Niedersachsen 

Celle: Lehrer macht bei AfD-Kampagne gegen Maskenpflicht mit – Schüler setzen klares Zeichen

Die AfD Niedersachsen hat eine Kampagne gegen die Maskenpflicht gestartet. Auch ein Lehrer aus Celle ist dabei. Und das sorgt bei Schülern für Kritik. (Symbolbild)
Die AfD Niedersachsen hat eine Kampagne gegen die Maskenpflicht gestartet. Auch ein Lehrer aus Celle ist dabei. Und das sorgt bei Schülern für Kritik. (Symbolbild)
Foto: imago images/Christian Spicker

Celle. Ein Lehrer eines Gymnasiums in Celle macht bei der AfD-Kampagne gegen die Maskenpflicht mit. Seine Schüler finden das gar nicht toll und haben deshalb ein eindeutiges Zeichen gesetzt.

Auch die Niedersächsische Landesschulbehörde hat sich bereits zu Wort gemeldet. Sieht aktuell aber bei dem Lehrer aus Celle noch keinen Verstoß gegen das sogenannte Mäßigungsgebot. Das kann sich aber unter bestimmten Voraussetzungen ändern.

Celle: Lehrer macht bei AfD-Kampagne mit

Ein Gymnasiallehrer aus Celle steht wegen seiner Beteiligung an einer AfD-Plakat-Kampagne gegen die Maskenpflicht in der Kritik.

Der Historiker, der AfD-Mitglied ist, ist auf einem Porträtbild mit seinem Namen und einer heruntergezogene Maske zu sehen, daneben die Aufschrift: „Ich zeige Gesicht! Die Corona-Diktatur muss beendet werden!“

Alles zur Kampagne und den Diskussionen liest du hier >>>>.

Die Niedersächsische Landesschulbehörde sieht derzeit keinen Verstoß gegen das Mäßigungsgebot für Beamte. Er trete nicht als Lehrer in Erscheinung, sagte Behördensprecherin Bianca Trogisch. Damit äußere er sich nicht dienstlich, sondern als Privatperson auf dem Flyer einer nicht verbotenen Partei.

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Schüler kritisieren Lehrer aus Celle und setzen Zeichen

„In der Schule scheint er nach jetziger Erkenntnislage nicht zu agitieren. Wenn dies der Fall wäre, würde sich die Sachlage ändern“, sagte Trogisch. Die „Cellesche Zeitung“ hatte zuvor über den Fall berichtet, demnach gibt es auch Beschwerden von Eltern.

In einem NDR-Beitrag für „Hallo Niedersachsen“ kommen Schüler kritisch zu Wort. Aus Protest gegen eine Rede des Studienrates auf einem AfD-Parteitag haben sie auf den Schulhof in riesigen Buchstaben „#Multikulti ist himmlisch“ geschrieben. Der betroffene Lehrer äußerte sich auf NDR-Anfrage nicht zu dem Thema.

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Die Landesschulbehörde erreichen nach Angaben ihrer Sprecherin in Einzelfällen Beschwerden von Eltern über einzelne Lehrkräfte, die gegen die Regelungen zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verstoßen oder sich dazu kritisch geäußert haben sollen. In Berlin hat vor kurzem ein Berufsschullehrer wegen verharmlosender Aussagen in Videos über das Coronavirus Schüler gegen sich aufgebracht. Die Schulaufsicht untersucht inzwischen den Fall. (dpa)