Niedersachsen 

Neue Corona-Regeln für Niedersachsen: Nach hitzigen Diskussionen – Land setzt Präsenzpflicht in Schulen aus

Lockdown bis 14. Februar - FFP2-Masken im Nahverkehr Pflicht

Die bislang bis Ende Januar geltenden Corona-Maßnahmen werden bis zum 14. Februar verlängert. Im Nahverkehr und in Geschäften soll künftig eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken gelten.

Beschreibung anzeigen

Zunächst hatten wir berichtet, dass das Land Niedersachsen wohl zurückrudern muss und die Grundschulen dementsprechend wieder schließen sollen. Das stimmt so jedoch nicht. Es wird lediglich die Präsenzpflicht ausgesetzt. Wir entschuldigen unsere fehlerhafte Berichterstattung.

Bund und Länder haben sich am Dienstag auf neue Corona-Regeln geeinigt. Angela Merkel verkündete die neuen Corona-Maßnahmen in anschließend in einer Pressekonferenz.

Besonders beim Thema Schule gab es hitzige Diskussionen. Doch wie geht es jetzt in Niedersachsen weiter?

>>> Alles zur aktuellen Corona-Lage findest du hier.

Neue Corona-Regeln: Lockdown bis zum 14. Februar verlängert

Die Länder sollen die neue Allgemeinverfügung bis zum 21. Januar verabschieden. Vor dem Auslaufen der Maßnahmen zum 14. Februar wollen sich Bund- und Länderchefs zusammensetzen, um „ein Konzept für eine sichere und gerechte Öffnungsstrategie zu erarbeiten.“

Niedersachsen muss Grundschulen wieder schließen!

Erst am Montag war der Unterricht in der Schule in Niedersachsen mit halben Klassen wieder angelaufen, dann drohte schon wieder alles auf der Kippe zu stehen. Doch Niedersachsen scheint nun einen eigenen Weg gefunden zu haben.

Niedersachsen stellt den Schulbesuch für Grundschüler bis Mitte Februar frei, nachdem Bund und Länder sich in der Corona-Krise auf einen restriktiveren Kurs geeinigt haben. Grundsätzlich bleibe das Unterrichtsangebot im Wechselmodell mit halben Klassen aber bestehen, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch in Hannover. Die Erwartung sei aber, dass sich die Klassen erheblich leeren.

Wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) sagte, bleibt der Schulbesuch für Grundschüler weiterhin möglich. Reines Distanzlernen sei schwierig und die Kinder seien inzwischen fünf Wochen zu Hause. „Das ist eine riesige Herausforderung für Kinder, für Eltern.“

----------------------------

Mehr News von uns:

-----------------------------

Tragen von medizinische Masken im ÖPNV und Geschäften verpflichtend

Sogenannte OP-Masken wie KN95- oder FFP2-Masken sollen im ÖPNV und in Geschäften verpflichtend werden.

Reduzierung des Nahverkehrs

Das Fahrgastaufkommen soll ein Drittel der regulären zulässigen Fahrgastzahl betragen. Homeoffice, Entzerrung des Pendleraufkommens in den Stoßzeiten und die Reduzierung des Präsenzbetriebs in Bildungseinrichtungen soll dies möglich machen.

>>> Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen kannst du hier nachlesen

Arbeiten im Homeoffice

Wenn möglich, sollen Arbeitnehmer im Homeoffice arbeiten – mindestens bis zum 15. März 2021. Falls die Präsenz am Arbeitsplatz erforderlich ist, sollen ausreichend Abstände eingehalten werden und FFP2-/KN95-Masken zur Verfügung gestellt werden.

Kontakteinschränkung

Weiterhin darf sich nur ein Haushalt mit der einer weiteren Person treffen. Ausgesetzt wird die Regel für Kinder unter drei Jahren und für Kinder von geschiedenen Eltern und Patchwork-Familien sowie Menschen mit Behinderungen, die eine Begleitperson benötigen.

Bewohner von Alten- und Pflegeheimen müssen geschützt werden

Für das Personal in Alten- und Pflegeeinrichtungen wird beim Kontakt mit Bewohnerinnen und Bewohnern eine FFP2-Maskenpflicht vorgeschrieben. Außerdem sind bereits in der jetzigen niedersächsischen Verordnung verpflichtende Testungen für alle Bediensteten mehrmals pro Woche angeordnet. Auch Angehörige und Freunde der Bewohnerinnen und Bewohner müssen schon jetzt ab einer 7-Tages-Inzidenz von mehr als 50 Neuinfektionen bei jedem Besuch einen negativen Schnelltest durchführen lassen. (mb)