Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Tag der Entscheidung – Weil geht mit klarer Vorstellung in Bund-Länder-Treffen

Nächstes Bund-Länder-Treffen zu Corona-Krise schon am Dienstag

Bund und Länder beraten bereits am Dienstag erneut über die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Grund des vorgezogenen Spitzentreffens sei die nach wie vor zu hohe Zahl der Neuinfektionen.

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Niedersachsen verharrt im Corona-Lockdown. Der Grund: Weiter hohe oder gar steigende Infektionszahlen.

In 15-Kilometer-Bewegungsradius wird in Niedersachsen vorerst nicht mehr kommen, dafür sind andere Corona-Maßnahmen angezogen worden. >> Die neuen Regeln findest du hier.

Alle Entwicklungen liest du in unserem Corona-Blog.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Die aktuellen Fallzahlen zum Virus hast du mit unserer Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

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Dienstag, 19. Januar

6.00 Uhr: Niedersachsen geht mit klarer Vorstellung in Bund-Länder-Beratungen

Die niedersächsische Landesregierung geht heute Nachmittag mit klaren Vorstellungen in die Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Kurs in der Corona-Krise.

Befürwortet wird eine Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar, von einem verschärften kompletten Lockdown hält das Bundesland mit Blick auf die wirtschaftlichen Schäden indes nichts, sagte Staatskanzleichef Jörg Mielke am Montag.

Auch eine nächtliche landesweite Ausgangssperre unterstützt die Landesregierung nicht. Bei der aktuellen Corona-Lage in Niedersachsen halte er das nicht für gerechtfertigt, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Bund und Länder beraten heute ab 14 Uhr, ob der aktuelle, bis Ende Januar geltende Lockdown verlängert oder noch verschärft wird. Das erst für den 25. Januar geplante Treffen war wegen der weiterhin angespannten Corona-Lage und der Sorge vor Virusmutationen vorgezogen worden.

Niedersachsen macht sich für eine verbindliche Regelung zum Homeoffice stark. Wenn Arbeitgeber einem Arbeitnehmer den Wunsch der Arbeit von zu Hause aus verweigern, sollen sie sich dafür rechtfertigen müssen. Auch eine Verpflichtung zu mehr Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz wird gefordert. Dabei gehe es um Testmöglichkeiten sowie die Verfügbarkeit von Masken.

Montag, 18. Januar

22.23 Uhr: Niedersachsen geht mit klarer Vorstellung in Bund-Länder-Beratungen

Die niedersächsische Landesregierung geht am Dienstag mit klaren Vorstellungen in die Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Kurs in der Corona-Krise. Befürwortet wird eine Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar, von einem verschärften kompletten Lockdown hält das Bundesland mit Blick auf die wirtschaftlichen Schäden indes nichts, sagte Staatskanzleichef Jörg Mielke am Montag. Auch eine nächtliche landesweite Ausgangssperre unterstützt die Landesregierung nicht. Bei der aktuellen Corona-Lage in Niedersachsen halte er das nicht für gerechtfertigt, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Bund und Länder beraten am Dienstag, ob der aktuelle, bis Ende Januar geltende Lockdown verlängert oder noch verschärft wird. Das erst für den 25. Januar geplante Treffen war wegen der weiterhin angespannten Corona-Lage und der Sorge vor Virusmutationen vorgezogen worden.

Niedersachsen macht sich für eine verbindliche Regelung zum Homeoffice stark. Wenn Arbeitgeber einem Arbeitnehmer den Wunsch der Arbeit von zu Hause aus verweigern, sollen sie sich dafür rechtfertigen müssen. Auch eine Verpflichtung zu mehr Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz wird gefordert. Dabei gehe es um Testmöglichkeiten sowie die Verfügbarkeit von Masken.

20.23 Uhr: Ermittlungen gegen Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg eingestellt

Die Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen gegen das Wolfsburger Hanns-Lilje-Heim ein. Dort waren im Frühjahr 2020 über 40 Menschen an oder mit dem Corona-Virus verstorben.

Den Mitarbeitern sei aber kein Vorwurf zu machen, sagten die Ermittler gegenüber den „Wolfsburger Nachrichten“. Stattdessen sei wahrscheinlich ein 91-Jähriger, der kurze Zeit im Heim gewesen war, Patient null gewesen. Wo dieser sich infiziert hatte, ließ sich nicht mehr rekonstruieren. Allerdings reichte kurze Aufenthalt im Heim aus, um andere Bewohner und Pfleger anzustecken.

Mehr dazu hier: >>> Wolfsburger Nachrichten

17.30 Uhr: 145.000 Grundschüler zurück an den Schulen

Rund 145.000 Grundschüler konnten heute erstmals seit Mitte Dezember wieder zum Unterricht in die Schule gehen. Ebenso viele Schüler der Jahrgänge 1 bis 4 mussten allerdings coronabedingt noch zu Hause lernen – in der kommenden Woche tauschen die Gruppen die Rollen.

„Die Kinder und die Lehrkräfte sind überwiegend froh, dass auch wieder Präsenzunterricht stattfindet“, bilanzierte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Montagnachmittag. Gerade für die Jüngsten sei die Zeit ohne Klassenkameraden, Freunde und Lehrer sehr lang gewesen.

