Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Ministerpräsident Weil muss vorübergehend in Quarantäne

Ministerpräsident Weil muss nach einem Corona-Infektionsfall einer Regierungsmitarbeiterin voraussichtlich bis Montag in Quarantäne. Er war direkte Kontaktperson. Weil und seinem Umfeld geht es aber gut.
Ministerpräsident Weil muss nach einem Corona-Infektionsfall einer Regierungsmitarbeiterin voraussichtlich bis Montag in Quarantäne. Er war direkte Kontaktperson. Weil und seinem Umfeld geht es aber gut.
Foto: IMAGO / Michael Matthey

Hannover. Niedersachsen verharrt weiter im Lockdown! Seit dem 13. Februar ist eine neue Corona-Verordnung in Niedersachsen in Kraft. Am Wochenende soll eine neue Version folgen.

Alle aktuellen Beschlüsse in Niedersachsen, und was in Sachen Coronavirus in deiner Region los ist, liest du in unserem Corona-Blog.

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Corona aktuell in Niedersachsen: Hier alle Entwicklungen

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Donnerstag, 4. März

18 Uhr: Stephan Weil anscheinend nicht mit Corona infiziert

Ministerpräsident Weil befindet sich in Quarantäne, scheint sich aber nicht mit dem Coronavirus infiziert zu haben. „Nach dem Stand der Dinge hat es mich nicht erwischt“, sagte er am Donnerstag.

15.59 Uhr: Niedersachsen werden langsam wieder mobil

Rund ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie schränken die Menschen in Niedersachsen zumindest bei schönem Wetter ihre Mobilität spürbar weniger ein.

Wie aus einer Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervorgeht, hat sich die Mobilität in der zweiten Februarhälfte 2021 langsam dem Vorkrisen-Niveau angenähert. In den ersten beiden Februarwochen lag die Mobilität landesweit immer wieder um bis zu 20 Prozent unter dem Niveau vom Februar 2019. Etwa seit Mitte des Monats fiel der Rückgang geringer aus.

Eine wichtige Rolle dabei spielte das Wetter: Am Sonntag, dem 21. Februar, führten frühlingshafte Temperaturen dazu, dass die Mobilität sogar um ein Prozent über dem Vergleichswert des Vorkrisenjahres lag. In Bremen gab es an dem Tag dagegen immer noch einen Rückgang um vier Prozent.

Das Gegenteil war am 7. Februar zu beobachten: Der massive Wintereinbruch mit starkem Schneefall führte dazu, dass die Mobilität in Niedersachsen um 49 Prozent im Vergleich mit 2019 einbrach, in Bremen lag der Rückgang bei 48 Prozent.

15.57 Uhr: Ministerpräsident Weil muss vorübergehend in Quarantäne

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) muss nach einem Corona-Infektionsfall in seiner Staatskanzlei vorübergehend in Quarantäne. „Es geht uns gut, keiner hat Symptome“, teilte die Staatskanzlei in Hannover mit.

Das Landesgesundheitsamt gehe aber davon aus, dass der Ministerpräsident als direkte Kontaktperson bis zum Montag kommender Woche in Quarantäne müsse. Die endgültige Entscheidung treffe das Gesundheitsamt der Region Hannover.

Wegen des Infektionsfalls der leitenden Mitarbeiterin in der Staatskanzlei wurde die Pressekonferenz der Landesregierung zum künftigen Corona-Kurs kurzfristig abgesagt. In einer digitalen Konferenz sollten die Medien später informiert werden.

Die Mitarbeiterin, die Mitglied der Morgenlage in der Staatskanzlei ist, hatte am Sonntag erste Grippe-Symptome verspürt und wurde anschließend positiv auf das Coronavirus getestet. Schnelltests und anschließende PCR-Tests beim Ministerpräsidenten und seinem Umfeld waren negativ. Die Mitarbeiterin war am vergangenen Freitag das letzte Mal in der Staatskanzlei, der Ministerpräsident und sein Umfeld trafen sie seitdem nicht mehr.

