Niedersachsen 

Niedersachsen: Mann bestellt Gutscheine – dann erlebt er eine böse Überraschung

Niedersachsen: Per Brief erhielt ein Mann aus Göttingen eine böse Überraschung. (Symbolbild)
Niedersachsen: Per Brief erhielt ein Mann aus Göttingen eine böse Überraschung. (Symbolbild)
Foto: imago images / Shotshop

Göttingen. Zwar finden wegen der Corona-Pandemie derzeit keine Veranstaltungen statt, doch ein Mann aus Göttingen (Niedersachsen) hat für die Zeit danach offenbar schon einmal vorsorgen wollen.

Deswegen hat er fünf Veranstaltungsgutscheine im Wert von je knapp 30 Euro im Internet bestellt. Doch neben den Gutscheinen trudelten wenig später fünf dicke Rechnung ins Haus, die den Göttinger sprachlos machten. Das berichtet die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Niedersachsen: Mann aus Göttingen erhält unliebsame Post

Die unliebsamen Briefe hatte ein Inkassounternehmen verschickt, das satte 525,25 Euro von dem Mann forderte. Der Grund dafür: Der Göttinger hatte vergessen, die Gutscheine zu bezahlen.

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Den Fehler sah der Göttinger ein. Problematisch fand er jedoch, dass das Inkassounternehmen jeden Gutschein einzeln einforderte. Aus dem gesamten Kaufpreis von 129,75 Euro wurde so – inklusive Nebenforderung, Auslagenpauschale und Gebühr – eine Forderung von 525,25 Euro.

Der Käufer reklamiert erfolglos – allerdings zu unrecht, wie Rechtsexpertin Kathrin Körber von Verbraucherzentrale Niedersachsen erklärt.

Inkassounternehmen korrigiert Gebühr nach unten

„Der Verbraucher hat die Gutscheine in einem Bestellvorgang gekauft und darf deshalb nur ein Inkassoschreiben erhalten“, sagt Körber.

Sie vermutet, dass die Schreiben automatisiert erstellt wurden. „Spätestens nach der Reklamation hätten sie aber korrigiert werden müssen.“ Zudem falle die Gebühr unangemessen hoch aus.

Verbraucherzentrale Niedersachsen: Inkassoschreiben immer genau prüfen

Der Göttinger schaltete anschließend die Verbraucherzentrale ein. Mit Erfolg: Das Inkassounternehmen korrigierte die Forderung um satte 225 Euro nach unten.

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Die Verbraucherzentrale rät daher, Inkassoschreiben immer genau zu prüfen. „Ist die Forderung unberechtigt, am besten schriftlich widersprechen und die Einwände darlegen“, sagt Körber.

Doch auch berechtigte Forderungen sollten nicht ungeprüft beglichen werden. Der Verbraucher sollte auf keinen Fall etwas unterschreiben, was er nicht versteht und sich im Zweifel Hilfe bei den Experten holen. (vh)