An der Entscheidung, die Grundschulen in Niedersachsen teilweise zu öffnen, hatte es Kritik vom Kanzleramt gegeben. „Die vorzeitige Schulöffnung ist sehr eindeutig gegen den Geist der Beschlüsse von Bund und Ländern“, sagte der Staatsminister im Kanzleramt, Hendrik Hoppenstedt, vergangene Woche der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Schulen seien ein normaler Infektionsort.

Kultusminister Tonne hält dennoch weiter am bis Ende Januar geltenden Modell fest. „Das Recht auf Bildung, den Gesundheitsschutz aller und die berechtigten besonderen Interessen der Kinder und Jugendlichen an einem guten Aufwachsen haben wir in Niedersachsen stets gut abgewogen“, sagte der SPD-Politiker.

17.17 Uhr: 400 Corona-Forschungsprojekte in Niedersachsen

An niedersächsischen Forschungseinrichtungen laufen derzeit nach Angaben des Wissenschaftsministeriums mehr als 400 Corona-Projekte. „Wir haben als Land Niedersachsen dazu ein Corona-Forschungsnetzwerk, kurz Cofoni, gebildet, und unterstützen das, um die Infektionsforschung in diesem Gebiet weiter voranzutreiben“, sagte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) am Montag in Hannover.

Er wünsche sich, dass der Rat der Wissenschaft stärker im politischen Bewusstsein aufgenommen und umgesetzt werde. Infektionsforschung sei als Grundlagenforschung extrem wichtig.

15 Uhr: Wissenschaftlerin rät zu kurzem harten Lockdown zur Fallzahlsenkung

Um die Corona-Epidemie samt der Gefahr von Virusmutationen unter Kontrolle zu bringen ist aus Sicht der Göttinger Physikerin Viola Priesemann ein kurzer harter Lockdown nötig. Damit könnten die Fallzahlen schnell auf ein niedriges, für die Gesundheitsbehörden nachverfolgbares Niveau gesenkt werden, sagte die Forscherin vor den Bund-Länder-Beratungen zum Corona-Kurs am Montag im Corona-Sonderausschuss des Landtags in Hannover. Auch der Bonner Virologe Hendrik Streeck äußerte sich am Montag in Hannover kritisch über das Management der Pandemie.

Die Politik müsse sich klar entscheiden, ein Kompromiss helfe nicht weiter, sagte Priesemann. Entweder erreiche man eine Kontrolle oder nicht, eine halbe Kontrolle gebe es nicht. „Es macht hier keinen Sinn, halbe Sachen zu machen, weil das den Lockdown unnötig verlängert“, sagte die Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, die im Namen einer Gruppe von Wissenschaftlern Position bezog. Priesemann betonte, dass es zuvor schon Nachbarländern wie Frankreich, Belgien und Österreich gelungen sei, mit Einschränkungen die Fallzahlen nachhaltig zu senken.

Sowohl Priesemann als auch Streeck kritisierten, dass den Menschen auch draußen unter freiem Himmel strikte Kontaktbeschränkungen auferlegt worden seien. Dort sei unter Beachtung von Abstandsregeln die Infektionsgefahr 20 mal geringer, sagte Priesemann. Die negative Folge der Beschränkung sei, dass die Menschen sich dann im Verborgenen daheim verabredeten, wo dann zumeist keine Masken getragen werden, sagte Streeck.

13.24 Uhr: Halleluja! Polizei löst Gottesdienst auf

48 Menschen haben in Bad Münder am Deister im Landkreis Hameln-Pyrmont einen illegalen Gottesdienst gefeiert. Ein Anwohner habe die Polizei gerufen, wie ein Sprecher am Montag sagte.

Die Beamten trafen in einem ehemaligen Lebensmittelladen in Flegessen 15 Erwachsene und 33 Kinder an. Die Teilnehmer trugen keinen Mund-Nasen-Schutz und hielten den Mindestabstand nicht ein.

Die Polizei löste die Veranstaltung am Sonntag auf und leitete Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Erwachsenen ein. Gottesdienste sind in Niedersachsen nur unter Auflagen in vorgesehenen Räumen erlaubt.

Teilnehmer müssen etwa durchgehend einen Mund-Nasen-Schutz tragen und Abstand halten, Gesang ist verboten.

12.54 Uhr: Weil legt noch mal nach

Im Vorgriff auf den nächsten Corona-Gipfel zwischen den Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) morgen hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil klar gegen ein generelles Ausgehverbot in den Abend- und Nachtstunden ausgesprochen.

„In ganz Niedersachsen liegen wir jetzt bei einer Inzidenz von knapp unter 100. Deshalb halte ich aktuell landesweite nächtliche Ausgangssperren nicht für gerechtfertigt“, erklärte der SPD-Politiker in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Lediglich in Städten und Landkreisen mit einer Inzidenz von mehr als 200 pro 100.000 Einwohnern und Woche sei eine solche Maßnahme sinnvoll und werde von den Menschen auch akzeptiert.

Unterdessen sprach sich der Regierungschef aber dafür aus, die Arbeit im Homeoffice verpflichtend zu regeln. „Eine seitens des Bundes zu regelnde Pflicht zum Homeoffice hielte ich für sinnvoll“, sagte Weil. Arbeitgeber müssten dann darlegen, warum welche Bereiche definitiv nicht ins Homeoffice gehen können. Gleichzeitig sollten die Betriebe durch eine Flexibilisierung der täglichen Anfangszeiten ihre Beschäftigten auffordern, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in den Stoßzeiten zu entlasten, schlägt der Ministerpräsident vor.

