Niedersachsen 

A7 in Niedersachsen: Räumdienst-Fahrer kämpft gegen Schnee – und schiebt Frust! „Bei manchen frage ich mich"

Sebastian Rode kämpft mit seinen Kollegen gegen das Schneechaos auf der A7 in Niedersachsen.
Sebastian Rode kämpft mit seinen Kollegen gegen das Schneechaos auf der A7 in Niedersachsen.
Foto: Aktuell24

Hannover. Einen Großteil des Jahres stehen ihre Fahrzeuge still. Doch wenn es mal schneit, sind sie im Dauereinsatz: Räumdienst-Fahrer.

Seit Sonntag sind Sebastian Bode und seine Kollegen ununterbrochen auf der A7 unterwegs. Sein ernüchterndes Fazit: „Wenn wir nicht da sind, sind die Straßen wieder voll!“

Denn am Sonntag schneite es in Niedersachsen durchgehend. Nur kurz nachdem die A7 vom Schnee befreit war, legte sich bereits wieder eine weiße Decke über die Fahrbahn.

A7-Räumfahrzeuge kämpfen gegen Schneemassen: Eine Mammutaufgabe

Bode sorgt dafür, dass das 25 Kilometer lange Stück der A7 zwischen Hannover-Anderten und Hildesheim freigeräumt wird. Eine Mammutaufgabe: Egal, wie häufig er und seine Kollegen rollen – der Schnee ist schneller.

„Wir sind hier weg und wenn wir auf der anderen Spur sind, ist das wieder weg", beklagt Bode. Vor allem der Sturm sorgt für Probleme. 1,20 Meter hohe Schneewehen werden auf die Fahrbahn gedrückt und sorgen dafür, dass die Spuren sofort wieder zu sind.

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Autofahrer zeigen teils dreistes Verhalten

Auch wenn er das Verhalten der meisten Autofahrer lobt, haben es manche unnötig eilig: „Bei manchen frage ich mich, ob die mein Salz auffangen oder gucken, wie lange ich noch TÜV habe.“

Einige Autofahrer würden drängeln oder sich zwischen den Räummaschinen durchzwängen. „Das sind dann die, die man in einer Leitplanke stehen sieht“, sagt Bode. Er hat wenig Verständnis für solch ein Verhalten.

Doch die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer ist dankbar und gibt auch einmal einen Daumen nach oben, wie der 38-Jährige betont. Für ihn war es der erste Arbeitstag am Steuer eines Schneeräumers. Dass dieser ausgerechnet am schneereichsten Tag des Jahres sein wird, konnte er vorher natürlich nicht ahnen. „Mit so viel Schnee hatte ich nicht gerechnet. Es ist mal ganz interessant zu sehen, wie das so ist an vorderster Front läuft."

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Neun Stunden Pause, dann geht der Kampf weiter

Um 23 Uhr hat er nach acht Stunden endlich Feierabend. Bis auf kurze Kaffeepausen war er nonstop unterwegs. Und auch am Montag wird er ab 8 Uhr wieder am Steuer seines Winterdienst-Lasters sitzen und dafür sorgen, dass der Verkehr auf der A7 läuft und nicht zum Erliegen kommt. (red)