23 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Betroffen ist unter anderem ein Kind, das die Kindertagesstätte St. Lukas besuchte. Sowohl die Kitagruppe als auch die Betreuenden befinden sich laut Stadt seit Samstag in Quarantäne.

Drei weitere Infizierte gehören nach Angaben der Stadt zu einer freien, evangelischen Gemeinde.

Die Stadt betont jedoch, dass es sich bei den Infektionen um einzelne Infektionen in Familien unabhängig voneinander handelt. Sie würden nicht im Zusammenhang stehen.

15.40 Uhr: Landkreis Gifhorn verschärft Maßnahmen

Der Landkreis Gifhorn verschärft die Corona-Maßnahmen. Einen Überblick findest du hier:

  • Einzelhandel: Nicht nur Kunden müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, sondern nun auch das Personal – weist der Einzelhandel ein entsprechendes Hygienekonzept auf, könnte auf den Mund-Nasen-Schutz seitens des Personals verzichtet werden (zum Beispiel, wenn geeignete physische Barrieren vorhanden sind)
  • Gastronomie: Wenn Abstandsregeln eingehalten werden können, können bis zu 100 Personen gemeinsam bei einer privaten Zusammenkunft oder Feierlichkeit im Restaurant zusammenkommen (allerdings nur bei einer 7-Tage Inzidenz unter 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner)
  • Alkoholverbot: Gilt bei privaten Zusammenkünften und Feiern in der Gastronomie, an denen mehr als 50 Personen teilnehmen – dann dürfen ab 18 Uhr keine reinen Spirituosen und ab 22 Uhr grundsätzlich gar kein Alkohol mehr ausgeschänkt werden

13.43 Uhr: HIER musst du bald Mund und Nase bedeckt halten

Wegen der steigenden Corona-Zahlen führt die Region Hannover eine Maskenpflicht in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen ein. Sie soll ab Donnerstag (22. Oktober) gelten, wie die Behörde mitteilte. Der Inzidenzwert der Region lag am Dienstag bei 36,1 Fällen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Die Mund-Nasen-Bedeckung müsse nicht am eigenen Schreibtisch, aber auf den Fluren und Treffpunkten wie in der Küche getragen werden, erläuterte eine Sprecherin. Ausgenommen sind Schulen und Kitas, in denen weiterhin die bestehenden Hygienekonzepte gelten.

11.31 Uhr: Lösung für die angeschlagene Gastronomie?

Der Hotel- und Gaststättenverband Niedersachsen (Dehoga) hofft auf ein Einsehen der Politik bei den umstrittenen Heizpilzen. „Es ist ein sehr sensibles Thema, überall versucht man Emissionen herunterzufahren“, sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführer Rainer Balke der Deutschen Presse-Agentur. Es solle kein Dauerzustand sein, sondern zunächst für Herbst und Winter gelten. „Es ist in der Diskussion und wir hoffen, dass man über seinen politischen Schatten springt und uns unterstützt.“ Gasbetriebene Heizpilze und elektrische Heizstrahler verbrauchen zusätzliche Energie.

Gastronomen müssten ihren Teil beitragen und die Hygienemaßnahmen nicht zu lax handhaben. „Da sind wir auf einem guten Weg“, betonte Balke. Die Gefahr eines zweiten Lockdowns gehe angesichts steigender Infektionszahlen in der Pandemie trotzdem um. „Zweidrittel des Gastgewerbes halten sich für existenzbedroht, ein Lockdown könnte zur Schließung führen. Das wollen wir vermeiden.“

Einen genauen Überblick über die Regelungen mit Gas-Heizpilzen und Elektro-Wärmestrahlern hat der Dehoga nicht - zu regional seien die Regelungen auf öffentlichem Grund. In vielen Gemeinden sei man für Kompromisse bereit, das sei Ausdruck des Verständnisses, dass es dem Gastgewerbe schlecht gehe. In Hannover sei der Dehoga-Bezirksverband in der Diskussion mit der Stadt - bisher gilt ein Verbot.

Die teilweise verbotenen Wärmespender sollen in der Corona-Krise gar vom Bund gefördert werden. „Auch in den Herbst- und Wintermonaten ist eine funktionierende Außengastronomie ein Teil der Lösung“, sagte der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU). „Deshalb möchten wir Heizpilze nicht nur ermöglichen, sondern in den laufenden Überbrückungshilfen II wird die Anschaffung sogar finanziell unterstützt.“ Damit solle der „stark gebeutelten“ Gastronomie geholfen werden.

10 Uhr: Städte hoffen auf Hilfe von der Bundeswehr

Die niedersächsischen Städte hoffen auf Hilfe der Bundeswehr in großem Stil zur Unterstützung der Gesundheitsämter in der Corona-Pandemie. Derzeit prüfe das Land den Bedarf, sagte Thorsten Bullerdiek, Sprecher des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, am Dienstag in Hannover. Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtete, es gehe um 500 bis 600 Soldatinnen und Soldaten.

„Bei der Kontaktnachverfolgung macht es Sinn, Soldaten einzusetzen“, sagte Bullerdiek der Deutschen Presse-Agentur. Auch Bundeswehrärzte würden gebraucht. Unter anderem hat Delmenhorst um Hilfe der Bundeswehr gebeten. Die Stadt bei Bremen ist derzeit im Land am heftigsten von Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 betroffen.

8.31 Uhr: Stimmung gegen Polizeibeamte wird aggressiver

Die Gewerkschaft der Polizei beklagt, dass die Stimmung gegen die Corona-Regeln immer aggressiver wird. Immer öfter werden Beamte demnach angepöbelt und beleidigt, wenn sie die Regeln durchsetzen. „Besonders abstoßend empfinde ich, dass bei so einer Gesundheitsbeschränkung auch noch angehustet und angespuckt wird“, sagt Jörg Radek, stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, dem „NDR“.

6.40 Uhr: Ministerpräsident erteilt Absage

Nach Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat auch Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil trotz steigender Corona-Zahlen eine Abriegelung von Risikogebieten abgelehnt. „Davon halte ich nichts“, sagte der SPD-Politiker der „Bild“-Zeitung (Dienstag).

„Wir sind nicht in China und haben es auch bis jetzt im Rahmen unseres offenen Systems geschafft, die Pandemie in Grenzen zu halten.“ Zuvor hatte der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, eine Sperre für Risikogebiete ins Spiel gebracht. Söder hatte dazu gesagt: „Das halte ich für überzogen und nicht für angemessen.“

6.29 Uhr: SIE kamen finanziell gesehen super durch die Kirse

Für die Kutschfahrer in der Lüneburger Heide hat die Corona-Saison 2020 Höhen und Tiefen gehabt. Das sagte Hilke Feddersen, Geschäftsführerin des Naturparks Lüneburger Heide, in Winsen. Anfangs habe es für alle Beteiligten Unsicherheiten gegeben, bis klargestellt worden sei, „dass Kutschen zu behandeln sind wie öffentlicher Personennahverkehr“. Also galt eine Maskenpflicht wie im Bus - trotz der frischen Luft.

„Als es lief, haben die Kutschen eine extrem hohe Nachfrage gehabt“, sagte Feddersen der Deutschen Presse-Agentur. „Es konnten gar nicht alle Kunden bedient werden.“ Allerdings mussten die Kutscher meist ihre großen Gefährte für über 20 Personen im Stall lassen und mit kleinen Kutschen fahren. Das lag daran, dass in dieser Saison viel weniger Reisebusse kamen. Auch wollten viele Gäste nicht zu dicht gedrängt auf der Kutsche sitzen. Sie seien aber bereit gewesen, für das Alleinsein tiefer in die Tasche zu greifen, sagte Feddersen.

Gleichzeitig seien den Heide-Kutschern Einnahmen entgangen wie die Teilnahme an Umzügen in anderen Städten. Deshalb sei noch nicht klar, ob alle Betriebe wirtschaftlich überleben könnten. Für die Zukunft komme es darauf an, die Angebote für Kleingruppen oder ungewöhnliche Fahrstrecken auszubauen. „Man darf nicht darauf setzen, dass nächstes Jahr wieder der große Bus kommt“, sagte Feddersen.

Die Lüneburger Heide ist eine fast 7000 Quadratkilometer große hügelige Landschaft zwischen Harburg und Celle, Rotenburg und Uelzen. Große Flächen sind mit Heidepflanzen bewachsen. Fahrten in der Kutsche sind ein beliebtes Mittel, diese Landschaft zu erkunden.

Montag, 19. Oktober

17.40 Uhr: Künstler wollen in Hannover gegen Hamsterkäufe protestieren

„Schuppen 68“, ein Künstler- und Satirenetzwerk, will an verschiedenen Plätzen in Hannover Klopapier verbrennen, das berichtet die „Bild“. Insgesamt 68 Rollen Klopapier sollen der Aktion „zum Opfer fallen“. Damit will das Netzwerk auf die Hamsterkäufe aufmerksam machen, die sich

16.49 Uhr: Niedersachsen will Schulen und Kitas offen halten

Der Betrieb in Schulen und Kindertagesstätten in Niedersachsen soll trotz steigender Corona-Zahlen weitergehen. In einer gemeinsamen Mitteilung der Landesregierung und der kommunalen Spitzenverbände vom Montag heißt es, Schulen und Kitas sollten „wenn irgend möglich offen bleiben“. Schließungen seien „das letzte denkbare Mittel“, die bisherigen Schutzvorkehrungen hätten sich bewährt. Allerdings solle in den Räumen unbedingt regelmäßig gelüftet werden. Auch die Maskenpflicht im Schülertransport bleibe bestehen.

