Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Hoffnung für Weihnachtsmärkte! Wirtschaftsminister Althusmann gibt den Weg vor

Hoffnung für Weihnachtsmärkte in Niedersachsen. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann zeichnet auf, wie die sie trotz Corona stattfinden können.
Hoffnung für Weihnachtsmärkte in Niedersachsen. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann zeichnet auf, wie die sie trotz Corona stattfinden können.
Foto: imago images / imagebroker
  • Hier erfährst du alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie

Niedersachsen. Corona bestimmte in den vergangenen Monaten das öffentliche Leben in Niedersachsen. Nach den Lockerungen und während der Urlaubszeit steigen die Fallzahlen wieder an. Die Behörden sind alarmiert.

Niedersachsen steht weiter vor der Herausforderung, dem Coronavirus keinen Raum zu geben und Infektionsketten möglichst schnell zu kappen. Daher bleibt es für alle Pflicht, Abstände und Hygieneregeln einzuhalten und beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Offizielle Corona-Warn-App: Was bedeutet anonymes Tracing?
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Die aktuellen Fallzahlen zum Virus hast du mit unserer Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

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Dienstag, 22. September

06.16 Uhr: Althusmann zuversichtlich für Weihnachtsmärkte mit Glühwein

Trotz gestiegener Corona-Infektionszahlen sieht Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann gute Chancen für die Veranstaltung von Weihnachtsmärkten in diesem Winter. Auch das Ausschenken von Alkohol halte er für möglich, sagte der CDU-Politiker der Hannover-Ausgabe der „Bild“-Zeitung vom Dienstag. Am Dienstag wollen Vertreter von Sozial- und Wirtschaftsministerium, Kommunen und Schaustellerverbänden beraten, unter welchen Umständen im November und Dezember Weihnachtsmärkte abgehalten werden können.

Wichtig seien Abstandsregeln, Maskenpflicht und Hygiene, sagte Althusmann. Die Märkte bräuchten ein Wegeleitsystem. „Ein generelles Alkoholverbot muss aus meiner Sicht nicht sein. Aber vielleicht kann man sich darauf beschränken, keinen hochprozentigen Alkohol auszuschenken“, sagte er. Er strebe auch keine landesweite Regelung an, bis zu welcher Uhrzeit Alkohol ausgeschenkt werden darf.

Die Regeln sollten nur den Rahmen für örtliche Lösungen setzen. „Was in Goslar richtig ist, muss nicht zwangsläufig auch in Hannover oder Oldenburg richtig sein“, sagte Althusmann. „Weihnachtsmärkte können den Menschen besonders in diesen außergewöhnlichen Zeiten ein wenig Mut machen - Geselligkeit und weihnachtliche Stimmung auch mit dem gebotenen Abstand aufkommen lassen.“

Montag, 21. September

20.24 Uhr: In der Corona-Krise heiraten weniger Paare als früher

Im ersten Halbjahr haben deutlich weniger Paare in Niedersachsen geheiratet als im Vorjahreszeitraum.

Nach vorläufigen Zahlen des Statistisches Bundesamtes in Wiesbaden wurden in den Monaten Januar bis Juni in Niedersachsen 14.244 Ehen geschlossen – im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 16.928.

Auch bundesweit heirateten deutlich weniger Paare. In den ersten sechs Monaten wurden bundesweit 139.900 Ehen geschlossen, 29.200 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Es ist davon auszugehen, dass viele Paare ihre Hochzeit aufgrund der Corona-Pandemie verschoben haben. Mitte März waren viele Standesämter vorübergehend geschlossen, andere schränkten ihre Dienste ein. Für Veranstaltungen gab es strenge Auflagen.

Erkenntnisse über die genauen Auswirkungen der Pandemie lassen sich nach Angaben der Statistiker erst langfristig gewinnen. Steigende Zahlen vom Mai und Juni deuteten daraufhin, dass viele Standesamt-Termine lediglich verschoben und nicht abgesagt wurden. Der Stand der Vorjahre war aber noch nicht erreicht.