Wichtig sei aber, dass auch bei einem weiteren Rückgang der Fahrgastzahlen durch mehr Homeoffice und geringerem Schulbesuch die Zahl der eingesetzten Busse oder Bahnen nicht reduziert, sondern eher noch weiter ausgeweitet werde. „Das würde dann zu mehr Abstand und mehr Sicherheit im ÖPNV führen“, ist Weil überzeugt.

11.39 Uhr: Niedersachsen ist für Lockdown-Verlängerung bis Mitte Februar

Vor dem Bund-Länder-Treffen zum Kurs in der Corona-Krise hat sich die niedersächsische Landesregierung für eine Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar ausgesprochen.

Von einem weiter verschärften kompletten Lockdown halte das Bundesland indes gar nichts, sagte Staatssekretär Jörg Mielke am Montag in Hannover in einer Sondersitzung des Sozialausschusses.

„Wir werden keine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen vorschlagen.“ Wie Mielke sagte, drohten sonst Akzeptanzprobleme. „Wir stellen fest, wir sind dabei, die Schrauben zu fest zuzudrehen.“ Auch eine nächtliche Ausgangssperre finde keine Unterstützung aus Niedersachsen.

Bund und Länder beraten morgen, ob der aktuelle bis Ende Januar geltende Lockdown verlängert oder noch verschärft werden muss. Das ursprünglich für den 25. Januar geplante Treffen war wegen der weiterhin angespannten Corona-Lage und der Sorge vor Virusmutationen vorgezogen worden.

11.08 Uhr: Hotspots liegen in unserer Region

Laut Landesgesundheitsamt gab es in den letzten 24 Stunden 662 neu registrierte Corona-Infektionen (Stand 9 Uhr) in Niedersachsen. Das sind vergleichsweise wenige Neuinfektionen.

Allerdings sind die Zahlen am Montag mit Vorsicht zu genießen – schlicht, weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt wurden bisher 129.324 Covid-19-Infektionen nachgewiesen.

Neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gibt es 15, darunter drei im Kreis Gifhorn und einen in Braunschweig. 2.644 starben seit dem Ausbruch der Pandemie erwiesenermaßen an oder mit dem Virus.

Als genesen gelten 106.214 Menschen, das sind 484 mehr als gestern.

Die Lage in unserer Region (Fälle/Inzidenz):

  • Braunschweig: 2.975 (+85) / 93,8
  • Gifhorn: 3.006 (+4) / 172,2
  • Goslar: 1.239 / 71,2
  • Region Hannover: 23.592 (+246) / 156,1
  • Helmstedt: 1.091 / 151,2
  • Peine: 2.255 (+1) / 186,2
  • Salzgitter: 2.029 / 92,1
  • Wolfenbüttel: 1.262 (+19) / 45,1
  • Wolfsburg: 1.682 (+2) / 81,2

>> HIER geht's zu allen Corona-Zahlen aus Niedersachsen!

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt jetzt im Schnitt bei 103,8 und stieg damit wieder etwas. Kein Landkreis liegt mehr über der 200er-Marke. Die Top-4-Hotspots liegen allesamt in unserer Region: Peine, Gifhorn, Hannover und Helmstedt. >> Hier geht's zur Inzidenz-Ampel!

10.27 Uhr: Mysteriöse Whatsapp-Sprachnachricht

Bei Whatsapp und in den VW-Werken macht aktuell eine verwirrende Sprachnachricht die Runde. Die Rede ist davon, dass Volkswagen coronabedingt alles herunterfährt.

Was es mit der Nachricht auf sich hat und wie harsch VW sie kommentiert, kannst du HIER nachlesen!

9.25 Uhr: Weil – „Sinnvolle Ergänzungen des Katalogs“

Ministerpräsident Stephan Weil versucht zu beschwichtigen. Auf die Frage, ob Bund und Länder nochmals schärfere Corona-Maßnahmen planen, antwortete der SPD-Politiker, dass es eher um „sinnvolle Ergänzugen des Katalogs“ gehe.

Einen grundsätzlichen Strategiewechsel bei den Corona-Regeln gebe es nicht, sagte Weil am Sonntagabend im „ZDF Heute Journal“. Die vollständige Schulschließung, vor allem von Grundschulen, halte er für nicht sinnvoll. Vielmehr sprach sich Weil für Wechselunterricht aus.

Zwar traue man den Warnungen aus dem Kanzleramt – es habe sich aber bewährt, immer mal wieder eine Expertenrunde vorzuschalten. Für „schwerwiegende Entscheidungen müsse man sich so gut wie möglich auch auf den Stand der wissenschaftlichen Diskussion bringen“. Deswegen, so Niedersachsens Ministerpräsident, habe das nichts mit Misstrauen der SPD-Länder zu tun, aber “sehr viel mit Erweiterung auch des eigenen Horizonts“.