Insgesamt betrachten die Regierung und die Kommunen die Corona-Entwicklung „mit Sorge“, heißt es. Die von Bund und Ländern vereinbarten Verschärfungen der Corona-Regeln sollen daher überall, wo es zu größeren Ausbrüchen kommt, schnell umgesetzt werden.

13.45 Uhr: Polizei kontrolliert Shisha-Bar – was sie finden, führt zu einer Anzeige gegen den Besitzer

Bei einer Kontrolle in einer Shisha-Bar in der Braunschweiger Innenstadt am Sonntagabend überprüften die Beamten die Einhaltung der Corona-Vorschrifte. Die Beamten stellten jedoch fest, dass die Shisha-Pfeifen der Gäste ohne die erforderlichen Einmal-Schläuche ausgegeben und verwendet wurden, die in der Bar gegen Aufpreis erhältlich und vorrätig waren.

Mängel stellten die Polizisten auch in Bezug auf die Dokumentationspflicht fest. Die erfassten Daten der Gäste und Besucher waren unvollständig, Listen konnten während der Kontrolle zum Teil gar nicht vorgelegt werden. Eine Anzeige nach der niedersächsischen Verordnung zur Eindämmung der Corona Pandemie wurde gegen den 36-jährigen Verantwortlichen gefertigt.

13.19 Uhr: Kürzung bei Hartz 4 möglich – trotz Corona-Sonderregelung

Trotz einer Sonderregelung, nach der vorübergehend nicht geprüft werden soll, ob Hartz-IV-Empfänger in einer zu teuren Wohnung leben, kann es mitunter trotzdem Kürzungen geben. Das gilt etwa, wenn Zahlungen fehlerhaft sind. So entschied das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen in Celle.

In dem Fall ging es um einen Mann aus Celle, der seit Jahren vom Jobcenter Geld für einen Mietkaufvertrag eines Hauses bekam, wie am Montag bekannt wurde (Az.: L 11 AS 415/20 B ER). In diesem Vertrag wird nicht nur die Miete abgerechnet, sondern auch Kaufpreisraten für einen späteren Kauf des Hauses. Da vom Jobcenter aber grundsätzlich nur die Miete übernommen werde, wurden weitere Zahlungen eingestellt, hieß es in einer Mitteilung des Gerichts.

Der Mann wehrte sich mit Verweis auf die coronabedingten Sonderregelungen dagegen. Das Gericht entschied aber jetzt, dass Leistungen auch unter den Sonderregelungen gekürzt oder eingestellt werden könne, wenn die Leistungsbewilligung, wie in dem aktuellen Fall, fehlerhaft sei. Man wolle damit verhindern, dass ein Jobcenter „sehenden Auges“ Leistungen zu Unrecht gewähre, hieß es in der Mitteilung.

11.11 Uhr: Kritischer Wert in Niedersachsen überschritten!

Der Inzidenzwert in unserem Bundesland hat die 35er-Marke überschritten – er liegt jetzt bei 35,1. Das teilte das Land am Montag mit. In der Region Hannover wurde der Wert mit 36,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern außerdem überschritten. Über dieser Schwelle liegen außerdem Celle, Oldeburg, Nienburg, Verden und die Stadt Osnabrück. Jenseits der 50er-Marke liegen in Niedersachsen Cloppenburg, Northeim, Vechta, Emsland, Grafschaft Bentheim und Osnbarück.

Die Region will nun mit den Bürgermeistern der Kommunen über das weitere Vorgehen beraten. Im Fokus sollen dabei voraussichtlich Maskenpflicht und eine Verstärkung der Kontrollen stehen, berichtet der „NDR“.

11.01 Uhr: Steigende Zahlen – verstärkte Kontrollen

Verstärkte Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Bestimmungen im Landkreis Northeim! Polizisten werden zusammen mit Mitarbeitern des Landkreises Northeim und den örtlichen Ordnungsämtern die Einhaltung der Bestimmungen des Infektionsschutzgesetztes und der Corona-Verordnung in allen Städten und Kommunen des Landkreises Northeim überprüfen.

Bereits in der letzten Woche wurden durch mehr als 20 Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Northeim Schwerpunktkontrollen, insbesondere im Bereich der Stadt Bad Gandersheim, als auch im gesamten Landkreis durchgeführt. Hierbei konnten nur vereinzelt Verstöße hinsichtlich der Verpflichtung des Tragens des Mund-Nasen-Schutzes festgestellt und geahndet werden. Im Umfeld des Glaubenszentrums zeigten die aktualisierten Regelungen des Landkreises Northeim eine deutliche Wirkung. Trotz des verstärkten Personalansatzes wurden genau in diesem Bereich keinerlei Verstöße festgestellt.

„Im engen Schulterschluss zwischen Polizei, Landkreis Northeim, den Ordnungsämtern der Kommunen und den Bürgerinnen und Bürgern wollen wir auch zukünftig die Rahmenbedingungen für ein gesundes Miteinander positiv gestalten“, sagte Lukas Theinl, Pressesprecher der PI Northeim.

6.53 Uhr: So ist die Lage in den Krankenhäusern

Wie ist die Corona-Lage in den Krankenhäusern? Dieser Frage ist der NDR nachgegangen. Inzwischen sind es mehr aktuell Infizierte als zu der ersten Hochzeit. Die positive Nachricht: Schaut man auf die Krankenhauseinweisungen, scheint es weniger schwere Fälle zu geben als damals. Doch es gibt eine gute Nachricht aus den Krankenhäusern: Mitte April waren mehr Intensivbetten belegt als heute. Am 16. April waren es 237, am 16. Oktober waren es 51. Dennoch: Die Zahl der erkrankten steigt an – „Das Argument 'mehr Tests, deswegen höhere Zahlen zieht nicht mehr“, heißt es bei „Hallo Niedersachsen“.

Im April lag der Anteil der positiv getesteten bei rund neun Prozent, heute sind es nur drei Prozent. Das liegt daran, dass sich generell mehr Menschen aus Vorsicht testen lassen.

Sonntag, 18. Oktober

17.15 Uhr: Viel Arbeit für Polizei in Hannover

Die Polizei Hannover hatte im Zuge der Kontrolle der Einhaltung der Abstandregeln und anderer Auflagen jede Menge Arbeit am Wochenende. 65 Identitätsfeststellungen, 45 Gefährderansprachen, 23 Personendurchsuchungen und 26 Platzverweise waren die Bilanz der Beamten. Im Fokus die Bereich Steintor, Marstall und Stellwerk. Gaststätten und Bars, aber auch Shisha-Bars wurden kontrolliert.

Eine Bar in der Kramerstraße war am Freitagabend stark gefüllt. Die Beamten nahmen Kontakt zum Betreiber auf und führten eine Gefährderansprache durch. Am Samstag konnten die Betreiber von insgesamt 13 Gaststätten kein entsprechendes Hygienekonzept vorlegen und erhielten daher eine Gefährderansprache sowie eine Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Auch sonst übliche Einsätze wegen Prügeleien und Drogendelikten vermeldete die Polizei. Mehrere Prostituierte erhielten in der Herschelstraße außerdem Platzverweise.

15.37 Uhr: Hannover berät über erweiterte Maskenpflicht

Auch in der Region Hannover hat die Zahl der Corona-Infizierten in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen. Am Montag will die Region daher mit den Bürgermeistern der Kommunen das weitere Vorgehen beraten. „Im Fokus hierbei werden sicherlich eine erweiterte Maskenpflicht sowie Verstärkungen der Kontrollen vor Ort stehen“, teilte ein Sprecher am Sonntag auf Anfrage mit.

14.07 Uhr: Weil kündigt härtere Corona-Regeln für Niedersachsen an

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat erneut bekräftigt, dass das Land seine Corona-Regeln weiter verschärfen wird. „Wir werden die Sperrstunde, wie alle anderen Ergebnisse der Berliner Konferenz, in Niedersachsen Punkt für Punkt umsetzen und im Zweifel auch in die nötigen Gerichtsverfahren gehen“, sagte der SPD-Politiker.

Eine Sperrstunde für die Gastronomie sei ein milderes Mittel als die Schließung von Restaurants und Lokalen. Auch die Teilnehmergrenze für private Feiern werde gesenkt, sagte Weil, ohne konkret zu werden.

Insgesamt versuche die Regierung, den Schutz vor Ansteckungen mit möglichst milden Mitteln zu gewährleisten. „Milde Maßnahmen erzielen aber naturgemäß nur überschaubare Wirkungen. Wenn das allerdings dazu führt, dass diese Maßnahmen wegen genau dieser überschaubaren Wirkung von den Gerichten kassiert werden, dann landen wir ganz automatisch bei härteren Maßnahmen“, sagte der Regierungschef. Zuletzt hatten Gerichte in mehreren Bundesländern, auch Niedersachsen, unter anderem das Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots gekippt.