Nun sollen Weil und die übrigen Betroffenen in fünf Tagen einen weiteren PCR-Test machen. Ist auch dieser negativ, kann die Quarantäne beendet werden.

15.52 Uhr: Schule wird ab 15. März ausgeweitet - Kitas ab Montag für alle auf

Nach Wochen des Distanzlernens geht es für die Schülerinnen und Schüler in Niedersachse bald zurück in die Klassenräume. Für die Eltern von Kita-Kindern ist schon von Montag ein Hauch mehr Normalität in Sicht. >> HIER findest du alle Infos dazu!

13.39 Uhr: Gastgewerbe sieht Ostergeschäft verloren

Das Gastgewerbe in Niedersachsen hat sehr enttäuscht auf die Bund-Länder-Beschlüsse zu Öffnungsschritten im Corona-Lockdown reagiert. „Das ist nichts, gemessen an dem, was an Erwartungen existierte und daran, dass alle am Ende sind“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Niedersachsen, Rainer Balke, am Donnerstag. „Das ist nichts, was das Gastgewerbe betriebswirtschaftlich stabilisieren könnte.“

Das wetterabhängige Außengeschäft, für das nun vorsichtige Lockerungen frühestens ab dem 22. März vorgesehen sind, sei kein Stützpfeiler der Gastronomie sondern das Sahnehäubchen des Geschäfts. „Das sorgt vielleicht für eine Stimmungsaufhellung“, sagte Balke. Viele Gastronomen würden die Öffnungsmöglichkeit aus wirtschaftlichen Gründen wohl nicht nutzen können.

11.27 Uhr: Handelsverband will regionale Strategie

Niedersachsens Handelsverband hofft im Anschluss an den Corona-Gipfel von Bund und Ländern auf schnelle Ladenöffnungen in Orten mit wenigen Neuinfektionen. Der Bund-Länder-Beschluss stellt es den Ländern frei, ob für diesen Schritt die landesweiten oder die regionalen Sieben-Tage-Werte gelten sollen. „Meine stille Hoffnung ist, dass das Land regionalisiert entscheidet“, sagte Hauptgeschäftsführer Mark Alexander Krack am Donnerstag.

Er begrüßte, dass die Tür hin zu Öffnungen einen Spalt geöffnet worden sei, allerdings sei die „Diskriminierung von Sortimenten“ den Händlern kaum vermittelbar. Neben Supermärkten und Blumenläden dürfen von Montag an auch Buchhandlungen unabhängig von der Inzidenz öffnen.

10.54 Uhr: Braunschweiger OB mit klarer Ansage

Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth ist enttäuscht von den gestrigen Bund-Länder-Beschlüssen. „Wir hätten uns mehr Klarheit insbesondere beim Thema Testungen gewünscht", sagt Markurth. Die Städte hatten eine klare Teststrategie erwartet, mit der Öffnungen schrittweise und unter Einhaltung strenger Hygieneregeln möglich würden. „Der von uns entwickelte 'Braunschweiger Weg' wäre zumindest ein Modell, das ausprobiert werden sollte", so Markurth weiter.

„Die strenge und alleinige Orientierung an Inzidenzwerten wird uns perspektivisch nicht weiterbringen, da wir aus Studien nunmehr wissen, dass vermehrtes Testen zusätzliche, bisher unentdeckte positive Befunde auslöst", sagte der OB. Darüber hinaus bleibe zu klären, wer die (kostenfreien) Tests überhaupt durchführt, wie die Dokumentation erfolgen soll und wer diese Dinge koordiniert. Klärung erhofft sich der Oberbürgermeister von der Verordnung des Landes.

10.20 Uhr: Die aktuelle Lage in Niedersachsen

Niedersachsen meldet für die letzten 24 Stunden 1.191 neue Fälle. 27 weitere Menschen sind verstorben. 1.006 weitere Personen gelten als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 65.

