Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Todesfall in Helmstedt ohne Vorerkrankungen ++ Salzgitter geht Schul-Sonderweg ++

Darum schützt die AHA+L+C-Formel

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  • Hier erfährst du alle Neuigkeiten rund um die Corona-Pandemie

Niedersachsen. Führt der Teil-Lockdown zum erhofften Rückgang der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus? In Niedersachsen sind die Fallzahlen weiter hoch.

Ab 1. Dezember gelten neuen Corona-Maßnahmen in Niedersachsen. Diese werden zwischen Weihnachten und Silvester teilweise ausgesetzt.

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Alles, was du zum Coronavirus wissen musst:

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Die aktuellen Fallzahlen zum Virus hast du mit unserer Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

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Montag, 30. November

10.58 Uhr: Corona-Toter aus Helmstedt – er hatte keine Vorerkrankungen

Der Landkreis Helmstedt hat leider seinen dritten Corona-Toten zu verzeichnen. Ein 78-jähriger aus Königslutter verstarb am vergangenen Donnerstag im städtischen Klinikum Braunschweig an Corona.

Der Verstorbene litt unter keinerlei Vorerkrankungen und ist an den Folgen der COVID 19-Infektion gestorben.

09.27 Uhr: Niedersachsen präsentiert verschärfte Regeln

Am Montagmorgen hat das Land Niedersachsen die neuen Maßnahmen vorgestellt. Was sich ändert, liest du hier in unserer Übersicht.

07.50 Uhr: Salzgitter geht Sonderweg bei Schulen

Der Vizepräsident des Niedersächsischen Städtetages, Frank Klingebiel, fordert wegen der hohen Infektionsgefahr in der Corona-Pandemie einen flächendeckenden Wechselbetrieb der Schulen. In Abweichung von der Landeslinie habe er für die Schulen in Salzgitter weiter Wechselbetrieb bis zu den Weihnachtsferien ab 18. Dezember angeordnet. Das sagte der CDU-Oberbürgermeister der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ vom Montag.

Beim Wechselbetrieb werden die Klassen geteilt, jeweils die Hälfte der Schülerinnen und Schüler lernt zuhause. Das Kultusministerium will den Präsenzunterricht aller Schüler möglichst aufrechterhalten.

„Ich halte die stereotypen Aussagen unseres Kultusministers Grant Hendrik Tonne (SPD) über angeblich pandemiefeste Schulen für Durchhalteparolen, die mehr vom Wunsch als von der Realität geleitet werden", sagte OB Klingebiel.

Der niedersächsische Landtag wollte am Montag über die jüngsten Verschärfungen der Corona-Verordnung debattieren. Dabei wird es auch um die Schulen und ihre Rolle im Infektionsgeschehen gehen.

06.52 Uhr: Ab heute gilt die neue Corona-Verordnung

Der niedersächsische Landtag diskutiert heute über die jüngsten Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern. In Hannover will Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) eine Regierungserklärung abgeben. Anschließend erhält auch die Opposition das Wort. Grüne und FDP, die die erneute Corona-Sondersitzung mehrfach eingefordert hatten, wollen von der Regierung insbesondere eine Erklärung haben, wie die Betroffenen der Einschränkungen längerfristige Planungssicherheit erhalten sollen.

In Niedersachsen dringt vor allem die FDP seit langem auf eine deutlich stärkere Beteiligung des Parlaments in der Corona-Politik. Bisherige Anpassungen wie mehr Anträge und mehr Redezeit für die Opposition oder die Einrichtung eines Corona-Sonderausschusses reichen den Liberalen nicht aus. Sie wollen, dass der Landtag darüber entscheidet, ob die von der Landesregierung geplanten Corona-Regeln in Kraft treten oder nicht.

Bund und Länder hatten sich vergangene Woche darauf verständigt, den im November geltenden Teil-Lockdown bis zum 20. Dezember zu verlängern und punktuell noch zu verschärfen. So wird die Zahl der zulässigen Kontakte in den meisten Bundesländern reduziert und der Einzelhandel muss größere Abstände zwischen den Kunden gewährleisten. Die entsprechende neue Corona-Verordnung für Niedersachsen tritt am Montag in Kraft.