8.59 Uhr: Bald einheitliche Sperrstunden-Regelung?

Trotz hoher Infektionszahlen gibt es derzeit nur drei Landkreise in Niedersachsen, die auf eine Sperrstunde setzen. Neben den beiden Kreisen des Oldenburger Münsterlandes, Vechta und Cloppenburg, hat auch die Grafschaft Bentheim diese Maßnahme genutzt, um die Zahlen einzudämmen. Andere Landkreise und die Stadt Delmenhorst – allesamt Regionen mit Werten von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen – haben bislang keine solche Maßnahme beschlossen.

Am längsten gibt es die Sperrstunde bereits im Landkreis Cloppenburg, wo sie schon in der vergangenen Woche verfügt wurde. Dort müssen die Gaststätten und Kneipen ab 23.30 Uhr schließen – möglicherweise werde das noch auf 23 Uhr verlegt, sagte ein Sprecher. Beim Corona-Gipfel im Berliner Kanzleramt hatten sich die Teilnehmer auf die bundesweite Regel verständigt, in Hotspots ab 23 Uhr eine Sperrstunde zu verhängen.

Im Nachbarlandkreis Vechta wurde ab Samstag eine Sperrstunde eingeführt. In der Grafschaft Bentheim gilt die Sperrstunde seit Donnerstag. Kneipen, Restaurants und Cafés müssen von 23 Uhr bis 6 Uhr des Folgetags geschlossen sein.

Seitens des Landes ist den Städten und Landkreisen die Einrichtung von Sperrstunden schon längst erlaubt. Sie haben einen Handlungsspielraum, abhängig vom konkreten Infektionsgeschehen in ihrer Region, heißt es dazu aus der Landesregierung. Ob es kurzfristig eine neue Corona-Verordnung gibt, will das Land Anfang der Woche beraten.

Samstag, 17. Oktober

12.29 Uhr: Aktuelle Zahlen – Hier haben sich besonders viele infiziert

In Niedersachsen gibt es derzeit 25.453 bestätigte Covid-19-Fälle. Das sind 554 mehr als am Vortag!

Besonders hoch ist die Zahl der Neuinfizierungen in

  • Cloppenburg (+85/insgesamt 1125)
  • Region Hannover (+80/insgesamt 5131)
  • Northeim (+57/insgesamt 332)
  • Grafschaft Bentheim (+49/insgesamt 563)

In der Region 38 gibt es 11 neue Fälle in Gifhorn, 2 in Helmstedt, 4 in Peine, 5 in Salzgitter und 3 in Wolfsburg.

In Braunschweig und Wolfenbüttel sind laut Zahlen der niedersächsischen Landesregierung seit gestern keine neuen Fälle hinzugekommen.

9.19 Uhr: Befürchtung: Zahl der Obdachlosen könnte durch Corona steigen

Die Zahl der Obdachlosen in Niedersachsen wird nach Einschätzung der Landesarmutskonferenz während der kommenden Monate steigen. „Nach allen Erfahrungen, die wir unter Corona haben, muss man das leider annehmen“, sagte der Geschäftsführer des Gremiums, Klaus-Dieter Gleitze, der Deutschen Presse-Agentur.

„Für Obdachlose wird es ganz bitter werden“, sagte er mit Blick auf den Winter. „Es steht zu befürchten, dass bei massiv steigenden Infektionszahlen die Hilfsangebote reduziert werden – auch aus Schutz für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Für Wohnungslose, die bislang bei Freunden oder Verwandten untergekommen sind, könnte die Situation härter werden – wenn solche Angebote wegen der Corona-Pandemie wegfallen. Dann würden diese wohnungslosen Menschen zu Obdachlosen. Für Menschen mit wenig Geld werde dieser Winter besonders schwer, so Gleitze. Ohne Kündigungsschutz sei zu befürchten, dass manche ihre Wohnung verlieren.

Um obdachlosen Menschen in den kalten Wintermonaten zu helfen, sollten Gleitze zufolge nicht ausgelastete Hotels oder andere Unterkünfte angemietet werden. „Wir müssen sofort handeln. Bald kommen die ersten Nächte mit Frost.“

Freitag, 16. Oktober

18.40 Uhr: Landkreis Oldenburg gilt als Corona-Risikogebiet

Der Landkreis Oldenburg gilt seit Freitag als Corona-Risikogebiet. Der kritische Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche sei überschritten worden, teilte der Kreissprecher am Freitag mit.

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, gelten für die Bürgerinnen und Bürger von diesem Samstag an strengere Regeln. So dürfen sich höchstens zehn Menschen zu privaten Zusammenkünften oder Feiern treffen – egal ob in der eigenen Wohnung, in privat zur Verfügung gestellten Räumen oder draußen. Bei privaten Treffen an öffentlich zugänglichen Orten oder in Gastronomiebetrieben ist die Zahl auf 25 Menschen begrenzt.

Als Regionen, die die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche überschritten, wies das Land am Freitag auch folgende Orte aus:

  • Landkreis Cloppenburg (90,8)
  • Emsland (68,5)
  • Grafschaft Bentheim (72,2)
  • Northeim (64,3)
  • Osnabrück (51,1)
  • Vechta (84,7)
  • Stadt Delmenhorst (172,8)

16 Uhr: Verstöße gegen Corona-Regeln: Polizei löst Feier in Shisha-Bar auf

Wegen zahlreicher Verstöße gegen Corona-Auflagen hat die Polizei eine nächtliche Feier in einer Shisha-Bar in Osnabrück aufgelöst. Die Gäste hätten weder den Mindestabstand eingehalten, noch Mund-Nasen-Bedeckungen getragen, teilte die Polizei am Freitag mit. Auch beim Personal wurden Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt. Der Betreiber konnte kein Hygienekonzept vorlegen, die Besucherliste enthielt keine aktuellen Gästedaten.

12.44 Uhr: Corona-Fall im Ausbildungszentrum am Marienstift

Im Ausbildungszentrum am Marienstift gibt es einen Corona-Fall. Laut der Stadt Braunschweig befinden sich die Klasse und die Lehrkräfte (als Kontaktpersonen K1 eingestuft) der Infizierten in Quarantäne. Sie werden auf Covid-19 gestestet.

Die Auszubildenden der Parallelklasse hatten demnach keinen engen Kontakt zu der Corona-Infizierten, sie gelten daher als K2. Dennoch mussten auch sie in häusliche Quarantäne. Bei negativen Ergebnissen können sie wieder in den Unterricht und die Einrichtungen, in denen sie arbeiten, zurückkehren.

Wenn positive Testergebnisse vorliegen sollten, wird das Gesundheitsamt in Braunschweig Kontakte nachverfolgen und Quarantänemaßnahmen veranlassen. Das Ausbildungszentrum liegt in direkter Nachbarschaft zum Seniorenheim sowie zum Krankenhaus Marienstift.

10.00 Uhr: Die aktuellen Fallzahlen

Es bleibt bei dem Trend: Genau wie bundesweit steigen die Corona-Zahlen auch in Niedersachsen weiter stark an. Seit gestern wurden 532 neue Fälle registriert – so viele wie noch nie.

Laut Gesundheitsministerium gibt es damit jetzt 24.899 nachgewiesene Covid-19-Infektionen (Stand: 9 Uhr). 708 Menschen sind nach einer Infektion verstorben. Der Kreis Hildesheim korrigierte einen Todesfall. Er stehe nicht im Zusammenhang mit dem Virus.

Der Inzidenzwert ist über Nacht unter anderem in Braunschweig von 8,8 auf 20,8 angestiegen – das liegt an 38 neuen Corona-Fällen, die hier registriert wurden.

Folgende Regionen in Niedersachsen liegen derzeit über dem Corona-Richtwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche:

  • Cloppenburg (90,8)
  • Delmenhorst (172,8)
  • Emsland (68,5)
  • Grafschaft Bentheim (72,2)
  • Northeim (64,3)
  • Osnabrück (51,1)
  • Vechta (84,7)

Damit gelten diese Regionen als Risikogebiete.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle insgesamt / 7-Tagesinzidenz):

  • Stadt Braunschweig: 586 (+38) / 20,8
  • Kreis Gifhorn: 308 (+12) / 27,8
  • Kreis Goslar: 335 (+2) / 11,0
  • Region Hannover: 5.051 (+81) / 32,3
  • Kreis Helmstedt: 184 (+3) / 9,9
  • Kreis Hildesheim: 656 (-1) / 13,1
  • Kreis Peine: 337 (+5) / 18,5
  • Stadt Salzgitter: 298 (+3) / 25,9
  • Kreis Wolfenbüttel: 255 (+4) / 10,9
  • Stadt Wolfsburg: 483 (+7) / 20,9

Von der Gesamtzahl der Fälle gelten 19.604 als genesen (78,7 %).

6.12 Uhr: Brockengarten leidet besonders unter Krise

Späte Eröffnung und kleine Gruppen: Der Brockengarten im Harz hat in der Corona-Saison 2020 nur knapp ein Sechstel der Besucherzahl des Vorjahres erreicht. „Weil wir erst am 24. Juni starten konnten und alles eingeschränkt war, haben wir nur 950 Besucher gezählt“, sagte Gartenleiter Gunter Karste.