Die Lage in der Region (Fälle/Inzidenz/Todesfälle):

  • Braunschweig: 3.909 (+22)/ 51,7/ 122
  • Gifhorn: 3.765 (+15)/ 46,5/ 152
  • Goslar: 1.729 (+4)/ 33/ 93 (+2)
  • Helmstedt: 1.613 (+10)/ 26,3/ 72
  • Region Hannover: 32.105 (+431)/ 104,9/ 790 (+2)
  • Peine: 3.231 (+20)/ 79,4/ 87 (+3)
  • Salzgitter: 2.674 (+15)/ 107,4/ 52
  • Wolfenbüttel: 1.728 (+5)/ 51,8/ 76 (+2)
  • Wolfsburg: 2.074 (+16)/ 48,2/ 69

9.50 Uhr: Städte und Gemeindebund positiv

Aus Sicht des Präsidenten des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Marco Trips, gehen in der Corona-Krise die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse „in die richtige Richtung“. Trips sagte am Donnerstag: „Wir müssen Perspektiven haben und dazu kommen die Risiken durch vermehrte Impfungen und bessere Testverfahren in den Griff zu bekommen.“ Wenn dies gelinge, könnten die Kinder auch wieder in die Schulen und Kitas geschickt sowie dem Handel und der Gastronomie wieder Chancen gegeben werden.

6.30 Uhr: Niedersachsen will neue Verordnung auf den Weg bringen

Stephan Weil will sich am Donnerstag regierungsintern beraten. Schon gegen Mittag will er dann die konkrete Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse für Niedersachsen vorstellen. Bereits am Samstag soll dann eine neue Corona-Verordnung veröffentlicht werden, die ab Sonntag gilt.

Diese Verordnung muss zuvor noch mit den Verbänden und dem Landtag abgestimmt werden. In einer Sondersitzung des Landtags zur Corona-Politik am Freitag plant der Ministerpräsident eine Regierungserklärung.

Zuvor wird es am Donnerstag neben Fragen der vorsichtigen Öffnungsschritte auch um die Rückkehr weiterer Jahrgänge zurück in die Schulen gehen. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) möchte eigentlich vor Ostern bereits wieder deutlich mehr Schüler im Wechselunterricht in die Klassen zurückkehren lassen. Systematische Schnelltests sollen dies erleichtern. Wann diese den Schulen zur Verfügung stehen, hatte die Landesregierung am Mittwoch aber noch nicht sagen können.

Mittwoch, 3. März

00.22 Uhr: Weil zufrieden über „realistische Öffnungsperspektive“

„Die niedersächsische Position findet sich in einem großen Teil der gefassten Beschlüsse wieder“, sagte Weil am späten Mittwochabend. „Alle Bereiche dieser Gesellschaft haben damit wieder eine realistische Öffnungsperspektive.“

Gleichzeitig werde weiter auf den Infektionsschutz geachtet. „Ich halte die Ergebnisse dieser Beratungen für einen deutlichen Fortschritt“, sagte Weil. Insbesondere sei der maßgebliche Schwellenwert für Maßnahmen wieder eine Sieben-Tages-Inzidenz von 50.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir jetzt schrittweise und vorsichtig zu Erleichterungen für die Bürgerinnen und Bürger kommen.“ Die Menschen in Niedersachsen hätten lange und geduldig viele wirklich schwerwiegende Einschränkungen der persönlichen Freiheit akzeptiert. „Eines muss uns allen gemeinsam klar sein: Mehr Lockerungen bedeuten auch mehr persönliche Verantwortung.“ Nur wenn alle sich weiterhin umsichtig und verantwortungsbewusst verhielten, könne mehr Normalität zurückgewonnen werden, sagte der Ministerpräsident.

Zwar wird der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nach den Bund-Länder-Beratungen angesichts weiter hoher Infektionszahlen grundsätzlich bis zum 28. März verlängert. Allerdings soll es je nach Infektionslage viele Öffnungsmöglichkeiten geben. Schon vom kommenden Montag an sollen demnach die stark beschränkten privaten Kontaktmöglichkeiten gelockert werden.