17.24 Uhr: Lage im Kreis Cloppenburg entspannt sich leicht

Die Corona-Lage im zuletzt von Neuinfektionen stark betroffenen Landkreis Cloppenburg hat sich leicht entspannt. Cloppenburg ist zwar weiterhin der einzige Landkreis in Niedersachsen, der die so genannte 7-Tage-Inzidenz überschreitet. Auf 100.000 Einwohner gerechnet, liegt die bestätigte Fallzahl aber nur noch bei 58,6 – nach 63,9 gestern.

Hintergrund: Bei einem Wert von mehr als 50 in der 7-Tage-Inzidenz müssen verstärkte Anti-Corona-Schritte eingeleitet werden - der Kreis hatte daher am Freitag die Regeln schon gebietsweise verschärft. Die Polizei entdeckte bei Kontrollen etliche Verstöße in der Gastronomie und bei privaten Partys.

Wie die Polizeiinspektion Cloppenburg mitteilt, werden die Erkenntnisse der Kontrollen mit dem Landkreis und den Kommunen bewertet, ehe über das weitere Vorgehen entschieden wird. Der Kreis habe zunächst keine weiteren Maßnahmen geplant, so ein Sprecher. Für weitere Schülerinnen und Schüler hatte er eine häusliche Quarantäne angeordnet, die seit heute gilt.

Die Pflegekammer Niedersachsen fordert unterdessen angesichts der hohen Fallzahlen im Landkreis Cloppenburg, Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten regelmäßig alle 14 Tage zu testen, so wie es die nationale Teststrategie empfiehlt.

16.30 Uhr: Bar in Helmstedt nach Corona-Party dicht

Die Polizei Helmstedt hat eine Bar geschlossen. Dort hatte man sich offenbar nicht an die geltenden Corona-Regeln gehalten.

Vorausgegangen waren teils chaotische Szenen, bei der auch eine Polizistin verletzt wurde. >> Die ganze unfassbare Geschichte findest du hier!

15.42 Uhr: Aktuelle Fallzahlen

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 18.922 gestiegen (Stand 9 Uhr). Das sind 38 laborbestätigte Covid-19-Fälle mehr als gestern, wie die Landesregierung in Hannover mitteilt.

Es gibt keinen neuen Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus – es bleibt also bei 669.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle insgesamt / Tote):

  • Stadt Braunschweig: 446 / 18
  • Kreis Gifhorn: 242 / 5
  • Kreis Goslar: 301 / 27
  • Region Hannover: 4.033 (+3) / 122
  • Kreis Helmstedt: 165 / 2
  • Kreis Hildesheim: 544 / 9
  • Kreis Peine: 250 (+3) / 12
  • Stadt Salzgitter: 262 / 10
  • Kreis Wolfenbüttel: 225 / 14
  • Stadt Wolfsburg: 445 / 53

16.310 Menschen aus Niedersachsen gelten als genesen, das sind 86,2 Prozent aller Fälle.

14.59 Uhr: Die Corona-Lage in Salzgitter

In Salzgitter gibt es aktuell 28 aktive Corona-Fälle. Am vergangenen Freitagabend kamen laut Stadt noch zwei Neuinfektionen hinzu.

Demnach lassen diese sich auf einen Fortbildungskurs beziehungsweise auf eine Tagespflegekraft zurückführen. „Alle Kontaktpersonen konnten ermittelt werden und stehen unter häuslicher Quarantäne“, so das Rathaus.

Die Covid-19-Tests der in häuslicher Quarantäne stehenden Schüler und Lehrer zweier Klassen des Gymnasiums Salzgitter-Bad sowie einer Klasse der Altstadtschule in Salzgitter-Bad seien durchweg negativ gewesen, hieß es. In den Schulen hatte es Corona-Fälle gegeben.

5.58 Uhr: Zwei Corona-Fälle an Braunschweiger Schule

Der Unterricht in den Jahrgängen 10 und 11 an der Ricarda-Huch-Schule findet am heutigen Montag nicht statt, das teilt die Stadt mit. Grund dafür sind zwei Schüler, die sich mutmaßlich unabhängig voneinander beim Vereinssport mit dem Coronavirus infiziert haben. Die beiden Schüler befinden sich in Quarantäne.

Auch die anderen Schüler des Jahrgangs müssen laut Stadt erst einmal zuhause bleiben und auf jegliche Kontakte verzichten. Das Gesundheitsamt geht derzeit von etwa 170 Kontaktpersonen aus.

