Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Erschreckende Umfrageergebnisse! Eltern sind mit Kräften am Ende – „schlecht, traurig, Angst und Frust“

Lockdown bis 14. Februar - FFP2-Masken im Nahverkehr Pflicht

Die bislang bis Ende Januar geltenden Corona-Maßnahmen werden bis zum 14. Februar verlängert. Im Nahverkehr und in Geschäften soll künftig eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken gelten.

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Niedersachsen. Der Lockdown ist in Niedersachsen und ganz Deutschland bis zum 14. Februar verlängert worden. Auch die geltenden Corona-Maßnahmen wurden verschärft (diese Corona-Regeln gelten seit dem 25. Januar).

Alle Entwicklungen liest du in unserem Corona-Blog.

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Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

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Mittwoch, 27. Januar

15.51 Uhr: Umfrage bei Familien: Eltern sind mit Kräften am Ende

Gut ein Drittel der niedersächsischen Familien mit Kita-Kindern empfindet die aktuelle Corona-Situation laut einer Umfrage als „belastend“. Fast 25 Prozent antworteten sogar mit „sehr belastend“ auf die Frage nach der derzeitigen Lage, wie die Landeselternvertretung (LEV) am Mittwoch mitteilte. An der Befragung nahmen nach LEV-Angaben vom 13. bis 22. Januar 9761 Eltern aus Niedersachsen teil.

Auf die Frage, wie die Kinder mit der Kontaktbeschränkung klarkommen, seien erschreckend oft Worte wie „schlecht, traurig, Angst und Frust“ gefallen. „Hier wird unwahrscheinlich viel von den Familien geschultert, und dass ohne eine Perspektive auf Besserung“, sagte die LEV-Vorsitzende Christine Heymann-Splinter. „Die Eltern signalisieren uns ganz klar, dass sie mit Ihren Kräften am Ende sind.“

Als erfreulich bezeichnet die Elternvertretung aber, dass sich der Kontakt zu den Kindern durch die Einrichtungen deutlich verbessert habe. Während im ersten Lockdown noch 25 Prozent der Eltern angegeben hätten, dass kaum bis gar kein Kontakt zur Kita bestehe, seien es im zweiten Lockdown nur noch knapp 9 Prozent.

14.50 Uhr: Keine Hausbesuch von Friseuren mehr in Bremen

Bremen will eine Lücke in der Corona-Verordnung zum Hausbesuch von Friseuren schließen. Derzeit seien mobile Friseurbesuche erlaubt, sagte ein Sprecher des Gesundheitsressorts am Mittwoch. „Das soll jetzt geändert werden.“

Im kleinsten Bundesland hatte eine Auskunft aus dem Ordnungsamt für Überraschung gesorgt: Friseursalons seien zwar geschlossen, Friseurinnen und Friseure dürften ihre Kunden aber zuhause bedienen. Die Bremer Handwerkskammer teilte mit, man sei seit Erlass der Verordnung am 16. Dezember „davon ausgegangen, dass sämtliche Dienstleistungen im Bereich der nichtmedizinischen Körperpflege untersagt sind“.

Die Kammer warnte die Friseure auch, Aufträge für Hausbesuche anzunehmen. „Bedenken Sie das gesundheitliche Risiko, wenn Sie sich in das private Umfeld des Kunden begeben!“, mahnte die Kammer. Es sei auch unsicher, wie lange diese Ausnahmeregelung bestehen werde. Ziel sei eine allgemeine Wiederöffnung der Salons.

