Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Fehler in der Verordnung! Weitere Betriebe dürfen jetzt doch öffnen

Niedersachsen meldet mehr als 800 neue Fälle. DIESE Region ist noch immer besonders betroffen. (Symbolbild)
Niedersachsen meldet mehr als 800 neue Fälle. DIESE Region ist noch immer besonders betroffen. (Symbolbild)
Foto: imago images / imagebroker

Hannover. Niedersachsen verharrt weiter im Lockdown! Seit dem 13. Februar ist eine neue Corona-Verordnung in Niedersachsen in Kraft. Am Wochenende soll eine neue Version folgen.

Alle aktuellen Beschlüsse in Niedersachsen, und was in Sachen Coronavirus in deiner Region los ist, liest du in unserem Corona-Blog.

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Mehr zum Thema:

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Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

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Sonntag, 7. März

19 Uhr: Landesregierung korrigiert Fehler: SIE dürfen jetzt doch öffnen

Die niedersächsische Landesregierung muss noch vor Inkrafttreten der neuen Corona-Verordnung einen Fehler in den Regelungen korrigieren. Auch in Hochinzidenzkommunen mit mehr als 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche könnten sogenannte körpernahe Dienstleistungen wie etwa von Kosmetik- oder Tattoo-Studios wieder angeboten werden, teilte die Staatskanzlei am Sonntag mit. Sofern bei der jeweiligen Dienstleistung ein durchgehendes Tragen einer medizinischen Maske nicht möglich sei, müsse zuvor ein Test gemacht werden. Zuvor hatte die „Neue Deister-Zeitung“ darüber berichtet.

Auch die neuen Regelungen zu Fahr- und Flugschulen griffen unabhängig von der Inzidenz, Buchhandlungen und die Büchereien könnten in Hochinzidenzkommunen öffnen, Anprobetermine seien möglich, teilte die Staatskanzlei mit. Zunächst setzte die Verordnung dagegen für die sogenannten Hochinzidenzkommunen einen Paragrafen aus der alten Verordnung wieder in Kraft, der Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe schloss, berichtete die Zeitung.

14.18 Uhr: Kostenlose Schnelltests noch nicht flächendeckend

Flächendeckende kostenlose Schnelltests auf das Coronavirus bei Ärzten, in Impfzentren und Apotheken wird es in Niedersachsen zunächst noch nicht geben. Die Landesregierung werde alles tun, damit den Bürgerinnen und Bürgern Schnelltests angeboten werden können, sagte eine Regierungssprecherin in Hannover.

Aber weder der Bund noch das Land Niedersachsen hätten flächendeckende Schnelltests für die kommende Woche angekündigt, die nationale Teststrategie solle bis Anfang April schrittweise umgesetzt werden. Es gebe gute Gespräche mit der Apothekerkammer, weitere Partner sollten eingebunden werden.

Bei Ärzten seien entsprechende Tests möglich, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Gesundheitsministeriums. Das Netz müsse aber noch ausgebaut werden

13.19 Uhr: Impfstart an Kitas, Grund- und Förderschulen

Kita-Personal und Beschäftigte an Grund- und Förderschulen in Niedersachsen können ab sofort mit hoher Priorität der Kategorie zwei gegen das Coronavirus geimpft werden. Der entsprechende Erlass sei an die Impfzentren gegangen, diese sollten „zeitnah“ Kontakt mit Schulen und Trägern der Kinder- und Jugendhilfe aufnehmen und Termine mit dem „impfwilligen Personal“ ausmachen, teilten das niedersächsische Gesundheits- und das Kultusministerium am Sonntag mit. Alle Personen, die in der Kindertagesbetreuung sowie an Grund- und Förderschulen tätig seien, sollten ein Impfangebot erhalten. Mobile Impfteams könnten die Impfungen übernehmen.

10.06 Uhr: Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen

Niedersachsen meldet auch am Sonntag 876 neue Corona-Fälle. Außerdem einen weiteren Todesfall und 973 weitere Menschen, die als genesen gelten. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 65,1.