Sonntag, 20. September

13.15 Uhr: Intensivbetten werden weniger für Corona-Patienten freigehalten

Die deutschen Krankenhäuser halten einem Bericht zufolge trotz steigender Corona-Infektionszahlen immer weniger Betten auf ihren Intensivstationen für Patienten frei. So habe etwa die baden-württembergische Landesregierung entschieden, dass künftig statt 35 Prozent nur noch zehn Prozent der Betten für diese Patienten reserviert werden sollen, wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS) berichtete.

Die Landesregierung folgte laut dem Bericht damit der Entwicklung in anderen Bundesländern. In Berlin seien bereits seit Juni nur noch zehn Prozent der Betten für Covid-Patienten reserviert, Niedersachsen sei Mitte Juli gefolgt. In Bayern und Brandenburg müssten die Krankenhäuser seit dem Sommer gar keine Intensivbetten mehr für Covid-Patienten freihalten, Hamburg habe die Quote im August abgeschafft.

Freitag, 18. September

17.58 Uhr: Werder Bremen lädt Fans aus Cloppenburg aus

Der Fußballverein Werder Bremen wird 40 Fans aus dem Landkreis Cloppenburg den Zutritt zu dem Bundesliga-Spiel am Samstag gegen Hertha BSC verwehren.

Mittlerweile ist der Wert in dem Landkreis auf 61,5 pro 100 000 Einwohner angestiegen, hat den Schwellenwert von 50 überschritten. Deshalb wurde den Ticketinhabern aus Cloppenburg kurzfristig am Freitag abgesagt.

„Wir werden alles dafür tun, dass wir hier weitere Heimspiele in Bremen mit Zuschauerinnen und Zuschauern durchführen können und halten diese Maßnahme in diesem Zusammenhang für richtig“, so Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald in einer Clubmitteilung. „Wir hoffen auf Verständnis für unsere Entscheidung und setzen darauf, dass wir unsere Fans aus dem Landkreis Cloppenburg bald wieder begrüßen dürfen.“

15.41 Uhr: Weitere Einschränkungen im Kreis Cloppenburg

Nach dem der Kreis Cloppenburg eine bedenklich hohe Zahl an Infektionen hat, wurden in der Region entsprechende Corona-Einschränkungen beschlossen.

Ab Samstag sind in den betroffenen Gemeinden Treffen mit mehr als sechs Menschen aus mehr als zwei Haushalten wieder verboten, teilte Landrat Johann Wimberg (CDU) am Freitag mit. Verwandte sind davon jedoch ausgenommen.

Außerdem müssen alle Gaststätten in Cloppenburg ab 22.00 Uhr schließen. Auch die Zusammenkunft in Vereinsheimen, Gemeinschaftshäusern und ähnlichen Räumlichkeiten und die Ausübung von Mannschaftssport ist bis auf Weiteres untersagt.

13.47 Uhr: Landesregierung will Infektionszahlen beobachten

Vor Inkrafttreten möglicher Lockerungen der niedersächsischen Corona-Verordnung will die Landesregierung zunächst das Infektionsgeschehen genau beobachten und prüfen.

Es gebe einen Entwurf der Verordnung, über den nachgedacht werde - vor dem Hintergrund der aktuellen Zahlen, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag in Hannover. Der Entwurf werde gerade mit den Ministerien und den kommunalen Spitzenverbänden abgestimmt.

„Wir sind uns der Gefahr sehr bewusst.“ Anfang September hatte das Land vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen geplante Lockerungen bereits um weitere zwei Wochen auf den 1. Oktober verschoben.

Aus dem Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, geht hervor, dass in Niedersachsen Privatfeiern von Oktober an wieder mit bis zu 500 Menschen erlaubt sein sollen, wenn alle Teilnehmer die ganze Zeit sitzen. Findet die Party vor allem im Stehen statt, sind drinnen bis zu 50 und draußen bis zu 100 Teilnehmer erlaubt.

