Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Geschafft! 3G-Regel entfällt in Braunschweig – neue Verfügung erwartet

Corona-Varianten: Wie entstehen Mutationen und was macht sie gefährlich?

Ministerpräsident Weil will die Konferenz mit Bund und Ländern vorziehen. (Archivbild)

Was sind eigentlich Corona-Varianten und warum werden sie mit griechischen Buchstaben bezeichnet.

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Hannover. Das Corona-Virus ist auch in Niedersachsen weiter aktiv. Dennoch könnten jetzt weitere Lockerungen kommen. Am Dienstag hat die Regierung beschlossen, die Maskenpflicht unter bestimmten Umständen zu kippen.

Die aktuelle Corona-Entwicklung in Niedersachen und speziell in der Region38 kannst du hier nachlesen.

Corona in Niedersachsen: Alle News im Überblick

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Dienstag, 28. September

11.19 Uhr: 3G-Regel in Braunschweig fällt

In Braunschweig liegt der Inzidenzwert den fünften Tag in Folge unter 50. Auch ist der Schwellenwert der Belegung der Intensivbetten nicht überschritten. Dieser liegt bei fünf Prozent. Somit wird die Löwenstadt die Warnstufe 1 am Mittwoch verlassen. Das heißt: Die 3G-Regel entfällt. Die Stadt will dazu morgen eine neue Allgemeinverfügung veröffentlichen.

10.20 Uhr: Die aktuellen Werte aus Niedersachsen

Das Robert-Koch-Institut meldet für Niedersachsen 219 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 45,2. Die Impfquote liegt bei 70,5 Prozent, die mindestens ihre Erstimpfung erhalten haben.

Die Inzidenzen in der Region:

  • Braunschweig: 31,0
  • Gifhorn: 59,8
  • Goslar: 25,2
  • Helmstedt: 35,0
  • Region Hannover: 75,2
  • Peine: 42,0
  • Salzgitter: 65,5
  • Wolfenbüttel: 25,1
  • Wolfsburg: 44,4

Montag, 27. September

11.27 Uhr: 2G-Regel jetzt auch im Wolfsburger Theater

Das Scharoun Theater Wolfsburg hat entschieden: Ungeimpfte müssen künftig draußen bleiben. Die neue Spielzeit findet ab Oktober nur noch unter der 2G-Regel statt. Heißt: Nur gegen Covid-19 Geimpfte oder bereits Genesene kommen noch rein.

Die Niedersächsische Landesregierung schaffe mit ihrer Verordnung die klare rechtliche Grundlage für diese vorbeugende Maßnahme der 2G-Regel, heißt es aus Wolfsburg. Diese Vorgabe ermögliche vor allem auch in den Herbst- und Wintermonaten einen verlässlichen und planbaren kontinuierlichen Theaterbetrieb. „Mit der 2G-Regel können wir die Zahl der Besucherinnen und Besucher behutsam erhöhen und damit die Auslastung des Theaters schrittweise steigern”, sagt der Aufsichtsratvorsitzende Thomas Steg.

Vor allem aber erlaube die 2G-Regel im Theater größere Freiheiten, weil bestimmte Auflagen zum Tragen von Gesichtsmasken und zu Mindestabständen entfallen. „Der künftige Theaterbetrieb nach der 2G-Regel verspricht für die Besucherinnen und Besucher nicht nur mehr Schutz und Sicherheit, sondern wieder ein uneingeschränktes Theatererlebnis“, so Steg weiter.

„Die Sicherheit unseres Publikums steht für mich ganz klar im Vordergrund“, ergänzt Intendant Dirk Lattemann. „Aus diesem Grund haben wir für uns zum Saisonstart eine Obergrenze bei der Zuschauerkapazität von maximal 50 Prozent gesetzt und geben unserem Publikum somit die Chance, sich an die ‚Nähe‘ wieder zu gewöhnen. Nur so können wir uns vorsichtig an eine höhere Auslastung herantasten, um dadurch letztlich auch wieder eine Wirtschaftlichkeit zu erzielen.“

Wenn du bereits ein Theater-Abo hast, aber weder geimpft noch genesen bist, kannst du dein Abo an der theaterkasse wieder zurückgeben.

10.52 Uhr: Die aktuelle Corona-Lage in Niedersachsen

Niedersachsen meldet 153 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 46,8. Die Impfquote liegt bei 70,5 Prozent, die mindestens ihre Erstimpfung erhalten haben.

Die Inzidenzen in der Region:

  • Braunschweig: 31
  • Gifhorn: 59,2
  • Goslar: 19,3
  • Helmstedt: 39,3
  • Region Hannover: 75,3
  • Peine: 50,8
  • Salzgitter: 82,8
  • Wolfenbüttel: 26,8
  • Wolfsburg: 44,4

Sonntag, 26. September

10.08 Uhr: Armutskonferenz – Schärfere 2G-Regeln treffen arme Menschen härter

Die Landesarmutskonferenz Niedersachsen hat vor „gesellschaftlichem Konfliktpotenzial“ angesichts verschärfter 2G-Regeln in der Corona-Pandemie gewarnt. Für Menschen mit wenig Geld oder geringer Bildung sei „zu erwarten, dass sich das negativ auswirken wird“, sagte der Geschäftsführer der Landesarmutskonferenz, Klaus-Dieter Gleitze, der Deutschen Presse-Agentur. Armen Menschen fehle ohnehin das Geld für gesellschaftliche Teilhabe, dies könne sich jetzt noch verschlimmern. Sie ließen sich weniger testen, und auch die Impfquote sei unter armen Menschen Schätzungen zufolge deutlich geringer, warnte er.

Das liege beispielsweise an Ressentiments gegen die Corona-Impfung und dürfte sich auf das Infektionsgeschehen auswirken, meinte Gleitze. Auch seien arme Menschen über die Impfung nicht ausreichend informiert, gleichzeitig hätten sie öfter Vorerkrankungen. Das gesundheitliche Risiko bei einer Corona-Infektion sei daher größer als bei Normal- oder Gutverdienern. Darüber hinaus könnten die Krankheitsverläufe schlimmer ausfallen.

Er gehe davon aus, dass die Impfquote in gut situierten Vierteln fast doppelt so hoch sei wie an sozialen Brennpunkten, sagte Gleitze. Valide Zahlen gebe es nicht, daher sprach er sich für eine „flächendeckende Impfquoten-Kartierung“ aus – an der Stelle seien die Gesundheitsämter gefordert. „Sonst kommen wir ganz schlecht in den Winter“, mahnte er.

(red/dpa)