Niedersachsen 

Niedersachsen: Razzia bei 16-jährigem Computer-Hacker – sein Motiv überrascht

Gegen einen 16-Jährigen aus Niedersachsen besteht der Verdacht der Computersabotage in besonders schweren Fällen. Am Dienstag durchsuchten Einsatzkräfte seine Wohnung. (Symbolbild)
Gegen einen 16-Jährigen aus Niedersachsen besteht der Verdacht der Computersabotage in besonders schweren Fällen. Am Dienstag durchsuchten Einsatzkräfte seine Wohnung. (Symbolbild)
Foto: imago image

Soltau. Schwere Vorwürfe der Computersabotage gegen einen 16-jährigen Hacker aus Soltau (Niedersachsen)!

Zusammen mit einem Bekannten (20) soll er die Websites mehrere Unternehmen aus ganz Deutschland angegriffen und damit einen Schaden in siebenstelliger Höhe verursacht haben. Am Dienstag haben Polizisten bei einer Razzia gleich mehrere Datenträger sichergestellt.

Jugendlicher Hacker aus Niedersachsen soll für Schaden in Millionenhöhe verantwortlich sein

Dazu haben der Teenager aus Niedersachsen und sein Bekannter aus Calw (Baden-Württemberg) ein infiziertes Rechner-Netz – ein sogenanntes Botnetz – aufgebaut.

Unter anderem waren Internetanschlüsse, Webseiten und Online-Banking-Systeme für Kunden über mehrere Tage nicht nutzbar. Betroffen warenbeispielsweise die TNG Stadtnetz GmbH in Kiel, die Freenet AG in Büdelsdorf und die Deutsche Kreditbank AG in Berlin.

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16-jährigem Niedersachsen wird Erpressung vorgeworfen

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hat sich der 16-Jährige unter Nicknamen in verschiedenen sozialen Netzwerken zu den Taten bekannt. Nach ersten Ermittlungen scheinen Langeweile und Einsamkeit sein Motiv zu sein.

Dem 16-Jährigen wird außerdem gewerbsmäßige Erpressung vorgeworfen. Im April 2019 soll er zahlreiche Router von Telekommunikationsanbietern in Nigeria sowie von deren Endkunden lahmgelegt und für die Entsperrung Bitcoins im Wert von jeweils rund 100 Euro gefordert haben.

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Polizei sichert Datenträger

Sein Komplize soll für die Anmietung spezieller Server verantwortlich sein, über die sich die Schadsoftware steuern lässt. Er war wegen vorherigen Computerbetrugs bereits polizeibekannt.

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Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die zwei die Taten gemeinsam begangen haben. Ob und in welchem Ausmaß noch weitere Hacker beteiligt waren, soll die Auswertung der sichergestellten Datenträger zeigen. (vh)