Auch andere Veranstaltungen sollen bald mit bis zu 500 Teilnehmern zulässig sein, wenn alle sitzen und Abstand gehalten wird. Großveranstaltungen wie Konzerte, Messen oder Märkte können dem Entwurf zufolge auch mit mehr als 500 Menschen erlaubt werden - dann müssen sich die Veranstalter aber eine Genehmigung holen, die widerrufen werden kann, wenn sich die Lage ändert. Auch Discos und Clubs sollen wieder öffnen dürfen - draußen mit bis zu 200 Menschen, in Innenräumen mit maximal 100 und einem Alkoholverbot ab 18 Uhr.

Noch gebe es keine beschlossenen Änderungen des Entwurfs, erklärte Pörksen. Geplant sei eine einfachere Verordnung.

11.40 Uhr: Die aktuellen Fallzahlen

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 18.622 gestiegen (Stand 9 Uhr). Das sind 194 laborbestätigte Covid-19-Fälle mehr als gestern, wie die Landesregierung in Hannover mitteilt. So einen Anstieg gab es schon seit längerer Zeit nicht mehr.

Es gibt zwei neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus – jetzt sind es 669. Verstorben sind Menschen aus Gifhorn und Hannover.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle insgesamt / Tote):

  • Stadt Braunschweig: 439 (+1) / 18
  • Kreis Gifhorn: 238 / 5
  • Kreis Goslar: 295 / 27
  • Region Hannover: 3.944 (+40) / 122
  • Kreis Helmstedt: 165 / 2
  • Kreis Hildesheim: 537 (+17) / 9
  • Kreis Peine: 243 (+5) / 12
  • Stadt Salzgitter: 261 (+8) / 10
  • Kreis Wolfenbüttel: 223 (+2) / 14
  • Stadt Wolfsburg: 441 / 53

16.127 Menschen aus Niedersachsen gelten als genesen, das sind 86,6 Prozent aller Fälle.

Im Landkreis Cloppenburg ist am Freitag ein wichtiger Grenzwert bei den Corona-Infektionen überschritten worden. In den vergangenen sieben Tagen seien auf 100 000 Einwohner 61,5 neue Infektionen bekanntgeworden, teilte das Sozialministerium in Hannover mit. Ab einer sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 müssen verstärkte Infektionsschutzmaßnahmen eingeleitet werden.

Der Anstieg im Landkreis geht vor allem auf Ausbrüche in der Stadt Löningen zurück. Dort war vergangene Woche fast eine komplette Fußballmannschaft samt Trainer positiv getestet worden, es gab nach Angaben des Kreises auch Fälle in einem Altenheim und in Schulen. Am zweitstärksten betroffen in Niedersachsen war am Freitag die kreisfreie Stadt Peine mit rechnerisch 24,5 Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

9.30 Uhr: Salzgitter meldet weitere Neu-Infektionen

In Salzgitter gibt es acht neue Corona-Fälle. Wie die Stadt soeben mitteilte, konnten alle Infektionsketten nachvollzogen werden. Dementsprechend wurden mehrere Kontaktpersonen ermittelt – sie müssen jetzt zu Hause bleiben.

Ein aktuelles Beispiel aus Salzgitter zeigt eine Infektionskette: Zunächst wurde eine Lehrkraft eines Fortbildungskurses positiv auf Covid-19 getestet. Drei Kursteilnehmende steckten sich an – genau wie vier Menschen aus der Familie der Lehrkraft.

Darunter befand sich ein Kind. Das wiederum geht auf die Altstadtschule in Salzgitter-Bad. Die gesamte Klasse sowie betroffene Lehrkräfte wurden unter Quarantäne gestellt.

Außerdem mussten für Teile einer Jugend-Fußballmannschaft, die zusammen mit ihrem, nachträglich positiv auf Covid-19 getesteten Trainer, an einem Spiel teilgenommen haben, häusliche Quarantäne angeordnet werden. Kontakt zur anderen Mannschaft bestand nicht.

Das Gesundheitsamt der Stadt Salzgitter testet jetzt alle Menschen, die unter Quarantäne sind. Gesundheitsdezernent Dirk Härdrich lobt die Arbeit der Mitarbeiter: „Dort leistet man ausgezeichnete Arbeit. Nur so bleibt das Infektionsgeschehen in Salzgitter beherrschbar. Das bedeutet täglich immense Mehrarbeit, für die ich mich bedanke.“

Aktuell zählt die Stadt Salzgitter aktuell 26 an Covid-19 erkrankte Personen. Für insgesamt 332 Personen wurde vom Gesundheitsamt häusliche Quarantäne angeordnet. Vollständig aufgehoben wurde diese in 4.508 Fällen.