6.35 Uhr: Grundschüler kehren in geteilten Gruppen in Klassen zurück

Trotz einer weiter angespannten Corona-Lage kehren die Grundschüler in Niedersachsen am Montag in geteilten Gruppen in die Klassen zurück. Bis zum Halbjahresende erhalten sie Unterricht nach dem Szenario B - das bedeutet, dass jeweils eine Hälfte der Schüler zu Hause und die andere in der Klasse arbeitet. In der ersten Woche nach den Ferien waren alle Grundschüler im Homeschooling zu Hause unterrichtet worden.

An der teilweisen Öffnung der Schulen in Niedersachsen trotz des verschärften Lockdowns hatte es Kritik unter anderem aus Berlin gegeben. Die Schulöffnung sei gegen den Geist der Beschlüsse von Bund und Ländern, sagte der Staatsminister im Kanzleramt, Hendrik Hoppenstedt. Dagegen verteidigte die Landesregierung zuletzt am Freitag die Teilöffnung auch der Grundschulen: Man wolle daran festhalten, hieß es. Insbesondere kleine Kinder schienen die Krankheit weniger stark zu verbreiten als andere Menschen.

6.07 Uhr: Baldige Schulöffnung? Tonne glaubt nicht dran

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat auf die Entbehrungen von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Krise hingewiesen.

„Wir nehmen den Kindern gerade alles weg, was ihr Leben ausmacht: Hobbys, Freunde treffen, Veranstaltungen besuchen, ins Kino gehen, zusammen feiern“, sagte Tonne der „Neue Osnabrücker Zeitung“. „Und nun mussten wir auch noch den Schulbesuch - die letzte verbliebene Möglichkeit, Kontakt zu Gleichaltrigen zu haben - massiv einschränken und nahezu auf null herunterfahren“. Diese Situation könne man nicht beliebig lange fortführen.

An eine baldige komplette Wiedereröffnung der Schulen glaubt Tonne jedoch nicht. „Keiner geht davon aus, dass wir im Februar schon wieder halbwegs normal in den Schulalltag starten“, sagte er.

Tonne sprach auch über persönliche Anfeindungen. In erster Linie meldeten sich die Leute, die enttäuscht und sauer seien. „Und da geht es teilweise schon ganz schön zur Sache und auch unter die Gürtellinie. Es gibt Rückmeldungen, die wirklich unter aller Kanone und außerordentlich niveaulos sind“, sagte er. Er könne nicht sagen, dass ihn das kalt lasse. Auch wenn er Verständnis für die Sorgen und Ängste von Eltern habe: „Ich würde mir wünschen, dass manche über den ein oder anderen Satz, den sie an mein Haus oder an meine Person richten, vor dem Absenden etwas länger nachdenken.“

Sonntag, 17. Januar

13.41 Uhr: Grüne verlangen langfristige Strategie

Kurz vor den Beratungen über mögliche Verschärfungen des Lockdowns in der Corona-Pandemie haben die Grünen in Niedersachsen eine „nachvollziehbare Langfriststrategie“ angemahnt. Die Menschen erwarteten „gerade jetzt schlüssige und wirksame Maßnahmen und deren ebenso konsequente Umsetzung“, sagte die Fraktionsvorsitzende im Landtag, Julia Willie Hamburg, am Sonntag. „Dies ist die Landesregierung von Ministerpräsident Weil bis heute leider schuldig geblieben.“

Für eine langfristige Strategie anstelle nach kurzer Zeit überholter Verordnungen müsse Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sich nicht nur im Bund einsetzen, sondern sie auch fürs Land festlegen – „ohne diese Perspektive und nur mit Durchhalte-Appellen geht uns bald die Puste aus“. Angesichts der angespannten Lage haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder ihre ursprünglich für den 25. Januar geplanten Beratungen um knapp eine Woche auf kommenden Dienstag vorgezogen.

Hamburg betonte, es sei höchste Zeit, mehr für den Schutz vor Corona-Infektionen in der Arbeitswelt zu tun. Nach Einschätzung der Grünen im Land bewirken die Lockdown-Maßnahmen in Deutschland zu wenig: Während das Privatleben bis ins Kleinste geregelt sei, bleibe die Arbeitswelt außen vor. Nötig sei ein Recht auf mobiles Arbeiten und dort, wo das nicht umsetzbar sei, seien klare Hygieneregeln erforderlich. Bei den Einschränkungen privater Kontakte müsse die umstrittene Plus-Eins-Regel zumindest für Familien überprüft werden.

Weiter erklärte die Fraktionschefin: „Wir brauchen dringend eine neue Teststrategie, eine zusätzliche bundesweite Kraftanstrengung beim Infektionsschutz an unseren Schulen sowie in Zügen, Bussen und Bahnen und endlich ein Stufenmodell der Einschränkungen ausgerichtet an den Infektionszahlen.“ Um diese Vorschläge soll es auch am Montag (10.00 Uhr) bei einer Sondersitzung des Sozialausschusses des Landtages gehen.

11.53 Uhr: 1.250 neue Corona-Infektionen in Niedersachsen

Obwohl die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen hoch bleibt, ist der landesweite Inzidenzwert unter 100 gesunken. Er ging auf 99,8 zurück - am Vortag lag er noch bei 102,7, wie aus den aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Sonntag hervorging. Die Sieben-Tages-Inzidenz gibt an, wie viele Menschen sich binnen sieben Tagen gerechnet auf 100.000 Einwohner mit dem Virus infiziert haben.

