Niedersachsen 

Bei Hannover: Polizei geht gegen „unbescholtene Bürger“ vor – Hintergründe unklar

Mit einem Großaufgebot schlug die Polizei in Laatzen bei Hannover auf.
Mit einem Großaufgebot schlug die Polizei in Laatzen bei Hannover auf.
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Laatzen. Durchsuchungen mehrere Häuser am Mittwoch in Laatzen bei Hannover. Im Stadtteil Gleidingen rückten am Mittwoch Polizeikräfte aus und durchsuchten mehrere Objekte.

Das Kuriose: Bei den betroffenen Personen handelt es sich laut Staatsanwaltschaft Hannover um „unbescholtene Bürger“.

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Laatzen: Zusammenhang zum Fall Maddie McCann?

Doch warum die Durchsuchungen? Auf Nachfrage von News38 erklärt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge: „Die betroffenen Personen sind einer schweren Straftat bezichtigt worden. Da es sich um erhebliche Vorwürfe handelte, mussten wir der Sache nachgehen.“

Wer die Vorwürfe geäußert hatte und um welche Straftaten es gehen soll, dazu konnte die Staatsanwaltschaft zum Schutz der Persönlichkeit der Verdächtigen nichts sagen.

Einen Zusammenhang zum Fall Maddie McCann oder dem Verdächtigen Christian B. räumte Klinge entschieden aus dem Raum.

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Einsatzkräfte gingen mit massiven Kräften vor

Um 6 Uhr in der Früh erfolgte der Zugriff. Die Ermittler schlugen nicht nur im Stadtteil Gleidingen zu, sondern auch an vier weiteren Adresse.

Die Polizei fuhr groß auf: Ein Lkw sowie ein begehbarer Container wurden an der Hildesheimer Straße geparkt, zwei weitere Polizei-Lkw standen auf einem Penny-Parkplatz, berichtet die Hannoversche Allgemeine. Eine mobile Wache samt eigener Stromversorgung wurde eingerichtet.

Verdächtige seien „unbescholtene Bürgern“

Bei den verdächtigen Person handelt es sich sowohl um Männer als auch um Frauen. Staatsanwalt Klinge spricht von „unbescholtenen Bürgern.“ Skepsis über den Hinweisgeber habe es schon vorab gegeben, er steht nun im Fokus. Gegen ihn könnte ein Verfahren wegen falscher Verdächtigung eingeleitet werden.

Datenträger der Verdächtigen werden zur Stunde noch ausgewertet, bisher gäbe es laut Staatsanwaltschaft keinen Hinweis auf ein Verbrechen. (mb)