Niedersachsen 

Celle: Neue Details zum Tötungsdelikt! Polizei soll Täter zum späteren Opfer gebracht haben

Gleich zwei Gewaltdelikte haben am Montagabend Celle erschüttert. Ein Mann starb.
Gleich zwei Gewaltdelikte haben am Montagabend Celle erschüttert. Ein Mann starb.
Foto: dpa/Moritz Frankenberg

Celle. Diese Taten haben Celle (Niedersachsen) am Montagabend erschüttert!

Die Polizei Celle ermittelte in einem Tötungsdelikt und einer Gewalttat in der Stadt nördlich von Hannover. Über Twitter meldeten die Behörden eine polizeiliche Lage. Die Polizei bat die Anwohner im Bereich AKH/Harburger Burg zeitweise, ihre Wohnungen nicht zu verlassen.

Nun, wenige Tage nach dem Abend, kommen weitere Details ans Licht.

Celle: Ein Toter, ein Verletzter – Gewaltdelikte erschüttern die Stadt

Der erste Notruf ging am Montagabend gegen 20.10 Uhr bei der Polizei ein. Der Alarm: Überfall mit einem Messer in der Harburger Straße! Vor Ort fanden die Beamten nach eigenen Angaben einen schwer verletzten 54 Jahre alten Wohnungsinhaber. Sowohl Rettungskräfte als auch ein Notarzt versuchten, den Mann zu retten – vergebens. Er erlag wenig später seinen schweren Verletzungen.

Noch am Tatort konnte die Polizei einen 51 Jahre alten Verdächtigen vorläufig festnehmen. Doch damit sollten die Beamten in Celle noch nicht zur Ruhe kommen. Gegen 21 Uhr ging dann ein weiterer Notruf bei den Beamten ein. Der Alarm diesmal: Gewaltdelikt im Celler Stadtteil Neuenhäusen!

Polizei warnte Bevölkerung zeitweise

Ein 59-Jähriger soll nach eigenen Angaben von einem entgegenkommenden Radfahrer mit einem Messer verletzt worden sein. Anschließend habe der Radfahrer die Flucht ergriffen. Seinerzeit konnte die Polizei eine Gefährdungslage für die Bevölkerung nicht ausschließen. Deshalb wurde diese zeitweise gewarnt. In dem Tweet hieß es: „Die Anwohner im Bereich AKH/Harburger Berg werden gebeten in ihren Häusern und Wohnungen zu bleiben.“

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Gesucht wurde zeitweise ein circa 18-jähriger Mann auf einem Fahrrad. Gegen Mitternacht gab es dann allerdings Entwarnung für die Bevölkerung!

Die Polizei konnte nach eigenen Angaben einen 21-Jährigen festnehmen. „Die Polizei geht nicht von einer Gefährdungslage der Bevölkerung aus“, heißt es weiter.

Polizei mit neuen Details

Vor allem zu dem Tötungsdelikt kommen nun immer weitere Details ans Licht. Ausgerechnet die Polizei soll den mutmaßlichen Täter am Montagabend zu seinem Onkel gebracht haben. Nach einem Bericht der „Celleschen Zeitung“ war der 45-Jährige am späten Nachmittag in der Innenstadt wegen Diebstahls, Beleidigung und Körperverletzung aufgefallen.

Da keine Haftgründe vorgelegen hätten und der Mann keinen festen Wohnsitz habe, sollen die Polizisten entschieden haben, ihn zu seinem Onkeln zu bringen. Dort soll er betrunken den 54-Jährigen mit einem Messerstich getötet haben. „Der ist Intensivstraftäter – warum die Polizei den bei meinem Vater vorbeigebracht hat, verstehe ich überhaupt nicht. Der ist hier doch gar nicht gemeldet“, sagte der Sohn des Opfers der Zeitung. Der mutmaßliche Täter war demnach erst wenige Tage zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden.

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Dass der mutmaßliche Täter von der Polizei zu dem späteren Opfer gebracht wurde, habe auch die Staatsanwaltschaft Lüneburg bestätigt, berichtete die „Bild“-Zeitung (Mittwoch). In Celle waren am Montagabend fast zeitgleich zwei Gewaltverbrechen geschehen. In einem anderen Stadtteil wurde ein 59-Jähriger ebenfalls mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. In diesem Fall wurde ein 20-Jähriger wegen versuchten Totschlags festgenommen.

Tatverdächtige sitzen in Polizeigewahrsam

Die beiden Verdächtigen (der 51-Jährige und der 21-Jährige) befinden sich aktuell in Polizeigewahrsam. Terror schließt die Polizei derzeit aus, die Taten stehen vermutlich nicht in einem Zusammenhang. (dpa/red)