  • Kontakte: Unter anderem geht es um die Beschränkung der Kontakte drinnen und draußen auf fünf Personen aus zwei Hausständen, wobei Kinder unter 14 nicht mitzählen. Der Einzelhandel ist von einer reduzierten Zahl an Kunden, die in den Läden erlaubt sind, betroffen. Außerdem wird die Maskenpflicht auf den Bereich vor den Geschäften und Parkplätze ausgedehnt. Über Weihnachten bis Neujahr ermöglicht Niedersachsen gemäß der Bund-Länder-Einigung Kontakte von bis zu zehn Personen, unabhängig von der Familienzugehörigkeit, wobei Kinder unter 14 nicht berücksichtigt werden.
  • Silvester: Das Verbot von Böllern und Feuerwerk betrifft wie im Bund-Länder-Beschluss formuliert belebte öffentliche Straßen, Wege und Plätze sowie öffentlich zugängliche Flächen. Die neue niedersächsische Corona-Verordnung beauftragt die Landkreise und großen Städte, entsprechende Verbotszone mit Allgemeinverfügungen einzurichten. Öffentlich veranstaltete Feuerwerke sind untersagt.
  • Gottesdienste: Obwohl Kirchen und Landesregierung konkrete Regelungen für Weihnachtsgottesdienste in diesen Tagen noch absprechen wollen, wurde in der neuen Verordnung bereits ergänzt, dass Gottesdienste nicht nur in Kirchen und Gemeindehäusern, sondern auch „in dafür geeigneten Räumen und im Freien“ möglich wären. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass manche Kirchengemeinden Gottesdienste im Freien, etwa in einem Fußballstadion, oder auch in anderen Lokalitäten als der Kirche planen.

>>> Die Verordnung im Detail findest du hier.

Sonntag, 29. November

13.43 Uhr: Corona-Neuinfektionen sind rückläufig

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Niedersachsen stieg um 943 neue Fälle innerhalb eines Tages. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Hannover sprach am Sonntag von einer Stabilisierung auf relativ hohem Niveau. Gerechnet auf 100 000 Einwohner gab es in den letzten sieben Tagen 86,5 Neuinfektionen (Stand 9.00 Uhr) - ein Rückgang.

„Auch bei den Hotspots sehen wir Entspannung. Wir haben jetzt nur noch zwei Landkreise über 200“, erklärte Sprecher Oliver Grimm. Das waren Cloppenburg (225,6) und Vechta (215,7), wo jeweils die Werte leicht fielen. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen im Land lag den Zahlen des Landesgesundheitsamts zufolge bei 71 034 Fällen.

Von Samstag auf Sonntag starben demnach acht Menschen an oder mit einer Sars-CoV-2-Infektion. Die Gesamtzahl stieg auf 1148 Tote seit Ausbruch der Pandemie.

10.31 Uhr: Weil ehrt Vereine und Engagierte - auch für Corona-Hilfe

Mehr als drei Millionen Menschen engagieren sich in Niedersachsen ehrenamtlich - einige von ihnen sind am Samstag von Ministerpräsident Stephan Weil dafür ausgezeichnet worden. Beim Wettbewerb „unbezahlbar und freiwillig“ ehrte der SPD-Politiker zehn Vereine, Gruppen und auch einzelne Personen mit dem „Niedersachsenpreis für Bürgerengagement“. Zusätzlich wurden drei Initiativen ausgezeichnet, die sich während der Pandemie in besonderem Maße hervorgetan haben. „Ohne diesen ehrenamtlichen Einsatz würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Gerade im Hinblick auf die Corona-Pandemie haben wir gesehen, wie wichtig der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ist“, erklärte Weil.

Geehrt wurde ein Verein in Hannover, der jüngere Brustkrebspatientinnen unterstützt ebenso wie ein Verein, der den ursprünglich auf Norderney stationierten Seenotrettungskreuzer „Otto Schülke“ vor der Verschrottung retten und als Museum präsentieren will. Unter den Corona-Preisträgern war die Initiative „Hey Alter“ aus Braunschweig, die von Unternehmen funktionsfähige Rechner einsammelt und sie für sozial schwache Schülerinnen und Schüler fit macht. Der Malteser Kältebus in Hannover und die evangelische Jakobi-Jugend in Kirchrode wurden für mobile Lebensmittelversorgung beziehungsweise Nachbarschaftshilfe in der Pandemie geehrt.

