Niedersachsen 

Celle: Juwelier (71) erschießt Räuber – Staatsanwaltschaft fällt klaren Entschluss

Mitte September überfielen zwei Männer diesen Juwelier in Celle. Sie bezahlten den Raub mit dem Leben.
Mitte September überfielen zwei Männer diesen Juwelier in Celle. Sie bezahlten den Raub mit dem Leben.
Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Celle. Dieser Fall hat viele Menschen in der Region bewegt: Vor gut drei Monaten dringen zwei Räuber in ein Juwelier- und Antiquitätengeschäftin Celle ein. Der Ladenbesitzer fühlt sich bedroht, eröffnet das Feuer.

Ein Räuber erliegt vor Ort seinen Verletzungen, der zweite stirbt später im Krankenhaus. Nun hat die Staatsanwaltschaft Lüneburg den Fall abgeschlossen.

>> Celle: Juwelier (71) erschießt zwei Räuber – jetzt wird gegen ihn ermittelt

Celle: Juwelier tötete Räuber in Notwehr

Die große Frage, die im Raum stand: Handelte der Juwelier in Notwehr? Die Staatsanwaltschaft beantwortet diese Frage ganz klar mit ja. Die Tat war gerechtfertigt. Sie hat das Verfahren gegen den Ladeninhaber wegen Totschlags eingestellt.

Wie der Ladeninhaber angab, schoss er auf die beiden, um sein Leben und das seiner Ehefrau zu schützen. Einer der beiden soll über der Frau gekniet und sie gewürgt haben. Der andere soll eine Waffe auf den Inhaber gerichtet haben. Die Ermittlungen stützten diese Aussage, erklärte ein Sprecher der Behörde.

Mitte September war es zu dem Raubüberfall auf den Juwelier gekommen. Einer der mutmaßlichen Räuber starb noch in dem Geschäft, der zweite wenige Stunden später im Krankenhaus.

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Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen

Die Ermittlungen gegen einen dritten mutmaßlichen Mittäter sind noch nicht abgeschlossen. Der 37-Jährige, dem vorgeworfen wird, den Überfall gemeinsam mit den Getöteten geplant zu haben, ließ sich zunächst nicht zur Sache ein.

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Demnach soll er mit seinen beiden Mittätern im Auto nach Celle gefahren sein. Während des Überfalls soll er auf seine Mittäter gewartet haben, um dann zu fliehen. (mb/dpa)