Es gab 1.250 Neuinfektionen und damit insgesamt 128.662 Fälle in Niedersachsen. Weitere elf Menschen starben. Genesen waren laut Hochrechnung 105.730 der gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspreche einem Anteil von 82,2 Prozent.

Unter den niedersächsischen Landkreisen kam Peine mit 186,9 auf die höchste Sieben-Tages-Inzidenz, gefolgt vom Landkreis Gifhorn (173,9) und dem Landkreis Helmstedt (151,2). Vor allem der Landkreis Gifhorn war zuletzt stark betroffen.

9.38 Uhr: Zahlreiche Corona-Verstöße in der Region

Gleich mehrere, teils kuriose Verstöße gegen die geltenden Corona-Auflagen, stellte die Polizei in der Region38 fest. Am Samstag lösten die Beamten eine Geburtstagsfeier zweier Großfamilien in Schöppenstedt (Kreis Wolfenbüttel) auf. 17 Personen, davon drei Kinder, aus mehreren Städten Deutschlands, hatten sich versammelt.

Einen weiteren Hinweis auf eine Feier erhielt die Polizei in Wolfenbüttel. Dort saßen vier Personen aus je einem Haushalt zusammen. Zwei versuchten noch durch ein Fenster auf der Rückseite des Hauses zu türmen, der Versuch misslang.

Nicht schlecht staunte die Polizei Salzgitter in der Nacht zu Sonntag, als sie ein Auto stoppte. Fünf Personen saßen eng an eng, hatten offensichtlich getrunken und kamen von einer Party.

Nur eine halbe Stunde später, gegen 1.30 Uhr, nahmen die Beamte eine Feier in einer Gartenlaube hoch. Auch hier betranken sich sechs Personen aus verschiedenen Haushalten. Alle Beteiligten erwarten empfindliche Bußgelder.

Samstag, 16. Januar

15.00 Uhr: Gesundheitsministerin Reimann wirbt für Geduld bei Impfterminen

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann hat ältere Menschen um Geduld bei der Terminvergabe für Impfungen gegen das Coronavirus gebeten. Die entsprechende Hotline werde in den ersten Tagen sicher sehr häufig in Anspruch genommen, sagte die SPD-Politikerin am Samstag dem Radiosender NDR1 Niedersachsen. Ab dem 28. Januar sollen über 80-jährige Niedersachsen, die nicht in Heimen leben, Termine über eine Hotline und eine Internetplattform vereinbaren können. Das Impfen soll laut Ministerium im Februar beginnen.

Unterdessen sank der sogenannte Inzidenzwert für Niedersachsen auf 102,7, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Samstag (Stand: 9.00 Uhr) hervorging. Am Freitag hatte der Wert landesweit noch bei 105,7 gelegen. Die Sieben-Tages-Inzidenz gibt an, wie viele Menschen sich in der vergangenen Woche gerechnet auf 100 000 Einwohner mit dem Virus infiziert haben.

9.45 Uhr: 1.500 Verstöße gegen Corona-Regeln

Die meisten Menschen in Niedersachsen dürften Lockdown und Maskenpflicht akzeptieren, um der Corona-Pandemie Herr zu werden. Aber es gibt Ausnahmen: Kindergeburtstage, private Partys oder auch ein Treffen vier junger Leute, das ins Internet gestreamt wurde. Bei den Staatsanwaltschaften sind landesweit seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 insgesamt 1.534 entsprechende Ermittlungsverfahren eingegangen. Die meisten davon beträfen sogenannte Ordnungswidrigkeiten, also Bußgeldverfahren, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

In diesen 1.255 Ordnungswidrigkeitsverfahren gehe es um viele verschiedene Vorwürfe – von Verstößen gegen das Abstandsgebot über nicht getragene Masken bis hin zu unerlaubt geöffneten Bars oder Gaststätten, erklärte der Sprecher. Es gebe aber auch bislang 279 strafrechtliche Ermittlungsverfahren, darunter fielen beispielsweise Verstöße gegen Quarantäneanordnungen. Es kann aber auch um Verstöße gegen Auflagen gehen, die ein an Covid-19 Erkrankter „im Bewusstsein seiner Erkrankung begeht“. So etwa in Göttingen, wo im Mai 2020 ein 27-Jähriger trotz einer Corona-Infektion ins Fitnessstudio gegangen sein soll.

Die Staatsanwaltschaft erhob in dem Fall Anklage wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen. Mitarbeiter der Stadt Göttingen sollen den Mann erkannt haben. Der 27-Jährige habe die Gesundheit anderer Menschen gefährdet.

Teils kommt es zu fast skurrilen Situationen, wenn die Verstöße auffliegen: Bei einem Zwillingsgeburtstag in Hameln war es den 30 Erwachsenen und Kinder kürzlich offensichtlich ziemlich klar, dass ihre Feier angesichts der Corona-Regeln illegal war, denn: Sie versuchten noch, sich vor den Beamten zu verstecken. Eine Frau schloss sich mit fünf Kindern in der Toilette ein, andere krochen in Schränke oder versteckten sich hinter Türen. Die Feier wurde dennoch aufgelöst und Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die 15 Erwachsenen eingeleitet. Jeden Erwachsenen erwartet wohl ein Bußgeld von 150 Euro.

