Niedersachsen 

Niedersachsen: Grippe-Impfstoff knapp – Ärzte und Gesundheitsministerium mit dringender Empfehlung

Engpässe beim Grippe-Impfstoff sollen schon bald ausgeglichen sein, verspricht die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen.
Engpässe beim Grippe-Impfstoff sollen schon bald ausgeglichen sein, verspricht die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen.
Foto: Stephan Jansen/dpa

Hannover. Regionale Lieferschwierigkeiten beim Grippeimpfstoff können nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) bald ausgeglichen werden.

Derzeit sei die Nachfrage nach der Grippeimpfung hoch, sagte KVN-Sprecher Detlef Haffke der Deutschen Presse-Agentur.

„Die Engpässe werden aber durch Nachlieferungen in den kommenden Tagen und Wochen kompensiert.“ Die Lage sei regional unterschiedlich, Lieferschwierigkeiten gebe es derzeit eher im städtischen Bereich.

Niedersachsen: Doppelt so Grippeimpfstoff wie 2019/2020

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen haben die niedersächsischen Ärztinnen und Ärzte bereits im Januar 2020 rund 1,4 Millionen Impfstoffdosen für Niedersachsen bestellt.

Zusätzlich könnte Niedersachsen weitere 1,2 Millionen Impfdosen in den kommenden Wochen über den Bund bekommen. „Damit stehen doppelt so viele Impfdosen zur Verfügung, als in der vergangenen Impfsaison 2019/2020 verimpft worden sind.“

Dieses Jahr wird besonders zur Grippeschutzimpfung geraten

Neben der niedersächsischen Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) haben jüngst auch Gewerkschaften, Unternehmerverbände und Krankenkassen zur Impfung gegen die Grippe aufgerufen.

Wegen der Corona-Pandemie wird in diesem Jahr besonders zur Grippeimpfung geraten, um eine Überforderung des Gesundheitssystems zu vermeiden. In der ausgesprochen heftigen Saison 2017/18 starben nach RKI-Angaben in Deutschland etwa 25 000 Menschen an einer Influenza.

Für diese Gruppen wird die Grippeschutzimpfung besonders empfohlen

Die KVN hat Ärztinnen und Ärzten geraten, nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert Koch Instituts zu impfen.

Demnach sollen sich etwa Menschen über 60 Jahre, Schwangere und Menschen mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung wegen eines Grundleidens wie Diabetes und Herz- oder Kreislaufkrankheiten gegen Grippe impfen lassen. Auch für medizinisches Personal und Personal in Pflegeeinrichtungen wird die Impfung empfohlen. (dpa)