Im Vorjahr waren es 5.650 gewesen. Maximal zehn Besuchern pro Führung konnte Karste in den zurückliegenden Monaten den botanischen Garten auf dem 1.141 Meter hohen Brocken zeigen, in dem rund 1500 Pflanzen aus den Hochgebirgen dieser Welt wachsen. Heute Nachmittag steht die letzte Führung an, wo auch der blau blühende Wellensittich-Enzian bestaunt werden kann, der aus dem Hochland Tibets kommt.

Ohne telefonische Anmeldung ging 2020 nichts, sagte Karste. „Ich hätte nie gedacht, dass wir die Saison noch so gut über die Bühne bringen. Die Leute waren trotz der Einschränkungen sehr zufrieden.“ Normalerweise beginnt die Saison Mitte Mai. Den rund 5000 Quadratmeter großen Schau- und Versuchsgarten gibt es seit 1890, ein Teil der Anlage ist begehbar.

Auf ausgewählten Flächen des Brockenplateaus wurden Karste zufolge in diesem Jahr 5.000 Heidepflanzen in die Erde gebracht. 2021 und 2022 sollen jeweils 5.000 weitere Brockenheiden dort gepflanzt werden, wo Gräser die seltene Brockenanemone verdrängen. Auch die versuchsweise Beweidung von ausgewählten Flächen mit dem Harzer Roten Höhenvieh war ein Erfolg. „Dort, wo die Rinder die Grasnarbe durchgetreten haben, wurden erste Brockenanemonen angepflanzt.“

Donnerstag, 15. Oktober

21.36 Uhr: Keine Besucher aus Corona-Hotspots in Uniklinik Göttingen

Als Schutzmaßnahme für Patienten und Mitarbeiter untersagt die Universitätsklinik Göttingen den Besuch von Menschen aus innerdeutschen Corona-Hotspots. Das Besuchsverbot werde flexibel angepasst und könne sich täglich ändern, teilte die Universitätsmedizin Göttingen am Donnerstagabend mit.

Betroffen sind demzufolge derzeit auch Besucher etwa aus der Stadt Kassel, der Stadt Northeim und Bad Gandersheim. Das Verbot gelte für Gebäude und alle Normalstationen der Uniklinik. Ausnahmen gibt es für die Kinderkliniken, die Geburtsbegleitung, die Wochenstation sowie für die Intensivstationen und die Palliativstation. Auch zwingend erforderliche Begleitpersonen zum Beispiel für Demenzpatienten oder für Patienten, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, haben weiterhin Zugang.

18 Uhr: 70 weitere Infektionen im Glaubenszentrum Bad Gandersheim

Bei Untersuchungen zu einem Corona-Ausbruch im Glaubenszentrum Bad Gandersheim sind am Donnerstag 70 weitere Menschen positiv auf das Virus getestet worden.

Nach Angaben einer Sprecherin des Landkreises Northeim wurden damit alle Personen aus dem Glaubenszentrum getestet. Von 252 getesteten Bewohnerinnen, Bewohnern und Mitarbeitern wurde damit bei 123 eine Corona-Infektion festgestellt.

Der Landkreis hatte eigenen Angaben zufolge schon am Mittwoch den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten, worauf der Landkreis mit verschärften Corona-Regeln reagiert hat.

16.19 Uhr: 14 neue Infektionsfälle in Salzgitter

In Salzgitter gibt es am Donnerstag 14 neue bestätigte Infektionsfälle mit Covid-19. Dabei handelt es sich um zehn Erkrankungsfälle in einem großen Familienverband und weitere vier Einzelfälle, von denen drei Reiserückkehrende sind, teilt die Stadtverwaltung mit.

Aktuell laufen die Kontaktnachverfolgungen, wobei ein Großteil der Kontaktpersonen schon erreicht werden konnte und sich bereits in Quarantäne befand beziehungsweise unter Quarantäne gestellt worden ist.

In Salzgitter gibt es aktuell 26 an Covid-19 erkrankte Personen. Für insgesamt 196 Personen wurde vom Gesundheitsamt eine häusliche Quarantäne angeordnet. Vollständig aufgehoben wurde diese in 5.923 Fällen.

15.17 Uhr: Gericht kippt Urlaubsverbot in Niedersachsen

Wenige Tage nach dem Beginn ist Niedersachsens Beherbergungsverbot für Reisende aus deutschen Corona-Hotspots schon wieder Geschichte. Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg erklärte die Verordnung des Landes am Donnerstag in einem Eilverfahren für rechtswidrig. Geklagt hatte der Betreiber eines Ferienparks im Harz.

Hotels und Pensionen müssen sich damit „mit sofortiger Wirkung“ nicht mehr an das umstrittene Verbot halten, wie das Gericht mitteilte. Der Beschluss sei unanfechtbar. Zwar stehe noch eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren aus - bis diese fällt, könne es aber noch Monate dauern, erklärte eine Sprecherin des OVG.

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga in Niedersachsen reagierte erleichtert. „Wir hoffen, dass die Hotellerie die restlichen Urlaubstage noch einfahren kann“, sagte Hauptgeschäftsführer Rainer Balke. Allerdings habe die Verordnung bei vielen Reisewilligen zu Verunsicherung geführt. „Der Schaden ist definitiv entstanden“, sagte Balke. „Ob das noch kompensiert werden kann, wissen wir nicht.“

Die Liste der vom Urlaub in Niedersachsen weitgehend ausgeschlossenen Kreise war in den vergangenen Tagen immer länger geworden - waren es zu Beginn am vergangenen Samstag noch 12 Regionen, listete das Land am Donnerstag bereits 54 Risikogebiete auf.

Ziel des Beherbergungsverbots war es, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Reisenden aus deutschen Regionen mit mehr als 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wurden Urlaubsaufenthalte damit erschwert. Zwar sah die Regelung eine Reihe von Ausnahmen vor, etwa nach Vorlage eines negativen Corona-Tests, dennoch stellte es sich laut Gericht „nicht als notwendige infektionsschutzrechtliche Schutzmaßnahme dar“. Es sei zweifelhaft, ob das Verbot geeignet und erforderlich sei, hieß es.

Niedersachsens Landesregierung hatte das Verbot selbst erst nach anfänglichen Zweifeln eingeführt - andere Bundesländer hatten sich schon eher zu diesem Schritt entschlossen. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) begründete das spätere Einlenken damit, dass Niedersachsen anderenfalls eine besondere Anziehung für Touristen gehabt hätte, die vom Urlaub in den übrigen Ländern ausgeschlossen wurden.

Auch in Baden-Württemberg wurde das Beherbergungsverbot am Donnerstag von einem Gericht gekippt. In Sachsen hob die Regierung es mit Wirkung zum Samstag selbst auf.

12.59 Uhr: Weil will Sperrstunde einführen

Auch Niedersachsen will eine Sperrstunde ab 23 Uhr einführen. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte, dass er die Beschlüsse des gestrigen Corona-Gipfels in Berlin weitestgehend für Niedersachsen umsetzen will.

Zum Beherbergungsverbot sagte Weil: „Richtig zufrieden ist mit dem Status quo niemand.“ Er sprach von „angemessenen Maßnahmen“.

Abschließend wandte er sich noch einmal mit emotionalen Worten an die niedersächsische Bevölkerung. „Es geht um unser aller alltägliches Verhalten“, so Weil. Es sei ein „dringender ernstgemeinter Appell“, das persönliche Verhalten „sehr klar zu überprüfen“.

Dazu zählten die Vermeidung von Risiken und die Einhaltung von Regeln. „Es steht hier wirklich viel für alle miteinander auf dem Spiel“, so Weil.

10.16 Uhr: Die aktuellen Fallzahlen

Genau wie bundesweit schießen die Corona-Zahlen auch in Niedersachsen weiter in die Höhe. Seit gestern wurden 479 neue Fälle registriert. Das sind so viele wie noch nie zuvor!

Der bisherige Höchstwert lag bei 449 bestätigten Fällen binnen eines Tages am 27. März. Weil das Land die Zahlen mit zeitlicher Verzögerung aus den Landkreisen erhält, müssen die neuen Fälle allerdings nicht alle am Vortag aufgetreten sein.

Laut Gesundheitsministerium gibt es damit jetzt 24.367 nachgewiesene Covid-19-Infektionen (Stand: 9 Uhr). 709 Menschen sind nach einer Infektion verstorben. Fünf neue Todesfälle gibt es – davon zwei in der Region Hannover (137).

Die Zahlen für unsere Region (Fälle insgesamt / 7-Tagesinzidenz):

  • Stadt Braunschweig: 548 / 8,8
  • Kreis Gifhorn: 296 (+14) / 21,0
  • Kreis Goslar: 333 (+2) / 10,3
  • Region Hannover: 4.970 (+51) / 30,7
  • Kreis Helmstedt: 181 / 7,7
  • Kreis Hildesheim: 65 (+3) / 15,2
  • Kreis Peine: 332 (+8) / 16,3
  • Stadt Salzgitter: 295 (+13) / 24,0
  • Kreis Wolfenbüttel: 251 (+5) / 7,5
  • Stadt Wolfsburg: 476 (+5) / 16,1

Von der Gesamtzahl der Fälle gelten 19.326 als genesen (79.3 %).