In Moringen im Landkreis Northeim streamten zwei Frauen und zwei Männer ein gemeinsames Treffen ins Internet. Die Folge: Weil die jungen Leute aus vier verschiedenen Haushalten stammten, beendete die Polizei das Treffen. Auch hier wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Freitag, 15. Januar

17.55 Uhr: Bittere Impfstoff-Nachricht für Niedersachsen!

Niedersachsen wird genau wie andere Bundesländer in den kommenden Wochen weniger Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer erhalten als angekündigt. Das teilte das Gesundheitsministerium in Hannover am Freitag mit. „Das ist ein echter Schlag ins Kontor“, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). Als Grund für die Lieferprobleme wurden Umstellungen im Produktionsprozess in einem Werk des Herstellers Pfizer genannt.

Die Lieferung über rund 68.000 Impfdosen, die für den 19. Januar erwartet wird, sei nicht betroffen und soll wie geplant eintreffen. „Es wird aber erwartet, dass die Folgelieferungen in den nächsten Wochen kleiner ausfallen werden“, so die Ministerin. Für das Bundesland Bremen gilt dasselbe, wie der Sprecher des Gesundheitsressorts, Lukas Fuhrmann, sagte.

Reimann verwies darauf, dass bereits die ursprünglich für Niedersachsen angekündigten rund 60.000 Impfdosen pro Woche nicht ausreichen, um alle impfberechtigten Personen mit der höchsten Priorität in Niedersachsen zügig zu impfen. Nun könne es noch länger dauern. Die Stabilität der Lieferungen müsse sich so schnell wie möglich verbessern. Jede kurzfristige Änderung der Impfstoffmenge habe Auswirkungen auf die Lieferpläne und führe bei den Menschen, die auf eine Impfung warten, zu Enttäuschung und in den Kommunen, die die Impfzentren betreiben, zu Unsicherheit.

15.52 Uhr: Harz befürchtet Andrang am Wochenende

Der Harz wappnet sich. Erneut befürchten die Verantwortlichen, dass es am Wochenende auf den Ski- und Rodelpisten im Oberharz wieder voll werden könnte. Aus Corona-Sicht zu voll.

Welche Maßnahmen im Vorfeld getroffen wurden und wie Kreis, Polizei und Nationalpark gegen Regelverstöße vorgehen wollen, erfährst du in unserem Liveblog aus dem Harz!

15.04 Uhr: Erstmal keine weiteren Kontaktbeschränkungen im Kreis Gifhorn

Der Landkreis Gifhorn hat sich dazu entschieden, erst einmal keine weiteren Kontaktbeschränkungen umzusetzen. Anfang der Woche war der Vorschlag bekannt geworden, dass der Kreis aufgrund der anhaltend hohen Zahlen über ein Kontaktverbot nachdenkt. Doch offenbar hat sich der Landkreis nun dagegen entschieden.

Die Gründe:

  • schwankende Inzidenz-Werte – keine verlässlichen Aussagen möglich
  • der Landkreis will die Gespräche zwischen Bund und Ländern abwarten

13.37 Uhr: Niedersachsen gegen Festlegung von Lockdown bis Ostern – Weil deutet Lockerungen an

Niedersachsens Landesregierung hat vor der kategorischen Lockdown-Festlegung bis Ostern gewarnt. So wehre sich Ministerpräsident Weil dagegen, eine Fortdauer von Beschränkungen bis Ostern zu beschließen, teilte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag in Hannover mit. „Wenn die Inzidenzen herunter gehen, muss man darauf reagieren mit entsprechenden Lockerungen.“

Zwar sei die Situation, trotz leicht zurück gegangener Fallzahlen und einem niedrigeren Inzidenzwert als am Vortag, weiterhin ernst. „Die Lage in Niedersachsen ist auch nicht gut, machen wir uns nichts vor“, so Pörksen. Deshalb verweigere sich Niedersachsen bei den Bund-Länder-Gesprächen am kommenden Dienstag auch nicht der Diskussion über weitere Maßnahmen.

11.08 Uhr: Wieder viele Neuinfektionen – doch Inzidenzwert gesunken

Diese Zahlen sind einmal mehr alarmierend! Niedersachsen meldet auch heute wieder einen Fall-Anstieg.

Laut Landesgesundheitsamt gab es in den letzten 24 Stunden 1.473 neu registrierte Corona-Infektionen (Stand 9 Uhr). Insgesamt wurden bisher 126.235 Covid-19-Infektionen nachgewiesen.

Leider gibt es 62 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 14 davon in der Region Hannover, Gifhorn meldet sieben Tote; Braunschweig und Wolfsburg jeweils einen Todesfall. Als genesen gelten 104.409 Menschen, das sind 1.386 mehr als gestern.

Die Lage in unserer Region (Fälle/Inzidenz):

  • Braunschweig: 2.890 (+35) / 94,6
  • Gifhorn: 2.865 (+59) / 192,0
  • Goslar: 1.215 (+12) / 80,7
  • Region Hannover: 22.661 (+372) / 137,3
  • Helmstedt: 1.043 (+22) / 161,0
  • Peine: 2.178 (+42) / 192,1
  • Salzgitter: 2.007 (+20) / 101,6
  • Wolfenbüttel: 1.238 (+18) / 69,4
  • Wolfsburg: 1.655 (+15) / 94,1

>> HIER geht's zu allen Corona-Zahlen aus Niedersachsen!