Die Lage in der Region (Fälle/Inzidenz/Todesfälle):

  • Braunschweig: 3.960 (+9)/ 48,1/ 125
  • Gifhorn: 3.809 (+19)/ 38,5/ 153
  • Goslar: 1.740/ 19,8/ 93
  • Region Hannover: 32.732 (+187)/ 112,5/ 807
  • Helmstedt: 1.623 (+5)/ 28,5/ 73
  • Peine: 3.346 (+40)/ 123,1/ 87
  • Salzgitter: 2.728 /+23)/ 102,6/ 52
  • Wolfenbüttel: 1.750/ 58,5/ 76
  • Wolfsburg: 2.106/ 48,2/ 69

9.50 Uhr: Diese Stadt in der Region schafft Maskenpflicht in Fußgängerzone ab

Helmstedt schafft die Maskenpflicht in der Fußgängerzone ab. Möglich macht das der seit Tagen stabile Inzidenz-Wert unter 35, teilt die Stadt mit. Heißt also: Ab Montag musst du in der Fußgängerzone keine Maske mir tragen, nur noch in den Geschäften.

Samstag, 6. März

10.29 Uhr: Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen

Das Land Niedersachsen meldet am Samstagmorgen 870 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. 17 weitere Personen sind verstorben. 933 Menschen gelten als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 63,1.

Die Lage in der Region (Fälle/Inzidenz/Todesfälle):

  • Braunschweig: 3.951 (+17)/ 53,3/ 125 (+1)
  • Gifhorn: 3.790 (+10)/ 40,2/ 153 (+1)
  • Goslar: 1.740 (+9)/ 26,4/ 93
  • Region Hannover: 32.545 (+223)/ 105,3/ 807 (+3)
  • Helmstedt: 1.618 (+2)/ 25,2/ 73
  • Peine: 3.306 (+27)/ 106,8/ 87
  • Salzgitter: 2.705 (+21)/ 100,7/ 53 (+1)
  • Wolfenbüttel: 1.750/ 58,5/ 76
  • Wolfsburg: 2.106 (+15)/ 51,5/ 69

9.06 Uhr: Neue Gesundheitsministerin will Impfkampagne in die Spur bringen

Niedersachsens neue Gesundheits- und Sozialministerin Daniela Behrens (SPD) will mit allen an der vielkritisierten Impfkampagne Beteiligten klare Absprachen treffen, damit die Schutzimpfungen flotter voran kommen. Unklarheiten müssten ausgeräumt und gemeinsame Ziele für eine erfolgreiche Impfkampagne vereinbart werden, sagte Behrens.

Behrens kündigte bereits einen Impfpakt an, um den Ablauf der Corona-Schutzimpfungen zu beschleunigen. Viele Beteiligte wünschten sich eine bessere Kommunikation und Abstimmung. „Mein Gefühl ist einfach, dass wir die Abstimmung noch mal gut miteinander besprechen und alle Akteure an einen Tisch holen müssen.“

7.10 Uhr: Osterurlaub? Weil hat's noch nicht abgeschrieben

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil schließt Osterurlaub nicht aus, hält aber Aussagen darüber derzeit für verfrüht. „Ich kann Ihnen darauf noch keine verlässliche Antwort geben“, sagte der SPD-Politiker der „Rheinischen Post“ (Samstag). Er ließ in dem Zusammenhang auch Kritik am Termin der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit dem Kanzleramt anklingen. „Es ist vorgesehen, dass wir bei der nächsten Bund-Länder-Runde am 22. März dazu Entscheidungen treffen. Das ist aus meiner Sicht sehr spät, weil die Menschen vorher Pläne machen müssen“, sagte Weil.

Er fügte hinzu: „Ich setze aber darauf, dass wir bis zum 22. März deutlich mehr darüber wissen, was wir durch neue Testkonzepte zusätzlich möglich machen können. Solche Konzepte können dann gegebenenfalls auch eine Grundlage dafür bieten, Ferienwohnungen und vielleicht sogar teilweise Hotels zu öffnen.“

Weil mahnte die Menschen zur Umsicht. „Wenn jetzt alle die neuen Möglichkeiten exzessiv ausreizen, werden die Infektionszahlen steigen und Einschränkungen notwendig sein“, betonte der SPD-Politiker. Die meisten Bürger seien aber aus guten Gründen vorsichtig, „darauf setzen wir“.