Donnerstag, 17. September

21.42 Uhr: Cloppenburg zieht Konsequenzen aus steigenden Corona-Zahlen

Der Kreis Cloppenburg ist in ganz Niedersachsen aktuell am Schwersten von der Corona-Pandemie betroffen. Alleine am Donnerstag wurden rund 117 aktuelle Infektionen gemeldet – der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen liegt bei 46,9.

„Es ist nicht so, dass beim Wert 50 der Landkreis zu ist“, sagte Kreissprecher Frank Beumker. „Wir haben nicht vor, die Wirtschaftsbetriebe oder ähnliches zu schließen“, sondern es werde weiterhin auf punktuelle Einschränkungen gesetzt. So wird die Allgemeinverfügung von Dienstag weiter verschärft: Sportunterricht an allen Schulen wird ab Montag bis zum Ende des Monats gestrichen, es gibt mehr Kontrollen in Schulbussen und mehr Bußgelder statt Ermahnungen.

18.15 Uhr: Land will Privatfeiern mit 500 Teilnehmern erlauben

n Niedersachsen sollen Privatfeiern von Oktober an wieder mit bis zu 500 Menschen erlaubt sein, wenn alle Teilnehmer die ganze Zeit sitzen. Findet die Party vor allem im Stehen statt, sind drinnen bis zu 50 und draußen bis zu 100 Teilnehmer erlaubt. Das geht aus dem neuen Entwurf für die Corona-Verordnung hervor.

Auch andere Veranstaltungen sollen mit bis zu 500 Teilnehmern zulässig sein, wenn alle sitzen und Abstand gehalten wird. Großveranstaltungen wie Konzerte, Messen oder Märkte können dem Entwurf zufolge auch mit mehr als 500 Menschen erlaubt werden - dann müssen sich die Veranstalter aber eine Genehmigung holen, die widerrufen werden kann, wenn sich die Corona-Lage ändert.

Auch Discos und Clubs sollen wieder öffnen dürfen - draußen mit bis zu 200 Menschen, in Innenräumen mit maximal 100 und einem Alkoholverbot ab 18.00 Uhr, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet.

15.11 Uhr: Nach Ausbruch in Kita in Wolfenbüttel – alle Kinder und Erzieher in Quarantäne

Das Gesundheitsamt im Landkreis Wolfenbüttel hat eine häusliche Kinder für 83 Kinder und 20 Erzieher der Kindertagesstätte Halchter in Wolfenbüttel angeordnet.

Zuvor wurden zwei Geschwisterkinder positiv getestet, sie hatten sich offenbar über ihre Eltern angesteckt. Die Stadt Wolfenbüttel weist entgegen der Gerüchte daraufhin, dass die Eltern der Kinder nicht aus einem Spanien-Urlaub wiedergekommen waren.

Nach Informationen des Gesundheitsamtes kam es zu gruppenübergreifenden Kontakten, sodass alle fünf Gruppen der Kita in Quarantäne müssen. Die Quarantäne gilt bis einschließlich 25.September 2020 – auch Geschwisterkinder dürfen bis zum Vorliegen der Testergebnisse keine Schulen, Kitas, Vereine oder Ähnliches besuchen.

12.00 Uhr: Die aktuellen Fallzahlen

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 18.428 gestiegen (Stand 9 Uhr). Das sind 219 laborbestätigte Covid-19-Fälle mehr als gestern, wie die Landesregierung in Hannover mitteilt. So einen Anstieg gab es schon seit längerer Zeit nicht mehr.

Mit 123 neuen bestätigten Infektionen sticht die Region Hannover besonders heraus – allerdings leben hier ja auch die meisten Menschen. Dennoch ist dieser Anstieg vergleichsweise ungewöhnlich.

Es bleibt aber bei 667 Menschen aus Niedersachsen, die im Zusammenhang mit dem Virus verstorben sind.

