Niedersachsen 

Region Hannover testet besondere App – „Hat es bundesweit noch nicht gegeben“

Ein paar Klicks in der App, dann komfortabel per Bus von A nach B fahren. Sogenannte On-Demand-Dienste sollen die schöne neue Mobilitätswelt einläuten. (Symbolbild)
Ein paar Klicks in der App, dann komfortabel per Bus von A nach B fahren. Sogenannte On-Demand-Dienste sollen die schöne neue Mobilitätswelt einläuten. (Symbolbild)
Foto: imago images / Sven Simon

Hannover. Die Region Hannover hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sie hat eine App entwickelt, mit der man bei Bedarf einen Bus bestellen kann.

Zusammen mit anderen Fahrgästen mit ähnlichen Zielen solle man sich den Bus dann teilen – und so künftig auch außerhalb von Hannover von A nach B oder C kommen. Mit im Boot sitzen auch die Verkehrsbetriebe Üstra und Regiobus.

Region Hannover testet Bus-Bestellung per App

Starten soll das so genannte On-Demand-System im Sommer 2021. Zunächst soll es dreieinhalb Jahre in diesen drei Kommunen der Region Hannover getestet werden:

  • Wedemark
  • Sehnde
  • Springe

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„Ein Projekt in dieser Dimension im ländlichen Raum hat es bundesweit noch nicht gegeben“, sagte der Verkehrsdezernent der Region Hannover, Ulf-Birger Franz, am Donnerstag.

Derartige Mobilitätsangebote im Umland einzurichten, sei wegen der im Vergleich mit der Großstadt geringeren Nutzerzahl „weniger lukrativ“, erklärte er. Daher seien die kommunalen Unternehmen gefordert.

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Bus per App: So soll es funktionieren

Eine Software plant und kombiniert den Angaben zufolge die Kunden-Wünsche, Anschlüsse an Bus und Bahn sollen gewährleistet sein. Die Fahrgäste würden an virtuellen Haltestellen abgeholt und abgesetzt – nicht mehr als 150 Meter vom Start- oder Zielort entfernt.

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Gerechnet wird mit jährlichen Kosten zwischen 2,9 und 3,5 Millionen Euro – bei erwarteten Einnahmen von 500.000 bis 700.000 Euro pro Jahr. In der Stadt Hannover bietet die VW-Tochter Moia schon seit drei Jahren einen On-Demand-Sammeltaxi-Service an – der in der Corona-Krise allerdings ausgesetzt wurde. (dpa/ck)