Freitag, 5. März

18.30 Uhr: Schnelltests in Wolfsburg ab Montag – hier kannst du dich auf das Coronavirus testen lassen

Im Klinikum Wolfsburg gibt es ab Montag Antigen-Schnelltests. Einmal in der Woche kannst du dich dort kostenlos auf Corona testen lassen. „Antigen-Schnelltests liefern innerhalb weniger Minuten eine Antwort auf die Frage, ob sich jemand mit dem Coronavirus infiziert hat, oder nicht. Die Sicherheit dieser Tests liegt bei über 90 Prozent“, erklärt Dr. Bernadett Erdmann, Leiterin des Testzentrums im Klinikum Wolfsburg.

„Wir stellen damit die Weichen, damit Kultureinrichtungen, der Einzelhandel und hoffentlich auch bald Gastronomie, Sport und Freizeit wieder öffnen können“, sagt Klinikumsdezernentin Monika Müller. Jede getestete Person erhalte einen Nachweis über das jeweilige Testergebnis. Fällt er positiv aus, werde die Person direkt für einen PCR-Test ans Klinikum weitergeleitet, außerdem werde das Gesundheitsamt informiert. Anschließend folgt häusliche Isolation, bis das Ergebnis des zweiten Tests vorliegt. Geöffnet wird von montags bis freitags zwischen 12 und 15 Uhr, eine telefonische Anmeldung ist erforderlich.

14.05 Uhr: 3,2 Millionen Selbsttests für Schulen

Das Land hat für Niedersachsens Schulen in einer ersten Tranche 3,2 Millionen Corona-Selbsttests bestellt. Die Tests seien für zwei Runden vor und nach den Osterferien vorgesehen, teilte ein Sprecher des Kultusministeriums in Hannover auf Anfrage mit. Das Personal und die Schüler sollen damit jeweils einmal pro Woche getestet werden. Die Bestellung sei Teil einer Charge von insgesamt fünf Millionen Selbsttests, die das Land geordert habe. Die 1,8 Millionen übrigen Tests sollen andere Landesbedienstete bekommen.

Lehrer und Schüler sollen den Umgang mit den Selbsttests in der letzten Schulwoche vor den Osterferien üben. Nach den Ferien sind wochenweise und anlassbezogen weitere Testungen angedacht.

11.29 Uhr: Braunschweiger Oldtimertreffen fällt auch 2021 aus

Das Oldtimer-Treffen in Braunschweig fällt wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr aus. „Auch wenn wir derzeit nur in der Glaskugel lesen können, deutet alles darauf hin, dass zum 1. Mai keine Großveranstaltung mit mehr als 500 Teilnehmern und Zuschauern zugelassen sein wird“, hieß es vom Veranstalter, dem Braunschweiger Rallye-Verein (BATC).


Selbst, wenn in letzter Minute ein Ausrichten des Oldtimertreffens mit mehr als 500 Teilnehmern von den genehmigenden Behörden zugelassen werden sollte, stünde für den Verein schon jetzt fest: „Die zu erwartenden Anforderungen an das Hygienekonzept werden vermutlich so hoch sein, dass sie mit zumutbarem personellen und finanziellen Aufwand nicht vom BATC erfüllt werden können.“



Außerdem trage man als gemeinnütziger Verein bei Veranstaltungen dieser Größenordnung eine ebenso gesellschaftliche wie gesundheitliche Verantwortung – nicht nur gegenüber den Ausstellern und Besuchern, sondern auch gegenüber den vielen ehrenamtlichen Helfern.


Für das kommende Jahr will der Braunschweiger Rallye-Verein wieder planen und dann alle zur Verfügung stehenden Mittel und Möglichkeiten einsetzen, um das beliebte Oldtimertreffen auf dem Messegelände zu ermöglichen – „schließlich sind aller guten Dinge immer noch drei.“

11.07 Uhr: Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen

Niedersachsen meldet am Freitag 948 neue Fälle. Außerdem muss das Land 23 weitere Todesfälle beklagen. 907 weitere Personen gelten als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 64,2.

