Niedersachsen 

Niedersachsen: Darum flattern jetzt gelbe Bänder an den Bäumen

Ein Obstbaum steht mit einem gelben Band um den Stamm gebunden auf einer Streuobstwiese in Niedersachsen.
Ein Obstbaum steht mit einem gelben Band um den Stamm gebunden auf einer Streuobstwiese in Niedersachsen.
Foto: Tom Weller/dpa

Oldenburg/Achternmeer. Wenn du in diesem Spätsommer ein gelbes Band an Obstbäumen in Niedersachsen siehst, bedeutet das: Hier darfst du Äpfel, Birnen und anderes Obst pflücken.

Was sonst als Mundraub verboten ist, wird bei dieser Ernteaktion aus Niedersachsen ausdrücklich erlaubt. Die Besitzer geben ihre Streuobstwiesen oder Gärten frei.

Niedersachsen: Bäume tragen gelbe Bänder

„Es geht um Lebensmittelwertschätzung“, sagt Maren Meyer, Referentin beim Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) in Oldenburg.

„Es ist ein Weg, um zu zeigen, wo Lebensmittel herkommen“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

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Zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel landen im Müll

Das Zentrum koordiniert die Aktion „Gelbes Band“ in Niedersachsen. Sie findet im Rahmen einer bundesweiten Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ vom 22. bis 29. September. Sie soll darauf aufmerksam machen, dass in Deutschland jährlich etwa zwölf Millionen Tonnen gekaufter Lebensmittel in der Mülltonne landen.

Wer sich die fremden Früchte haben möchte, sollte trotzdem einige Regeln beachten:

  • Nur von Bäumen und Sträuchern mit dem gelben Band ernten!
  • Nur pflücken, so hoch der Arm reicht, nicht auf die Bäume klettern!
  • Nicht die Bäume oder Sträucher beschädigen!

Bislang hat das ZEHN etwa 1.500 gelbe Bänder an Obstbaumbesitzer und im ganzen Land verschickt, sagte Leiterin Rike Bullwinkel. Fast 70 Teilnehmer haben sich bislang registriert - Privatleute, aber auch Kommunen oder Vereine. Aus unserer Region ist einer >> Karte zufolge bisher nur der Harz mit dabei, unter anderem in Seesen darfst du Äpfel pflücken. (ck)