Niedersachsen 

Stephan Weil: Ministerpräsident bei Markus Lanz (ZDF) mit übler Corona-Prognose – „Kann passieren, dass...“

Ministerpräsident Stephan Weil hat bei Markus Lanz Corona-Klartext gesprochen – und dabei nichts beschönigt. (Archivbild)
Ministerpräsident Stephan Weil hat bei Markus Lanz Corona-Klartext gesprochen – und dabei nichts beschönigt. (Archivbild)
Foto: imago images / teutopress

Hamburg/Hannover. Neun Tage vor dem Schulstart in Niedersachsen hat Ministerpräsident Stephan Weil in der Talkshow von Markus Lanz eine erschreckende Corona-Prognose gezeichnet.

Demnach ist auch das schlimmste Szenario für Stephan Weil nicht ausgeschlossen.

Stephan Weil: Corona-Klartext bei Markus Lanz

Der Schulstart in Niedersachsen rückt näher und viele Schüler und Eltern sind wegen der noch immer andauernden Corona-Pandemie besorgt.

In der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ erklärte Ministerpräsident Stephan Weil, dass die Landesregierung sich auf alle möglichen Szenarien einstellt.

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Das ist Stephan Weil:

  • wurde am 15. Dezember 1958 in Hamburg geboren
  • ist seit Februar 2013 Ministerpräsident von Niedersachsen und seit Januar 2012 Vorsitzender der SPD Niedersachsen
  • von November 2006 bis Januar 2013 war er Oberbürgermeister von Hannover
  • Stephan Weil ist verheiratet und hat einen Sohn
  • er ist studierter Jurist und war als Staatsanwalt und Richter tätig
  • ist Fußballfan von Hannover 96

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Zwar gebe es gute Gründe dafür, dass die Kinder wieder so gut wie möglich in die Schule gehen. Aber: „Wir wissen erstmal nicht: Werden wir auf Dauer eine entspannte Infektionslage haben oder werden wir Rückschläge haben – oder werden wir sogar eine richtig schwierige Situation haben?“

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Daher setze das Land auf ein regionales Konzept. „Ich hoffe, dass überall in Niedersachsen die Schüler wieder zur Schule gehen können. Es kann aber passieren, dass wir einen Hotspot kriegen“, deutet der 61-Jährige an.

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Stephan Weil: „Dann müssen wir zum völligen 'Homeschooling' zurück“

Zwar müssen in diesem Fall nicht alle Schulen im Land dicht gemacht werden, stattdessen könnte man einen Schichtbetrieb wie vor den Sommerferien einführen.

Doch auch das schlimmste Szenario schließt Stephan Weil nicht aus:„Es kann aber auch passieren, dass es noch schlimmer wird. Und dann kann es passieren, dass wir zum völligen 'Homeschooling' zurück kehren müssen, was sich kein Mensch wünscht“, stellt er klar.

Markus Lanz hakt nach, welche Umstände eine völlige Schließung bedingen würden – Weil verweist daraufhin auf Gütersloh. Seine Hoffnung sei aber, dass eine solche Schließung immer regional abgrenzbar sein werden würde.

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Eine Maskenpflicht für Schüler in den Klassen, wie es sie in Nordrhein-Westfalen gibt, schließt Stephan Weil dagegen aktuell aus. „Wir haben Lerngruppen, die Klassen, die bleiben auch unter sich. Immer da, wo das Risiko besteht, dass man sich mischt, gibt es die Pflicht die Maske zu tragen. Auf dem Schulhof, auf dem Flur, im Bus.“ (kv)