Die Lage in der Region (Fälle/Inzidenz/Todesfälle):

  • Braunschweig: 3.934 (+25)/ 52,5/ 124 (+2)
  • Gifhorn: 3.780 (+16)/ 40,2/152
  • Goslar: 1.731 (+2)/ 25,7/ 93
  • Region Hannover: 32.322 (+217)/ 106,7/ 804 (+14)
  • Helmstedt: 1.616 (+3)/ 25,2/ 73 (+1)
  • Peine: 3.279 (+48)/ 101,6/ 87
  • Salzgitter: 2.684 (+10)/ 103,6/ 52
  • Wolfenbüttel: 1.750 (+22)/ 52,7/ 76
  • Wolfsburg: 2.091 (+17)/ 45,8/ 69

7.05 Uhr: Unternehmerverbände bieten Hilfe beim Impfen an

Die Unternehmerverbände Niedersachsen haben nach der Bund-Länder-Verständigung auf eine stufenweise Lockerung der Corona-Beschränkungen mehr Tempo beim Impfen gefordert. Gleichzeitig bot die niedersächsische Wirtschaft ihre Hilfe beim Impfen an. „Wir können auf die Erfahrung bei der Impfung von Beschäftigten über Betriebsärztinnen und Betriebsärzte aufbauen“, sagte Volker Müller, der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen. Es werde kostbare Zeit verschwendet, wenn das Potenzial nicht genutzt werde.

„Wir müssen jetzt vorbereiten, dass wir sieben Tage die Woche 24 Stunden impfen können. Jeder Tag, an dem wir nicht mit Hochdruck impfen, ist ein verlorener Tag“, betonte Müller. Niedersachsen sei „trauriges Schlusslicht“ bei der Zweitimpfungsquote. Auch ein ausgefeilter Öffnungsfahrplan helfe nicht, wenn die erforderlichen Inzidenzen „nicht gehalten oder überhaupt erst erreicht werden können. Wir brauchen Tempo beim Impfen, gerade bei uns“.

6.09 Uhr: Neuer Trend in der Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie mit Lockdowns und eingeschränkten Reisemöglichkeiten treibt die Nachfrage nach Kleingärten auch in Niedersachsen an. „Das steigt überall rasant“, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes der Gartenfreunde, Joachim Roemer, der Deutschen Presse-Agentur. „Das gute Wetter führt dazu, dass es noch einmal einen Schub gibt.“ Wartelisten gebe es allerdings selten, man wolle die Menschen nicht immer wieder vertrösten und enttäuschen.

In den vergangenen Jahren wüssten zunehmend junge Familien mit Kindern einen Kleingarten sehr zu schätzen, um den Kleinen etwa zu zeigen, wie eine Möhre wächst. Auch das Image der Anlagen habe sich gewandelt: „Früher hatte man die Vorstände im Unterhemd mit dem Zollstock in der Hand vor seinem Auge, jetzt wandelt sich das, es wird viel positiver darüber berichtet“, meinte Roemer.

Donnerstag, 4. März

18 Uhr: Stephan Weil anscheinend nicht mit Corona infiziert

Ministerpräsident Weil befindet sich in Quarantäne, scheint sich aber nicht mit dem Coronavirus infiziert zu haben. „Nach dem Stand der Dinge hat es mich nicht erwischt“, sagte er am Donnerstag.

15.59 Uhr: Niedersachsen werden langsam wieder mobil

Rund ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie schränken die Menschen in Niedersachsen zumindest bei schönem Wetter ihre Mobilität spürbar weniger ein.

Wie aus einer Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervorgeht, hat sich die Mobilität in der zweiten Februarhälfte 2021 langsam dem Vorkrisen-Niveau angenähert. In den ersten beiden Februarwochen lag die Mobilität landesweit immer wieder um bis zu 20 Prozent unter dem Niveau vom Februar 2019. Etwa seit Mitte des Monats fiel der Rückgang geringer aus.

Eine wichtige Rolle dabei spielte das Wetter: Am Sonntag, dem 21. Februar, führten frühlingshafte Temperaturen dazu, dass die Mobilität sogar um ein Prozent über dem Vergleichswert des Vorkrisenjahres lag. In Bremen gab es an dem Tag dagegen immer noch einen Rückgang um vier Prozent.

Das Gegenteil war am 7. Februar zu beobachten: Der massive Wintereinbruch mit starkem Schneefall führte dazu, dass die Mobilität in Niedersachsen um 49 Prozent im Vergleich mit 2019 einbrach, in Bremen lag der Rückgang bei 48 Prozent.