20.41 Uhr: Mehr häusliche Gewalt im zweiten Lockdown

Der Corona-Lockdown hat nicht nur wirtschaftliche Folgen. Auch nimmt die häusliche Gewalt zu. Laut Nicola Pöckler, stellvertretende Geschäftsleiterin des Awo Salzgitter-Wolfenbüttel berichten immer mehr Frauen von Gewalt-Vorfällen. Und das aktuell häufiger als während des ersten Lockdowns, wie die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet. Dennoch sei die Belegungszahl der Frauenhäuser nicht gestiegen.

19.48 Uhr: Stephan Weil macht Geständnis

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sitzt aktuell virtuell mit Angela Merkel und den anderen 15 Ministerpräsidenten zusammen und berät über Lockerungen und einen verlängerten Lockdown. Auf Facebook postet er ein Bild und macht ein Geständnis. Er schreibt: „Schwierige Entscheidungen benötigen Zeit. Die Bund-Länder-Gespräche über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise dauern an, es wird wohl ein langer Abend.“ Ob das heute noch etwas wird?

18.15 Uhr: Polizisten in Hannover werden geimpft

Die ersten Polizisten in Niedersachsen sollen als priorisiert eingestufte Gruppe am Donnerstag eine Corona-Impfung erhalten. Das teilte das Innenministerium am Mittwoch in Hannover mit. Dies sei nach der Anpassung der „Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus Sars-CoV-2“ des Bundesgesundheitsministeriums möglich. Als erstes bekommen Bereitschaftspolizisten die Spritze.

Ein landesweites Impfkonzept sieht nach vorangegangenen Innenministeriumsangaben vor, dass zunächst die Polizisten berücksichtigt werden sollen, die durch „häufigen und unüberschaubaren Kontakt“ einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Sie bekommen den Impfstoff von AstraZeneca.

13.23 Uhr: Braunschweiger Impfzentrum erhöht Kapazitäten

An diesem Mittwoch beginnen im Braunschweiger Impfzentrum die Zweitimpfungen. Während Senioren in Alten- und Pflegeeinrichtungen mittlerweile den vollständigen Schutz bekommen haben, sollen nun die über 80-Jährigen folgen und den vollständigen Schutz im Impfzentrum mit einer zweiten Impfung erhalten.

Deshalb will das Impfzentrum Ende dieser Woche erstmals seine Kapazität auf fünf Impstraßen erhöhen. In zwei Impfstraßen soll dabei ausschließlich Astrazeneca verimpft werden. Das Impfzentrum erwartet 1.900 weitere Dosen in dieser Woche.

Mit Astrazeneca würde sich nun die Voraussetzung für die Impfpriorisierung ändern. Heißt, auch bestimmte beruflich priorisierte Gruppen in der Altersgruppe unter 65 in den ersten beiden Prioritätengruppen könnten sich nun impfen lassen. Neben den ambulanten Pflegediensten umfasst die Gruppe von Personen, denen aktuell ein Impfangebot gemacht werden kann, unter anderem das medizinische Personal in Arzt- und Zahnarztpraxen, Polizisten, Erzieher, Kita-Beschäftigte, Heilmittelerbringer und Hebammen, heißt es seitens der Stadt.

10.43 Uhr: Die neuen Zahlen

Das Land Niedersachsen meldet 803 neu nachgewiesene Corona-Fälle in den letzten 24 Stunden, eine Woche zuvor hatte es noch 1.068 neue Fälle gegeben. Damit wurden seit beginn der Pandemie vor gut einem Jahr 166.233 Infektionen registriert.

30 weitere Menschen sind verstorben. Insgesamt liegt die Zahl der an oder mit dem Virus Verstorbenen in Niedersachsen jetzt bei 4.376.