Folgende Regionen in Niedersachsen liegen derzeit über dem Corona-Richtwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche:

  • Cloppenburg (96,7)
  • Delmenhorst (163,7)
  • Emsland (64,8)
  • Grafschaft Bentheim (87,5)
  • Osnabrück (52,8)
  • Vechta (76,3)

Damit gelten hier nach der Landesverordnung neue Einschränkungen für deren Bewohner, Reisen in einige Bundesländer werden zudem erschwert. Der Kreis Wesermarsch, der die Marke in den vergangenen Tagen überschritten hatte, liegt demnach nun bei 37,3.

9.11 Uhr: Die aktuellen Corona-Regeln im Überblick

Der Landkreis Peine fasst die neuen Regeln noch mal zusammen:

1. Das Abstandsgebot von mindestens 1,5 m ist grundsätzlich einzuhalten. Kann es ausnahmsweise nicht eingehalten werden, ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die bisherigen Ausnahmeregelungen wie beispielsweise die Zwei-Haushalte-Regelung und die 10 Personen-Regelung gelten jedoch weiter.

2. Mund-Nasen-Bedeckungen sind in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs zugänglich sind, zu tragen. Bei Unterschreiten des gebotenen Abstands von 1,5 m haben auch die Beschäftigten, beispielsweise im Handel, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Durch Verwendung einer Barriere aus Glas oder Plexiglas kann auf die Mund-Nasen-Bedeckung verzichtet werden.

3. Feiern, die bislang privilegiert waren, gibt es nicht mehr. Private Zusammenkünfte und Feiern sind unter Einhaltung des Abstandsgebots nur noch eingeschränkt wie folgt erlaubt:

  • in der eigenen Wohnung oder anderen eigenen geschlossenen Räumlichkeiten zulässig mit bis zu 25 Personen,
  • auf eigenen oder privat zur Verfügung gestellten Flächen unter freiem Himmel wie z.B. Gärten mit bis zu 50 Personen,
  • an öffentlich zugänglichen Örtlichkeiten, in außerhalb der eigenen Wohnung zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten und in gastronomischen Betrieben mit bis zu 100 Personen;
  • Nehmen dabei mehr als 50 Personen an der Zusammenkunft oder Feier teil, dürfen ab 18 Uhr reine Spirituosen und ab 22 Uhr Alkohol insgesamt, einschließlich alkoholischer Mischgetränke, weder angeboten noch konsumiert werden.
  • Steigt die Zahl der Neuinfizierten über 35 je 100.000 Einwohner bzw. über 50 je 100.000 Einwohner treten abgestuft Verschärfungen der Regelungen in Kraft.

4. Wer aus innerdeutschen Risikogebieten zurückkehrt, unterliegt bislang keinen Reiserückkehreinschränkungen.

5. Alle öffentlich zugänglichen Betriebe, Einrichtungen, Veranstaltungen und Versammlungen haben ein Hygienekonzept zu erstellen und es im Fall der Überprüfung vorzuzeigen.

6. Im Rahmen des Zutritts oder der Nutzung einer Einrichtung, der Teilnahme oder des Besuchs einer Veranstaltung sind die Daten der Besucher zu erheben und zu dokumentieren. Die Verpflichtung betrifft unter anderem Betreiber, Dienstleister, Unternehmen sowie Veranstalter.

06.53 Uhr: Weil: Neue Corona-Beschlüsse bestätigen Kurs Niedersachsens

Ministerpräsident Stephan Weil sieht den niedersächsischen Kurs in der Corona-Pandemie durch die Beschlüsse beim Bund-Länder-Gipfel bestätigt. Die vereinbarten Schritte bei steigenden Neuinfektionen seien in Niedersachsen bereits grundsätzlich Bestandteil des Handlungskonzeptes, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zu Donnerstag mit. „Die einzelnen Beschlüsse werden nun in Niedersachsen im Detail mit den Beteiligten zu beraten sein“, sagte der Sozialdemokrat.

Weil empfahl den Bürgern, auf nicht notwendige Reisen in besonders betroffene Gebiete zu verzichten. Er unterstrich auch die Rolle der Beschäftigten im Gesundheitssektor. Ihnen sei die vergleichsweise gute Pandemiebekämpfung in Niedersachsen und Deutschland zu verdanken. Weil sie teils an ihre Belastungsgrenze kämen, begrüße er die weitere Unterstützung der Behörden durch Bund und Länder.

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch auf einheitliche Regeln für Städte und Regionen mit hohen Infektionszahlen verständigt. Dazu gehören eine Ausweitung der Maskenpflicht, eine Begrenzung der Gästezahl bei privaten Feiern, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und eine Sperrstunde für die Gastronomie. Noch härtere Maßnahmen schließen sie nicht aus, sollte sich die Infektionslage in den kommenden zehn bis zwölf Tagen nicht bessern.

Mittwoch, 14. Oktober

19.46 Uhr: Mehr als 50 Corona-Fälle in Glaubenszentrum in Bad Gandersheim

In einem Glaubenszentrum in Bad Gandersheim gibt es einen größeren Corona-Ausbruch. Von 252 getesteten Personen sei das Virus bisher bei 53 nachgewiesen worden, teilte der Landkreis Northeim am Mittwoch mit. Bei 93 Getesteten liegen die Ergebnisse demnach noch nicht vor. Im Landkreis Northeim wird der Corona-Richtwert von 50 Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche laut der Mitteilung überschritten. Er liege derzeit bei 52,7.

Die Behörden reagierten auf den überschrittenen Sieben-Tage-Wert mit Einschränkungen. Im Landkreis Northeim sind laut Verfügung private Zusammenkünfte und Feiern nur noch mit höchstens zehn Personen zulässig, wenn das Abstandsgebot eingehalten wird. Zur Eindämmung seien außerdem Einschränkungen auf das soziale Leben auf dem Gebiet der Stadt Bad Gandersheim verfügt worden, hieß es weiter. So sind etwa Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum auf sechs Personen begrenzt.

15.35 Uhr: Schülerin des Martino-Katharineums in Braunschweig infiziert

Eine Schülerin des 13. Jahrgangs des Gymnasiums Martino-Katharineum ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das Gesundheitsamt hatte bereits vor dem Test Kontakt zu allen 70 Mitschülerinnen und Mitschülern und Lehrkräften aufgenommen. Somit sind aktuell 77 Personen direkte Kontaktpersonen der Schülerin bereits in Quarantäne und werden morgen im Gesundheitsamt Braunschweig abgestrichen.

Nachdem am vergangenen Wochenende ein Positivfall an der Otto-Bennemann-Schule gemeldet wurde, waren alle weiteren durchgeführten Tests negativ, teilt die Stadtverwaltung Braunschweig mit.

12.30 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

In Niedersachsen gehen die Corona-Fallzahlen steil nach oben. Seit gestern wurden 441 neue Fälle registriert – so viele Neuinfektionen gab es schon sehr lange nicht mehr.

Laut Gesundheitsministerium gibt es damit jetzt 23.888 nachgewiesene Covid-19-Infektionen (Stand: 9 Uhr). 704 Menschen sind nach einer Infektion verstorben.

Drei neue Todesfälle gibt es – alle in der Region Hannover (135). Wolfsburg korrigierte seine Zahlen erneut, hier werden jetzt 52 statt 53 Todesfälle in Zusammenhang mit Corona gebracht.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle insgesamt / 7-Tagesinzidenz):

  • Stadt Braunschweig: 548 / 14,8
  • Kreis Gifhorn: 282 (+13) / 13,0
  • Kreis Goslar: 331 (+6) / 8,8
  • Region Hannover: 4.919 (+51) / 29,1
  • Kreis Helmstedt: 181 (+3) / 7,7
  • Kreis Hildesheim: 654 (+10) / 18,5
  • Kreis Peine: 324 (+7) / 17,1
  • Stadt Salzgitter: 282 (+6) / 11,5
  • Kreis Wolfenbüttel: 246 / 6,7
  • Stadt Wolfsburg: 471 (+7) / 12,1

Von der Gesamtzahl der Fälle gelten 19.096 Fälle als genesen (79.9%).

12.15 Uhr: Zwei weitere Corona-Hotspots in Niedersachsen

Mit den Landkreisen Osnabrück und Oldenburg haben zwei weitere Regionen in Niedersachsen den Corona-Richtwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten. Damit gelten nach der Landesverordnung neue Einschränkungen für deren Bewohner, Reisen in einige Bundesländer werden zudem erschwert.

Der Landkreis Osnabrück gibt seinen Sieben-Tage-Wert jetzt mit 52,2 an. Das Gesundheitsministerium in Hannover weist zwar lediglich einen Wert von 46,1 aus. Das liege aber daran, dass das Ministerium die Daten verzögert erhalte, erklärte ein Sprecher des Kreises. Für den Kreis Oldenburg weist das Land den Wert 50,4 aus.