13.15 Uhr: Senioren verärgert über Organisation der Corona-Impfungen

Unter den Senioren wächst der Unmut über die Organisation der Corona-Impfungen in Niedersachsen. Viele ältere Menschen seien mit der Anmeldung für die Termine über eine Telefonhotline oder das Internet überfordert, sagte die Vorsitzende des Landesseniorenrats, Ilka Dirnberger, am Mittwoch. Jeden Tag bekomme sie 30 bis 40 Mails von Mitgliedern, die sich beschweren. „Es brodelt“, sagte Dirnberger. „Die sind echt verärgert und erbost.“

Der Landesseniorenrat fordert eine Beteiligung im niedersächsischen Krisenstab. Schließlich gehe es bei den Impfberechtigten bisher vorrangig um ältere Menschen. Zwei Mal bereits habe der Rat einen Brief mit Vorschlägen für eine bessere Einbindung der Älteren an die Landesregierung gerichtet. Eine Antwort gebe es bisher aber nicht.

Dirnberger betonte, dass sie Verständnis dafür habe, dass derzeit der Impfstoff knapp ist. Das Land müsse aber auch auf die Menschen zugehen, die nicht ins Internet gehen oder es nicht lange in einer Warteschleife der Hotline aushalten. Die Regierung habe in dieser Hinsicht „schlicht und einfach die Sommermonate verschlafen“.

Von Donnerstag an können sich Menschen über 80 Jahre für einen Impftermin anmelden. Die Landesregierung rechnet allerdings mit einem großen Ansturm auf die Telefonhotline und die Webseite.

10.43 Uhr: Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen

Niedersachsen meldet 1.170 neue Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden. Damit steigt die Zahl der Fälle gesamt auf 138.191. Außerdem muss das Bundesland 81 weitere Todesfälle beklagen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 82,3.

Die Lage in unserer Region (Fälle; Inzidenz; Todesfälle):

  • Braunschweig: 3.215 (+35); 82,2; 73 (+1)
  • Gifhorn: 3.256 (+35); 112,7; 90 (+1)
  • Region Hannover: 25.485 (+204); 133,6; 551 (+17)
  • Helmstedt: 1.254 (+18); 116,1; 46
  • Peine: 2.485 (+80); 137,2; 47 (+8)
  • Salzgitter: 2.129 (+16); 74,8; 44
  • Wolfenbüttel: 1.370 (+34); 46,8; 49 (+1)
  • Wolfsburg: 1.788 (+2); 49,9; 65

6.51 Uhr: Radikalisierung in Corona-Krise?

Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza befürchtet, dass sich mehr Menschen in der Corona-Krise im Internet radikalisieren könnten. „Da hat sich in den letzten Monaten viel getan, das uns Sorge bereitet“, sagte die CDU-Politikerin.

Auf verschiedenen Plattformen paarten sich Verschwörungstheorien, Hassreden und extremistische Ideen. Hinzu komme wegen der Kontaktbeschränkungen die zunehmende Isolierung auch der Menschen, die für Extremismus empfänglich seien. Schon vor Corona hätten sich sehr viele Täter – seien es Islamisten oder Rechtsextremisten - autark über das Internet radikalisiert, sagte Havliza.

6.02 Uhr: Festival-Veranstalter verunsichert

Angesicht der aktuellen Corona-Lage herrscht bei der Planung der großen Sommerfestivals Unklarheit. „Es gibt noch viele Fragezeichen“, sagt auch Stephan Thanscheidt vom Veranstalter FKP Scorpio. „Wir müssen auch abwarten, wie sich die Infektionszahlen und die Verfügbarkeit der Impfstoffe entwickeln.“ Der Veranstalter organisiert das „Hurricane“ (Scheeßel/Niedersachsen) und das „Southside“ (Neuhausen ob Eck/Baden-Württemberg), das vom 18. bis 20. Juni geplant ist.