Die Lage in der Region (Fälle / Inzidenz / Todesfälle):

  • Braunschweig: 3.887 (+36) / 49,3 / 122 (+1)
  • Gifhorn: 3.749 (+8) / 47,0 / 152
  • Goslar: 1.725 (+8) / 44,0 / 91
  • Region Hannover: 31.674 (+74) / 88,7 / 788 (+11)
  • Helmstedt: 1.603 (+6) / 25,2 / 72 (+2)
  • Peine: 3.211 (+27) / 83,1 / 84
  • Salzgitter: 2.659 (+38) / 107,4 / 52 (-1)
  • Wolfenbüttel: 1.723 (+9) / 62,7 / 74 (+4)
  • Wolfsburg: 2.058 / 38,6 / 69

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen ist gesunken und liegt heute bei 64,4. Regional betrachtet verzeichneten die Landkreise Cloppenburg (133,0) und Wesermarsch (131,0) die höchsten Sieben-Tage-Werte, gefolgt vom Kreis Vechta (119,0) und - neuerdings auch - Salzgitter (107,4). >> HIER geht's zur Inzidenz-Ampel!

1.080 weitere Menschen gelten als genesen. Insgesamt gibt es damit jetzt 149.906 ehemals Infizierte in Niedersachsen, die als genesen gelten. >> HIER geht es zu allen Zahlen!

10.32 Uhr: Abiturtermine in Niedersachsen bleiben bestehen

Niedersachsens Kultusministerium hat die Abiturtermine trotz der Corona-Einschränkungen bestätigt. Der bisherige Zeitplan soll auch dann gelten, wenn zum Zeitpunkt der Prüfungen einzelne oder alle Schulen im Wechsel- oder sogar im Distanzunterricht sind. Das geht aus einem Erlass des Ministeriums an die rund 450 betroffenen Schulen hervor.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) sagte den Schülern heute zu, dass nur der Lernstoff abgefragt werde, der tatsächlich behandelt wurde: „Wir sichern faire Prüfungen zu, keiner muss Nachteile wegen Corona befürchten.“

Die erste Abiturklausur soll am 19. April im Fach Geschichte geschrieben werden, die letzte am 11. Mai im Fach Physik. Vom 17. Mai bis 9. Juni soll es Nachschreibtermine geben. Voraussetzung für den Terminplan ist laut Erlass, dass die Corona-Verordnung das Abhalten der Prüfungen zulässt. Es sei aber beabsichtigt, die Verordnung so zu fassen, dass dies auch dann gegeben ist, wenn der Schulbesuch an sich untersagt ist. Schüler, die zum Prüfungstermin in Quarantäne sind, sollen den Nachschreibtermin nutzen.

Der Erlass regelt auch die Abläufe der schriftlichen und mündlichen Prüfungen. So sollen die Lehrer entlastet werden, indem die Fachprüfungsausschüsse von drei auf zwei Mitglieder reduziert werden.

7.29 Uhr: Neue Gesundheitsministerin will Impfungen voranbringen

Die neue niedersächsische Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) will als erstes die Corona-Impfungen im Land voranbringen. „Meine vordringlichste Aufgabe wird es sein, dass die Impfkampagne verstärkt fortgesetzt und eine gute Teststrategie entwickelt wird“, sagte Behrens in einem Interview der „Nordsee-Zeitung“. „Die Menschen haben ein Anrecht darauf, dass diese Dinge zügig erledigt werden.“ Niedersachsen kommt bei den Erstimpfungen im Ländervergleich eher langsam voran.

Es gehe darum, den Menschen eine Perspektive zu geben, wie sie in gewohntes Leben zurückkehren können, sagte Behrens. Zwar sei es zu früh, einen normalen Osterurlaub zu versprechen. „Zu einer Perspektive gehört für mich auch die Frage, wann zum Beispiel ein Restaurant-, ein Theater- oder ein Kinobesuch wieder möglich sein wird. Auch darum möchte ich mich kümmern.“

Dienstag, 2. März

15.37 Uhr: Viele verweigern Astrazenca-Impfstoff – Land fasst neuen Plan

Offenbar gibt es in Niedersachsen einige Menschen, die eine Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff verweigern. Damit es dadurch in den Impfzentren nicht zu Leerlauf und Stockungen kommt, hat das Land Niedersachsen nun einen Plan gefasst.

Ähnlich wie etwa Fluggesellschaften oder Hotels es handhaben, sollen etwas mehr Termine vergeben werden, als Impfstoff zur Verfügung steht, damit am Ende alles gleich gespritzt werden kann, wie die Vize-Chefin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, am Dienstag in Hannover sagte.