09.00 Uhr: Beteiligung von Menschen mit Behinderung gefordert

Die Belange von Menschen mit Behinderungen sollten in der Corona-Pandemie stärker in den Blick gelangen. Dazu rufen mehrere Verbände anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen am kommenden Donnerstag (3. Dezember) auf. Sie seien selbst zu beteiligen, wenn Corona-Maßnahmen beraten und beschlossen werden, zum Beispiel in gemeinschaftlichen Wohnformen oder Werkstätten, sagte die frühere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die auch Vorsitzende der Organisation Lebenshilfe ist. „Auch in der politischen Beratung müssen sie immer berücksichtigt werden“, betonte die SPD-Abgeordnete.

Weder die Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe und Psychiatrie noch die Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen würden bei relevanten Gesetzentwürfen ausreichend berücksichtigt, beklagt auch der Verband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie.

Ulrich Stoebe, Direktor der Diakonie Himmelsthür mit Hauptsitz in Hildesheim plädierte dafür, demnächst Menschen mit Behinderungen in Wohngruppen sowie deren Betreuer vorrangig gegen das Coronavirus zu impfen. „Menschen mit Behinderungen dürfen in der Pandemie nicht abgehängt werden“, sagte er.

Samstag, 28. November

14.50 Uhr: 859 neue Corona-Infektionen in Niedersachsen

In Niedersachsen sind bis Samstagmorgen (9.00 Uhr) 859 weitere Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden. Die Gesamtzahl stieg damit auf 70 092 Infektionen, wie das Landesgesundheitsamt in Hannover mitteilte. Die Neuinfektionen lagen aber unter der Zahl von 1033 gemeldeten Fällen am vergangenen Samstag. Gerechnet auf 100 000 Einwohner gab es in den letzten sieben Tagen in Niedersachsen 87,7 Neuinfektionen. Sprecher des Amtes hatten am Freitag von einer „Stabilisierung auf hohem Niveau“ gesprochen.

Die höchsten 7-Tages-Inzidenz-Werte gab es unter den Landkreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen bei den Landkreisen Cloppenburg (240,2) und Vechta (217,8). Die niedrigsten Zahlen weisen die Kreise Goslar (28,6), Göttingen (34,7) und Cuxhaven (39,9) auf.

Von Freitag auf Samstag starben laut Landesgesundheitsamt 19 Menschen an oder mit einer Sars-CoV-2-Infektion. Die Gesamtzahl stieg auf 1140 Tote seit Ausbruch der Pandemie.

09.12 Uhr: Corona-Lage auf Intensivstationen stabil und kontrollierbar

Neben den Neuinfektionen ist in Niedersachsen nun auch der Anstieg der Zahl von Corona-Patienten in den Kliniken ausgebremst worden. „Die Zahl der Covid-Patientinnen und –Patienten in den niedersächsischen Krankenhäusern hat sich in den letzten Tagen bei rund 1000 stabilisiert“, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). „Auch auf den Intensivstationen ist die Lage derzeit stabil und kontrollierbar.“

Zugleich bedeute die Pandemie aber eine große zusätzliche Belastung für das medizinisch-pflegerische Personal. „Ich bedanke mich im Namen der gesamten Landesregierung bei allen, die durch ihre Arbeit und unter großem Einsatz helfen, Patientinnen und Patienten zu behandeln und Menschenleben zu retten“, sagte Reimann.

Gleichzeitig appellierte die Gesundheitsministerin an alle, sich weiterhin an die Hygiene- und Abstandsregeln zu halten und die sozialen Kontakte so weit wie irgend möglich zu beschränken. „Wir alle können dazu beitragen, dass die Zahl der Patientinnen und Patienten in unseren Krankenhäusern nicht weiter steigen.“

Unterdessen wird das Gesundheitsministerium allen Krankenhäusern auch weiterhin das Vorhalten von Kapazitäten auf Intensiv- und Normalstationen für die Behandlung von Covid-Patienten vorschreiben. Durch die neue Bundesregelung werde die Zahlung eines finanziellen Ausgleichs für freigehaltene Betten an den 7-Tages-Inzidenzwert (mindestens 70 über sieben Tage) im jeweiligen Kreis oder in der jeweiligen kreisfreien Stadt gekoppelt, sowie an die zur Verfügung stehenden Intensivkapazitäten (weniger als 25 Prozent), erklärte das Ministerium.

Eine neue Landesverordnung, die in der kommenden Woche vorgestellt werden und in Kraft treten soll, soll den für Ausgleichszahlungen in Frage kommenden Kliniken ermöglichen, verschiebbare Operationen auf Initiative des Landes abzusagen.

(news38.de mit dpa)