„Es herrscht derzeit große Unsicherheit in der Branche“, sagt der Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow. „Für die Sommerfestivals werden wir spätestens bis Mitte März Entscheidungen benötigen, in welcher Form sie stattfinden können, weil sie eine Mindestzeit zur Vorbereitung benötigen.“

Dienstag, 26. Januar

15.00 Uhr: Lockdown wirkt – findet der Krisenstab

Der Corona-Lockdown führt nach Einschätzung des niedersächsischen Krisenstabs zu weniger Ansteckungen im Land. Bei den Fallzahlen gebe es eine „deutlich sinkende Tendenz“, sagte der Leiter des Krisenstabs, Heiger Scholz, am Dienstag in Hannover. Wenn sich diese Entwicklung fortsetze, werde ein Sieben-Tage-Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner „greifbar“ - noch nicht in den kommenden beiden Wochen, aber danach. „Das zeigt uns, dass die verschärften Lockdown-Maßnahmen wirken.“ Der Sieben-Tage-Wert von 50 gilt als wichtig, um die Infektionsketten nachvollziehen zu können.

In den Krankenhäusern werden derzeit 1.397 Menschen mit Covid-19 behandelt, davon werden 206 künstlich beatmet. „Das ist eine hohe Zahl, aber weit weg von einer Kapazitätsüberforderung unserer Kliniken“, sagte Scholz. Unter den Krankenhauspatienten sind den Angaben zufolge auch neun Kinder.

14.45 Uhr: Ansturm auf Impftermine erwartet

Die Anmeldung für die Corona-Impfungen in Niedersachsen droht für Interessenten zum Geduldsspiel zu werden. Die Terminvergabe startet am Donnerstag um 8 Uhr und ist per Telefon (0800/9988665) und online möglich. Weil der Impfstoff knapp ist, werde es zu Beginn allerdings nur wenige Termine geben, sagte der Leiter des Corona-Krisenstabs, Heiger Scholz, am Dienstag in Hannover.

„Die allermeisten Anrufer werden nur auf die Warteliste gesetzt werden können“, sagte Scholz. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Hotline dem Ansturm am Anfang nicht gewachsen sein wird.“ Eine Hotline aufzubauen, die 200 000 Anrufe am Tag bedienen kann, anschließend aber auf ein deutlich geringeres Maß heruntergefahren werden muss, sei nicht möglich. Bei der Online-Terminvergabe erwartet der Krisenstab tendenziell weniger Probleme.

Die 50 Impfzentren bereiten die Anmeldungen derzeit vor, indem sie die verfügbaren Termine ins System eintragen. Zwei Wochen im Voraus sollen sie planen, hieß es. „Da ist halbwegs sicher, dass der Impfstoff auch kommt“, sagte Scholz. Bisher wurden in Niedersachsen rund 144.000 Impfdosen gespritzt, davon rund 8.900 als Zweitimpfungen.

12.36 Uhr: Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen

Das Land Niedersachsen hat in den letzten 24 Stunden 486 neue Corona-Fälle registriert. Damit seigt die Zahl auf 137.021. Die 7-Tage-inzidenz liegt somit bei 85,5. Außerdem muss das Land weitere 58 Todesfälle beklagen. 740 weitere Menschen wurden als genesen eingestuft.

Die Lage in der Region (Fälle; Inzidenz; Todesfälle):

  • Braunschweig: 3.180 (+9); 85,4; 72 (+3)
  • Gifhorn: 3.221; 104,8; 89
  • Goslar: 1.328 (+12); 57,2; 54 (+3)
  • Region Hannover: 25.281 (+133); 133,7; 534 (+7)
  • Helmstedt: 1.236 (+6); 149; 46 (+2)
  • Peine: 2.405 (+3); 109; 39 (+2)
  • Salzgitter: 2.113 (+1); 80,5; 44
  • Wolfenbüttel: 1.336 (+18); 54,3; 48 (+1)
  • Wolfsburg: 1.786 (+15); 68,3; 65

09.37 Uhr: Finanzbeamte kehren aus Corona-Einsatz zurück

Das Land Niedersachsen stellt die Abordnung von Beamten zum Corona-Einsatz in den Gesundheitsämtern um und zieht vor allem die Finanzbeamten wieder ab. Eine Sprecherin des Innenministeriums in Hannover bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der Bremer Zeitung „Weser-Kurier“. Die Hilfe bei der Kontaktnachverfolgung bei Infektionen solle ab Februar „möglichst durch andere Ressorts erbracht“ werden, sagte sie.