15.57 Uhr: Ministerpräsident Weil muss vorübergehend in Quarantäne

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) muss nach einem Corona-Infektionsfall in seiner Staatskanzlei vorübergehend in Quarantäne. „Es geht uns gut, keiner hat Symptome“, teilte die Staatskanzlei in Hannover mit.

Das Landesgesundheitsamt gehe aber davon aus, dass der Ministerpräsident als direkte Kontaktperson bis zum Montag kommender Woche in Quarantäne müsse. Die endgültige Entscheidung treffe das Gesundheitsamt der Region Hannover.

Wegen des Infektionsfalls der leitenden Mitarbeiterin in der Staatskanzlei wurde die Pressekonferenz der Landesregierung zum künftigen Corona-Kurs kurzfristig abgesagt. In einer digitalen Konferenz sollten die Medien später informiert werden.

Die Mitarbeiterin, die Mitglied der Morgenlage in der Staatskanzlei ist, hatte am Sonntag erste Grippe-Symptome verspürt und wurde anschließend positiv auf das Coronavirus getestet. Schnelltests und anschließende PCR-Tests beim Ministerpräsidenten und seinem Umfeld waren negativ. Die Mitarbeiterin war am vergangenen Freitag das letzte Mal in der Staatskanzlei, der Ministerpräsident und sein Umfeld trafen sie seitdem nicht mehr.

Nun sollen Weil und die übrigen Betroffenen in fünf Tagen einen weiteren PCR-Test machen. Ist auch dieser negativ, kann die Quarantäne beendet werden.

15.52 Uhr: Schule wird ab 15. März ausgeweitet - Kitas ab Montag für alle auf

Nach Wochen des Distanzlernens geht es für die Schülerinnen und Schüler in Niedersachse bald zurück in die Klassenräume. Für die Eltern von Kita-Kindern ist schon von Montag ein Hauch mehr Normalität in Sicht. >> HIER findest du alle Infos dazu!

13.39 Uhr: Gastgewerbe sieht Ostergeschäft verloren

Das Gastgewerbe in Niedersachsen hat sehr enttäuscht auf die Bund-Länder-Beschlüsse zu Öffnungsschritten im Corona-Lockdown reagiert. „Das ist nichts, gemessen an dem, was an Erwartungen existierte und daran, dass alle am Ende sind“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Niedersachsen, Rainer Balke, am Donnerstag. „Das ist nichts, was das Gastgewerbe betriebswirtschaftlich stabilisieren könnte.“

Das wetterabhängige Außengeschäft, für das nun vorsichtige Lockerungen frühestens ab dem 22. März vorgesehen sind, sei kein Stützpfeiler der Gastronomie sondern das Sahnehäubchen des Geschäfts. „Das sorgt vielleicht für eine Stimmungsaufhellung“, sagte Balke. Viele Gastronomen würden die Öffnungsmöglichkeit aus wirtschaftlichen Gründen wohl nicht nutzen können.

11.27 Uhr: Handelsverband will regionale Strategie

Niedersachsens Handelsverband hofft im Anschluss an den Corona-Gipfel von Bund und Ländern auf schnelle Ladenöffnungen in Orten mit wenigen Neuinfektionen. Der Bund-Länder-Beschluss stellt es den Ländern frei, ob für diesen Schritt die landesweiten oder die regionalen Sieben-Tage-Werte gelten sollen. „Meine stille Hoffnung ist, dass das Land regionalisiert entscheidet“, sagte Hauptgeschäftsführer Mark Alexander Krack am Donnerstag.

Er begrüßte, dass die Tür hin zu Öffnungen einen Spalt geöffnet worden sei, allerdings sei die „Diskriminierung von Sortimenten“ den Händlern kaum vermittelbar. Neben Supermärkten und Blumenläden dürfen von Montag an auch Buchhandlungen unabhängig von der Inzidenz öffnen.

10.54 Uhr: Braunschweiger OB mit klarer Ansage

Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth ist enttäuscht von den gestrigen Bund-Länder-Beschlüssen. „Wir hätten uns mehr Klarheit insbesondere beim Thema Testungen gewünscht", sagt Markurth. Die Städte hatten eine klare Teststrategie erwartet, mit der Öffnungen schrittweise und unter Einhaltung strenger Hygieneregeln möglich würden. „Der von uns entwickelte 'Braunschweiger Weg' wäre zumindest ein Modell, das ausprobiert werden sollte", so Markurth weiter.