Die Zahlen für unsere Region (Fälle insgesamt / Tote):

  • Stadt Braunschweig: 438 (+3) / 18
  • Kreis Gifhorn: 238 (+1) / 4
  • Kreis Goslar: 295 (+2) / 27
  • Region Hannover: 3.904 (+123) / 121
  • Kreis Helmstedt: 165 / 2
  • Kreis Hildesheim: 520 (+7) / 9
  • Kreis Peine: 238 (+1) / 12
  • Stadt Salzgitter: 253 (+5) / 10
  • Kreis Wolfenbüttel: 221 (+1) / 14
  • Stadt Wolfsburg: 441 (+1) / 53

16.058 Menschen aus Niedersachsen gelten als genesen, das sind 87,1 Prozent aller Fälle.

10.43 Uhr: Die Stadt Goslar hat die Verleihung des renommierten Kaiserrings wegen der Corona-Pandemie ins Jahr 2021 verlegt. Geplant war bisher, dass der deutsche Konzeptkünstler Hans Haacke den Preis am 8. November entgegennimmt.

An diesem Tag solle nun aber beraten werden, wann die Preisverleihung nachgeholt werden könne, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Auch müsse noch geklärt werden, ob es zusätzlich einen Kaiserring-Preisträger 2021 gebe.

9.40 Uhr: Zweite bestätigte Corona-Infektion am Gymnasium Salzgitter-Bad

Am Gymnasium Salzgitter-Bad gibt es einen weiteren Corona-Fall. Das habe ein test bestätigt, meldet die Stadt. Bei dem Betroffenen handelt es sich demnach aber nicht um eine Kontaktperson des gestern gemeldeten ersten Falles.

Die Klasse sowie die betroffenen Lehrer befinden sich in häuslicher Quarantäne und werden durch das Gesundheitsamt der Stadt Salzgitter getestet.

„Der Schulbetrieb des Gymnasiums Salzgitter-Bad kann trotz der beiden voneinander unabhängigen Infektionsfälle weitergehen. Alle notwendigen Absprachen mit der Schulleitung wurden getroffen“, so Gesundheitsdezernent Dirk Härdrich.

Aktuell zählt die Stadt Salzgitter 23 aktuell an Covid-19 erkrankte Personen. Für insgesamt 233 Personen wurde vom Gesundheitsamt eine häusliche Quarantäne angeordnet. Vollständig aufgehoben wurde diese in 4.475 Fällen.

7.17 Uhr: Fünfter Corona-Todesfall in Gifhorn

Der Landkreis Gifhorn meldet den fünften Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Eine ältere Person sei aus einem teilweise als Risikogebiet eingestuftem Land zurück in den Landkreis Gifhorn gekommen und im Krankenhaus in Folge der Covid-19-Infektion verstorben, heißt es.

  • Anzahl Genesene im Landkreis Gifhorn: 211
  • Anzahl Erkrankungen im Landkreis Gifhorn: 238 (+2)
  • Anzahl getesteter Personen im Landkreis Gifhorn: 2.967 (+36)

6.28 Uhr: Verstärkter Antisemitismus in Corona-Epidemie

In der Corona-Pandemie sind die Mitglieder der Liberalen Jüdischen Gemeinde in Hannover verstärkt mit Antisemitismus konfrontiert.

„Wir merken, dass eine gewisse Hemmschwelle gesunken ist und dass viel unverblümter und offener Aussagen getroffen werden, die schwierig sind“, sagte Rebecca Seidler, die seit Juli Gemeindevorsitzende ist.

Im Kollegen- oder Bekanntenkreis höre man Aussagen wie: „Wie lange wollt ihr uns denn noch einschränken durch die Corona-Maßnahmen? Gebt doch zu, dass ihr dahintersteckt! Ihr habt alles in den Händen und zieht die Strippen!“ Viele Gemeindemitglieder seien von solchen Anfeindungen verunsichert und verschwiegen inzwischen ihre jüdische Identität.

6.11 Uhr: Corona-Fall in Grundschule

Die Grundschule Lengede meldet einen Corona-Fall unter ihren Schülern. Laut „Peiner Nachrichten“ muss eine Klasse daher in Quarantäne; alle Schüler sollen dreimal getestet werden.

(news38.de mit dpa)