Niedersachsen 

Niedersachsen: Innenminister wollte groß auftrumpfen – aber bisher ist es eher eine Blamage

Niedersachsen: Boris Pistorius hielt sein Versprechen bisher nicht ein und blamierte sich nun. (Symbolbild)
Niedersachsen: Boris Pistorius hielt sein Versprechen bisher nicht ein und blamierte sich nun. (Symbolbild)
Foto: imago images/Future Image

Hannover. Blamage für den Innenminister in Niedersachsen!

Eigentlich wollte Innenminister Boris Pistorius groß auftrumpfen, doch das ging eher nach hinten los. Er wollte die Arbeit der Polizei erleichtern.

Niedersachsen: Polizei will groß auftrumpfen und blamiert sich

Vergangenen Sommer hatte der SPD-Politiker noch große Töne gespuckt. Er wolle die Ausstattung der Polizei Niedersachsen entscheidend erweitern und neue Drohnen für das ganze Land anschaffen.

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Doch da ist bisher nichts draus geworden, berichtet die Deutsche Presse-Agentur am Montag. Lediglich eine kaputte Drohne sei durch ein neues Gerät ausgetauscht worden.

Allerdings halte das Innenministerium weiterhin an der geplanten Anschaffung der unbemannten Flugkörper fest. Derzeit werde ein Konzept für einen landesweiten Einsatz erarbeitet, hieß es.

Erfahrungen in Harburg etwa hätten gezeigt, dass Drohnen die Polizeiarbeit erleichtern können, beispielsweise bei der Suche an Tatorten oder nach Vermissten, bei der Aufklärung von Gefahrenlagen oder zur Dokumentation.

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Wann die Polizei die Drohnen jedoch erhalte, könne nicht gesagt werden. Landesweit verfügt die Polizei Niedersachsen bislang erst über drei Drohnen – zwei bei der zentralen Polizeidirektion, eine bei der Polizei Harburg.

Polizeiarbeit könnte deutlich vorangebracht werden

Wie hilfreich Drohnen bei Polizeieinsätzen seien, erklärte die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Vorteile seien etwa:

  • Polizisten könnten aus Gefahrenbereichen herausgehalten werden wie bei der Ursachenermittlung nach Bränden, wenn die Gebäude noch zu warm oder einsturzgefährdet seien
  • Nach schweren Unfällen könnten Drohnen auch die Unfallaufnahme beschleunigen, was zu kürzeren Staus führe.

Insgesamt seien Drohnen daher „eine sinnvolle Ergänzung zum Polizeihubschrauber“ und zudem auch günstiger. „Mit einem Überwachungsstaat haben die Drohnen nichts zu tun“, sagte GdP-Landeschef Dietmar Schilff. (dpa mit nk)