Um die Gesundheitsämter personell zu entlasten, hatte die Landesregierung im vergangenen Herbst beschlossen, 1400 Landesbeamte abzuordnen. Einer Auflistung des Innenministeriums zufolge riefen die Kommunen bislang aber nur - umgerechnet auf Vollzeitstellen - 451,1 Landesbeamte ab. Aus dem Finanzministerium waren etwa 300 Beamtinnen ganz oder teilweise im Corona-Einsatz.

Das Kabinett habe beschlossen, die Finanzbehörden wieder zu entlasten, sagte die Sprecherin. Die Mitarbeiter sollten wieder ihren eigentlichen Aufgaben für die Steuerbürger nachgehen.

06.24 Uhr: Reimann räumt Fehler bei Brief-Panne ein und irritiert mit Impf-Aussage

Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD) hat Fehler bei der Zustellung von Info-Schreiben über die Corona-Impfungen eingeräumt. „Das werden wir sicher nicht noch einmal machen“, sagte die Sozialdemokratin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag). Doch die Politikerin irritiert auch mit einer Aussage, dass Niedersachsen Spitzenreiter beim Impfen sei – dies ist nachweislich nicht der Fall.

Vergangene Woche waren Briefe der niedersächsischen Landesregierung zum Impfstart für Über-80-Jährige auch an mehrere Verstorbene geschickt worden. Mit den Schreiben, für die die Post eigene und unvollständige Adresslisten nutzte, sollten Menschen über 80 Jahre über die ab Februar für sie anstehende Impfmöglichkeit in Niedersachsen informiert werden. Parallel zu der Briefaktion des Ministeriums werden Betroffene auch von ihrer Kommune angeschrieben, die dafür ihre Meldedaten nutzt.

Reimann wehrte sich gegen Kritik am Corona-Krisenmanagement der Landesregierung. Es störe sie, dass manche Dinge nur wenig wahrgenommen würden. „Wir stehen in Niedersachsen sowohl bei der Zahl der Neuinfektionen als auch mit Blick auf die Todeszahlen noch vergleichsweise gut da“, sagte sie der Zeitung. In Niedersachsen lag der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen 7 Tagen am Montagmorgen laut Landesgesundheitsamt bei 88,6, die Zahl der Verstorbenen bei 2986.

„Auch bei den täglichen Impfungen und der Quote von geimpften Bewohnerinnen und Bewohnern in Pflegeheimen liegen wir im Vergleich der Länder regelmäßig in der Spitzengruppe“, sagte die Ministerin. Die Impfquote lag in Niedersachsen nach Angaben des RKI bis Sonntag bei 1,6 Prozent - sie gehört damit zu den niedrigsten unter allen Bundesländern. Vergangene Woche hatte der Corona-Krisenstab der Landesregierung verkündet, dass es wegen reduzierter Lieferungen des Biontech/Pfizer-Impfstoffs zu Verzögerungen bei der Impfkampagne gegen das Coronavirus kommen wird.

Montag, 25. Januar

17.55 Uhr: Frau infizierte sich mit mutiertem Virus „B1.1.7“

Eine Frau aus der Region Hannover ist innerhalb weniger Wochen zweimal positiv auf Corona getestet worden. Die Betroffene habe sich mit dem mutierten Virus „B1.1.7“ angesteckt. Die Bestätigung liege nun vor, teilte die Regionsverwaltung am Montag mit. Diese Form des Coronavirus gelte als deutlich infektiöser als die bisher in Deutschland verbreitete Form. Deshalb ergreife das Gesundheitsamt strengere Maßnahmen.