Insbesondere Beschäftigte aus der ambulanten Pflege verweigerten den Impfstoff von Astrazeneca, sagte Schröder. Dabei gebe es im Impfzentrum keine Wahlmöglichkeit. Menschen unter 65 Jahren erhielten ausschließlich die Dosen von Astrazeneca. Bei der Planung der Impftermine für Beschäftigte aus Institutionen werde versucht zu klären, wie viele Impfinteressenten es tatsächlich gibt. Trotzdem komme es im Moment der Impfung zu Ablehnung.

13.50 Uhr: Die neuen Zahlen!

Die Corona-Lage in Niedersachsen stagniert, wobei die Zahl der Covid-Patienten in den Kliniken leicht rückläufig ist. Das Land Niedersachsen meldet 291 neu nachgewiesene Corona-Fälle in den letzten 24 Stunden. Das sind vergleichsweise wenig.

51 weitere Menschen sind verstorben – gestern waren es nur drei. Insgesamt liegt die Zahl der an oder mit dem Virus Verstorbenen in Niedersachsen jetzt bei 4.346.

Die Lage in der Region (Fälle / Inzidenz / Todesfälle):

  • Braunschweig: 3.851 (+1) / 40,1 / 121 (+1)
  • Gifhorn: 3.741 (+5) / 49,3 / 152 (+2)
  • Goslar: 1.717 (+3) / 47,7 / 91 (+3)
  • Region Hannover: 31.600 (+7) / 103,9 / 777 (+17)
  • Helmstedt: 1.597 (-2) / 40,5 / 70 (+6)
  • Peine: 3.184 (-1) / 80,1 / 84
  • Salzgitter: 2.621 / 104,5 / 53 (+1)
  • Wolfenbüttel: 1.714 (+27) / 60,2 / 70
  • Wolfsburg: 2.058 (+13) / 41,0 / 69

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Niedersachsen etwas gesunken und liegt heute bei 67,7. Für Lockerungen des Lockdowns wird bisher ein stabiler Wert unter 35 angestrebt. >> HIER geht's zur Inzidenz-Ampel!

412 weitere Menschen gelten als genesen. Insgesamt gibt es damit jetzt 148.826 ehemals Infizierte in Niedersachsen, die als genesen gelten. >> HIER geht es zu allen Zahlen!

„Wir haben hier gerade im Moment keine richtige Abwärtsbewegung und befinden uns relativ konstant auf mittlerem Niveau“, sagte die Vizechefin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder. „Es gibt eine positive Tendenz in den Krankenhäusern, aber nur in kleinen Schritten Entlastung.“ Die Lage in den Kliniken sei weiter angespannt.

995 Corona-Patienten werden derzeit stationär behandelt, 219 davon auf Intensivstationen. 157 Erwachsene und ein Kind müssen künstlich beatmet werden.

Vor einer Woche lag die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern noch bei 1.152. Die höchsten Zahlen von Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gibt es in den Kreisen Cloppenburg (136,5), Wesermarsch (133,2), Leer (122,4) und Vechta (113,4).

12.51 Uhr: Braunschweig geht einen eigenen Weg

Braunschweig will in der Corona-Pandemie einen eigenen Weg gehen – den „Braunschweiger Weg“. Dass, was die Stadt Braunschweig und der Arbeitgeberverband Region Braunschweig vor haben, hat es durchaus in sich. >> HIER geht's zu den konkreten Plänen!

9.22 Uhr: IHK fordert Stufenplan, Schnelltests und digitale Zutrittssysteme

Die Industrie- und Handelskammer Nord hat vor dem Bund-Länder-Treffen morgen eine Öffnungsperspektive für die norddeutsche Wirtschaft gefordert.

Das gelte vor allem für die besonders betroffenen Branchen wie den Einzelhandel, Dienstleistungen, Tourismus, die Gastronomie, Veranstaltungsbranche sowie die Kulturwirtschaft, sagte der IHK-Nord-Vorsitzende Norbert Aust.

