Niedersachsen 

Hannover: Heftiger Angriff im Jugendknast! Was der Angeklagte jetzt vor Gericht sagt, schockiert

Seit Montag sitzen zwei junge Männer auf der Anklagebank in Hannover – nicht zum ersten Mal. (Symbolbild)
Seit Montag sitzen zwei junge Männer auf der Anklagebank in Hannover – nicht zum ersten Mal. (Symbolbild)
Foto: Jens Büttner/dpa

Hameln/Hannover. In der Jugendanstalt in Hameln soll ein junger Mann versucht haben, einen Mithäftling umzubringen.

Der Fall wird seit Montag am Landgericht Hannover verhandelt. Es geht um versuchten Mord.

Hannover: Prozess gegen Häftling aus Hameln

Einem mehrfach vorbestraften 19-jährigen Häftling wird vorgeworfen, dass er einen verurteilten Kinderschänder töten wollte. Auch auf der Anklagebank in Hannover sitzt ein 22-jähriger Häftling aus Salzgitter. Er soll das Opfer ausgewählt und bei der Tat geholfen haben.

+++ Niedersachsen: Schreckliche Tragödie! Zwei Jugendliche sterben bei Unfall nahe Hameln +++

Laut Anklage soll der mutmaßliche Haupttäter vor gut einem Jahr bis zu 20 Mal mit einem Kugelschreiber ins Gesicht und in den Hals seines Opfers eingestochen haben. Der präparierte Kugelschreiber soll bei der Tat abgebrochen sein.

------------------

Mehr von uns:

------------------

Der 21-Jährige wurde schwer verletzt, aber überlebte. Er hatte Glück, dass seine Hauptschlagader nicht getroffen wurde. Der Mann sitzt in Hameln eine fünfjährige Haftstrafe ab, weil er als Erzieher-Azubi in einer Kita in Wunstorf kleine Mädchen begrapscht und sich in einem Sportverein an kleinen Jungen vergangen hatte.

Zum Prozessauftakt redete der Angeklagte die Tat klein: „Das war nur ein Denkzettel. Wenn ich ihn hätte töten wollen, hätte ich das anders gemacht“, zitiert ihn die „Bild“. Gleichzeitig sei er sich über sein Gewaltpotential bewusst. „Bei mir müssen viele Therapien gemacht werden, das war mir schon als 14-Jähriger klar“, sagte der 19-Jährige am Montag laut „HAZ“.

Kinderschänder haben es hinter Gittern besonders schwer

Verurteilte Sexualstraftäter haben es in Gefängnissen oft besonders schwer – auch in der Jugendanstalt Hameln, Deutschlands größter Jugendstrafanstalt. Hier seien Kinderschänder „häufiger Anfeindungen von Mitinhaftierten ausgesetzt, wenn die Tat bekannt wird“, sagte ein JVA-Sprecher.

+++ Hannover: Mann steckt 16 Stunden in Sumpf fest – jetzt erzählt er die unglaubliche Geschichte +++

Die Mitarbeiter seien deshalb „grundsätzlich und im Einzelfall für die Problematik sensibilisiert“. So würden Betroffene beraten - vor allem sollten sie Gerichtspost und Prozessunterlagen sorgsam verwahren. Im Notfall kämen sie in eine geschützte Abteilung. (ck/dpa)