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Niedersachsen: Plante 21-Jähriger Anschlag gegen Muslime? Chat-Nachrichten lassen Grausames vermuten

Ein junger Mann steht in Niedersachsen vor Gericht, weil ihm vorgeworfen wird, einen Anschlag geplant zu haben! (Symbolbild)
Ein junger Mann steht in Niedersachsen vor Gericht, weil ihm vorgeworfen wird, einen Anschlag geplant zu haben! (Symbolbild)
Foto: imago images / Einsatz-Report24

Hildesheim. Gegen einen jungen Mann aus Niedersachsen hat die Staatsanwaltschaft Celle vorn dem Landgericht Hildesheim Anklage erhoben. Dem 21-Jährigen wird unter anderem vorgeworfen, eine schwere staatsgefährdenden Gewalttat vorbereitet zu haben.

Niedersachsen: Junger Mann wegen Planung von Anschlag vor Gericht

Dem 21-jährigen Mann werden insgesamt sechs Straftaten vorgeworfen, teilt das Landgericht Hildesheim am Mittwochabend mit.

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Zunächst soll er im Mai 2017 im Alter von 18 Jahren ein 15-jähriges Mädchen in Chatnachrichten beleidigt haben. Auf die Kontaktaufnahme ihres Stiefbruders sowie ihrer Mutter soll er dann die Tötung des Mädchens sowie der Mutter angedroht haben.

Im Jahr 2019 soll der Angeklagte in einem Chat rassistische Äußerungen gegenüber einer dunkelhäutigen Person getätigt haben.

Doch es kam wohl noch schlimmer!

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Staatsanwaltschaft: Angeklagter habe Armbrust und Messer besorgt

Schließlich wird dem Angeklagten vorgeworfen, die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat in Tateinheit mit Terrorismusfinanzierung begangen zu haben, teilt das Gericht mit.

„Der Angeklagte soll sich ab den Anschlägen im Christchurch im März 2019 mit rechtsradikalem Gedankengut befasst und sich mit der Durchführung eines eigenen rechtsmotivierten, gegen Muslime gerichteten Anschlags beschäftigt haben“. Dafür soll er sich zwischen Juli 2019 und Mai 2020 zwei Armbrüste und mehrere Messer beschafft haben, um diese zur Tötung oder Verletzung möglichst vieler Muslime zu verwenden.

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21-Jähriger schrieb, er sei mit Waffen vor einer Moschee

Am 29. Mai dieses Jahres soll der Angeklagte in einem anonymen Internet-Chat einem unbekannten Chat-Partner mitgeteilt haben, sich mit Waffen vor einer Moschee zu befinden und den Plan zu haben Muslime zu töten. Der Chat-Partner soll daraufhin aus Sorge die Polizei informiert haben, die den Angeklagten am Folgetag ausfindig machen und in Gewahrsam nehmen konnte.

Der Prozess gegen den 21-Jährigen soll am 7. Dezember beginnen. Mehrere Folgetermine sind bereits angesetzt. Der Angeklagte befindet sich seit Anfang Juni in Untersuchungshaft. (fno)