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt jetzt im Schnitt bei 105,7 und sank damit.

Der Landkreis Gifhorn (192,0) liegt erstmals nach mehreren Tagen wider unter der 200er-Marke! Auch Cloppenburg (168,7) liegt wieder unter dem Schwellenwert, ab dem teils schärfere Maßnahmen gelten – Gifhorn hatte bis Ende des Monats eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

Aktuell gibt es keinen 200er Hotspot mehr in Niedersachsen. Zittern muss jetzt aber der Kreis Peine – hier liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 192,1. >> HIER geht's zur Inzidenz-Ampel!

11.03 Uhr: Schulen in Gifhorn bis Ende Januar dicht

Wie der Landkreis Gifhorn am Freitagmorgen mitteilte, werden die Grundschulen vor Ort wegen der kritischen Corona-Lage bis einschließlich 29. Januar im Distanzunterricht bleiben.

Somit werden die Grundschüler in Gifhorn bis zu diesem Termin definitiv von zu Hause aus lernen. Eine Notbetreuung ist durch die jeweilige Schule sicherzustellen.

Laut „Gifhorner Rundschau“ habe der Kreis eine Abwägung zwischen dem Infektionsgeschehen und der pädagogischen sowie sozialen Aspekte vorgenommen.

9.26 Uhr: Sozialministerium sieht keine Wirkung des Lockdowns

Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann sieht bislang keine Wirkung des Corona-Lockdowns. Auf die Infektionszahlen wirke sich der Lockdown bisher nicht aus, sagte die SPD-Politikerin nach einem Bericht des Politikjournals „Rundblick“ vom Freitag im Sozialausschuss des Landtags.

„Das Auftreten von Mutationen des Virus, die noch ansteckender sind, könnte die Lage erheblich verschärfen.“ Die Erwartungen an eine rasche Impfung seien zudem überhöht, es werde bis zum Herbst dauern, bis alle Menschen in Niedersachsen, die geimpft werden wollten, auch eine Impfung bekommen könnten.

Ähnlich wie Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte Reimann „noch einige sehr schwere Wochen“ voraus.

7.51 Uhr: Weil möchte noch nicht über Ostern-Lockdown reden

Trotz steigender Corona-Zahlen in Niedersachsen (und ganz Deutschland) möchte Ministerpräsident Stephan Weil einen möglichen Lockdown bis Ostern noch nicht zum Thema machen.

„So weit möchte ich nicht gehen. Gelingt es uns, schnell und nachhaltig unter den Inzidenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche zu kommen, müssen wir nicht den Frühlingsanfang abwarten, um darüber zu reden, wie wir wieder mehr Normalität schaffen“, so der SPD-Politiker gegenüber der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“.

Aber: „Jetzt schon zu sagen, wir sehen uns Ostern wieder, das hielte ich für übertrieben“, erklärte Weil weiter. Er wolle nicht „der Resignation zu viel Raum geben“.

Schließlich sei nicht das Datum entscheidend, sondern die Inzidenzwerte. „Dass wir in der kalten Jahreszeit ein höheres Risiko haben, ist unumstritten.“ Er glaube aber nicht, dass bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel Lockerungen besprochen werden.

Donnerstag, 14. Januar

21.13 Uhr: Erste Impfungen mit Moderna-Impfstoff starten

Während die Zahl der Corona-Patienten und Neuinfektionen in Niedersachsen weiter auf hohem Niveau stagniert, starten an diesem Freitag die ersten Impfungen mit dem Moderna-Impfstoff. Mit den ersten Dosen werde in Krankenhäusern in Oldenburg und Osnabrück geimpft, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover am Donnerstag mit. Insgesamt stieg die Zahl der in Niedersachsen gegen das Virus Geimpften auf 70.444.

21 Uhr: Bestatter mit deutlicher Ansage

In manchen Teilen Deutschlands kommen Krematorien an ihre Grenzen. Aber wie sieht es in Niedersachsen aus? Müssen die Toten hier zum Teil auch mit Lastwagen statt Leichenwagen angeliefert werden? Und müssen die Särge in Andachtsräumen übereinander gestapelt werden? Das liest du hier >>>.

17 Uhr: Seniorin stirbt kurz nach Corona-Impfung

Bundesweit prüft das Paul-Ehrlich-Institut bislang zehn Todesfälle kurz nach einer Corona-Impfung - ein Zusammenhang gilt den Experten zufolge aber als eher unwahrscheinlich. Schwer kranke Menschen waren innerhalb von vier Tagen nach der Immunisierung gestorben, berichtete das für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel zuständige Bundesinstitut im hessischen Langen am Donnerstag.

Als einen der zehn Todesfälle zählt das Institut eine 90-Jährige in einem Seniorenheim in Weyhe (Kreis Diepholz). Die Frau war nach Angaben des Landkreises am Mittwoch kurz nach der Impfung unerwartet gestorben. Eine Klärung der Todesursache bleibe abzuwarten, teilte der Kreis mit. Das Land Niedersachsen und das Paul-Ehrlich-Institut seien informiert worden.

12.40 Uhr: Die neuen Corona-Zahlen!

Niedersachsen meldet erneut einen dramatischen Fall-Anstieg!

