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Corona in Niedersachsen: Nächste Lockerungen! Testpflicht für Handel und Tourismus abgeändert

Coronavirus: Verdachtsfall? Das musst du jetzt tun!

Coronavirus: Verdachtsfall? Das musst du jetzt tun!

Du befürchtest, dich mit dem Coronavirus infiziert zu haben? Dann musst du das jetzt tun.

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Hannover. Corona hat Niedersachsen nach wie vor im Griff. Die Zahlen steigen an, allerdings verlangsamt sich der Anstieg wegen der Impfungen. In einigen Regionen gilt eine Ausgangssperre, aber es wird auch über Lockerungen gesprochen.

Alle aktuellen Beschlüsse in Niedersachsen, und was in Sachen Corona-Virus in deiner Region los ist, liest du in unserem Corona-Blog.

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Freitag, 7. Mai

11.52 Uhr: Niedersachsen will Testpflicht für Handel und Tourismus lockern

Niedersachsen will die geplante Testpflicht für die bevorstehende Öffnung des Einzelhandels und des Tourismus nach Kritik der beteiligten Branchen lockern. Neben qualifizierten Tests in Testzentren sollen auch unter Aufsicht vorgenommene Tests in den Geschäften oder von Arbeitgebern für den Besuch des Einzelhandels reichen, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag in Hannover. Zu Hause durchgeführte Selbsttests, auch von Schülern, gelten nicht. Geschäfte bis zu einer Größe von 200 Quadratmetern, in denen sich maximal zehn Kunden zugleich aufhalten dürfen, sollen von der Testpflicht ausgenommen werden.

Niedersachsen plant mit der kommenden Corona-Verordnung, die ab kommendem Montag greift, Lockerungen der Beschränkungen in Kreisen und Großstädten, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt. Dort soll der komplette Einzelhandel unter Auflagen wieder öffnen können, Gastronomie und Tourismus sollen in Etappen und unter Einschränkungen wieder anlaufen können. Die Einzelheiten befinden sich noch in der Abstimmung, die Verordnung wird am Freitag oder Samstag veröffentlicht.

In Hotels, Pensionen und Jugendherbergen sollen nach einem Test bei der Anreise zwei Tests pro Woche für die Gäste ausreichen, wie dies auch für Ferienwohnungen geplant ist. Ursprünglich war für Hotelgäste eine tägliche Testpflicht ins Auge gefasst.

08.39 Uhr: Öffnungskonzept für Tourismus in Niedersachsen gefordert

Der niedersächsische Städte- und Gemeindebund hat eine klare Perspektive für Tourismus und Gastgewerbe in der Corona-Pandemie gefordert. „Die muss lauten: Die Betriebe sollen sich vorbereiten. Freibäder und Kurbetriebe sollen öffnen. Spätestens Ende Mai soll es losgehen“, sagte Verbandspräsident Marco Trips der Oldenburger „Nordwest-Zeitung“.

Zuvor hatte die Landesregierung einen Lockerungsplan vorgelegt: Demnach soll der Urlaub in Regionen vom 10. Mai an mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 wieder möglich sein - wenn auch zunächst nur für Bewohner des eigenen Bundeslandes und unter der Voraussetzung engmaschiger Corona-Tests.

Trips sagte: „Ich denke, dass wir jetzt generell Öffnungskonzepte für den Tourismus benötigen. Die neue Landesverordnung bietet zu wenig Perspektiven für die folgenden Wochen.“ Die sogenannte „Landeskinderregelung“ sei verzichtbar, sie sei weder rechtssicher noch sinnvoll: „Was ist, wenn die Familie aus Nordrhein-Westfalen die Großeltern in Niedersachsen besuchen möchte? Impffortschritt und Teststrategie machten Öffnungen möglich.

„Tourismusbranche, Hotellerie und Gastronomie kämpfen ums Überleben“, betonte Trips. „Wir wissen beispielsweise von den Kurbetrieben unserer Städte und Gemeinden, dass sich das Defizit im Corona-Jahr verdoppelt hat.“ Sie benötigten nochmals finanzielle Hilfe. Das Land müsse ein Programm „in mehrstelliger Millionenhöhe für den Tourismus auflegen“.

Donnerstag, 6. Mai

18.15 Uhr: Inzidenz von 351 - in diesem Ort gilt jetzt Ausgangssperre

In der südniedersächsischen Kleinstadt Hann.Münden gibt es wegen der großen Zahl an Corona-Neuinfektionen ab diesem Donnerstag (6. Mai) eine nächtliche Ausgangssperre. Das Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis Göttingen ordnete erstmals diese Maßnahme an. Die Inzidenz in dem Ort nahe der Grenze zu Hessen und zu Thüringen lag am Donnerstag bei 351,0, wie Göttingens Stadtsprecher Dominik Kimyon sagte.

Es handele sich um ein diffuses Infektionsgeschehen ohne konkrete Ausbrüche. Allerdings sei aufgefallen, dass sich in den vergangenen Wochen viele Menschen teils in größeren Gruppen abends und nachts getroffen hätten - manche auch zum Feiern. Dies soll nun die Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens unterbinden. Sie gilt zunächst nur in der Kernstadt von Hann.Münden bis zum 12. Mai.

Der ganze Landkreis Göttingen ist bisher ohne die Bundes-Notbremse durch die dritte Welle der Pandemie gekommen. Am Donnerstag lag die Sieben-Tages-Inzidenz des Landkreises bei 89,9. Im Zuge der Bundes-Notbremse gilt eine Ausgangssperre in Kreisen und kreisfreien Städten, in der die Sieben-Tage-Inzidenz über 100 liegt.

