Niedersachsen 

Niedersachsen: Der Regen ist schuld – giftige Gefahr lauert am Wegesrand

Vorsicht am Wegesrand! Dort lauert in Niedersachsen eine giftige Gefahr. (Symbolbild)
Vorsicht am Wegesrand! Dort lauert in Niedersachsen eine giftige Gefahr. (Symbolbild)
Foto: imago images/Noah Wedel

So langsam schleicht sich der Herbst in Niedersachsen ein. Und das ruft auch viele Pilzsammler auf den Plan, die die beginnende Saison nutzen, um durch die Wälder zu streifen.

Doch Vorsicht: Im Wald und am Wegesrand in Niedersachsen lauert eine giftige Gefahr. Und die ist besonders groß, da es bei dem Pilz echte Verwechslungsgefahr geben kann!

Niedersachsen: Giftige Gefahr lauert im Waldesrand

Die Pilzsaison ist bisher eher mäßig angelaufen. Schuld daran ist wohl auch die Trockenheit. Doch wenn es im September und Oktober vermehrt regnet, könnte sich das ändern. Denn dann würden noch viele Pilze aus dem Boden sprießen. Unter ihnen auch die giftige Gefahr! Die Rede ist vom Knollenblätterpilz.

Das Problem: Er sieht anderen genießbaren Speisepilzen aus anderen Regionen der Welt zum Verwechseln ähnlich, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Mykologie.

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Vermehrt Todesfälle durch Knollenblätterpilz

„Wir warnen vor Pilzen mit Amatoxin“, betont Andreas Schaper vom Giftinformationszentrum in Göttingen, und verweist vor allem auf den Grünen Knollenblätterpilz. Der Verzehr könne zu schweren Leberschäden und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Verwechslungsgefahr bestehe besonders mit dem Riesenchampignon.

Das ist der Grüne Knollenblätterpilz:

  • Auch Amanita phalloides genannt
  • im Amerikanischen auch als „deathcap“ (Todeskappe) bekannt
  • erscheint zwischen Juli und Oktober, insbesondere in trockenen und warmen Sommern nach ergiebigen Regenfällen
  • Doppelgänger: Champignons, grüne Täublinge

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In den vergangenen Jahren hatte es in Norddeutschland wiederholt Todesfälle nach dem Verzehr von Knollenblätterpilzen gegeben, weil Zuwanderer die Pilze verwechselt hatten. Bei Verdacht auf Vergiftung mit Knollenblätterpilzen müssten Betroffene sofort ins Krankenhaus gebracht werden, um ein Gegengift zu erhalten. (abr mit dpa)