Die Quarantäne von Kontaktpersonen, für die nach 14 Tagen kein negatives Testergebnis vorliege, werde um eine weitere Woche verlängert. „Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, da wir nicht einschätzen können, ob bei dieser Virusmutation die Infektionsgefahr auch bei einer geringen Viruslast noch gegeben ist“, sagte Gesundheitsdezernentin Cora Hermenau zur Begründung.

Bei der Frau bestehen über mehrere Schritte Verbindungen zu mehreren Kitas und einer Grundschule in Hannover, wie das Gesundheitsamt am Freitag mitgeteilt hatte. Es ordnete für mindestens 120 Kontaktpersonen Quarantäne an. Die infizierte Frau war am 27. November zum ersten Mal positiv getestet worden, die zweite Corona-Infektion wurde am 11. Januar festgestellt.

Bei der Patientin sei kein Kontakt nach England bekannt. Die Frage, bei wem sich die Frau angesteckt habe, bleibe offen. Nach Einschätzung des Gesundheitsamts ist die Infektionskette inzwischen nahezu gestoppt. „Das Ergebnis der Nachtests stimmt uns zuversichtlich“, sagt Marlene Graf, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Öffentliches Gesundheitswesen.

16.09 Uhr: Zwei Corona-Fälle in Krankenhaus in der Region Hannover

In einem Krankenhaus in der Region Hannover haben sich zwei Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das hat das Landesgesundheitsamt (NLGA) am Montag auf Anfrage mitgeteilt. Die Fälle seien dem NLGA seit Freitag bekannt, erklärte ein Sprecher. Welcher Ort in der Region betroffen ist, sagte er nicht.

Landesweit hat es bereits in mehreren Krankenhäusern Corona-Ausbrüchen gegeben. So sind im Helios Klinikum Nienburg mehr als 40 Beschäftigte und Patienten positiv getestet worden. Das Gesundheitsministerium erfasst die Infektionen in Krankenhäusern allerdings nicht systematisch, sodass ein kompletter Überblick fehlt.

Auch in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben sich nach Angaben der Klinik bereits mehrere Patienten „in überschaubarer Anzahl“ mit dem Virus angesteckt. Die Situation sei „bisher jedoch unter Kontrolle“, erklärte ein Sprecher. Konkrete Zahlen könne er nicht nennen, weil der Ursprung einer Infektion schwer zu klären sei.

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) teilte hingegen mit, dass es bisher „keine Ausbrüche im Bereich der Krankenversorgung“ gegeben habe. Auch Fälle, in denen Patienten Mitarbeiter angesteckt haben, seien bisher nicht bekannt. Beide Unikliniken führen die meisten Infektionen ihrer Beschäftigten auf das private Umfeld zurück.

Die MHH rief dazu auf, dass alle Mitarbeiter in der Krankenversorgung gegen Covid-19 geimpft werden sollen. Derzeit sei in der MHH etwas mehr als die Hälfte dieser Beschäftigten geimpft worden. Für den Rest „haben wir keinen Impfstoff in Aussicht“, sagte der Sprecher.

14.11 Uhr: Polizei löst Treffen mit 60 Teilnehmern in Niedersachsen auf

Wegen des Verstoßes gegen die Corona-Kontaktbeschränkungen hat die Polizei im niedersächsischen Wagenfeld am Sonntag eine Veranstaltung mit rund 60 Personen aufgelöst. Die Gruppe hatte sich in einer Wohnung versammelt und auf mehrere Zimmer verteilt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der 30-jährige Mieter habe angegeben, dass es sich um eine religiöse Veranstaltung einer christlichen bulgarischen Kirchengemeinde handle. Allerdings habe er kein Hygienekonzept vorweisen können.

Die Anwesenden, darunter auch Kinder, hätten zudem keine Mund- Nase-Bedeckung getragen und auch keinen Mindestabstand eingehalten. Die Beamten sprachen Platzverweise aus und zeigten alle Besucher wegen Ordnungswidrigkeiten an.

