Niedersachsen 

Corona: Niedersachsen muss Gürtel über Jahre enger schnallen

Coronavirus: Verdachtsfall? Das musst du jetzt tun!

Coronavirus: Verdachtsfall? Das musst du jetzt tun!

Du befürchtest, dich mit dem Coronavirus infiziert zu haben? Dann musst du das jetzt tun.

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Hannover. Corona hat Niedersachsen nach wie vor im Griff. Die Zahlen steigen an, allerdings verlangsamt sich der Anstieg wegen der Impfungen. In einigen Regionen gilt eine Ausgangssperre, aber es wird auch über Lockerungen gesprochen.

Alle aktuellen Beschlüsse in Niedersachsen, und was in Sachen Corona-Virus in deiner Region los ist, liest du in unserem Corona-Blog.

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Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

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Montag, 17. Mai

17.05 Uhr: Rossmann und Salzgitter impfen selbst

In Niedersachsen haben heute weitere Unternehmen mit eigenen Corona-Impfungen für ihre Beschäftigten begonnen oder diese ausgeweitet – unter anderem bei Rossmann und Salzgitter wird jetzt auch gepikst. >> Mehr Infos dazu HIER!

13.35 Uhr: Niedersachsen muss Gürtel coronabedingt über Jahre enger schnallen

Die Menschen in Niedersachsen müssen sich auf einen jahrelangen Sparkurs der öffentlichen Hand einrichten, weil coronabedingt weniger Geld in die Steuerkasse fließt. Nach der aktuellen Steuerschätzung wird das Land von 2021 bis 2024 rund 4,9 Milliarden Euro weniger einnehmen, als vor der Corona-Krise veranschlagt, sagte Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) am Montag in Hannover. „Das Ergebnis bestätigt leider, dass wir uns über viele Jahre auf erhebliche Steuermindereinnahmen einstellen müssen.“ Dies sei nicht ohne dauerhafte Einsparungen zu kompensieren. Allerdings fällt das Loch in der Staatskasse nach der jüngsten Schätzung nicht ganz so groß aus, wie zunächst befürchtet.

Sparmaßnahmen wird nicht nur das Land Niedersachsen einleiten müssen. Denn nach der Steuerschätzung kommen auch auf die Gemeinden in den kommenden beiden Jahren Rückgänge zu. Ab 2023 werden wieder Zuwächse erwartet.

10.04 Uhr: Impfungen frei für Mitarbeiter im Supermarkt

In Niedersachsen dürfen sich seit Montag das Personal im Lebensmitteleinzelhandel und weitere Berufsgruppen der Priorisierungsgruppe drei gegen das Coronavirus impfen lassen. Dazu zählen auch bestimmte Mitarbeiter von Polizei, Justiz, Verwaltungen und Katastrophenschutz, wie das Gesundheitsministerium in Hannover bestätigte.

Die sehr große Priorisierungsgruppe drei wird stufenweise zur Impfung zugelassen. Schon seit dem 10. Mai können sich Menschen über 60 Jahren oder mit bestimmten Vorerkrankungen Impftermine geben lassen. Eine dritte Gruppe von Mitarbeitern der sogenannten kritischen Infrastruktur soll am 31. Mai folgen. Das reicht von Apotheken bis zu Wasserversorgung.

Durch die Neuanmeldungen werde die Warteliste von Impfwilligen in Niedersachsen zunächst wieder wachsen, hieß es im Ministerium. Schon vergangene Woche standen etwa 590 000 Namen auf der Liste. Zugleich stehen in den kommenden Wochen viele Zweitimpfungen an, so dass es weniger Termine für Erstimpfungen gibt.

7.31 Uhr: Corona-Infektionslage in Niedersachsen entspannt sich weiter

Das Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen schwächt sich weiter ab. Auf Montag wurden nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) 242 Neuinfektionen registriert. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz lag wie am Sonntag bei 59,1 - so viele Menschen haben sich pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit dem Virus angesteckt. Außerdem wurde in Niedersachsen ein weiterer Todesfall gemeldet.

Die höchsten Werte verzeichneten am Montag die Stadt Emden (132,2) und der Landkreis Cloppenburg (100,2) - alle anderen Kommunen lagen unter dem kritischen Wert von 100. Besonders niedrig war die Infektionsrate im Landkreis Helmstedt (28,5), in der Stadt Wilhelmshaven (23,7) und im Landkreis Uelzen (19,5).

Sonntag, 16. Mai

15.02 Uhr: Museen öffnen für Besucher

Wo es gemäß der niedersächsischen Corona-Verordnung erlaubt war, haben am Sonntag Museen wieder Besucherinnen und Besucher in Empfang genommen. Im Museumsdorf Hösseringen (Landkreis Uelzen) zum Beispiel führte Leiter Ulrich Brohm am Internationalen Museumstag Gäste durch die historischen Gebäude, wo unter anderem alte Schmiedearbeiten vorgeführt wurden. Die Gäste mussten allerdings einen negativen Corona-Schnelltest mitbringen - was auf dem Land wegen fehlender Testzentren zum Problem werden kann. Vielerorts war der Eintritt frei - etwa im Museum Lüneburg und im dortigen Deutschen Salzmuseum. Die Gäste mussten sich aber registrieren lassen und einen Test nachweisen.

In den Corona-Hotspots mit einer anhaltenden Sieben-Tages-Inzidenz über 100 mussten sich die Museen dagegen noch weitgehend mit digitalen Aktionen behelfen. Rund um das Landesmuseum Hannover waren aber beispielsweise Dino-Guides unterwegs, die die lebensgroßen Dinosaurier-Modelle auf dem Außengelände erklären und auf die noch geschlossene Ausstellung „Kinosaurier“ aufmerksam machten. Die Schau könnte in Kürze geöffnet werden, sollte der Inzidenzwert in der Region Hannover auch am Montag und Dienstag unter 100 liegen.

Trotz kreativer digitaler Angebote sei die persönliche Begegnung im Museum wichtig, sagte der Geschäftsführer des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen, Thomas Overdick. „Wir hoffen daher sehr, dass nach den Zoos, Freizeitparks und botanischen Gärten auch bald die Museen im ganzen Land wieder Besucher*innen empfangen dürfen!“

13.30 Uhr: 500 Impfdosen unbrauchbar geworden

Wegen einer eineinhalbtägigen Unterbrechung der Kühlkette sind im Oldenburger Impfzentrum 500 Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer unbrauchbar geworden.

Das teilte die Stadt Oldenburg am Samstag mit. Die Stadtverwaltung sprach von einem „schwerwiegenden Fehler“, der allerdings keine Auswirkungen auf die Impftermine habe. Der Impfstoff von Biontech muss bei hohen Minusgraden gelagert werden.

Vor der Impfung werde er dann in einen Kühlschrank gelegt, um den Stoff langsam an höhere Temperaturen anzupassen.

Dies sei aber nicht geschehen, sagte Stadtsprecher Reinhard Schenke. Der Impfstoff habe eineinhalb Tage bei Raumtemperatur gelagert und sei deshalb unbrauchbar geworden.

(red/dpa)