Für private Treffen gelten damit strengere Regeln: Zu Hause sind nur noch bis zu zehn Teilnehmer erlaubt, in öffentlichen Räumen wie Restaurants bis zu 25 Personen. Im Landkreis Osnabrück treten diese Vorgaben morgen in Kraft. Weitere Einschränkungen seien dort nicht geplant, weil die Infektionsherde klar nachzuverfolgen seien, heißt es. Insbesondere in einem Altenheim in Bad Essen war es zu einem größeren Ausbruch gekommen.

Im Landkreis Oldenburg haben sich zu einem Großteil Beschäftigte aus der Fleischindustrie angesteckt. Allerdings tragen auch schwer kontrollierbare Einzelfälle erheblich zur Ausbreitung des Virus bei, wie der Kreis am Dienstag mitgeteilt hatte.

Nach Angaben des Landes liegen weiterhin auch die Landkreise Cloppenburg (114,8), Emsland (63,9), Grafschaft Bentheim (84,6), Vechta (67,9) und Wesermarsch (50,8) sowie die Stadt Delmenhorst (103,1) über der als kritisch erachteten 50er-Marke.

12.03 Uhr: 23 Menschen werden künstlich beatmet

Trotz einer steigenden Zahl von Corona-Patienten ist die Lage in den niedersächsischen Krankenhäusern weiterhin entspannt. Aktuell gebe es für Corona-Patienten an den Kliniken 1.645 freie Isolationsplätze auf Normalstationen und 388 freie Plätze auf den Intensivstationen, so das Sozialministerium.

319 Corona-Erkrankte werden derzeit in niedersächsischen Kliniken behandelt, 263 davon auf Normalstationen und 48 auf Intensivstationen. 23 Betroffene müssen künstlich beatmet werden.

Um belastete Gesundheitsämter in den von Infektionen besonders betroffenen Regionen zu unterstützen, sind derzeit 50 Experten des Robert-Koch-Instituts in Niedersachsen im Einsatz. Außerdem helfen 50 Bundeswehrsoldaten den Ämtern bei der Kontaktnachverfolgung.

10.38 Uhr: Braunschweigs Top-Virologin bei Markus Lanz

Wie können wir die Corona-Pandemie ausbremsen? Diese Frage stellte sich einmal mehr bei Markus Lanz (ZDF). Zu Gast war unter anderen Melanie Brinkmann – die Top-Virologin aus Braunschweig.

Wie sie die aktuelle Situation einschätzt und was sie vom Beherbergungsverbot hält, kannst du HIER nachlesen!

7.16 Uhr: Weil setzt bei Corona-Treffen auf für Bürger überzeugenden Kurs

Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) setzt bei den Corona-Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten auf einen Kurs, der die Bürger überzeugt. „Zur Eindämmung des Infektionsgeschehens sind wir vor allem auf die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger angewiesen“, sagte Weil vor dem Treffen in Berlin an diesem Mittwoch. „Politische Vorgaben und Regeln können ein vorsichtiges und umsichtiges Verhalten nicht ersetzen.“ Allerdings müsse die Politik dort, wo es nötig ist – wie beispielsweise bei der Begrenzung von privaten Feiern – auch klare Regeln aufstellen.

„Insofern hoffe ich, dass die Bund-Länder-Gespräche zu einem gemeinsamen und auch für die Bürger überzeugenden Kurs in der vor uns liegenden schwierigen Zeit beitragen werden“, sagte Weil. Kanzlerin und Ministerpräsidenten kommen an diesem Mittwoch erstmals seit Mitte Juni wieder im Kanzleramt zusammen und tagen nicht per Videokonferenz. Der Streit über Beherbergungsverbote dürfte das Treffen dominieren. Diskutiert werden könnte bei dem Bund-Länder-Treffen auch über die Schulen - dass diese nicht wieder geschlossen werden müssen, gilt als eines der wichtigsten Ziele der Maßnahmen.

Dienstag, 13. Oktober

16.29 Uhr: Reimann ruft zur Arbeit im Homeoffice auf

Wegen mehr Corona-Infektionen ruft Niedersachsens Gesundheitsministerin die Unternehmen dazu auf, ihre Mitarbeiter wieder stärker von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Die Zahl der Pendler und der Beschäftigten, die täglich in den Unternehmen sind, nehme stetig zu, so die SPD-Politikerin Carola Reimann.

„Deswegen rufe ich alle Unternehmen auf, die guten Erfahrungen der letzten Monate mit der mobilen Arbeit weiter zu nutzen“, so die Braunschweigerin. Die kommenden Wochen seien entscheidend, um die Entwicklung der Pandemie unter Kontrolle zu behalten. Deshalb sei es wichtig, die Zahl der Kontakte jetzt so weit wie möglich zu begrenzen.

15.35 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

In Niedersachsen liegen weiterhin sechs Regionen über dem als kritisch angesehenen Richtwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche (Cloppenburg, Emsland, Grafschaft Bentheim. Vechta, Wesermarsch, Delmenhorst) – Osnabrück steht kurz davor. Die Region38 ist bisher noch nicht betroffen.

Das geht aus einer Auswertung des Gesundheitsministeriums vom Dienstag hervor. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen stieg erneut um 263 auf 23.447 Fälle (Stand: 9 Uhr).

Es gibt seit gestern sieben neue Todesfälle in Niedersachsen, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen. Allein vier Menschen starben im Kreis Harburg. Wolfsburg (53) sowie die Region Hannover (132) korrigierten ihre Todeszahlen um jeweils einen Fall.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle insgesamt / 7-Tagesinzidenz):

  • Stadt Braunschweig: 548 / 20,0
  • Kreis Gifhorn: 269 / 7,4
  • Kreis Goslar: 325 (+1) / 4,4
  • Region Hannover: 4.868 (+30) / 29,7
  • Kreis Helmstedt: 178 / 4,4
  • Kreis Hildesheim: 644 (+9) / 18,1
  • Kreis Peine: 317 (+2) / 16,3
  • Stadt Salzgitter: 276 / 5,8
  • Kreis Wolfenbüttel: 246 (+2) / 6,7
  • Stadt Wolfsburg: 464 / 7,2

80,7 Prozent der positiv getesteten Menschen gelten bereits als genesen.

15.00 Uhr: Kinder coronagefährdeter Eltern müssen zur Schule

Schüler, deren Eltern zur Corona-Risikogruppe gehören, haben nicht automatisch Anspruch auf eine Befreiung vom Präsenzunterricht in der Schule. Das hat das Verwaltungsgericht Braunschweig entschieden. >> ,mehr zu dem Urteil liest du HIER!

14.29 Uhr: Maskenverweigerer schlägt Bundespolizisten am Hauptbahnhof Hannover

Ein 21-Jähriger wollte gestern Abend im Hauptbahnhof keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Auch nach wiederholter Aufforderung durch einen Bundespolizisten nicht. Angaben zur Person verweigerte der Mann ebenso wie die Herausgabe seines Ausweises.

Bei der beabsichtigten Mitnahme zur Dienststelle leistete er Widerstand und schlug den Beamten. Dann flüchtete der Mann, wurde aber von einer Streife auf dem Bahnhofsvorplatz gestellt. Sie konnten ihn nur unter Anwendung von körperlicher Gewalt mit zur Wache nehmen.

Neben der Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Infektionsschutzgesetz leiteten die Beamten auch ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ein

10.49 Uhr: IHK-Chefin sieht in der Krise auch Chancen

Die Corona-Pandemie hat aus Sicht der Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammern in Niedersachsen (IHKN), Maike Bielfeldt, einige nötige Veränderungen beschleunigt. „Vieles ist in enormer Geschwindigkeit möglich geworden, wofür wir über Jahre ergebnislos gestritten hatten“, sagte sie dem Politikjournal „Rundblick“ (Dienstag).

Zum Beispiel habe der Bundestag die gesetzlichen Regeln so verändert, dass die IHK nun viele Entscheidungen online erledigen könne – ohne eine Präsenzsitzung anberaumen zu müssen. Digitale Beratungsangebote seien in den vergangenen Monaten sehr gut angenommen worden. Weiterbildung per Video-Konferenz und Webinar waren demnach gefragt. „Die Sorge, dass Unternehmen diesen Weg nicht würden gehen wollen, war unberechtigt. Die Nachfrage war enorm.“

Die Stimmung bei den niedersächsischen Unternehmen ist nach Bielfeldts Einschätzung von Unsicherheit geprägt. „Wir wissen alle nicht, wie es weitergeht“, sagte sie. „Wenn die Politik ihre erklärte Absicht verwirklichen und ein landesweites Herunterfahren des gesellschaftlichen Lebens verhindern kann, dann können wir verhalten optimistisch sein.“

Große Schwierigkeiten sehe sie für den Tourismus und das Beherbergungsgewerbe. Auch die Messe leide enorm. Sie könne aber auch Potenziale erkennen. „Wenn die Menschen für ihren Urlaub in Zukunft nicht mehr ins ferne Ausland fahren, dann sollte es doch auch Möglichkeiten geben, das schöne Niedersachsen stärker als bisher zu einem Urlaubsgebiet auszuformen“, sagte Bielfeldt.