13.08 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen für Niedersachsen

Niedersachsen meldet am Montag 457 neu registrierte Fälle. Damit steigt die Zahl auf 136.535. Außerdem muss das Land 15 weitere Todesfälle beklagen. 115.878 Menschen gelten bereits als genesen, das sind 322 mehr als noch am Vortag, Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 88,6.

Die Zahlen für die Region (Fälle/Inzidenz/Todesfälle)

  • Braunschweig: 3.171 (+13); 86,6, 69 (+1)
  • Gifhorn: 3.221 (+6); 116,7; 89
  • Goslar: 1.316; 53,6; 51
  • Region Hannover: 25.148 (+126); 134,9; 527
  • Helmstedt: 1.230; 150,1; 44
  • Peine: 2.402 (+4); 109; 37
  • Salzgitter: 2.112; 79,6; 44
  • Wolfenbüttel: 1.318 (+14); 51; 47
  • Wolfsburg: 1.771 (+2); 72,4; 65

6.56 Uhr: Polizeieinsatz in Salzgitter gleicht eher Versteckspiel

So ganz recht wusste die Polizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag nicht: Ist das hier ein Einsatz oder eher ein Versteckspiel? Als sie am Einsatzort in Salzgitter eintrafen, bot sich ein kurioses Bild.

Im Stadtteil Lebenstedt hatten sich Anwohner über Lärm in einem Mehrfamilienhaus beschwert. Als die Beamten die Wohnung überprüften, stellten sie 25 Personen fest. „Teilweise versteckten sich diese unter Tischen, zwischen Matratzen und hinter Türen“, schreibt die Polizei in einer Mitteilung auf Facebook.

Sie mahnt, die Corona-Regeln einzuhalten. Es werde weiterhin konsequent kontrolliert.

6.02 Uhr: Niedersachsens Kultusminister verteidigt teils geöffnete Schulen vehement

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne geht in die Offensive und verteidigt Niedersachsens Sonderweg bei den Schulen gegen Kritik. „Ich bin fest von dem Weg überzeugt, die Schulen in Niedersachsen einen Spalt weit aufzuhalten. Gerade für die Grundschüler, die erst Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, ist reiner Distanzunterricht auf Dauer nicht darstellbar“, erklärte der SPD-Politiker in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) und fügte hinzu: „Ich werde mich daher auch bei Gegenwind dafür einsetzen, dass Bildung und Kindeswohl auch in der Pandemie nicht vergessen werden.“ Bildung und Infektionsschutz dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. „Wenn die Sozialkontakte erheblich heruntergefahren werden, dann kommt Schule neben dem Bildungsauftrag eine weitere bedeutende Rolle zu: Nämlich ein unerlässliches Mindestmaß an Kontakt für Kinder und Jugendliche mit anzubieten, selbst wenn es nur auf Abstand ist“, betonte der Landesminister.

Entgegen der Empfehlung des Bundes, alle Schulen komplett zu schließen, lässt Niedersachsen die Grund- und Förderschulen teilweise geöffnet und bietet außerdem Präsenzunterricht für Abschlussklassen an. Allerdings ist die Präsenzpflicht in beiden Fällen aufgehoben, sodass die Eltern darüber entscheiden können, ob sie ihre Kinder im „Szenario B“ in die Schule schicken oder gänzlich im Distanzlernen lassen. Ein Modell, das vor allem von Lehrer- und Bildungsverbänden in den vergangenen Tagen vielfach kritisiert worden war.

Schulminister Tonne indes erklärte, davon nicht abweichen zu wollen. Die Kinder seien schließlich bereits seit Wochen zu Hause. „Das macht auch was mit der Persönlichkeit und dem Sozialverhalten vieler Kinder, wenn über so lange Zeiträume kein Kontakt zu Gleichaltrigen und zu Bezugspersonen außerhalb der eigenen Familie stattfindet. Das muss mit im Blick gehalten werden. Unsere Kinder und Jugendlichen sind nicht einfach kleine Erwachsene“, erklärte der vierfache Vater. Auch die jungen Menschen, die in diesem Jahr ihre Abschlüsse machen, hätten ein Recht auf eine faire Prüfung. Dazu gehöre auch, dass sie sich mit ihren Lehrern zusammen im Unterricht vorbereiten können.

