Niedersachsen 

Hannover darf zur Surfstadt werden – Gericht schmettert Klage gegen „Leinewelle“ ab

So funktioniert die Leinewelle

Leinewelle Hannover

Die Leinewelle - die erste surfbare Flusswelle in Norddeutschland wird immer konkreter. In diesem Video wird die Funktion des aktuellen Planungsstandes erklärt.

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Hannover. Surf-Fans aus Hannover sind ihrem Traum wieder einen Schritt näher gekommen.

Seit acht Jahren kämpfen sie für ihr Projekt „Leinewelle“ auf der Leine in Hannover – jetzt haben sie eine weitere Hürde genommen.

Hannover: „Leinewelle“ kann kommen

Das Verwaltungsgericht Hannover hat Medienberichten zufolge eine Klage des Fischereivereins abgeschmettert. Die Angler hatten geklagt, weil ihrer Meinung nach bei der „Leinewelle“ der Naturschutz zu kurz komme.

Die Fischer befürchten, dass sich durch die künstliche Surfanlage in der Leine das Artenspektrum der Fische verändert.

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Hannover: Richter sieht keine gravierende Verschlechterung

Das Gericht sah das anders: „Wir sind der Meinung, dass durch die 'Leinewelle' keine Verschlechterung vorliegt“, so Richter Ingo Behrens laut „Bild“. „Dass es für den einen oder anderen Fisch an dieser Stelle ungemütlich wird, brauchen wir nicht zu diskutieren“, sagte er laut „Weser-Kurier“.

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Aber: Ihm zufolge gibt es für das Surf-Projekt im Flussverlauf kaum eine bessere Stelle als die hinterm Landtag. Angler dagegen könnten auch an anderen Stellen gut ihrem Hobby fröhnen.

Die Wassersportler feiern: „Wir sind überglücklich, nach acht Jahren Planung sagen zu können: Hannover wird eine Surfstadt.“ Der Plan für die „Leinewelle“: Die Surfer wollen das Wasser des Flüsschens mit einer hydraulischen Rampe zwischen den Ufermauern aufstauen und dann eine künstliche Welle zum Surfen erzeugen.

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„Wir werden uns jetzt mit ganzer Kraft in die Realisierung stürzen. Die Finanzierung werden wir in naher Zukunft final sichern, Angebote liegen für einen Großteil der Arbeiten vor, dann geht es in die Umsetzung“, so das Projektteam.

Einen „Haken“ gibt es allerdings noch – im doppelten Sinne. Denn die Angler aus Hannover können noch Einspruch gegen das Urteil einlegen. (ck)