Die IHK Niedersachsen vertritt als Landesarbeitsgemeinschaft der sieben niedersächsischen Industrie- und Handelskammern nach eigenen Angaben rund 495 000 gewerbliche Unternehmen. Bielfeldt ist auch Hauptgeschäftsführerin der IHK Hannover.

Montag, 12. Oktober

20.00 Uhr: Braunschweig: Freisitzflächen können winterfest werden

Die Kneipen in Braunschweig können ihre Heizpilze rausholen. Stadtmarketing und Stadt Braunschweig haben eine Ausnahmenregelung geschaffen, die es Gastronomen ermöglicht, ihre Freisitzflächen auch im Winter zu nutzen.

Sie können auf Antrag ihre Flächen überdachen und beheizen – und haben so bis Ende März mehr Kapazitäten, um ihre Gäste unter Berücksichtigung der Corona-Bedingungen zu bewirten.

„Die Gastronomie leidet wie die meisten anderen Branchen unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie“, so Stadtmarketing-Chef Gerold Leppa. Diese Situation werde sich im Winter weiter verschärfen.

„Wenn die Gastronomen die Freisitzflächen nicht mehr bewirtschaften können, so blieben nur noch die ohnehin in geschlossenen Räumen durch die Verordnungen eingeschränkten Kapazitäten. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, beispielsweise den Aufbau von Zelten oder Pagoden und den Einsatz von möglichst klimaneutral betriebenen Heizstrahlern zuzulassen, um die Freisitzflächen nutzbar zu machen, wo dies vom Stadtraum her möglich ist.“

Dabei handele es sich ausdrücklich um eine Ausnahme für den kommenden Winter und es gäbe jeweils Details vor Ort zu beachten wie beispielsweise die verkehrlichen Voraussetzungen, so Leppa.

16.16 Uhr: Corona-Fall in der Otto-Bennemann-Schule in Braunschweig

In der Otto-Bennemann-Schule werden nach einem am Wochenende gemeldeten Corona-Fall heute die Schüler einer Berufsschulklasse sowie eine Lehrkraft auf Covid-19 getestet.

Die Betroffenen stehen im Austausch mit dem Gesundheitsamt, sind als Kontaktperson 1 eingestuft worden und dementsprechend in 14-tägiger Quarantäne, so die Stadt Braunschweig. Durch das Einhalten von ausreichenden Abständen konnten demnach Quarantänemaßnahmen bei weiteren Personen vermieden werden.

Alle betroffenen Kinder aus dem Stephanus-Kindergarten, die als Kontaktperson 1 gelten, wurden negativ auf das Virus getestet. Bis Ablauf der 14 Tage befinden sie sich dennoch weiterhin in Quarantäne.

An den weiteren Schulen und Kindertagesstätten, in denen Positivfälle auftraten, namentlich die Heinrich-Büssing-Schule und das Gymnasium Christophorus-Schule, das Wilhelm Gymnasium sowie die Kindertagesstätte Christian-Friedrich-Krull-Straße, sind die Testungen in den jeweiligen Kohorten beziehungsweise Einrichtungen abgeschlossen.

Weitere Fälle sind dort nur vereinzelt festgestellt worden. Die betroffenen Jahrgänge an den Schulen werden nach Ablauf der Herbstferien alle wieder in den Unterricht zurückkehren können. In der Kita Christian-Friedrich-Krull-Straße läuft für alle Kinder die 14-tägige Quarantäne weiter.

16.00 Uhr: Sechs Corona-Hotspots – Urlaubsregeln ausgeweitet

In Niedersachsen liegen weiterhin sechs Regionen über dem als kritisch angesehenen Richtwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche:

  • Landkreis Cloppenburg (107,8)
  • Landkreis Emsland (55,1)
  • Landkreis Grafschaft Bentheim (66,3)
  • Landkreis Vechta (53,2)
  • Landkreis Wesermarsch (50,8)
  • Stadt Delmenhorst (100,6)

Die Region38 ist also bisher noch nicht betroffen. sind die. Das geht aus einer Auswertung des Gesundheitsministeriums vom Montag hervor. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen stieg um 263 auf 23.184 Fälle. Rund 81 Prozent der Menschen gelten bereits als genesen.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle insgesamt / 7-Tagesinzidenz):

  • Stadt Braunschweig: 548 (+1) / 20,8
  • Kreis Gifhorn: 269 / 7,4
  • Kreis Goslar: 324 / 5,1
  • Region Hannover: 4.838 (+80) / 27,1
  • Kreis Helmstedt: 178 (+1) / 3,3
  • Kreis Hildesheim: 635 / 15,2
  • Kreis Peine: 315 / 16,3
  • Stadt Salzgitter: 276 (+1) / 5,8
  • Kreis Wolfenbüttel: 244 (+2) / 3,3
  • Stadt Wolfsburg: 464 (+3) / 8,0

Das Beherbergungsverbot für Touristen aus deutschen Corona-Hotspots wurde in Niedersachsen von zwölf auf 28 Regionen ausgeweitet. Darunter sind die Großstädte Bremen, Berlin, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München. Wer von dort kommt und trotzdem in Niedersachsen Urlaub machen will, benötigt einen negativen Corona-Test, der höchstens zwei Tage alt ist.

15.08 Uhr: 13. Corona-Todesfall im Landkreis Peine

Im Landkreis Peine hat es heute einen Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 gegeben. Es handelt sich um eine 86-jährige Frau aus dem DRK-Seniorenheim „Haus am Stadtpark“ in Peine, die zuvor aufgrund ihrer Symptome im Klinikum Peine intensivmedizinisch behandelt worden war.

Damit ist die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus im Landkreis Peine auf 13 seit Beginn der Pandemie gestiegen.

Im Seniorenheim „Haus am Stadtpark“ war es zu einem Ausbruch des Corona-Virus gekommen. Insgesamt hatten sich sechs Bewohner und drei Mitarbeiter infiziert.

14.58 Uhr: Harz-Hotelier will klagen

Ein Hotelier aus dem Harz will nach Angaben des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Niedersachsen gerichtlich gegen das Beherbergungsverbot des Landes vorgehen. Im Laufe der Woche solle eine Normenkontrollklage beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg eingereicht werden, so Dehoga-Hauptgeschäftsführer Rainer Balke gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Wir hoffen, dass die so schnell wie möglich tätig werden.“

Balke kritisiert, das Urlaubsverbot für Reisende aus deutschen Corona-Hotspots treffe das Kerngeschäft der Tourismusindustrie, obwohl es bisher keine großen Corona-Ausbrüche in der Branche gegeben habe. Schon am ersten Wochenende des neuen Beherbergungsverbots hätten die Telefone der Hoteliers nicht mehr still gestanden, weil Reisende verunsichert seien. „Das Ganze ist wie erwartet in Chaos gemündet“, sagt Balke.

Viele Urlauber wollten demnach ihre Reisen stornieren und das Geld zurück haben, obwohl ihr Herkunftsort nicht von dem Verbot betroffen sei. Das führe zu Konflikten.

In Niedersachsen sind seit Montag touristische Übernachtungen für Menschen aus 28 deutschen Regionen verboten, sofern sie keinen negativen Corona-Test vorweisen können. Am Wochenende, als das Verbot in Kraft trat, waren lediglich zwölf Regionen davon betroffen.

Sonntag, 11. Oktober

14.59 Uhr: Weil verteidigt Beherbergungsverbot

Ministerpräsident Stephan Weil hat das Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Hotspots verteidigt.

„Das Beherbergungsverbot war eine Reaktion darauf, dass fast alle anderen Länder für sich diese Maßnahme vorgesehen haben und wir eine besondere Anziehungskraft von Niedersachsen auf Menschen aus besonders belasteten Gebieten vermeiden mussten“, so der SPD-Politiker.

Auch zukünftig gelte: „Insgesamt werden wir in Niedersachsen auch in der Zukunft um eine Mischung von Besonnenheit und Konsequenz bemüht sein“, erklärte Weil gegenüber der Funke Mediengruppe.

12.00 Uhr: Zahl der kritischen Landkreise steigt von fünf auf sechs

Die Anzahl der Regionen in Niedersachsen, die den kritischen Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche überschreiten, ist am Sonntag von fünf auf sechs gestiegen.

Laut Gesundheitsministerium lagen rechnerisch die Landkreise Grafschaft Bentheim (70,0), Emsland (52,6), Cloppenburg (103,7), Vechta (50,4), Wesermarsch (51,9) und Delmenhorst (90,3) darüber.

Nachdem der Wert in Vechta am Samstag leicht unter 50 gesunken war, riß er am Sonntag wieder ein.

Auch die Zahl der Corona-Infizierten ist im Vergleich zum Vortag gestiegen, von 265 auf 22.921.

Samstag, 10. Oktober

21.18 Uhr: Wieder schwerer Ausbruch in Altenheim

Im Landkreis Osnabrück kam es in einem Altenheim zu einem schweren Corona-Ausbruch. Der Ausbruch in einem Altenheim in Wolfsburg hatte in der Corona-Pandemie bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Nun trifft es Osnabrück schwer. Eine 85-jährige Frau ist im Krankenhaus verstorben, weitere 27 Bewohner und 13 Mitarbeiter sind positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Landkreis auf seiner Internetseite mit.

