Niedersachsen 

Hannover: Mann hat plötzlich 170.000 Euro auf dem Konto – doch sein Glück währte nicht lange...

Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Hannover. Stell dir vor, du checkst eines Tages deinen Kontostand und hast urplötzlich 170.000 Euro mehr auf dem Konto. Eigentlich eine Traumvorstellung. Doch der dicke Haken: Das Geld gehört nicht dir, es ist einfach nur falsch überwiesen worden.

So geschehen bei einem 30-Jährigen. Doch am Montag stellte ein Gericht in Hannover klar: Die Summe muss er zurückzahlen. Nur hatte der vermeintliche Glückspilz das Geld bereits komplett verprasst...

Hannover: Mann versucht sich dreist herauszureden

Der Empfänger der fehlerhaften Überweisung muss das Geld an die Bank zurückzahlen, nachdem er einen Großteil ausgegeben hat. Das geht aus einem am Montag bekanntgewordenen Urteil des Landgerichts Hannover hervor.

Dabei half dem 30-Jährigen auch sein Einwand nichts, die Überweisung zwar erhalten, das Geld aber größtenteils für „Luxusaufwendungen“ ausgegeben zu haben.

Knapp ein Drittel des Geldes wurde ihm gestohlen

So soll er laut Gericht allein vom 24. bis 27. Juli 2019 etwa 92 000 Euro verprasst haben - 3600 Euro fielen demnach für Hotel- und Mietwagenkosten an, 15 000 Euro verspielte er im Casino, 18.500 Euro gab er im Bordell aus und 50.000 Euro wurden ihm gestohlen.

Das Gericht wies ihn darauf hin, dass der Mann von Anfang an mit einer Rückzahlung habe rechnen müssen. Er habe die Klageforderung anerkannt und sei zur Rückzahlung des vollständigen Betrages verurteilt worden.

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Lebensgefährtin überwies das Geld

Mitte Juli 2019 hatte der Mann die Fehl-Überweisung erhalten. Zu diesem Zeitpunkt sei seine Lebensgefährtin bei der Bank angestellt und in der Auszahlungsabteilung tätig gewesen.

Nach Angaben der Bank ergaben interne Ermittlungen und eine Auswertung der elektronischen Überweisungsdaten, dass die Frau die Überweisung veranlasst hatte; das Geld sei eigentlich als Baufinanzierung für einen Bankkunden vorgesehen gewesen. (dpa/mb)