„Die strenge und alleinige Orientierung an Inzidenzwerten wird uns perspektivisch nicht weiterbringen, da wir aus Studien nunmehr wissen, dass vermehrtes Testen zusätzliche, bisher unentdeckte positive Befunde auslöst", sagte der OB. Darüber hinaus bleibe zu klären, wer die (kostenfreien) Tests überhaupt durchführt, wie die Dokumentation erfolgen soll und wer diese Dinge koordiniert. Klärung erhofft sich der Oberbürgermeister von der Verordnung des Landes.

10.20 Uhr: Die aktuelle Lage in Niedersachsen

Niedersachsen meldet für die letzten 24 Stunden 1.191 neue Fälle. 27 weitere Menschen sind verstorben. 1.006 weitere Personen gelten als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 65.

Die Lage in der Region (Fälle/Inzidenz/Todesfälle):

  • Braunschweig: 3.909 (+22)/ 51,7/ 122
  • Gifhorn: 3.765 (+15)/ 46,5/ 152
  • Goslar: 1.729 (+4)/ 33/ 93 (+2)
  • Helmstedt: 1.613 (+10)/ 26,3/ 72
  • Region Hannover: 32.105 (+431)/ 104,9/ 790 (+2)
  • Peine: 3.231 (+20)/ 79,4/ 87 (+3)
  • Salzgitter: 2.674 (+15)/ 107,4/ 52
  • Wolfenbüttel: 1.728 (+5)/ 51,8/ 76 (+2)
  • Wolfsburg: 2.074 (+16)/ 48,2/ 69

9.50 Uhr: Städte und Gemeindebund positiv

Aus Sicht des Präsidenten des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Marco Trips, gehen in der Corona-Krise die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse „in die richtige Richtung“. Trips sagte am Donnerstag: „Wir müssen Perspektiven haben und dazu kommen die Risiken durch vermehrte Impfungen und bessere Testverfahren in den Griff zu bekommen.“ Wenn dies gelinge, könnten die Kinder auch wieder in die Schulen und Kitas geschickt sowie dem Handel und der Gastronomie wieder Chancen gegeben werden.

6.30 Uhr: Niedersachsen will neue Verordnung auf den Weg bringen

Stephan Weil will sich am Donnerstag regierungsintern beraten. Schon gegen Mittag will er dann die konkrete Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse für Niedersachsen vorstellen. Bereits am Samstag soll dann eine neue Corona-Verordnung veröffentlicht werden, die ab Sonntag gilt.

Diese Verordnung muss zuvor noch mit den Verbänden und dem Landtag abgestimmt werden. In einer Sondersitzung des Landtags zur Corona-Politik am Freitag plant der Ministerpräsident eine Regierungserklärung.

Zuvor wird es am Donnerstag neben Fragen der vorsichtigen Öffnungsschritte auch um die Rückkehr weiterer Jahrgänge zurück in die Schulen gehen. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) möchte eigentlich vor Ostern bereits wieder deutlich mehr Schüler im Wechselunterricht in die Klassen zurückkehren lassen. Systematische Schnelltests sollen dies erleichtern. Wann diese den Schulen zur Verfügung stehen, hatte die Landesregierung am Mittwoch aber noch nicht sagen können.

Mittwoch, 3. März

00.22 Uhr: Weil zufrieden über „realistische Öffnungsperspektive“

„Die niedersächsische Position findet sich in einem großen Teil der gefassten Beschlüsse wieder“, sagte Weil am späten Mittwochabend. „Alle Bereiche dieser Gesellschaft haben damit wieder eine realistische Öffnungsperspektive.“

Gleichzeitig werde weiter auf den Infektionsschutz geachtet. „Ich halte die Ergebnisse dieser Beratungen für einen deutlichen Fortschritt“, sagte Weil. Insbesondere sei der maßgebliche Schwellenwert für Maßnahmen wieder eine Sieben-Tages-Inzidenz von 50.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir jetzt schrittweise und vorsichtig zu Erleichterungen für die Bürgerinnen und Bürger kommen.“ Die Menschen in Niedersachsen hätten lange und geduldig viele wirklich schwerwiegende Einschränkungen der persönlichen Freiheit akzeptiert. „Eines muss uns allen gemeinsam klar sein: Mehr Lockerungen bedeuten auch mehr persönliche Verantwortung.“ Nur wenn alle sich weiterhin umsichtig und verantwortungsbewusst verhielten, könne mehr Normalität zurückgewonnen werden, sagte der Ministerpräsident.