„Ein Stufenplan würde Unternehmen jetzt helfen und Planungssicherheit sowie Halt schaffen.“ Die IHK Nord vertritt nach eigenen Angaben rund 700.000 Unternehmen in den fünf norddeutschen Bundesländern.

Dabei sollte sich der Plan nicht nur nach dem Inzidenzwert richten. Es solle auch berücksichtigt werden, dass dem Robert Koch-Institut zufolge beispielsweise Hotels und der Einzelhandel nicht als Treiber der Pandemie gelten.

Gerade in der Tourismusbranche könnten zudem Schnelltests sowie digitale Lösungen wie Zutritts- und Buchungssysteme eine weitere Chance auf Öffnung bieten. Für die Gastronomie müsste schon jetzt die Erweiterung der Außenbereiche geplant werden.

„Wir gehen davon aus, dass ein neuerlicher Ausfall des Ostergeschäftes für viele Unternehmen nicht mehr verkraftbar sein wird - es zählt nun jeder Tag, damit die Vielfalt der Tourismusbranche im Norden erhalten bleibt“, sagte Aust.

5.47 Uhr: City-Galerie leuchtet rot

Die City-Galerie Wolfsburg hat am Abend rot geleuchtet. Das Shoppingcenter beteiligte sich an der Aktion „Leben im Zentrum“.

Das Leben gehöre ins Zentrum, schreibt die City-Galerie. „Dafür wollen wir ein klares Zeichen setzen. Für schnelle Öffnungen mit Verantwortung und Sicherheit am kommenden Montag. Für unsere Stadt. Für die Geschäfte und Arbeitsplätze im Handel.“

Montag, 1. März

18.54 Uhr: Fünf Millionen Masken für Lehrer

iedersachsen beginnt morgen mit der Auslieferung von fünf Millionen Corona-Schutzmasken für Lehrerinnen und Lehrer. Die Masken werden vom Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Celle aus über die Kreise und Städte verteilt. Sie sollen helfen, eine mögliche Ausweitung des Präsenzbetriebs an den Schulen sicherer zu gestalten.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD), der beim Auslieferungsstart in Celle vor Ort dabei ist, möchte gerne vor den Osterferien weitere Klassen aus dem Distanzlernen im Wechselunterricht in die Schulen zurückholen. Die Infektionszahlen verharren im Moment aber auf einem erhöhten Niveau. Tonne will nach den Bund-Länder-Beratungen über den Corona-Kurs an diesem Mittwoch über das weitere Vorgehen an den Schulen entscheiden.

17.44 Uhr: Braunschweig startet kostenfreies Corona-Testangebot in Kitas und Schulen

Braunschweigs Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus wurden mit dem Start des Schnelltestzentrums für die Beschäftigten aus dem Bereich der frühkindlichen Bildung und Betreuung sowie der Betreuung an Schulen ab 1. März um einen weiteren wichtigen Baustein ergänzt.

Beschäftigte in Braunschweiger Kitas, Tagespflegepersonen, kommunale Schulsozialarbeiter, Verwaltungskräfte und Hausmeister in Schulen sowie die Beschäftigten in der Schulkindbetreuung können sich ab sofort von Montag bis Donnerstag in der Zeit zwischen 15 und 19 Uhr kostenfrei einmal wöchentlich einem Corona-Schnelltest unterziehen.

Die Stadt rechnet damit, pro Woche mindestens 100 Schnelltests durchzuführen. Das Angebot gelte erst einmal für vier Wochen. Bei Bedarf würde die Stadt die Kapazitäten auch ausweiten.

Nach dem Test können die Beschäftigen das Testzentrum sofort verlassen. Sollte der Test positiv ausfallen, würden sie telefonisch informiert und würden noch an demselben Tag einen PCR-Test machen müssen.

11.55 Uhr: Die neuen Zahlen!

Das Land Niedersachsen meldet 403 neu nachgewiesene Corona-Fälle in den letzten 24 Stunden. Das sind vergleichsweise wenig – allerdings wird am Wochenende auch weniger getestet.