Ohnehin komme ihm der Blick auf die Kinder und Jugendlichen zu kurz. „Ich plädiere dafür, dass in Zukunft an den vorbereitenden Expertenanhörungen auch Stimmen vertreten sind, die das Fachurteil der Virologen ergänzen mit einer starken Stimme, wie es den Kindern und Jugendlichen in der Pandemie ergeht“, fordert der Minister. Die erhebliche Belastung für Kinder und Familien werde bisher nicht ausreichend berücksichtigt. Der 44-Jährige erinnerte zudem daran, dass Kinder und Jugendliche im Gegensatz zu anderen seit Wochen „einen erheblichen Beitrag zum Shutdown“ leisteten. „75 Prozent der Schülerinnen und Schüler lernen zu Hause und sind damit im Homeoffice - das ist eine bemerkenswerte Quote. Kita, Schule und Familien haben geliefert, jetzt sind andere auch am Zug“, findet der Kultusminister.

Sonntag, 24. Januar

16.45 Uhr: Ausnahmen für Quarantäne nach Einreise begrenzt

Jetzt reagiert das Land Niedersachsen! Angesichts des steigenden Risikos eingeschleppter Corona-Fälle mit neuen Mutationen hat das Land Ausnahmen der Quarantäne-Regeln gestrichen. Sämtliche Einreisende aus Gebieten der Mutation müssten sich ab sofort in eine zehntägige Quarantäne begeben, teilt die Staatskanzlei in Hannover mit.

Nur in drei Sonderfällen kann demnach von einer Quarantäne abgesehen werden. Dazu gehören Durchreisen, wenn direkt nach der Einreise „Niedersachsen auf schnellstem Wege verlassen“ wird. Außerdem sind berufsbedingte Grenzübertritte etwa von Beschäftigten im Personen- und Güterverkehr ausgenommen, wenn diese höchstens drei Tage im Land bleiben - darunter Flugzeug-Besatzungen.

Dieselbe Drei-Tage-Regel greift zudem für Personen, „deren Tätigkeiten zur Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens einer besonderen Dinglichkeit und Unabdingbarkeit unterliegen“. Unabhängig davon müssten sich diese Personen testen lassen, betonte das Land. Die Quarantäne-Verordnung gilt bis zunächst 14. Februar.

10.26 Uhr: Verstöße in Wolfenbüttel

Die Polizei Wolfenbüttel war gestern mehrfach im „Corona-Einsatz“. Zunächst beendeten die Beamten eine zu große Familienfeier in einer Wohnung in der Ringstraße. Dann war Schluss für eine Party in einem Kleingarten.

An einer Bushaltestelle weigerte sich ein Mann, eine Maske aufzusetzen – trotz mehrfacher Aufforderung. Am Abend gab es dann noch einen weiteren Corona-Verstoß in der Fritz-Fischer-Straße. Hier lag gegen einen Mann ein Haftbefehl vor, so die Polizei. Daher brachten die Beamten ihn in die JVA.

10.14 Uhr: Die neuen Zahlen

Niedersachsen meldet 938 neue Corona-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden. Da sind vergleichsweise wenig Neuinfektionen, allerdings wird am Wochenende auch weniger getestet. Insgesamt wurden in Niedersachsen 136.078 COvid-19-Fälle gezählt.

Außerdem muss das Land 27 weitere Todesfälle vermelden. 2.971 Menschen sind damit bisher im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.

1.276 Menschen konnten in den letzten 24 Stunden als genesen gemeldet werden. Insgesamt gelten jetzt 115.556Menschen als genesen. >> Hier geht's zu allen Zahlen!