Zwar wird der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nach den Bund-Länder-Beratungen angesichts weiter hoher Infektionszahlen grundsätzlich bis zum 28. März verlängert. Allerdings soll es je nach Infektionslage viele Öffnungsmöglichkeiten geben. Schon vom kommenden Montag an sollen demnach die stark beschränkten privaten Kontaktmöglichkeiten gelockert werden.

20.41 Uhr: Mehr häusliche Gewalt im zweiten Lockdown

Der Corona-Lockdown hat nicht nur wirtschaftliche Folgen. Auch nimmt die häusliche Gewalt zu. Laut Nicola Pöckler, stellvertretende Geschäftsleiterin des Awo Salzgitter-Wolfenbüttel berichten immer mehr Frauen von Gewalt-Vorfällen. Und das aktuell häufiger als während des ersten Lockdowns, wie die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet. Dennoch sei die Belegungszahl der Frauenhäuser nicht gestiegen.

19.48 Uhr: Stephan Weil macht Geständnis

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sitzt aktuell virtuell mit Angela Merkel und den anderen 15 Ministerpräsidenten zusammen und berät über Lockerungen und einen verlängerten Lockdown. Auf Facebook postet er ein Bild und macht ein Geständnis. Er schreibt: „Schwierige Entscheidungen benötigen Zeit. Die Bund-Länder-Gespräche über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise dauern an, es wird wohl ein langer Abend.“ Ob das heute noch etwas wird?

18.15 Uhr: Polizisten in Hannover werden geimpft

Die ersten Polizisten in Niedersachsen sollen als priorisiert eingestufte Gruppe am Donnerstag eine Corona-Impfung erhalten. Das teilte das Innenministerium am Mittwoch in Hannover mit. Dies sei nach der Anpassung der „Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus Sars-CoV-2“ des Bundesgesundheitsministeriums möglich. Als erstes bekommen Bereitschaftspolizisten die Spritze.

Ein landesweites Impfkonzept sieht nach vorangegangenen Innenministeriumsangaben vor, dass zunächst die Polizisten berücksichtigt werden sollen, die durch „häufigen und unüberschaubaren Kontakt“ einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Sie bekommen den Impfstoff von AstraZeneca.

13.23 Uhr: Braunschweiger Impfzentrum erhöht Kapazitäten

An diesem Mittwoch beginnen im Braunschweiger Impfzentrum die Zweitimpfungen. Während Senioren in Alten- und Pflegeeinrichtungen mittlerweile den vollständigen Schutz bekommen haben, sollen nun die über 80-Jährigen folgen und den vollständigen Schutz im Impfzentrum mit einer zweiten Impfung erhalten.

Deshalb will das Impfzentrum Ende dieser Woche erstmals seine Kapazität auf fünf Impstraßen erhöhen. In zwei Impfstraßen soll dabei ausschließlich Astrazeneca verimpft werden. Das Impfzentrum erwartet 1.900 weitere Dosen in dieser Woche.

Mit Astrazeneca würde sich nun die Voraussetzung für die Impfpriorisierung ändern. Heißt, auch bestimmte beruflich priorisierte Gruppen in der Altersgruppe unter 65 in den ersten beiden Prioritätengruppen könnten sich nun impfen lassen. Neben den ambulanten Pflegediensten umfasst die Gruppe von Personen, denen aktuell ein Impfangebot gemacht werden kann, unter anderem das medizinische Personal in Arzt- und Zahnarztpraxen, Polizisten, Erzieher, Kita-Beschäftigte, Heilmittelerbringer und Hebammen, heißt es seitens der Stadt.

10.43 Uhr: Die neuen Zahlen

Das Land Niedersachsen meldet 803 neu nachgewiesene Corona-Fälle in den letzten 24 Stunden, eine Woche zuvor hatte es noch 1.068 neue Fälle gegeben. Damit wurden seit beginn der Pandemie vor gut einem Jahr 166.233 Infektionen registriert.

