Niedersachsen 

Niedersachsen: Traurige Zahlen – in dieser düsteren Statistik liegt Niedersachsen ganz weit vorn

In Niedersachsen sind in diesem Jahr bereits mindestens 24 Menschen ertrunken. Die DLRG glaubt, dass das erst der Anfang war... (Symbolbild)
In Niedersachsen sind in diesem Jahr bereits mindestens 24 Menschen ertrunken. Die DLRG glaubt, dass das erst der Anfang war... (Symbolbild)
Foto: imago images/Patrick Scheiber

Hannover. Niedersachsen liegt in einer Statistik auf dem dritten Rang.

Rühmen kann sich Niedersachsen damit nicht – im Gegenteil. Es geht um die Zahl der Ertrunkenen.

Niedersachsen: Schon 24 Badetote!

Die aktuellen Zahlen sind alarmierend: In den ersten sieben Monaten dieses Jahres sind in Deutschland mindestens 192 Menschen in Badeseen und anderen Gewässern ertrunken, davon 24 allein in Niedersachsen.

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Das sind zwar fünf weniger als im Vorjahr. Dennoch belegt Niedersachsen im bundesweiten Vergleich nach Bayern (35) und Nordrhein-Westfalen (26) den traurigen dritten Platz. Mehr als 90 Prozent der tödlichen Unfälle passierten bislang im Binnenland - vor allem an unbewachten Badestellen.

DLRG rechnet mit mehr Unfällen wegen Corona

Und durch das Coronavirus dürfte es noch sehr viel mehr Badetote geben, befürchtet die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Denn angesichts der Corona-Beschränkungen in kommunalen Schwimmbädern schwimmen immer mehr Menschen in unbeaufsichtigten Badeseen, Flüssen oder Kanälen.

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Zuletzt war etwa ein junger Mann aus Wolfsburg am Velpker Steinbruch etrunken. In Hannover ertrank ein Mann im Gartenpool, ein anderer beim Versuch, einen Mann aus dem Silbersee zu retten. Ebenfalls in Hannover ertrank ein fünfjähriges Mädchen im Märchensee. Im Juni gab es einen tödlichen Bade-Unfall im Ölper See in Braunschweig. (dpa/ck)