Die Zahlen für die Region: (Fälle / Inzidenz / Todesfälle)

  • Braunschweig: 3.158 (+24) / 81,8 / 68
  • Gifhorn: 3.215 (+53) / 115,0 / 89
  • Goslar: 1.316 (+16) / 53,6 / 51
  • Region Hannover: 25.022 (+220) / 145,4 / 527
  • Helmstedt: 1.230 (+19) / 150,1 / 44
  • Peine: 2.398 (+22) / 106,8 / 37
  • Salzgitter: 2.112 (+6) / 79,6 / 44
  • Wolfenbüttel: 1.304 / 51,0 / 47
  • Wolfsburg: 1.769 (+6) / 72,4 / 65

Die durchschnittliche Sieben-Tages-Inzidenz sank auf 89,7. Bundesweit lag sie heute bei 111,1.

Es bleibt dabei: Nur ein Kreis liegt über der kritischen 200er-Marke – Nienburg erreicht einen Wert von 208,4. Den einstigen Hotspots Gifhorn und Peine gelingt es nach wie vor, die Inzidenz nach unten zu drücken. >> Hier geht's zur Inzidenz-Ampel!

9.21 Uhr: „Corona-Party“ in Stederdorf aufgelöst

Die Polizei Peine hat eine „Corona-Party“ aufgelöst. Nachbarn hatten die Beamten gestern gegen 23 Uhr in den Hesebergweg nach Stederdorf gerufen, weil es nebenan so laut war.

Laut Polizei feierten vier Leute aus drei Haushalten in einer Wohnung zusammen. Die Party wurde aufgelöst, stattdessen gibt's jetzt entsprechende Anzeigen.

8.50 Uhr: Weil strikt gegen Lockerungen

Die Stimmen, die eine Lockerungen der Corona-Maßnahmen fordern, werden lauter. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil spricht sich in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ klar gegen solche Aufweichungen der Regeln aus.

„Da wir aber die wahren Ausmaße der hiesigen Mutationen nicht kennen, können wir jetzt nicht das Risiko eingehen und vorzeitig auch nur punktuelle Lockerungen ausprobieren“, sagt der SPD-Politiker.

8.42 Uhr: Niedersachsen hält an Ferienterminen fest

Die Schulferien in Niedersachsen sollen trotz der Corona-Einschränkungen nicht verschoben werden.

„In so einer verrückten Zeit ist man gut beraten, nichts grundsätzlich auszuschließen. Unser Ziel ist aber so viel Verlässlichkeit wie möglich. Dazu gehören die Ferienzeiten“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Die Ferien seien „für die Lehrer bitter nötig, aber auch für die Schüler“. Auch wenn viele Schüler derzeit zu Hause unterrichtet werden, sei der Distanzunterricht nicht mit Ferien gleichzusetzen.

>> Schulferien in Niedersachsen 2021: Termine stehen fest – diese Daten solltest du dir merken

Bayern hatte seine Faschingsferien vom 15. bis 19. Februar abgesagt, um in der Zeit Unterricht nachzuholen, der wegen der Pandemie ausgefallen ist.

8.00 Uhr: Angeln boomt in Corona-Zeiten

Frische Luft, Ruhe und Natur: Viele Niedersachsen haben im vergangenen Jahr das Angeln für sich entdeckt. Infolge wegfallender Auslandsreisen und der Lockdowns strömten die Menschen in die Angelvereine.

Knapp 25 Prozent mehr Fischerprüfungen zählte der Anglerverband Niedersachsen 2020 im Vergleich zum Vorjahr. „Das ist schon deutlich angestiegen“, hieß es.

Coronabedingt hätten die meisten auf Auslandsurlaube verzichten müssen und stattdessen ihre Ferien in Deutschland verbracht. Dort hätten viele die Nutzung der heimischen Natur für sich entdeckt.

(news38.de mit dpa)