Laut Landesgesundheitsamt gab es in den letzten 24 Stunden 1.705 neu registrierte Corona-Infektionen (Stand 9 Uhr). Insgesamt wurden bisher 124.762 Covid-19-Infektionen nachgewiesen.

Leider gibt es 44 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Davon stammen zwölf aus der Region Hannover, jeweils zwei aus Braunschweig und Salzgitter und jeweils einer aus Gifhorn und Wolfenbüttel. Insgesamt sind jetzt 2.510 Menschen an oder mit einer Infektion verstorben.

Als genesen gelten 103.023 Menschen, das sind 2.129 mehr als gestern.

Die Lage in unserer Region (Fälle/Inzidenz):

  • Braunschweig: 2.855 (+52) / 95,0
  • Gifhorn: 2.806 (+41) / 225,5
  • Goslar: 1.203 (+39) / 84,4
  • Region Hannover: 22.289 (+249) / 127,3
  • Helmstedt: 1.021 (+30) / 169,8
  • Peine: 2.136 (+84) / 179,5
  • Salzgitter: 1.987 (+15) / 116,0
  • Wolfenbüttel: 1.220 (+3) / 51,8
  • Wolfsburg: 1.640 (+19) / 94,9

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Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt jetzt im Schnitt bei 108,6. Der Landkreis Gifhorn bleibt DER Hotspot in Niedersachsen. Neben Gifhorn gibt es weiterhin einen weiteren Kreis mit einer Inzidenz über 200: Cloppenburg liegt mit 202,1 knapp über der Grenze. >> HIER geht's zur Inzidenz-Ampel!

12.24 Uhr: Ermittlungen nach Zwillingsgeburtstag mit 30 Gästen

Kinder-Party trotz Corona-Pandemie: Die neunjährigen Zwillinge Mario und Vanessa sollen gerade die Kerzen auf ihrer Geburtstagstorte ausgepustet haben, als die Polizei klingelte. Dann muss es hektisch geworden sein in der Wohnung in der Innenstadt von Hameln..

Offenbar wussten die 30 Erwachsenen und Kinder, dass ihre Feier angesichts der Corona-Regeln illegal ist, denn: Sie versuchten noch, sich vor den Beamten zu verstecken. Eine Frau schloss sich mit fünf Kindern in der Toilette ein, andere krochen in Schränke oder versteckten sich hinter Türen, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte.

Genützt hat das Versteckspiel den großen und kleinen Gästen aber nichts. Die Beamten durchsuchten die Wohnung und entdeckten die Gäste. Die Feier wurde aufgelöst und Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die 15 anwesenden Erwachsenen eingeleitet.

Für die dürfte die illegale Party teuer werden: Jeden Erwachsenen erwarte wohl ein Bußgeld von 150 Euro, sagte eine Sprecherin des Landkreises Hameln-Pyrmont am Donnerstag. Ob auch Kinder belangt werden, hänge von deren Alter ab. Laut Polizei waren einige im Alter der Geburtstagskinder, andere jünger.

Den Hinweis auf die illegale Feier am Dienstag habe vermutlich ein Nachbar der Polizei gegeben. Dieser habe anonym bleiben wollen, sagte der Polizeisprecher. Die aktuellen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verbieten Treffen mit vielen Gästen. Erlaubt sind zwei Personen aus zwei Haushalten.

10.02 Uhr: Kultusministerium passt Abitur-Regelungen erneut an

Angesichts der Corona-Pandemie hat das niedersächsische Kultusministerium die Abitur-Regelungen erneut angepasst. Alle Prüfungsaufgaben würden im Ministerium noch einmal auf ihre Angemessenheit geprüft und möglicherweise überarbeitet, hieß es in einem Schreiben an die Schulleitungen.

Außerdem sollen Inhalte, die dem vierten Semester zugeordnet sind, teilweise nicht prüfungsrelevant sein, um Unwägbarkeiten für den noch bevorstehenden Unterricht im kommenden Semester vorzubeugen.

Der Schulleitungsverband Niedersachsen hatte am Mittwoch angesichts der Corona-Pandemie einen grundlegenden Kurswechsel für das gesamte Schuljahr gefordert. Auf Abiturprüfungen solle verzichtet und dafür eine Durchschnittsnote gebildet werden. Auch auf Abschlussarbeiten in den Jahrgängen 9 und 10 solle verzichtet werden, hieß es in einer Stellungnahme des Schulleitungsverbandes Niedersachsen (SVLN).

8.23 Uhr: Nach Corona-Ausbruch im Pflegeheim ist Bundeswehr vor Ort

Im Pflegeheim „Zur Peiner Eule“ ist es zu einem massiven Corona-Ausbruch gekommen.

52 Bewohner und 24 Mitarbeiter haben sich dort mit dem Coronavirus angesteckt, sind nun in Isolation, bestätigten die Heimleitung und der Landkreis-Sprecher Fabian Laaß gegenüber der „Braunschweiger Zeitung“.

Alle anderen Mitarbeiter und Bewohner werden derzeit getestet, zu Toten ist es bisher nicht gekommen. Aktuell gebe es in der Einrichtung 101 Bewohner und 90 Mitarbeiter.

Zehn Bundeswehr-Soldaten des Panzergrenadierbataillons 33 aus Luttmersen sind vor Ort, um die Pflegekräfte zu unterstützen.

(news38.de mit dpa)