12.18 Uhr: Schüler sollen schnell geimpft werden

Niedersachsen ist bestrebt, Schüler zügig gegen das Coronavirus zu impfen. „Ich bin schon daran interessiert, die 12- bis 18-Jährigen schnell in die Impfkampagne hereinzuziehen“, so Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD).

Insgesamt handele es sich um etwa 450.000 junge Menschen. Der Hersteller Biontech/Pfizer hat in den USA und Europa die Zulassung seines Impfstoffes für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren bereits beantragt.

12.11 Uhr: Jetzt ist Prio-Gruppe 3 dran!

In Niedersachsen können sich ab kommendem Montag sämtliche Menschen der Prioritätsgruppe 3 nach und nach für eine Corona-Schutzimpfung anmelden. Vom 10. Mai an können sich zunächst Impfberechtigte über 60 Jahre mit Vorerkrankungen und besonderen Gefährdungen für eine Impfung anmelden, wie Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) in Hannover ankündigte.

Am 17. Mai folgen dann Beschäftigte in exponierten Berufen wie etwa dem Lebensmittelhandel und vom 31. Mai dann Beschäftigte der kritischen Infrastruktur, dazu zählen etwa die Ernährungswirtschaft, das Apothekenwesen und die Pharmawirtschaft sowie der Transportbereich. Außerdem sollen die Kommunen zeitnah Impfungen in sozialen Brennpunkten organisieren dürfen.

Seit Beginn der vergangenen Woche konnten sich in Niedersachsen aus der Prioritätsgruppe 3 bereits Lehrkräfte an weiterführenden Schulen, Feuerwehrleute und Beschäftigte der Jugendhilfe für eine Impfung anmelden.

Unterdessen sollen vor der Einbindung der Betriebsärzte in die Impfkampagne vom 7. Juni an in fünf Unternehmen vom kommenden Montag an Modellversuche starten. Dies sind VW mit einem eigenen Impfzentrum, die Salzgitter AG, Rossmann, Rewe in Hannover sowie Satorius in Kooperation mit dem Impfzentrum Göttingen.

11.57 Uhr: Hotels und Gasto öffnet – doch es gibt ein Problem

Die lange herbeigesehnte Wiedereröffnung dürfte für etliche Hoteliers und Gastronomen eine unangenehme Kehrseite haben: In vielen Betrieben im Niedersachsen fehlen nach all den Monaten im Lockdown jetzt Arbeitskräfte. Zumindest in kurzer Frist könnte es daher schwierig werden, zum Neuanlauf ab kommender Woche genügend Personal an den Start zu bringen, schätzt Rainer Balke, Landeschef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga).

Wegen der bisher unklaren Perspektiven habe sich „ein nicht unerheblicher Teil der Mitarbeiter in andere Beschäftigungsbereiche hinein verlagert“, sagte Balke der Deutschen Presse-Agentur. „Ob diese nach dem Wiederhochfahren zurückgewonnen werden können, ist höchst unsicher.“

10.35 Uhr: Corona-Wert sinkt weiter

Die Corona-Lage in Niedersachsen entspannt sich weiter. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sank die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz seit gestern von 92,4 auf 89,9.

1.461 Neuinfektionen mit dem Coronavirus wurden gezählt. Zugleich wurden 18 weitere Todesfälle registriert – damit sind bislang 5.368 Menschen in Niedersachsen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

Die Lage in der Region (Infektionen / Sieben-Tage-Inzidenz / Todesfälle):

  • Braunschweig: 5.965 (+28) / 91,0 / 173 (+1)
  • Gifhorn: 5.587 (+35) 95,2 / 177
  • Goslar: 2.442 (+11) 63,1 / 108
  • Region Hannover: 45.406 (+133) / 99,6 / 973
  • Helmstedt: 2.261 (+15) / 77,8 / 89
  • Peine: 5.126 (+38) / 133,5 / 98 (+1)
  • Salzgitter: 4.931 (+42) / 170,7 / 69
  • Wolfenbüttel: 2.631 (+20) / 82,8 / 95
  • Wolfsburg: .3600 (+56) / 141,5 / 82

Die höchsten Inzidenzwerte wurden für den Landkreis Vechta (206,6), die Stadt Delmenhorst (181,8) und die Stadt Salzgitter (170,7) ermittelt. Aber auch diese Zahlen waren niedriger als in den Tagen zuvor.

>> Braunschweig liegt wieder unter der 100er-Inzidenz – was hat das zu bedeuten?

Am niedrigsten war die Inzidenz im Landkreis Friesland (44,6), im Landkreis Wittmund (42,2) und in der Stadt Wilhelmshaven (42,1).

8.46 Uhr: Niedersachsen hält an Impfzentren fest

Die niedersächsische Landesregierung hält an den Impfzentren als zentralem Baustein der Impfkampagne gegen Corona fest. Das sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) der „HAZ“. Sie reagierte damit auf Forderungen, das Impfen aus den teuren Zentren schneller auf die niedergelassenen Ärzte zu übertragen.

„Die Impfzentren arbeiten mittlerweile sehr, sehr gut und effektiv“, sagte Behrens. „Sie sollten die große Impfkampagne ins Rollen bringen, und sie tragen eine grundständige Versorgung, in Niedersachsen werden täglich 40.000 Bürgerinnen und Bürger in den 52 Zentren versorgt.“ Zugleich sei klar, dass die Arbeit der eigens eingerichteten Zentren bis spätestens Ende September befristet sei.

Das Gesundheitsministerium kündigte außerdem an, dass verstärkt Menschen in sozialen Brennpunkten geimpft werden sollten – womöglich auch in Salzgitter. In Vierteln mit beengtem Wohnraum gilt die Ansteckungsgefahr als besonders hoch.

Stadt und Region Hannover haben solche Impfaktionen bereits angekündigt. Für das Land wolle Behrens solche Pläneheute vorstellen.

(red/dpa)