30 weitere Menschen sind verstorben. Insgesamt liegt die Zahl der an oder mit dem Virus Verstorbenen in Niedersachsen jetzt bei 4.376.

Die Lage in der Region (Fälle / Inzidenz / Todesfälle):

  • Braunschweig: 3.887 (+36) / 49,3 / 122 (+1)
  • Gifhorn: 3.749 (+8) / 47,0 / 152
  • Goslar: 1.725 (+8) / 44,0 / 91
  • Region Hannover: 31.674 (+74) / 88,7 / 788 (+11)
  • Helmstedt: 1.603 (+6) / 25,2 / 72 (+2)
  • Peine: 3.211 (+27) / 83,1 / 84
  • Salzgitter: 2.659 (+38) / 107,4 / 52 (-1)
  • Wolfenbüttel: 1.723 (+9) / 62,7 / 74 (+4)
  • Wolfsburg: 2.058 / 38,6 / 69

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen ist gesunken und liegt heute bei 64,4. Regional betrachtet verzeichneten die Landkreise Cloppenburg (133,0) und Wesermarsch (131,0) die höchsten Sieben-Tage-Werte, gefolgt vom Kreis Vechta (119,0) und - neuerdings auch - Salzgitter (107,4). >> HIER geht's zur Inzidenz-Ampel!

1.080 weitere Menschen gelten als genesen. Insgesamt gibt es damit jetzt 149.906 ehemals Infizierte in Niedersachsen, die als genesen gelten. >> HIER geht es zu allen Zahlen!

10.32 Uhr: Abiturtermine in Niedersachsen bleiben bestehen

Niedersachsens Kultusministerium hat die Abiturtermine trotz der Corona-Einschränkungen bestätigt. Der bisherige Zeitplan soll auch dann gelten, wenn zum Zeitpunkt der Prüfungen einzelne oder alle Schulen im Wechsel- oder sogar im Distanzunterricht sind. Das geht aus einem Erlass des Ministeriums an die rund 450 betroffenen Schulen hervor.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) sagte den Schülern heute zu, dass nur der Lernstoff abgefragt werde, der tatsächlich behandelt wurde: „Wir sichern faire Prüfungen zu, keiner muss Nachteile wegen Corona befürchten.“

Die erste Abiturklausur soll am 19. April im Fach Geschichte geschrieben werden, die letzte am 11. Mai im Fach Physik. Vom 17. Mai bis 9. Juni soll es Nachschreibtermine geben. Voraussetzung für den Terminplan ist laut Erlass, dass die Corona-Verordnung das Abhalten der Prüfungen zulässt. Es sei aber beabsichtigt, die Verordnung so zu fassen, dass dies auch dann gegeben ist, wenn der Schulbesuch an sich untersagt ist. Schüler, die zum Prüfungstermin in Quarantäne sind, sollen den Nachschreibtermin nutzen.

Der Erlass regelt auch die Abläufe der schriftlichen und mündlichen Prüfungen. So sollen die Lehrer entlastet werden, indem die Fachprüfungsausschüsse von drei auf zwei Mitglieder reduziert werden.

7.29 Uhr: Neue Gesundheitsministerin will Impfungen voranbringen

Die neue niedersächsische Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) will als erstes die Corona-Impfungen im Land voranbringen. „Meine vordringlichste Aufgabe wird es sein, dass die Impfkampagne verstärkt fortgesetzt und eine gute Teststrategie entwickelt wird“, sagte Behrens in einem Interview der „Nordsee-Zeitung“. „Die Menschen haben ein Anrecht darauf, dass diese Dinge zügig erledigt werden.“ Niedersachsen kommt bei den Erstimpfungen im Ländervergleich eher langsam voran.

Es gehe darum, den Menschen eine Perspektive zu geben, wie sie in gewohntes Leben zurückkehren können, sagte Behrens. Zwar sei es zu früh, einen normalen Osterurlaub zu versprechen. „Zu einer Perspektive gehört für mich auch die Frage, wann zum Beispiel ein Restaurant-, ein Theater- oder ein Kinobesuch wieder möglich sein wird. Auch darum möchte ich mich kümmern.“

(red/dpa)