Besonders alarmierend sei die hohe Zahl an Besuchern: rund 200 Menschen kommen als Kontaktpersonen in Frage und müssen über eine mögliche Testung am Sonntag informiert werden.

12.04 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen steigt weiter

Zum Samstag hin ist die Zahl der Corona-Infizierten in Niedersachsen weiter angesteigen. Laut Gesundheitsministerium in Hannover stieg die Zahl der laborbestätigten Fälle um 303 auf insgesamt 22.656 Fälle.

Der Inzidenzwert in Niedersachsen liegt den Angaben zufolge bei 20,4.

Allerdings haben von 37 Landkreisen mittlerweile mehrere Landkreise den kritischen Schwellenwert von 50 deutlich überschritten. Dazu gehören Cloppenburg mit 90,8, die Grafschaft Bentheim (53,2), Wesermarsch (62,1) und die kreisfreie Stadt Delmenhorst (67,0).

Freitag, 9. Oktober

20.31 Uhr: Urlaubsverbot in Niedersachsen gilt für zwölf Regionen

Für Menschen aus zwölf deutschen Regionen mit besonders vielen neuen Corona-Fällen wird der Urlaub in Niedersachsen schwieriger. Das Beherbergungsverbot, das von Samstag an den touristischen Reiseverkehr einschränken soll, gilt zunächst für die Kreise Cloppenburg und Wesermarsch sowie die Stadt Delmenhorst (alle Niedersachsen), die Stadt Bremen, das Land Berlin, die Städte Frankfurt am Main und Offenbach (beide Hessen), Hamm, Remscheid und Herne (alle NRW), Rosenheim (Bayern) und den Kreis Esslingen (Baden-Württemberg). Das teilte die Landesregierung am Freitag in Hannover mit.

Zudem gibt es eine Reihe von Ausnahmen: So können sich Urlauber mit einem höchstens zwei Tage alten negativen Corona-Test für Aufenthalte in Niedersachsen „freitesten“. Außerdem sind beruflich und medizinisch bedingte Reisen möglich, ebenso wie private Besuche.

15.47 Uhr: Positiver Corona-Fall im Kindergarten in Braunschweig

Bei einem Kind aus dem Stephanus-Kindergarten Braunschweig-Heidberg wurde am Donnerstag eine Infektion mit Covid-19 gemeldet. Die Gruppe des infizierten Kindes wurde in Quarantäne geschickt. Die Eltern des Kindes stehen derzeit in Kontakt mit dem Gesundheitsamt.

Noch am Freitagnachmittag sollen die Kinder getestet werden. Wie die Stadt mitteilt, bleiben die Kinder auch mit negativen Ergebnis für zwei Wochen in Quarantäne. Aufgrund einer ausreichenden räumlichen Trennung der insgesamt drei Kindergartengruppen müssen die Kinder aus den beiden anderen Gruppen nicht in Quarantäne.

14.05 Uhr: Drastischer Anstieg von Neuinfektionen!

In Niedersachsen hat es einen drastischen Anstieg an Neuinfektionen gegeben. Wie das Land Niedersachsen mitteilt, gibt es aktuell 22.353 bestätigte Fälle, das sind 412 mehr als noch am Vortag.

Die Fälle in der Region:

  • Braunschweig: 534 (+8)
  • Gifhorn: 259
  • Goslar: 320 (+1)
  • Region Hannover: 4677 (+48)
  • Helmstedt: 174
  • Peine: 312 (+2)
  • Salzgitter: 271 (+1)
  • Wolfenbüttel: 242 (+3)
  • Wolfsburg: 457 (+1)

9.22 Uhr: Urlauber aus Risikogebieten müssen ab Samstag fernbleiben

Urlauber aus Corona-Risikogebieten müssen ab Samstag Niedersachsen fernbleiben - oder einen aktuellen negativen Corona-Test mitbringen. Das sieht eine entsprechende neue Landesverordnung vor, wie Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag sagte. Der Entwurf liege jetzt vor. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte Sorge, dass Niedersachsen im Herbst das Ziel vieler Urlauber aus deutschen Corona-Risikogebieten werden könnte.

Daher habe das Land doch auch ein Beherbergungsverbot für Menschen aus diesen Regionen beschlossen, erläuterte er am Donnerstag im Landtag. „Niedersachsen wäre das Flächenland mit herausragenden Reisezielen zwischen Harz und Küste gewesen und hätte dann gewiss viele Menschen aus coronabelasteten Gebieten angezogen. Aber einen solchen Pull-Effekt, eine besondere Anziehung in schwierigen Zeiten, können wir nun nicht riskieren“, sagte Weil im Interview mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

8 Uhr: Landesschülerrat warnt jetzt DAVOR: „super gefährlich“

Mit Blick auf die kälteren Monate warnt der Landesschülerrat in Niedersachsen vor Sorglosigkeit im Umgang mit der Corona-Pandemie. „Derzeit gibt es das Phänomen einer neuen Gelassenheit“, sagte der Vorsitzende des Schülergremiums, Florian Reetz, der Deutschen Presse-Agentur. Die Tatsache, dass es nach den Sommerferien ganz gut gelaufen sei, führe bei einigen Schülerinnen und Schülern zu einer sinkenden Toleranzgrenze für die Regeln. „Die Angst vor Corona geht immer weiter runter“, sagte der 18-Jährige.

Diese Tendenz sei „super gefährlich“. Dagegen müsse angegangen werden, erklärte der Schüler aus Braunschweig. Die Regeln seien für alle klar, weil sie gut kommuniziert würden. Mit Blick auf die kältere Jahreszeit forderte Reetz, genau zu klären, was bei regionalen Anstiegen der Infektionszahlen passieren müsse. Dabei stelle sich etwa die Frage, ab wann Masken im Unterricht nötig seien.

6.06 Uhr: Neue Corona-Verordnung tritt in Kraft!

Mit der seit Freitag gültigen neuen Corona-Verordnung werden in Niedersachsen zum ersten Mal seit der Pandemie auch Treffen im Privaten beschränkt. Auch bei Zusammenkünften in der Gastronomie und öffentlichen Veranstaltungen gibt es Änderungen.

Private Feiern: Drinnen dürfen sich nur bis zu 25 Menschen treffen, draußen auf privatem Gelände bis zu 50. Je nach Infektionsgeschehen können die Obergrenzen in den Landkreisen und kreisfreien Städten aber auch niedriger ausfallen. Steigt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche über 35, dürfen sich nur noch bis zu 25 Menschen treffen - egal ob innen oder außen. Bei mehr als 50 Neuinfektionen sind nur noch bis zu zehn Menschen auf privatem Grund erlaubt. Auch ein Zelt im Garten gilt als geschlossener Raum, wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums betonte.

In allen Szenarien gelten zudem die Vorgaben zum Abstandhalten und Tragen des Mund-Nasen-Schutzes. Diese gelten nur bei Gruppen von maximal zehn Menschen nicht - bei Angehörigen oder Mitgliedern zweier Haushalte kann die Zahl sogar größer sein.

Private Treffen im öffentlichen Raum: Für private Treffen in öffentlichen Räumen - etwa in der Gastronomie - gelten andere Regeln. Dort sind bis zu 100 Teilnehmer erlaubt. Diese Obergrenze könnte den Richtwerten für die Neuinfektionen entsprechend zunächst auf 50 und dann auf 25 Gäste gesenkt werden. Während Zusammenkünften und Feiern, an denen mehr als 50 Personen teilnehmen, dürfen ab 18.00 Uhr reine Spirituosen und ab 22.00 Uhr gar kein Alkohol angeboten oder konsumiert werden.

Öffentliche Veranstaltungen: Veranstaltungen wie Messen, Kongresse oder auch Weihnachtsmärkte, an denen das Publikum mindestens zeitweise steht, bedürfen unabhängig von der Zahl der Teilnehmer der vorherigen Zulassung. Es müssen Hygienekonzepte und Abstandsregelungen eingehalten werden. Darüber hinaus müssen die Infektionszahlen in den nächsten Wochen stabil bleiben.

Für Veranstaltungen mit sitzendem Publikum, egal ob drinnen oder draußen, gilt eine Obergrenze von 500 Besuchern. In Theatern, Opernhäusern oder Kinos, wo es kaum Interaktion der Besucher gibt, gilt nun nur noch ein Mindestabstand von einem Meter statt eineinhalb Metern.

Sportveranstaltungen sind auch mit mehr als 500 Zuschauern möglich, aber nur mit vorheriger Zulassung. Auch für Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen oder Synagogen gibt es keine generelle Obergrenze, sie hängt von den räumlichen Kapazitäten ab.

Weihnachtsgottesdienste im Freien: Große Weihnachtsgottesdienste mit mehr als 500 Teilnehmern im Freien ermöglicht diese Verordnung nicht. Für eine Entscheidung dazu ist es einer Sprecherin der Staatskanzlei zufolge noch zu früh. Die Verordnung tritt mit Ablauf des 15. November außer Kraft.

(news38.de mit dpa)