Drei weitere Menschen sind verstorben. Insgesamt liegt die Zahl der an oder mit dem Virus Verstorbenen in Niedersachsen jetzt bei 4.295.

Die Lage in der Region (Fälle / Inzidenz / Todesfälle):

  • Braunschweig: 3.850 (+8) / 44,9 / 120
  • Gifhorn: 3.736 / 47,0 / 150
  • Goslar: 1.714 (+3) / 49,2 / 88
  • Region Hannover: 31.593 (+157) / 107,6 / 760
  • Helmstedt: 1.599 / 43,8 / 64
  • Peine: 3.185 (+4) / 81,6 / 84
  • Salzgitter: 2.621 / 106,4 / 52
  • Wolfenbüttel: 1.687 (+6) / 50,2 / 70
  • Wolfsburg: 2.045 / 35,4 / 69

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Niedersachsen liegt heute bei 68,8. Für Lockerungen des Lockdowns wird bisher ein stabiler Wert unter 35 angestrebt. >> HIER geht's zur Inzidenz-Ampel!

434 weitere Menschen gelten als genesen. Insgesamt gibt es damit jetzt 148.414 ehemals Infizierte in Niedersachsen, die als genesen gelten. >> HIER geht es zu allen Zahlen!

11.30 Uhr: Weil fordert schnell Klarheit über Impfstoff von Johnson & Johnson

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil kritisiert das Verfahren für die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson in Europa kritisiert.

Es sei ihm „unbegreiflich“, dass sich die Arzneimittelagentur EMA noch zwei Wochen Zeit lassen wolle, so der SPD-Politiker. In den USA hatte das Präparat am Samstag eine Notfallzulassung erhalten.

„Warum kann in Europa der zuständige Ausschuss erst Mitte März eine Empfehlung abgeben? Sorry, aber das muss schneller gehen“, sagte Weil. Der Impfstoff sei vielversprechend - auch, weil nur eine Impfdosis pro Person benötigt werde.

Der US-Konzern Johnson & Johnson hatte die Zulassung Mitte Februar bei der EMA beantragt. Der zuständige Ausschuss will seine Bewertung Mitte März abgeben. Einem Zwischenergebnis der Phase-III-Studie zufolge bietet der Impfstoff vier Wochen nach Verabreichung einen 66-prozentigen Schutz vor mittleren oder schweren Covid-19-Krankheitsverläufen.

Die Wirksamkeit gegen schwere Erkrankungen wurde mit 85 Prozent angegeben. Bei einigen Konkurrenzprodukten ist die Wirksamkeit laut Studien höher, die Werte von Johnson & Johnson gelten aber immer noch als gut.

Niedersachsen gehört bundesweit zu den Schlusslichtern beim Impffortschritt. Nur in Sachsen-Anhalt und Brandenburg ist der Anteil der Einwohner, die die Erstimpfung erhalten haben, noch geringer.

6.28 Uhr: Fünf Hausärzte starten mit Impfungen in Praxen

Niedersachsen geht neue Wege bei den Corona-Impfungen: Fünf Hausärzte erproben ab heute die Impfung von unter 65-jährigen Menschen in ihren Praxen. Gestartet wird in den Landkreisen Leer, Wesermarsch und Uelzen sowie in Stadt und Region Hannover. Bei welchen Ärzten genau geimpft wird, wollen die Kreise zunächst nicht öffentlich bekannt geben – damit die Abläufe dort nicht durch einen Run auf die Praxen durcheinander gebracht werden.

Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) hatte dazu erklärt, die Probeläufe dienten dazu, Logistik und Lagerung der Impfstoffe und technische Abläufe durchzuspielen.

Voraussichtlich ab April könnten dann deutlich mehr Praxen in Niedersachsen mit im Boot sein. Das sei mit der Kassenärztlichen Vereinigung in Niedersachsen vereinbart worden. Nach Angaben von KVN-Vorstandschef Mark Barjenbruch stehen dafür rund 9.000 Arztpraxen bereit.

(red/dpa)